Weil das immer wieder erwähnt wird - das Eine schließt doch das Andere nicht aus!
Es gab und gibt Menschen die sich mit weltlichen Erklärungen zufrieden geben. Und es gibt die Anderen, die auf der Suche sind, die forschen, die ihren Horizont erweitern möchten ectr. und dennoch ganz "normal" ihren Alltag bestreiten.
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27.08.2015, 14:36Inaktiver User
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
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27.08.2015, 15:06
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Nein, ich differenziere das auf jeden Fall und glaube fest das es Menschen gibt, die einen "Zugang" in eine
andere Form des Seins haben.Aber es gibt sicherlich auch Leute, denen es nur um Geld geht und
andere, die sich nur einbilden "medial" zu sein. Wir hatten hier eine Frau, alte Bäuerin, die geradezu
legendär war in der Hinsicht.Sie ist viele Jahre tot und muss ein besonderer Mensch gewesen sein,sonst
wäre sie aus dem kollektiven Gedächtnis längst verschwunden.Die nahm nie Geld, aber wenn man ihr
das war in der "schlechten Zeit" ,mal ein paar Gramm Kaffee mitbrachte, oder einen Kopf Kohl, wenn
sie keinen mehr hatte oder sowas, nahm sie das an ohne es zu verlangen.Und sagte den Leuten ganz
offen wenn sie nichts für sie tun konnte-was auch mal vorkam.
Ich glaube solche mutmaßlichen Kontakte können beides sein- tröstend und hilfreich für die einen,
gefahrbesetzt für andere, deren Probleme sich eventuell verschlimmern. Wer wirklich dahingehend
"begabt" ist, sollte sehr sorgsam mit der Fähigkeit umgehen.Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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27.08.2015, 15:44
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Habe auch eine banale Geschichte im Angebot (persönliche Erfahrungen/Vorkommnisse in Bezug auf Seele und Gestorbene sind mir zu privat):
Ich war als Mädchen eine Leseratte und las gerne Schneiderbücher.
In den Schneiderbüchern war in jedem Buch eine raus trennbare Seite, die man per Post mit Angabe der eigenen Adresse an den Verlag schicken konnte.
Damit nahm man dann automatisch an einem Preisausschreiben teil, bei dem man ein Schneiderbuch gewinnen konnte. Habe da außer einem mal nie dran teilgenommen und auch sonst an keinen anderen Preisausschreiben.
Bei dieser einmaligen Teilnahme am Preisausschreiben wusste ich schon beim Raustrennen der Teilnahmeseite ganz genau, dass ich ein Buch gewinnen werde und war ganz aufgeregt deswegen.
Und siehe da zwei Wochen später meine Mutter: "Der Postbote war da und hat für dich ein Päckchen gebracht?"
Ich: "Ach, das ist nur mein Schneiderbuch."
Schon seltsam oder?
Kann natürlich auch sein, dass da grundsätzlich jeder ein Buch gewann, der sich am Preisausschreiben beteiligte - sozusagen als Marketingmaßnahme.
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27.08.2015, 16:05
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
So etwas ist mir mehrmals passiert, an meinem Studienort gab es ein Festival mit etlichen bekannten Musikern. Mein Freund wollte Karten kaufen, ich sagte, mir brauchst du keine mitbringen, ich gewinne eine im Preisausschreiben . So war es dann, ich gewann eine von 10.
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27.08.2015, 17:47
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27.08.2015, 18:10
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Ob die erwähnten Geschichten nicht doch mit einer Portion Glück zu tun haben? Finde ich nahe liegender. Vielmehr stellt sich mir die Frage : was sollten die Toten, wenn sie denn unter uns sein sollten für eine Funktion haben?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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27.08.2015, 18:34
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Jetzt muss ich Euch doch von einem Erlebnis erzaehlen, dass mir und meinem Partner sehr kostbar ist.
Vor 9 Jahren hatten wir eine sehr alte Nachbarin. Wir hatten an und fuer sich wenig mit Ihr zu tun, manchmal habe ich Ihr Einkaeufe heimgetragen und wir haben uns hin und wieder um Ihren Kater gekuemmert.
An einem nebligen Novembernachmittag hoer ich meinen Partner rufen"oh mein Gott, Frau XYZ ist hingefallen! Das schaut nicht gut aus!" Er war oben und konnte von da in Ihren Vorgarten ueberblicken. Ich bin sofort aus dem Haus gerannt um zu helfen und habe sofort gesehen, sie ist tot - sie kam von der Leihbuecherei und hatte anscheinend bevor sie das Haus erreichte eine Herzattacke. Wir haben einen Krankenwagen angerufen, die Polizei kam... jedenfalls wurde sie in Ihr Haus getragen und ich habe dort mit der Polizei gewartet und Fragen beantwortet so gut es ging. Der Polizist hat nach Kontaktadressen gesucht und ueberall in Ihren Unterlagen post its gefunden: "Bitte um meinen Kater kuemmern falls mir etwas passiert."
Wir haben den Kater erst mal zu uns mitgenommen, schliesslich kannte er uns gut. Ich war total durch den Wind und der Gedanke wie sie sich um Ihn gesorgt hat, hat mir das Herz umgedreht.
Er hat dann ein paar Tage bei uns gewohnt bis ich eine Familie gefunden hatte die ihn gern aufnehmen wollten (er hat da noch gut fuenf Jahre gelebt und ist an Altersschwaeche gestorben).
Als sich nach ungefaehr zwei Wochen alles wieder beruhigt hatte, dachte ich: "ich hoffe Frau XYZ geht es gut, alles ist ok fuer sie wo immer sie ist und ich hoffe sie nimmt es mir nicht uebel, dass ich den Kater nicht behalten habe. Ich wuenschte ich koennte sie fragen"
Am naechsten Morgen stehe ich auf, oeffne die Vorhaenge und alle Solarlampen in unserem Garten leuchten - das erste mal seit Monaten! Und dann auch noch morgens! Wir sind am Fenster gestanden und waren irgendwie sprachlos - aber bis heute sind wir beide ueberzeugt es war Frau XYZ die uns wissen lassen wollte das alles gut ist und sie mit uns zufrieden ist.Geändert von Katbury (27.08.2015 um 18:39 Uhr)
Mein Leben, bis ans Ende der Welt ginge ich mit Dir!
(Opernplakat in Berlin)
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27.08.2015, 18:45
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Oh was für eine schöne Geschichte!
Da geht einem ja das Herz auf.
Akzent, ich glaube, die "Funktion" ist so, dass man sie nur verstehen kann, wenn man auf der anderen Seite ist. Hätte es keine Funktion, gäbe es das Ganze nicht. Es gibt nichts sinnloses im Universum. Denke ich jedenfalls.The original Karla
est. 2006











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27.08.2015, 19:03
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Danke Karla.
Und ja, ich glaube auch, dass man manchmal Dinge einfach annehmen muss. Vielleicht versteht man es spaeter? Oder nie? Heisst ja nicht, dass sie deshalb nicht existieren nur weil man sie nicht versteht.Mein Leben, bis ans Ende der Welt ginge ich mit Dir!
(Opernplakat in Berlin)
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27.08.2015, 19:06
AW: Die Toten sind unter uns - aber wann und wie lange?
Ja, sehe ich auch so.
Wie wenig ein Mensch wahrnehmen kann, sieht man ja schon am Unterschied zur Tierwelt. Riechen, hören, sehen...verschiedene Welten!The original Karla
est. 2006














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