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  1. Inaktiver User

    geschockt Traum, unheimlich

    Traum, unangenehm

    Ein Ort, an dem viele Männer versammelt sind, inmitten ein häßlicher, grausamer Diktator, ähnlich wie Hitler.
    Einem der Männer, er steht schräg hinter dem Diktator, wird das alles zu viel, er kann diesen Krieg nicht mehr ertragen und gibt Informationen weiter an (?).
    Das bleibt nicht unbemerkt, er lenkt aber die Aufmerksamkeit feige auf einen der Anderen, dieser wird schwer bestraft (getötet?).
    Dieses Schuldempfinden führt dazu, wegzulaufen.
    Fort, nur fort von diesem Ort und dem Krieg und all dem Schrecken,

    Er läuft und läuft, doch plötzlich öffnet sich ein Raum vor ihm und er ist darin gefangen und wieder am Ausgangsort.
    Der Diktator ist in diesem Raum, sagt höhnisch, es wäre sinnlos vor ihm fortzulaufen.
    Während der Mann in den Raum eindringt, bzw. von ihm umschlossen wird, ist er zweimal zu sehen, als Kopie seiner Selbst. Kopie und Original sind am Fußgelenk mit einer (Sträflings-?)kette verbunden.
    Der Diktator kündigt an, ihn jetzt zu töten und hebt einen schweren Gegenstand, um diesem Mann den Schädel einzuschlagen.
    Der Mann fürchtet sich davor und bittet darum, erschossen zu werden.
    So geschieht es.
    Ein oder zwei Projektile dringen über die Stirn ins Gehirn ein (und ICH fühle das ! *grusel*), der Mann denkt: "GOTT, ich komme jetzt zu dir!"

    Während der Mann mit geschlossenen Augen auf seinen Tod wartet, wache ich auf.

    Ich bin so bestürzt über das Traumgeschehen, dass ich drei Mal das Vater-Unser bete.

    Frage mich immer noch, hat der Traum etwas mit mir persönlich zu tun, oder habe ich an einem fremden Geschehen teilgenommen?

    Bitte euch um Deutungshilfe !


    Lavendelmond

  2. Inaktiver User

    AW: Traum, unheimlich

    lavendelmond, dein traum entspricht doch sehr genau dem, was ich dir kürzlich als nachfrage gestellt hatte......außerdem hegt der mensch mit bluthochdruck einen unterdrückten groll - sei es auf eine alte sache oder auf die aktuelle situation bezogen.überleg mal, welche entscheidungen du immer noch nicht gefällt bzw. nicht durchgezogen hast.....
    gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

  3. Inaktiver User

    AW: Traum, unheimlich

    der "Diktator" als Sinnbild für unterdrückten Groll ?

    der "Krieg" als Sinnbild für den unerlösten Konflikt?



    hat noch jemand Ideen?

  4. Inaktiver User

    AW: Traum, unheimlich

    Mein erster Eindruck war, dass Du vielleicht in einer Situation bist, in der ein Krieg stattfindet, Du das nicht willst, aber mitmachen musst. Ansonsten wird die ganze Situation beendet. Du könntest es nach aussen verraten (öffentlich machen?) aber dann trennt man sich von Dir? Du bist am falschen Platz? Und musst um Dich selbst fürchten und dass Du nicht gequält wirst?

  5. Avatar von Indiac
    Registriert seit
    07.02.2006
    Beiträge
    422

    Beitrag AW: Traum, unheimlich

    Meine spontanen Einfaelle:
    Der Tod als Wendepunkt, als Erloesung. (Gedanken des Mannes beim Sterben). Es wird eine Entscheidung abgenommen.
    Welche Verpflichtungen obliegen Dir, aus denen Du nicht rauskommst (Diktator)?
    Wie gross ist die Sehnsucht, sich aus Zwaengen "befreien" zu lassen, ohne "selber entscheiden zu muessen" (der Mann entscheidet nur WIE, nicht OB er sterben wird)?
    Hilft Dir das? Waren meine ersten Ideen...
    Und: das Vaterunser hilft nach solch aufwuehlenden Naechten, ich weiss...
    Lieben Gruss,
    indiac

  6. Inaktiver User

    AW: Traum, unheimlich

    Zitat Zitat von Indiac
    Meine spontanen Einfaelle:
    Der Tod als Wendepunkt, als Erloesung.

    Welche Verpflichtungen obliegen Dir, aus denen Du nicht rauskommst (Diktator)?

    Wie gross ist die Sehnsucht, sich aus Zwaengen "befreien" zu lassen, ohne "selber entscheiden zu muessen"


    Lieben Gruss,
    indiac

    Oh ja, das trifft es sehr gut.

    Ihr habt alle drei was richtiges-wichtiges aus dem Traum herausgelesen (ich selber nehme meine Träume oft zu wörtlich, zu sehr 1:1, darum ist es schön, dass ich hier fragen kann)

    Also:
    Inneren Groll habe ich in der Tat aktuell, betrifft "jammernde Alte, die nur negativ sehen" , wohingegen andere jung sterben müssen oder erkranken und dennoch die "guten Dinge" des Lebens dankbar annehmen und wahrnehmen können.
    Am liebsten würde ich den Alten ihre Undankbarkeit um die Ohren hauen


    des weiteren habe ich Verantwortung und Verpflichtung für meine alte (negativ denkende)hilfsbedürftige Mutter übernommen, weil ich die Tochter bin, die am meisten Zeit hat.

    und das, wo ich doch so froh war, mich von einer vorherigen "Belastung" jetzt endlich richtig erholen zu können und meine Freiheit genießen zu können.

    die "Sehnsucht, mich befreien zu lassen" -und es nicht selber herbeiführen zu müssen durch eine Entscheidung- diese Sehnsucht ist groß, sehr groß

    (das bezieht sich nicht nur auf die eine Person, auch auf Situationen wie Wohnortwechsel und ähnliches)

    Ich habe in der Tat oft "Angst" (eher Bedenken, Befürchtungen), entscheidende Veränderungen herbeizuführen, weil ich dann ja auch für die Konsequenzen daraus verantwortlich bin.
    Lieber "leide ich vor mich hin", weil mir die Traute fehlt.

    Ist vielleicht noch ein altes "Kindheitsprogramm" was da läuft


    Tja, man kann noch so sehr davonlaufen vor einer unerträglichen Lage, wenn man an sich selber gekettet ist, kommt man nicht voran, sondern läuft im Kreis und landet da wo man nicht hin will


    So gesehen ist der Traum schon viel verständlicher !


    Ich danke für eure Mithilfe


    Lavendelmond



    P.S.: ich bin so froh, dass ich als Kind das Vater Unser beten gelernt habe !

  7. Avatar von Noodie
    Registriert seit
    23.07.2005
    Beiträge
    6.566

    AW: Traum, unheimlich

    Ich denke du hast ihn ganz richtig verstanden. Das Thema Macht und Eigenverantwortlichkeit bzw die Uebergabe dieser Macht und das daraus resultierende sich auflehnen ist ja zentral.

    Immerhin holst du dir einen Teil dieser Macht zurueck - du entscheidest die Todesart im Traum. Von daher hat der Traum auch einen Silberstreifen. Es ist ein Anfang! Auch nicht uebersehen sollte man die Tatsache dass der Mann bittet - und der Wunsch wird ihm erfuellt! Der Diktator laesst mit sich reden!

    Denk doch mal nach und erinnere dich an Momente in deinem Leben wo du selber eine Entscheidung mit all ihren Risiken und Konsequenzen getroffen hast, koennen auch kleinere, unbedeutene Dinge sein, und erinnere dich an das Gefuehl das du dabei hattest. Ist es nicht aufregened?!

    LG Noodie
    .
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

  8. Inaktiver User

    AW: Traum, unheimlich

    Hallo Noodie,

    da fallen mir spontan nur die "großen" Entscheidungen ein, und da hatte ich keinen Genuss daran, nur das Gefühl eines elterlichen (eher mütterlichen) Damoklesschwertes.

    Ach, da fällt mir ein, dass das auch mal Thema in der Therapie war.
    Wenn ich als Kind eigenständig Entscheidungen Richtung Selbständigkeit getan hatte (wie z.B. das erste Mal allein Haare waschen in der Wanne), dann gab es eher Verdruß, kein Lob dafür, nie!
    Da könnte ich jetzt mehrere prägende Beispiele anführen.

    Da mag ein Zusammenhang sein.

    Ich werde mal schauen, ob ich jemals aufregende, "einsame" Entscheidungen getroffen habe, die ein gutes Ergebnis hatten

    *grübel-denk*

    schön, dass du einen Silberstreif siehst - ich werde ihn im Augen behalten

    weißt du, den Traum habe ich zu 90 % passiv als Zuschauerin erlebt, erst zum Schluß schlüpfte mein Bewußtsein in den Mann und ich erlebte wie in Echt das Bitten und Schießen mit, fühlte wie die Projektile eindrangen
    :-(

    boa neee, brauch ich nicht nochmal sowas *schüttel*

  9. Avatar von Kalinka
    Registriert seit
    28.09.2005
    Beiträge
    240

    AW: Traum, unheimlich

    Hallo Lavendelmond,

    ich möchte noch eine dritte Deutung anbieten. Vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Ich kenne dich nicht und in sofern: Sollte ich daneben liegen, einfach streichen.

    Also: Ich würde sagen, der Traum hat etwas mit deinem Männer-, vielleicht auch Vater-Bild zu tun. Männer im Traum verkörpern ja oft die eigene Animus-Gestalt. Und da zeigt dein Traum dir zwei Figuren auf: einmal den unerbittlichen Diktator, der im Krieg mit der Welt steht, aggressiv und hässlich ist, aber auch eine positive Männer-Gestalt, die sich gegen diesen Diktator zur Wehr setzt, ihn zu unterminieren versucht. Diese beiden Figuren befinden sich zunächst im Kampf. Vielleicht sind beide Figuren die Kehrseiten ein und derselben Medaille? Der Dikator sagt der positiven Männer-Gestalt, dass es sinnlos sei vor ihm davon zu laufen. Ich empfinde das so ein bisschen, wie Licht und Schatten. Vor der Schatten-Gestalt kann man auch nicht davon laufen, je schneller man davon läuft, desto mehr folgt sie einem. Dieses Bild kehrt dann auch noch mal in der Dopplung der positiven Männergestalt, als sie mit ihrem Spiegelbild am Fußgelenk verkettet ist, wieder. Da hat sich der Schatten vielleicht schon verwandelt.

    Diese Todes-Szene würde ich übrigens positiv bewerten. Anstelle eines Steinschlags, der den Schädel zertrümmert hätte, dringen Projektile ein. Ich empfinde diese Projektile wie neue Gedanken oder Ideen, möglicherweise ein neues, positiveres Männerbild. Tod bedeutet, denke ich, auch Neuanfang und in sonfern denke ich verbindest du dich mit dieser positiven Männer-Figur. In diesem Sinne verstehe ich auch die Worte "GOTT, ich komme jetzt zu dir!" Das heißt, du verschmilzt mit der positvien Animus-Figur und machst sie dir zu eigen. In diesem Sinne ein recht positiver Traum würde ich sagen.

    Liebe Grüße,
    Kalinka
    Einen guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige, was man damit machen kann. - OSCAR WILDE

  10. Inaktiver User

    Erleuchtung AW: Traum, unheimlich

    Zitat Zitat von Noodie
    Das Thema Macht und Eigenverantwortlichkeit

    Immerhin holst du dir einen Teil dieser Macht zurueck
    Denk doch mal nach und erinnere dich an Momente in deinem Leben wo du selber eine Entscheidung mit all ihren Risiken und Konsequenzen getroffen hast, koennen auch kleinere, unbedeutene Dinge sein, und erinnere dich an das Gefuehl das du dabei hattest. Ist es nicht aufregened?!

    LG Noodie

    Hallo Noodie,
    ich habe dein Posting mal etwas zurechtgestutzt als Zitat.
    Das Thema Macht und Eigenverantwortlichkeit.
    Das macht aktuell Sinn.
    Das ist es, was ich anstrebe und brauche, um wieder gesund zu werden und um der Belastung durch die alte Mutter gewachsen zu sein.
    Du sagst, ich habe mir einen Teil dieser Macht schon wieder zurückgeholt.
    Das mag sich ganz pragmatisch darin äußern, dass ich mich weigere, ihr den einen Schrank aufzubauen (es war ihr Wille, dass er in den Keller kommt, also soll er dort zum Kuckuck auch bleiben! Ich habe noch mehr zu tun, als ihr willfährig zu sein)

    Des weiteren habe ich in der Tat kürzlich eine Entscheidung getroffen, die mich beflügelt hat.
    Ich hatte mich sehr über den Hausarzt und auch ein wenig über meine Therapeutin geärgert, weil sie ein zu negatives Bild meiner Zukunft gemalt haben.
    Und ich habe entschieden, dass ich keine "fremden Bilder" mehr übernehme und habe den Arzt gewechselt und die Therapie beendet. Ich will und werde mein eigenes positiveres Bild meines Lebens verwirklichen und mich nicht fremden Vorstellungen/Befürchtungen unterwerfen.
    Danach ging es mir richtig gut, war beschwingt und zog von dannen ;-)


    @Kalinka,
    ich habe deine Deutung jetzt mindestens 5x hintereinander durchgelesen. Abgesehen davon, dass ich ohnehin ein positives Männerbild habe (allerdings auch nur wenige Männer kenne), ist deine Deutung auch irgendwie zutreffend, vielschichtig und tiefblickend.
    Ich muss das nur noch besser "zu fassen kriegen".

    Den Gedanken an die Projektile als "Öffner" des Schädels (so wie ein Spermium eine Eizelle öffnet") hatte ich auch flüchtig.

    Vielleicht dienen diese drastischen Bilder nur dazu, dass ich meine Aufmerksamkeit wirklich mal auf diese Themen richte.

    Habe ich dich richtig verstanden, dass die Dyade (ist das Wort richtig angewandt??) Tyrann-Rebell meine eigene männliche Seite der Seele symbolisiert?

    Dass dieser Teil meiner Selbst mit sich selber im (Zwei-)Kampf liegt?

    Der positive Rebell-Teil "stirbt" ja, nach dem gewaltsamen Akt der neg. Seite, erlebt eine Art Auferstehung (Gott, ich komme jetzt zu dir) ......Beendigung einer sinnlosen Flucht..... Neubeginn im Wachbewußtsein...?

    Wie klingt das?
    Meint ihr, ich bin auf der richtigen Spur?




    liebe Grüße
    Lavendelmond

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