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  1. Inaktiver User

    "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    "Als ein naher Verwandter starb, hat er/sie sich im Traum von mir verabschiedet...und mir gesagt, dass es ihm gut geht"
    Gerade heute habe ich diese Aussage wieder mal gehört....mittlerweilen schon so oft, dass ich glaube,
    da muss irgendwas "dran" sein.
    Kann wirklich ein Sterbender seine Gedanken soweit bündeln, dass er einem geliebten Menschen eine
    Art Nachricht sendet - und ihm quasi damit auch noch beruhigt?
    Oder spielt uns hier unser Wunschdenken einen Streich?

    Was sagt Ihr dazu?

  2. Avatar von Malina70
    Registriert seit
    25.06.2004
    Beiträge
    12.157

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Hallo Ruby,

    ich habe das selbst ein einziges Mal erlebt - und mit fast niemandem darüber geredet. Ich glaube, solche Erlebnisse sind nicht vermittelbar. Ich selbst habe keinerlei Zweifel daran, dass es kein "normaler" Traum war, aber sowas lässt sich nicht beweisen.

    Als mein Vater vor einigen Monate gestorben ist, hatte ich keine derartigen Traum, hab mich sogar innerlich aus vielen komplexen Gründen dagegen gesträubt, hatte regelrecht Angst davor und Schlafstörungen.

    Das zeigt mir zumindest, wie tief mich das Erlebnis seinerzeit erschüttert hat, auch wenn es das Tröstlichste war, was ich je erlebt habe.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  3. Inaktiver User

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Hallo Ruby,

    ich glaube, dass bei Menschen, die uns nahe stehen, durchaus "telepathische" Kräfte im Spiel sind bzw. sein können. Ich habe schon öfter von solchen Erlebnissen gehört, ich selbst habe noch keinen nahestehenden Menschen verloren.

    Aber ich kann mir vorstellen, dass es sowas gibt.

    LG
    Elana

  4. Inaktiver User

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Als ein naher Verwandter starb, hat er/sie sich im Traum von mir verabschiedet...und mir gesagt, dass es ihm gut geht"
    Gerade heute habe ich diese Aussage wieder mal gehört....mittlerweilen schon so oft, dass ich glaube,
    da muss irgendwas "dran" sein.
    Kann wirklich ein Sterbender seine Gedanken soweit bündeln, dass er einem geliebten Menschen eine
    Art Nachricht sendet - und ihm quasi damit auch noch beruhigt?
    Oder spielt uns hier unser Wunschdenken einen Streich?

    Was sagt Ihr dazu?
    Du klingst so als ob du Angst davor hättest.
    Kann ich verstehen, weil ich zwar eigentlich dem Übersinnlichen zugeneigt bin aber einen Horror vor übersinnlichen Erfahrungen sprich Begegnungen habe.

    Meine Mutter hat mich getröstet als ich vor Kummer über ihren Tod nur noch heulte.

    Es kommt auf das Erlebnis an. Es muss friedlich und schön sein.
    Und, es gibt eine Sicherheit.

    Nach dem ich die Stimme meiner Mutter hörte gings mir automatisch besser.
    Ich hatte auch keine Angst dabei, im Gegenteil, ich fühlte mich sehr sicher.

    Die "Begegnung" mit meiner Mutter hat alles verändert. Mein schlechtes Gewissen, meine Vorwürfe etc....
    Es hat quasi ne Therapie ersetzt.

    Ich glaube, das nur was kommt wenn die Bereitschaft da ist.

    In meinem Falle: eine wirklich tiefe Trauer. Um die verpasste Zeit miteinander...das war das Schlimmste.
    Auf einmal verstand ich das Leben meiner Mutter.

    Und, es war so endgültig vorbei, nie mehr würde sie so einfach um die Ecke kommen.
    Ehrlich gesagt, im Nachhinein war es fast ein Rufen.

    einfach so passiert nüscht.

  5. Inaktiver User

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du klingst so als ob du Angst davor hättest.
    Kann ich verstehen, weil ich zwar eigentlich dem Übersinnlichen zugeneigt bin aber einen Horror vor übersinnlichen Erfahrungen sprich Begegnungen habe.

    Meine Mutter hat mich getröstet als ich vor Kummer über ihren Tod nur noch heulte.

    Es kommt auf das Erlebnis an. Es muss friedlich und schön sein.
    Und, es gibt eine Sicherheit.

    Nach dem ich die Stimme meiner Mutter hörte gings mir automatisch besser.
    Ich hatte auch keine Angst dabei, im Gegenteil, ich fühlte mich sehr sicher.

    Die "Begegnung" mit meiner Mutter hat alles verändert. Mein schlechtes Gewissen, meine Vorwürfe etc....
    Es hat quasi ne Therapie ersetzt.

    Ich glaube, das nur was kommt wenn die Bereitschaft da ist.

    In meinem Falle: eine wirklich tiefe Trauer. Um die verpasste Zeit miteinander...das war das Schlimmste.
    Auf einmal verstand ich das Leben meiner Mutter.

    Und, es war so endgültig vorbei, nie mehr würde sie so einfach um die Ecke kommen.
    Ehrlich gesagt, im Nachhinein war es fast ein Rufen.

    einfach so passiert nüscht.

    Nein - nicht Angst...es wundert mich nur.
    Woher nimmt ein Sterbender soviel Kraft..Energie freizusetzen...
    Im Leben gelingt es den wenigsten, mediale Botschaften auszusenden - oder sie stark genug auszusenden, dass sie ankommen.
    Aber...im Tod wohl schon..

    Eigenartige bewegende Sache, aber dennoch irgendwie tröstlich..

  6. Avatar von Quidam
    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    9.741

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Bei was-immer-es-gibt kann es aber auch sein, dass da das eigene Hirn sich seinen Trost selber geschaffen hat. Denn die Beschäftigung mit dem Tod und der Kummer über den Tod war ja gross und der Tod war ja schon geschehen oder zumindest absehbar.

    In grossem Leid verschiebt sich auch das Zeitgefühl - man kann nach einigen Tagen nicht mehr sagen, was wann war. Es verschiebt sich auch die zeitliche Wahrnehmung, oft nur punktuell.

    Und wenn ein naher Verwandter stirbt, ist meist doch ein Leidensweg vorangegangen. Das Beschäftigen damit bringt die Kopfkinos.
    Dann verabschiedet er sich zwar, aber eben nur im und als Traum.
    .
    I'm waiting for the other shoe to drop.



  7. Inaktiver User

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Zitat Zitat von Quidam Beitrag anzeigen
    Bei was-immer-es-gibt kann es aber auch sein, dass da das eigene Hirn sich seinen Trost selber geschaffen hat. Denn die Beschäftigung mit dem Tod und der Kummer über den Tod war ja gross und der Tod war ja schon geschehen oder zumindest absehbar.

    In grossem Leid verschiebt sich auch das Zeitgefühl - man kann nach einigen Tagen nicht mehr sagen, was wann war. Es verschiebt sich auch die zeitliche Wahrnehmung, oft nur punktuell.

    Und wenn ein naher Verwandter stirbt, ist meist doch ein Leidensweg vorangegangen. Das Beschäftigen damit bringt die Kopfkinos.
    Dann verabschiedet er sich zwar, aber eben nur im und als Traum.
    Hm - das klingt logisch.
    Wir wünschen uns unbewusst, uns von jemand, den wir lieben, zu verabschieden...und unser Gehirn tut uns den Gefallen...

    Aber selbst das hätte dann was Tröstliches: es zeigt, dass wir "Mechanismen" haben, die uns große Trauer erleichtern können.

  8. Avatar von Malina70
    Registriert seit
    25.06.2004
    Beiträge
    12.157

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm - das klingt logisch.
    Wir wünschen uns unbewusst, uns von jemand, den wir lieben, zu verabschieden...und unser Gehirn tut uns den Gefallen...

    Aber selbst das hätte dann was Tröstliches: es zeigt, dass wir "Mechanismen" haben, die uns große Trauer erleichtern können.
    Ich persönlich glaube, dass Selbsttrost eine andere Qualität hat. Ich nehme an, das ist ähnlich wie bei Nahtodeserfahrungen. Für die Betroffenen ist die "Echtheit" der Erfahrung in aller Regel völlig unzweifelhaft, für Außenstehende einfach nicht nachvollziehbar.

    Ich persönlich glaube, dass solche "Begegnungen" mit Verstorbenen am ehesten stattfinden, wenn noch etwas offen und ungeklärt ist. Vielleicht steigt dann auch unbewusst die Bereitschaft, sich so einer Erfahrung zu öffnen. Es ist ja dann weniger die Trauer, die einen umtreibt, sondern der Wunsch, noch etwas mit dem Verstorbenen zu klären, zu bereinigen.

    Aber da bewegt man sich natürlich irgendwann auf dem unsicheren Feld der Glaubensannahmen.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  9. Inaktiver User

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich glaube, dass Selbsttrost eine andere Qualität hat. Ich nehme an, das ist ähnlich wie bei Nahtodeserfahrungen. Für die Betroffenen ist die "Echtheit" der Erfahrung in aller Regel völlig unzweifelhaft, für Außenstehende einfach nicht nachvollziehbar.

    Ich persönlich glaube, dass solche "Begegnungen" mit Verstorbenen am ehesten stattfinden, wenn noch etwas offen und ungeklärt ist. Vielleicht steigt dann auch unbewusst die Bereitschaft, sich so einer Erfahrung zu öffnen. Es ist ja dann weniger die Trauer, die einen umtreibt, sondern der Wunsch, noch etwas mit dem Verstorbenen zu klären, zu bereinigen.

    Aber da bewegt man sich natürlich irgendwann auf dem unsicheren Feld der Glaubensannahmen.

    Gruß,

    Malina
    Oft ist es auch einfach nur große Liebe...da verabschiedet sich eine sterbende Mutter von ihrem Kind - oder das Kind"wünscht" sich das unterbewusst so...
    Es macht Abschiede etwas erträglicher, ein bisschen versöhnlicher ...eigentlich ist es unwichtig, wie es funktioniert, wenn ich mir das recht überlege...

    Mich fasziniert die Häufigkeit, mit der Menschen so etwas anscheinend erleben.
    Als gäbe es einen Schutzmechanismus, oder etwas, was uns einen letzten Abschied erlaubt - über alle wissenschaftlichen Erfahrungen hinweg.

    Ich selbst habe es auch erlebt - als meine mutter starb - ich dachte damals, ich wäre die einzige, der sowas passiert...
    Es hat mich übrigens auch zutiefst bewegt - ich konnte nicht glauben, dass es einfach nur ein Traum war.

  10. Avatar von Eva2
    Registriert seit
    12.11.2005
    Beiträge
    3.693

    AW: "Als ein naher Verwandter starb - hat er sich im Traum von mir verabschiedet..."

    eine art dieses traumes hatte ich auch, eine woche bevor meine mutter starb.
    sie starb plötzlich an herzversagen. mir hat aber mein arzt dann mal erklärt, dass auch diesem "plötzlichen tot umfallen" einfach zeichen voraus gehen können. es soll sogar minimalste "gerüche" geben
    (ähnlich wie manche menschen im alter durch nicht richtig funktionierende oder einfach müde organe anders riechen)

    in diesem traum sah ich meine mutter und eine ganz alte tante zusammen sitzen - eine stimme im traum sagte:
    hier riecht es noch tod.

    vergleiche ich gerne mal mit einem schuppernden hund - er "weiss" ob da grade vorher ein rüde oder weibchen ging -oder ein unwetter spüren, noch lange bevor es anzeichen dafür gibt. es wir auch von hunden berichtet, die einen drohenden anfall von epilepsie seines herrchens spüren und warnen können.

    WIR können das nicht.
    .... oder eben nur un-be-wusst

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