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  1. Inaktiver User

    AW: Allein verreisen?

    Zitat Zitat von coco13 Beitrag anzeigen

    Was mir noch einfiel, Tabea: Es gibt ja auch Angebote, in denen ein Hobby mit einer Reise verknüpft wird: Saxophon in der Toskana, Yoga auf Kreta usw. Dann hätte man auch einen Gruppenanschluß und könnte trotzdem die Gegend rundherum erkunden.
    [/url]
    Habe einmal eine Reise mit Yoga gebucht. Nie wieder! Es waren ausnahmslos Frauen, die sehr esoterisch waren Nichts für mich! Zum Glück habe ich mich auf Anhieb mit einer sehr netten Frau angefreundet und wir haben viel gemeinsam unternommen.

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    AW: Allein verreisen?

    @ Juliette,

    dann hat sich der Urlaub doch schon gelohnt (wegen der netten Frau - nicht wegen der Esoterik )

    @ Coco,

    vielen Dank für das Raussuchen, den Strang werde ich mir in Ruhe ansehen. Was die Idee mit dem Hobby betrifft, da hatte ich schon mal an ein WE in einem Kloster gedacht, die bieten dort Meditieren, Massieren + Trommeln an. Mich interessiert da das Massieren. Das wird ja wohl nicht zuuu esoterisch sein!?

    Hallo Feinsinn,

    das hört sich interessant an. Aber das ist Allein-Reisen für Fortgeschrittene. So weit und so lange wollte ich nicht weg. Aber ich spitze immer die Ohren, wenn jemand von solchen Reisen berichtet!
    (Die 82-jährige - alle Achtung!).

    Und das:
    Wir haben für uns festgestellt, dass es am besten ist, zu zweit
    oder alleine zu reisen,
    möchte ich diesesmal nicht - sicher später wieder. Ich möchte es allein planen und durchführen. Das kann dann auch eine Gruppenreise sein. Ich glaube nicht, dass ich dann immer in einer Gruppe herumlaufen muss - da kann man sicher auch allein oder in kleinen Gruppen Dinge machen.

    Ich danke Euch!!

    TAbea57
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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    AW: Allein verreisen?

    Hallo Tabea57

    So um die 80jährige haben wir öfters auf Reisen als
    Alleinreisende durch die Welt getroffen, die waren meist
    recht fit. Klar hatten sie manchmal Schmerzen im Knie oder
    sonst was, aber reisen ging immer noch.

    Die australische Oma zeigte meiner Tochter, wo sie in Vancouver
    umsonst ins Internet kann und meine Tochter schminkte sie,
    was ihr gefiel.
    Die beiden tauschten ihre Reiseerfahrungen aus. Ich traf auch
    im kanadischen Wintersturm eine zierliche kleine 82jährige auf der Fähre von der Insel nach Vancouver, die nach Los Angeles alleine unterwegs war, sie konnte nicht mit dem Wasserflugzeug ans Festland wegen des Schneesturms und nahm wie ich die Fähre. Ein Mann machte sie auf den Lift in der Fähre aufmerksam vom obersten Deck 6 runter ins UG, wo der Greyhound stand, der zum Central Station fuhr und
    weiter zum Flughafen. Sie lehnte ab und ging trotz Knieschmerzen mit mir die Treppen runter. Sie war vor 50 Jahren nach Kanada ausgewandert und reist mehrmals im Jahr auch im heftigsten Winter alleine. Im Bus saß ein ca. 80jähriger mit einer tollen gewebten
    bunten Tasche. Er sagte, er hätte sie aus Peru, wäre vor
    kurzem zum dritten Mal auf dem Machu Picchu gewesen. Er war
    unterwegs nach Kalifornien. Finde es einfach klasse, wenn man
    auch im hohen Alter noch sowas unternimmt.

    Waren letztes Jahr mal bei einem Querschnittgelähmten in
    Seattle eingeladen. Er kann nicht mal richtig die Hände
    bewegen, kaum Kraft, trotzdem flog er nach Hawaii,
    Australien mit Rollstuhl und fährt kreuz und quer durch die
    USA und campt in den Rockies oder fährt zum Yellowstone Park
    mit seinem Behindertenfahrzeug.
    Er hat einen Behindertensegelclub gegründet vor 20 Jahren
    und organisiert Segelregatten und hat ein 8 m Segelboot,
    das er oft benutzt.

    Tochter und ich haben unsere Reiseeindrücke dokumentiert und
    erst vor kurzem darüber 3 Stunden in einer Radiosendung
    darüber berichtet. Hab das schon öfters gemacht. Inzwischen
    gibt es die dritte Nordamerikasendung. Wir haben zwei große
    Kisten mit Reiseberichten und viele Tagebücher, Fotos
    und Tondokumentationen und Filmchen.

    Eigentlich waren es meist mehr alleinreisende Begegnungen, die uns
    besonders in Erinnerung blieben. Mit einer Reisegruppe hätten wir
    glaube ich nie solche Begegnungen gehabt. Mein Chef
    war zur selben Zeit wie ich in Kanada mit Frau und Reisegruppe
    unterwegs und hat meine Reiseberichte sehr interessiert
    verfolgt und meinte, dass er nicht so viele Eindrücke wie wir dort mitbekommen hat, obwohl er um das
    Vielfache zahlte und quer durch das Land fuhr.

    Für mich ist es das Schönste, mit Einheimischen in Kontakt
    zu kommen und in deren Küchen zu sitzen und ihre
    Lebensgewohnheiten, Bräuche, schöne Gegenden hautnah mitzuerleben.

    Man braucht eigentlich garnicht so viel Gepäck und wenn
    es gut läuft, hat man richtig gute Freunde im Traumland und
    Übernachtungsmöglichkeit und einen fahrbaren Untersatz
    und eine schöne Zeit.

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    AW: Allein verreisen?

    Hallo Feinsinn,

    schöne Erlebnisse

    Ich denke aber, dass solche Reisen als "beginnende" Single Reisen Erfahrung für einen "Anfänger" ein grosser Schritt ist...

    Ich hab grad mal in meinem Gedächtnis gekramt: Meine zwei ersten Single Reisen waren ein Wanderurlaub in Zypern und eine Rundreise in Ägypten.

    Jeweils kleinere Gruppen, man hat die "Sicherheit" eines Reiseführers, und kann sich auch mal ausklinken aus der Gruppe und allein losziehen.

    Nach dieser Erfahrung "traute" ich mich dann, im Alleingang nach Kuba zu fliegen, dann nach Usbekistan, usw usf.

    Plötzlich wurde es ganz selbstverständlich,allein zu reisen, weil man Situationen "üben" kann, die man als allein Reisender manchmal erst lernen muss. Ich denke jetzt auch an ganz praktische Situationen, z.B., wie finde ich Anschluss an andere usw.

    Ich selbst brauche immer mal Zeit wirklich für mich allein,für einen anderen wäre das ein Graus.

    lamlok
    Alle sagten: das geht nicht. Dann kam eine, die wusste das nicht und hat´s einfach gemacht.

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    AW: Allein verreisen?

    Plötzlich wurde es ganz selbstverständlich,allein zu reisen, weil man Situationen "üben" kann, die man als allein Reisender manchmal erst lernen muss. Ich denke jetzt auch an ganz praktische Situationen, z.B., wie finde ich Anschluss an andere usw.

    Ich selbst brauche immer mal Zeit wirklich für mich allein,für einen anderen wäre das ein Graus.

    lamlok[/QUOTE]

    Hallo lamlok

    Deine Reiseerfahrungen machen neugierig und die Länder,
    die Du bereist hast. Ich glaube, wir
    haben uns mal vor Jahren ausgetauscht. China?

    Die ganze Zeit möchte ich nicht alleine reisen. Es ist schöner,
    seine Eindrücke zu zweit zu genießen. Wenn man aber am
    Reiseziel jemanden gut kennt, ist vieles einfacher. Das Glück
    habe ich meist.
    Jemanden neu kennenzulernen, geht für mich alleine besser / leichter.
    Zu zweit ist es auch ok. Zu Dritt ist es nicht mehr so entspannt.

    Erinnere mich, dass ich vor Jahren mit einer Freundin in
    Victoria B.C. war und sie zog alleine tagsüber in die Regenwälder
    und ich besuchte meine indianische Freundin am Inner Harbour
    und sie erzählte mir stundenlang spannende Geschichten und Hintergründe.
    Plötzlich tippte mir jemand auf die Schulter. Eine Frau fragte mich,
    ob ich für sie mal eine grüne Kette anprobieren kann, die sie
    kaufen wollte, dass sie sich vorstellen kann, wie sie an mir
    aussieht. Es stellte sich heraus, dass es eine Wienerin war, die
    5 Wochen alleine in Kanada war, sie wohnte bei einer Schulfreundin,
    die aber kaum Zeit hatte. Nach einem Kaffee am Hafen und
    einer Stunde Gespräch mit ihr lud ich sie die nächsten Tagen ein, mit
    mir nach Vancouver in ein indianisches Reservat zu fahren mit
    der Freundin. War dort bei einem Häuptling der Coast Salish People
    eingeladen, ein Freund von mir.

    Sie war total überrascht und konnte sich spontan nicht entscheiden.
    Sie würde es abends mit ihrer österreichischkanadischen Freundin
    besprechen, die ihr dann davon strikt abriet. Frau geht nicht zu einem
    fremden Indianer in seinen Wigwam. Unser Greyhound fuhr
    am nächsten Morgen um 9 h zur Fähre, dann rüber nach Vancouver
    von der Insel. Als wir in den Bus einstiegen, winkte sie uns
    im Bus zu. Sie war trotz Abraten ihrer erfahrenen Freundin
    mit uns gekommen und wir drei Frauen zogen los ins Reservat
    am Burrard Inlet und erlebten die tollste Zeit dort. Der Freund
    holte uns in Vancouver am Central Station ab und es war kein
    Problem, dass ich zwei weiter Begleiterinnen dabei hatte.
    Wir bekamen soviel gezeigt und konnten eine Zeit lang indianisch
    leben und waren in verschiedenen Reservaten und lernten viel
    von der Kultur kennen. Wir wurden gastfreundlich und respektvoll und herzlich behandelt und hatten viel zu lachen und kamen
    aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Ich war mal 4-5 Tage alleine in Duncan, einer kleinen Stadt,
    in der viele Ureinwohner leben, denen es nicht so gut
    geht. Mein Partner war einige
    Tage geschäftlich in USA unterwegs. Neben dem Motel war ein Reservat und nachts trommelte jemand um 24 h an meine Moteltüre, ohne was zu sagen, zuvor hörte ich laute, angetrunkene Männerstimmen. Die Türe konnte man nicht richtig abschliessen, obwohl das Motel neu renoviert war und im Internet super aussah,
    mit Swimmingpool. Deshalb hatten wir es für einige Tage
    gebucht. War alles nicht so. An den Fenstern waren feste Moskitogitter, also kein Fluchtweg. Moteltelefon war tot, das merkte
    ich leider erst, als ich es brauchte. Mit Handy versuchte ich 2 Minuten vor 24 h die weit abgelegene kleine Rezeption des riesigen langgezogenen Motels am Hwy No 1 zu erreichen. Die Rezeption
    war nur bis 24 h besetzt. Die junge Dame sagte mir gelangweilt:
    You are safety! ... und legte auf, sie hatte Feierabend und
    es interessierte sie nicht. Mein Handy war am Morgen
    kaputt gegangen, konnte es aber in einem Telusladen dann
    doch noch am selben Tag reparieren lassen. Auch da sagte
    mann mir zuerst: Nicht möglich, kaufen Sie sich neuen
    Handyvertrag. Eine Dame von Telus half mir dann doch kostenlos
    und mein Handy ging wieder, ahnte nicht, was nachts auf
    mich zukommt. Mein Glück.

    Aus lauter Verzweiflung rief ich in der Nacht in Deutschland an (180 Euro) und meine Familie bekam live mit, was bei mir abging. Plötzlich gab es viel mehr Krach und Geräusche, vom Reservat gegenüber kam
    bis 2 Uhr extrem laute Musik und der Mann an der Türe bockelte
    ununterbrochen, ohne was zu sagen. Meine Familie sprach
    mir Mut zu und Durchhalteparolen und rieten mir, mitten in
    der Nacht inzwischen 2 Uhr mit dem Mietwagen woanders
    hinzufahren. Ging nicht, es stand ja jemand Unbekanntes
    vor der Türe und weit und breit hörte mich niemand. Das Motel
    war fast leer. Nächstes Mal werde ich mir ein Bärenspray
    besorgen.

    Wenn man das liest, hört es sich vielleicht harmlos an, aber wenn man es alleine erlebt, ist es schrecklich. Tagsüber waren meine
    Unternehmungen ganz spannend, obwohl es im Regenwald
    ja meist heftig regnete und an jeder Ecke Bären-, Cougar- und
    Wolfswarnschilder gab. Vor den wilden Tieren hatte ich weniger
    Angst als manchmal vor Menschen. Hab laut gesungen, dass die mich gleich hören konnten und verschwinden. Die sind dort scheu. Aber alleine unterwegs zu sein, kann als Frau manchmal nicht so sicher sein. Nach einigen Tagen klopfte mein Partner an die Türe, ich wusste, dass er es war, öffnete ohne zu fragen die Moteltüre. Es hätte auch jemand anderes sein können und wir zogen dann mit dem
    Motorhome in die Rockies. Da merkte ich, wie schön es ist,
    wenn man zu zweit reist und man fühlt sich sicherer. Bei ihm
    war auch nicht so alles glatt verlaufen. Wir tauschten unsere
    Stories aus.

    Meine Töchter sind viel mutiger als ich. Vor allem meine älteste
    Tochter. Sie reiste 7 Wochen an der Westküste der USA
    alleine. Davor war sie ein Jahr im Raum Vancouver und B.C. und
    das war manchmal auch nicht ungefährlich. Vor allem
    in Chinatown oder Eastside, wenn der letzte Bus
    weg ist und sie dann per Anhalter weiter unterwegs
    war mit vier jungen unbekannten Chinesen im Fahrzeug. Sie
    hatte Glück. Später 17 Stunden im Greyhound von Portland nach LA. Wenn jemand auf einen wartet am anderen Ende, ist
    das ein beruhigendes Gefühl, wenn man nicht weiß, was einem
    passieren wird, ist es zwar spannend, aber man ist halt alleine.
    Manchmal spielt auch das Wetter verrückt.

    Was Tochter alles so passiert ist unterwegs und wen sie alles
    traf, war schon heftig und beeindruckend, aber sie wollte es
    so oder es ging vom timing nicht anders. Ihre Freunde waren
    einige Monate auch in Kalifornien unterwegs, sie musste
    arbeiten, also zog sie später alleine los. Es ging am Ende gut aus. Zum Glück gibt es Internet und
    sms. Manchmal kam ein Notruf von ihr: Mama hilf. Alle Ausweise
    und Geld weg in San Diego. Das passierte auch mal
    in Vancouver am St. Patrick's Day, aber da kannte sie
    genug, die ihr halfen, nicht in San Diego. Keine Hilfe. Auch nicht von den Cops. Der Cop in San Diego wollte ihr einreden, dass es bestimmt in LA passiert wäre und nicht in San Diego, so müsste er die
    Sache nicht bearbeiten und hätte Feierabend. Er glaubte ihr
    kein Wort. Sie hatte wenig US-Bargeld und einige kanadische
    Dollar. Es dauerte 4 Stunden und 5 Banken, Kilometermärsche, bis ihr dort das bisschen Geld gewechselt wurde. Ist mir auch schon in Kanada passiert. Euro? Was ist das? Das wechseln wir nicht, obwohl es die bekannteste kanadische Bank war.

    Dann musste sich Mama was einfallen lassen. Kollege rief anderen
    Kollegen in Long Beach an und der hatte wiederum Bekannte
    in San Diego und die wiederum einen Bekannten, der meiner
    Tochter dann etwas Bargeld gab zur Überbrückung und
    nach 5 Tagen kamen die beiden netten Iren mit einem
    alten Campingbus und retteten sie. Der Bus ging natürlich
    in San Diego kaputt und sie schliefen am Strand, was gefährlich war.
    Kriminalität!
    Die gestohlene Visakarte kam erst nach 2 Wochen. Die große
    deutschge Bank entschuldigte sich später. Ca. 50 Anrufe von
    mir und 10 Anrufe von Tochter bei Bank und zig Mails. Manchmal bekam sie 2 Dollar geschenkt, damit konnte sie ins Internet in
    einem Hostel, um Rückmeldung zu geben.
    Später ging der Bus bei 35 Grad in der Pampa wieder kaputt und
    die drei mussten in der Hitze lange laufen, um Hilfe zu finden.

    Später sagte sie: Wäre mir das in San Diego nicht passiert,
    hätte ich nicht so eine tolle Reise mit den beiden wirklich
    lieben Iren an der Küste gehabt. Die haben sich von
    SF nach San Diego auf den Weg zu ihr gemacht, obwohl
    eigentlich nach New York wollten, sie kannte sie
    aus einem Hostel in SF. Dank Internet reagierten sie
    sofort. Die beiden brachten sie
    sicher nach Mercer Island / Seattle, wo ihr großer Koffer stand
    und sie konnte dann barfuß von Seattle über Vancouver und
    London ins Ländle fliegen. Die spontane Hilfsbereitschaft ist
    groß, vor allem von Menschen, von denen man es nicht erwartet.
    Sowohl in Kanada als auch in USA.
    Also weniger von den Cops oder sonstigen Einrichtungen.
    Allerhöchstens die Heilsarmee. Niemals ohne Handy unterwegs
    sein.


    Das mit dem "Situationen üben" stimmt schon. Ich will mich
    auch nicht dauernd nach anderen richten. Bin z.B. kein
    Monumente-Fan oder Museumsgänger. Ich möchte lebendige
    Museen sehen, möchte hinter die Kulissen sehen in einer
    Großstadt und nicht unbedingt das Wahrzeichen. In einer
    Gruppe unterwegs zu sein, das geht garnicht. Ich brauche
    meine Freiräume. Sehe ich einen Straßenmusikanten, möchte
    ich eine Stunde zuhören und entspannen. Lerne ich jemanden
    kennen, möchte ich genug Zeit haben für einen Austausch und
    Unternehmungen. Ich will keine botanischen Gärten ansehen,
    das ist mir alle zu künstlich. Wird einem aber dauernd empfohlen.
    Museen und botanische Gärten oder Zoos. Disneyland oder
    Las Vegas würde ich niemals besuchen wollen. Dafür waren
    wir tagelang auf dem größten Folklifefestival der Welt in
    Seattle letztes Jahr. Das war unbeschreiblich, fast ein
    Woodstockgefühl. 4 Tage lang hautnah Folk und Leckereien
    aus aller Welt.

    Habe dann einfach aus unseren Eindrücken ein Road-Hörspiel
    gemacht mit Originaltönen und 80 % wahren Begebenheiten.
    Das 40 Seitendrehbuch hab ich in einer Nacht runtergeschrieben,
    war ja einfach, hatte ja fast alles im Kopf.

    Highway of .....



    Grüße nach....

    Feinsinn
    Geändert von Feinsinn (23.01.2010 um 19:23 Uhr)

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    AW: Allein verreisen?

    Hallo Feinsinn,

    ja, wir hatten mal einen Austausch. Es ging, glaube ich, damals mehr um Indien und Bangladesh...

    Stimmt, ich habe viele Länder bereist, viele allein bzw in einer Gruppe, aber: ich bin nie gerne allein gereist.
    So mit Mitte Zwanzig fing ich, die aussereuropäische Welt zu beschnuppern... Viele Kollegen und Freunde fanden das ja „sooo toll, und das nächste Mal komme ich mit“....nur dazu kam es selten. Entweder hat nie ein Reisetermin gepasst oder die Reise war zu teuer oder...es gab immer einen Grund und dann hatte ich die Faxen dicke.

    Bin sozusagen also gezwungenermassen zum Single Reisenden geworden. Wahrscheinlich ist es ja typmässig unterschiedlich, aber ich musste es schon „lernen“, alleine los zu ziehen, bzw. heraus zu finden, inwieweit mag ich Anschluss oder nicht.

    Ich habe dann mit was „Leichtem“ angefangen (Zypern), dann bin ich nach Sibirien/Usbekistan und weil ich ja „grade da war“, gleich noch nach Aserbeidschan. Na ja, und dann gings bald ab nach Asien...

    Festgestellt hab ich, dass ich gerne Gefährten zum Frühstück habe, und wenns geht auch zum Abendessen, aber sonst bin ich nicht gerade das Herdentier.

    Z.B. bin ich im Laufe der Jahre oft nach Ägypten. In einer Gruppe gab es dann oft etwas zur Besichtigung, was ich schon ein paar mal gesehen hatte, da hab ich mich dann abgemeldet und hab nach eigenem Gusto was unternommen.

    Einmal war ein Deutscher im Hotel, der seinen Aufenthalt damit verbrachte, sein ägyptisches Patenkind im Waisenheim zu besuchen, und da hab ich mich gleich drangehängt. Solche (oft zufälligen) Begegnungen mit Einheimischen suche ich.

    Es gibt auch Tage, da verbringe ich allein einen ganzen Tag in einem Museum, da schaue ich mir das an, was ich sehen will und auch in meinem Tempo.

    Aber grundsätzlich lasse ich oft „Gebäude“ sausen (ähnlich wie du), und finde raus, wo gibt es einen Markt z.B., oder gerade stattfindende lokale Feste sind ja so gut wie immer ein Highlight.

    Ich setze mich auch gern mal in ein Cafe und schaue einfach, wer da so alles an mir vorüber geht. Dabei kann ich bestens entspannen, über die Menschen sinnieren *g*, vielleicht mal zwischendurch was lesen, was ich am Tag zuvor gesehen hatte bzw. was ich am nächsten Tag sehen werde.

    Fazit also: ich reise am liebsten zu zweit, kann und mag -heute - zwischendurch aber auch allein. Zu Dritt ist nicht ganz mein Ding, diese Erfahrung habe ich 2007 in Tibet gemacht. Obwohl alles „ok“ war, aber 3 geht für mich nicht.

    lg aus China,
    lamlok
    Alle sagten: das geht nicht. Dann kam eine, die wusste das nicht und hat´s einfach gemacht.

  7. User Info Menu

    AW: Allein verreisen?

    Hallo Feinsinn und Lamlok,

    Eure Reiseerfahrungen hören sich spannend an und total interessant.

    Aber - das wäre für mich zum jetzigen Zeitpunkt zu viel. Besonders das, was Du schreibst, Feinsinn.

    Wenn sich die meisten Urlaubserfahrungen bisher im Bayrischen Wald und Holland abgespielt haben und Familienurlaub in einer FeWo in England schon das Exotischste war, sollte man doch besser kleiner anfangen. Vielleicht so ähnlich:

    Jeweils kleinere Gruppen, man hat die "Sicherheit" eines Reiseführers, und kann sich auch mal ausklinken aus der Gruppe und allein losziehen.
    .

    Darauf kann ich dann aufbauen. So ungefähr.

    Ich hab mal bei einem Meditationswochenende einige der anderen Teilnehmer über ihre Urlaubserfahrungen reden hören. Die waren auch mit Rucksack durch Thailand usw. und erzählten so interessant über ihre Erlebnisse. Trotzdem glaube ich, dass manche der Situationen, von denen sie erzählten, erst im Nachhinein beim Erzählen so lustig klingen. Wenn Du da mittendrin bist, kann es doch ganz schön heavy sein. Nee, fürs Erste will ich das nicht - aber trotzdem habe ich gebannt gelesen, was Ihr schreibt , und es hilft mir.

    Danke!

    Tabea57
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  8. User Info Menu

    AW: Allein verreisen?

    Hallo lamlok

    Ich kann mich nur an China erinnern.

    Zitat Zitat von lamlok Beitrag anzeigen
    Hallo Feinsinn,

    Viele Kollegen und Freunde fanden das ja „sooo toll, und das nächste Mal komme ich mit“...

    ---> das habe ich auch öfters gehört oder "Nehmen Sie mich
    nächstes Mal mit, davon träume ich schon immer"
    (viele träumen immer noch), aber dann ging genau diejenige spontan mit, die sonst sehr scheu ist und sich
    eigentlich wenig zutraut und die Reiseerlebnisse mit mir
    haben einiges an ihr verändert. Sie war zuvor auf fast alle
    Fremden, vor allem Männer mit Mißtrauen eingestellt, wohl
    aus schlechten Erfahrungen. Plötzlich wurden ihre langjährigen
    Vorurteile in einer Reise fast alle umgeworfen. Keiner hat
    uns bestohlen, betrogen, belästigt oder ausgenommen,
    genau das Gegenteil trat ein. Wir haben
    viel spontan gemacht, alleine oder zu zweit. Niemals den
    anderen gezwungen, dass er unbedingt mit muss, sie
    wurde fast mutiger als ich, ich kam aus dem Staunen
    nicht mehr heraus und werde sie bestimmt mal wieder
    mitnehmen <---


    Ich habe dann mit was „Leichtem“ angefangen (Zypern), dann bin ich nach Sibirien/Usbekistan und weil ich ja „grade da war“, gleich noch nach Aserbeidschan. Na ja, und dann gings bald ab nach Asien...

    ---> Habe auch mit was Leichtem angefangen, das war damals
    die kroatische Adriaküste in den 70ern, das war für mich wie San Francisco und Kalifornien.

    Als ich in den 80ern meine Grundschulfreundin
    dorthin mitnahm, die gerade nach 12 Jahren aus SF zurück kam,
    war sie total begeistert und meinte, ihr würde es dort
    besser gefallen als in Kalifornien. Vielleicht lag es daran, dass
    sie durch mich sofort viele Einheimische kennenlernte und wir
    nicht das typische Touristendasein hatten. Wir hatten zig
    Möglichkeiten mit dem Boot zu fahren, tauchen, zu grillen am
    wilden Strand, zig Inseln, Musik, Gitarren dabei, gutes
    einheimisches Essen bei Freunden, wilde Tiere
    uvm. und nichts war organisiert. In Kroatien sah ich meinen
    ersten Wal, den ersten Braunbären (es gibt ca. 1.000
    Braunbären in dem kleinen Land) und die erste Giftschlange,
    später dann in Nordamerika in XXL-Format.

    Jeder, den ich mitgenommen
    hatte, war erstaunt, wie toll es dort ist. Nicht in Touristen-
    hochburgen. Meine Kinder haben dort
    noch eine kleine Ferienwohnung von ihrem Vater und
    (Halb-Geschwister und Opa leben noch an der Adria), nicht luxuriös, zur Verfügung und genießen es wie ich damals. Tochter hatte sogar
    in Nordamerika oft Heimweh nach Kroatien, selbst in
    San Francisco <---

    Festgestellt hab ich, dass ich gerne Gefährten zum Frühstück habe, und wenns geht auch zum Abendessen, aber sonst bin ich nicht gerade das Herdentier.

    <-- So ähnlich geht es mir. Niemals zu dritt + reisen, außer
    es sind kurze Studienreisen oder sonstige Anlässe. War mal
    mit 25 Juristen in Moskau und Umgebung, damals ging es
    nicht anders, wir sind halt täglich ausgebüxt und haben die
    wenigsten Pflichttermine eingehalten, es war herrlich, mit den
    Russen um die Häuser zu ziehen oder mit ihnen auf dem Schiff
    auf der Moskau zu fahren und über Weltthemen zu sprechen.
    Mit Tochter war ich mal eine Woche in Istanbul, der Reisever-
    anstalter war erstaunt, als wir deren Paket nicht angenommen
    hatten und selbst alles organisieren wollten. Es war sowas
    von schön. Wir hatten einen jungen Historiker als Reiseführer mit Fahrer, der uns für 90 Euro plus Bosporusfahrt und vielen
    Sehenswürdigkeiten und versteckten Restaurants und
    Märkten einen Tag durch Istanbul und Umgebung nach
    unseren Wünschen führte, unvergesslich schön, von unserem
    5-Sterne-Hotel (sponsored by Oma), wo die Klotüre klemmte, hatten wir wenig, es hätte auch ein 3-Sterne-Hotel sein können in
    Istanbuls Altstadt <--



    Einmal war ein Deutscher im Hotel, der seinen Aufenthalt damit verbrachte, sein ägyptisches Patenkind im Waisenheim zu besuchen, und da hab ich mich gleich drangehängt. Solche (oft zufälligen) Begegnungen mit Einheimischen suche ich.

    <-- ja, diese zufälligen Begegnungen sind die besten
    Reiseerinnerungen und manchmal wachsen da richtig
    gute langjährige Verbindungen daraus <--

    Es gibt auch Tage, da verbringe ich allein einen ganzen Tag in einem Museum, da schaue ich mir das an, was ich sehen will und auch in meinem Tempo.

    <-- Das eigene Tempo ist so wichtig <--

    Aber grundsätzlich lasse ich oft „Gebäude“ sausen (ähnlich wie du), und finde raus, wo gibt es einen Markt z.B., oder gerade stattfindende lokale Feste sind ja so gut wie immer ein Highlight.

    <-- bei solchen Festen und Märkten lernt man schneller Leute
    kennen , mit genügend Menschenkenntnis findet man
    schnell heraus, wer dahinter steckt<---

    Ich setze mich auch gern mal in ein Cafe und schaue einfach, wer da so alles an mir vorüber geht. Dabei kann ich bestens entspannen, über die Menschen sinnieren *g*, vielleicht mal zwischendurch was lesen, was ich am Tag zuvor gesehen hatte bzw. was ich am nächsten Tag sehen werde.

    <--- Das mache ich auch sehr gerne, chillen, wenn dann noch ein guter Busker in der Nähe ist und viel zu beobachten, macht mir
    das Alleinsein nichts aus. Einmal saß ich am Inner Harbour
    in Victoria in einem etwas höher gelegenen Café und hörte
    zwei Stunden einem tollen Sänger zu und sah auf die
    Kreuzfahrtschiffe und Wasserflugzeuge und den Seehunden und
    Weißkopfseeadlern und schrieb in mein Tagebuch. Plötzlich kam eine große deutsche Luxus-Reisegruppe 50-60jährige. Sie machten wohl eine Rundreise quer durch Kanada. Sie diskutierten sehr laut eine halbe Stunde über die Bedienung, die nur einen Kaffee gebracht hatte ohne Milch anstatt zwei (die Touristen konnten nur wenig Englisch und dort war eigentlich Selbstbedienung und zudem waren
    es Nettopreise plus Steuer). Dann wurde lauthals über andere Reisende hergezogen und über dies und das im Hotel. Da sie an den Nachbartischen saßen, konnte man sie nicht wegklicken. Sie
    nervten sowas und waren Stimmungstöter. Die meisten
    Gäste hörten dem wunderbaren Musiker zu. Das bemerkten
    sie garnicht. Sowas fiel mir öfters auf an besonderen Touristen-Anziehungspunkten.

    Meine damalige Reisebegleiterin kam von einem Fotorundgang zu mir zurück. Sie war früher immer mal in Gruppen gereist und plötzlich nervte auch sie diese auffällige kritische Reisegruppe sehr. Ich sagte nur: Siehst Du, mit mir hast Du es einfacher, Du kannst machen und tun so lange und
    was Du willst und trotzdem bist Du nicht alleine. Du kannst
    aufstehen, wann Du willst und musst nicht um 7.00 h raus,
    weil es weiter geht. Von da ab war ihr Vorhaben: Vielleicht gehe ich mal mit einer Reisegruppe in die Rockies oder sonstwohin ...vorbei. -->

    Fazit also: ich reise am liebsten zu zweit, kann und mag -heute - zwischendurch aber auch allein. Zu Dritt ist nicht ganz mein Ding, diese Erfahrung habe ich 2007 in Tibet gemacht. Obwohl alles „ok“ war, aber 3 geht für mich nicht.

    <-- Zu Dritt ist es mir mal passiert, dass wir wunderschöne
    Eindrücke und Einladungen von Einheimischen hatten, die
    sonst niemand so schnell bekommt. Wir luden zum Abschied
    unseren Gastgeber zum Brunch ein, was ein fröhlicher Ausklang
    war, alles passte stimmungsmäßig und Wetter. Als wir dann auf einer Parkbank in schöner Umgebung saßen und entspannt die Menschen beobachten, fingen
    plötzlich die zwei anderen an, lange zu diskutieren, wie man
    anteilsmäßig die Brunchkosten aufteilt. Das war ein komplizierter
    Dreisatz, weil ja immer noch Steuern drauf kommen, nicht so
    wie in Europa, wo es Festpreise gibt. Man konnte
    nicht einfach den Betrag durch drei teilen. Im Endeffekt handelte
    es sich um ca. 50 Cent. Wegen 50 Cent machte man mir die
    wunderschöne Stimmung dort kaputt, weil es so wichtig war,
    gleich und korrekt abzurechnen, wer wieviel zahlt. Wäre es
    nur Eine gewesen, hätte ich gesagt: Das ist nicht so wichtig,
    regeln wir später, aber man ist höflich. Wollte sogar einen Dollar
    zahlen, nur um meine Stimmung wieder zu haben, auch das
    ging nicht.

    Oder wir flogen mit einem kleinen Flugzeug über die Inselwelt und die anderen labern und labern über unwichtige Sachen, anstatt die
    Stimmung und die Aussicht zu genießen und Wale zu
    sichten.

    Einmal trafen wir zu zweit eine dritte Bekannte am letzten Urlaubstag und ich schlug vor, in ein tolles Irish Pub mit Live-Musik zu gehen. Brauchte ewig lange, um die anderen zwei zu überzeugen.
    Am Ende konnte ich mich durchsetzen und hätte mich sehr
    geärgert, wenn wir es nicht getan hätten. Wir waren bis
    nach Mitternacht dort und es war vom Feinsten, sowohl die Musik
    und die Stimmung.

    Am besten kann ich mit meinem Partner oder mit meinen
    Töchtern reisen, die ticken so wie ich. Töchter haben mir auch
    bestätigt, dass zu Dritt reisen, nicht ganz einfach ist.


    lg aus China,
    lamlok
    Fernweh-Grüße aus dem Ländle

    Feinsinn

  9. User Info Menu

    AW: Allein verreisen?

    Hallo Tabea57

    Stimmt schon, danach sieht alles nicht mehr so wild aus.
    In manchen Situationen wünschte ich mir, dass ich jetzt
    daheim wäre.

    Bin gespannt, was Du unternimmst.

    Gruß Feinsinn

    Gerade wurde verkündet, dass Junior sich im März alleine nach
    Sidney auf den Weg macht. Ich wünschte, ich könnte mit.
    Freue mich, aber ich weiß, dass es wieder unruhig wird.
    Sie wird dort aber auch Reisebekanntschaften aus SF und
    Hollywood treffen. Im Bekanntenkreis gibt es einen Weltenbummler,
    der dort auch ein zweites Standbein hat und falls was ist,
    hat sie Ansprechpartner. Das ist für uns inzwischen sehr wichtig.

    Kroatien ist auch ein schönes Alleinreisenland, wenn es nicht
    so weit gehen soll.
    Geändert von Feinsinn (25.01.2010 um 08:40 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Allein verreisen?

    Hallo Tabea57,

    ich war schon öfter mit Gruppen unterwegs, und es war eigentlich immer gut.

    Sehr empfehlenswerrt finde ich nach wie vor Wikinger Reisen. Das Publikum da ist ziemlich locker und unkompliziert (z.B. ist man gleich mal per Du, und es gibt eine Vorstellungsrunde gleich zu Beginn). Die Bandbreite der Reisen ist ziemlich groß. Ich war mit denen schon zum Wandern auf La Gomera und La Palma und vor ein paar Jahren in Neuseeland.

    Mit Gebeco war ich auch schon zweimal unterwegs, zusammen mit meiner Mutter in China und Indochina. Die Reisen waren an sich auch sehr schön, aber ich habe die Leute zwar als sympathisch und angenehm, aber auch als deutlich zurückhaltender und reservierter empfunden. Und es waren auch viele Paare unterwegs, die sich teilweise auch sehr für sich hielten. Von der Organisation her war es perfekt.

    Mit Studiosus war ich noch nicht unterwegs, aber was ich von anderen gehört habe, geht sehr in die Richtung, dass das Publikum da doch etwas "feiner" ist, was ich so auch nicht unbedingt brauche.

    Andererseits war ich vor zwei Jahren mit einer Freundin mit Neckermann in Indien (die gebuchte Gebeco-Reise kam wegen mangelnder Teilnehmerzahl leider nicht zustande, und so haben wir sehr kurzfristig umgebucht). Die Reise war deutlich günstiger als die von Gebeco, obwohl vom Leistungsspektrum praktisch identisch. Dafür sprach der Führer sehr schlecht Deutsch (was sich so bei Gebeco allenfalls mal kurzzeitig erlebt habe), und die Leuten waren naja irgendwie krawalliger. Da gab es dann richtige Grabenkämpfe und Grüppchen, die sich gegenseitig als asozial und primitiv bezeichnet haben. Meine Freundin und ich haben uns da weiträumig rausgehalten, aber doch beschlossen: nie wieder Neckermann.

    Was ich bei einer Gruppenreise wichtig finde, ist, dass die Gruppe nicht zu groß wird. Über 20 finde ich eigentlich schon zu viel und würde ich heute nicht mehr machen. Man ist dann doch eine ziemliche Horde und alles dauert immer ewig. In einer kleineren Gruppe fällt man auch nicht so sehr auf und ist oftmals flexibler.

    Wichtig finde ich auch, dass man mal Zeit für eigene Entdeckungen vor Ort hat. Das war bei der Neckermann-Reise auch praktisch nie der Fall, weil wir immer erst sehr spät am Zielort ankamen und das Programm sehr straff war. Zudem wollte der Führer uns nur äußerst ungern von der Leine lassen (gut, kurz nachdem wir wieder zu Hause waren, passierte der Anschlag in Bombay, seine Sorge war also nicht gänzlich unberechtigt, aber es war doch etwas nervig).

    Von Djoser-Reisen hatte ich auch mal einen Katalog. Die Reisen sind ziemlich billig, und man ist vor Ort sehr flexibel und kann vieles nach eigenen Wünschen gestalten. Für Menschen mit großem Drang nach Individualität ist das sicher keine schlechte Wahl, mir wäre es zu wenig organisiert.

    Über Silvester war ich mit einer Freundin für 10 Tage in einem all-inclusive-Hotel in Tunesien, und es war genau, wie ich erwartet hatte: fast nur ältere Ehepaare, und die wenigen Alleinreisenden blieben auch allein. Das wäre echt nicht mein Ding, da bekäme ich Depressionen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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