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    Implantate bei 89jähriger

    Meine Schwiegermutter hat Probleme mit den Zähnen. Sie lockern sich und auch an einigen Backenzähnen tritt häufiger Karies auf. Sie wird im September 90 Jahre, hat Pflegestufe III.
    Der Zahnarzt hat ihr nun vorgeschlagen, einige Zähne zu ziehen und durch Implantate zu ersetzen, damit sie nicht durch ein Gebiss belastet wird. Kostenvoranschlag hat sie schon. Satte 8000 Euro kämen auf meinen Mann zu. Sie war immer Hausfrau, hat wenig Rente und wir unterstützen finanziell.
    Mir geht es jetzt darum, ob bei einer fast 90 jährigen die Implantate eine gute Lösung sind. Halten die Schrauben in dem Kiefer? Der Zahnarzt sagt, alles kein Problem.
    Hat jemand Erfahrung mit Implantaten bei solch alten Menschen?

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Halte ich für Geldschneiderei.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Ich würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen.

    Wenn sich die Zähne Deiner Schwiegermutter lockern, gibt es ein grundlegendes Problem, das nicht unbedingt durch Implantate gelöst wird. Häufig ist Paradontitis eine Ursache. Auch der Knochen kann sich zurück bilden. Jedoch braucht auch ein Implantat knöchernen Halt - da würde dann vermutlich (bin kein ZA) mit einem Aufbau künstlich nachgeholfen. Ob das aber dauerhaft haltbar wäre, kann ich Dir nicht sagen - daher würde ich mindestens eine Zweitmeinung einholen und mir GENAU erklären lassen, wo der Arzt die Ursachen für den Abbau sieht und wie er diese zu behandeln gedenkt.

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Ja, er will einen Knochenaufbau vornehmen, weil der Kieferknochen sich altersbedingt auflöst und deshalb die Zähne anfangen zu wackeln. Dauert ein Jahr bis alles soweit gefestigt ist, dass die Implantate gesetzt werden können.
    Meine Schwiegermutter marschiert dann auf ihr 91. Lebensjahr zu.
    Aber sie will unbedingt die Implantate.
    Mein Mann hat heute morgen versucht, sie zu einem Gebiss zu überreden. Keine Chance. Mein Mann ist zum 1.3. in Rente gegangen. Wir leben nicht schlecht, müssten aber für die 8000 Euro einen Kredit aufnehmen. Wir zahlen dafür, dass 2x die Woche zusätzlich eine Pflegekraft kommt um ihr beim Baden zu helfen. 2x kommt eine Putzfrau und jeden Tag für 3 Stunden eine Betreuung zum spazieren gehen etc.
    Essen und mobiler Pflegedienst wird von dem Geld der Pflegestufe und ihrer Rente finanziert.
    Auf der hohen Kante haben wir im Moment nichts, da wir unser Haus abgelöst haben um schuldenfrei zu sein.
    Wir versuchen jetzt, sie zu überreden noch eine Zweitmeinung zu holen. Wenn der halt auch der Meinung ist, Implantate wären die beste Lösung, dann beißen wir halt in den sauren Apfel. Mich würd halt nur interessieren, ob die Implantate wirklich das Non Plus Ultra sind

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Halte ich für Geldschneiderei.
    Dito.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  6. Moderation

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Ist Deine Schwiegermutter kognitiv noch gut beisammen? Es ist ja nicht damit getan, dass jetzt der Knochen aufgebaut wird, in einem Jahr die Implantate ein- und in einem weiteren halben Jahr die Kronen aufgesetzt werden.

    Vorab ist der Zahnstatus zu ermitteln. Oft besteht eine Parodontitis, die erst mal erfolgreich behandelt werden muss, bevor überhaupt nur an Implantate gedacht werden kann.
    Wenn tatsächlich die Implantate gesetzt würden, ist ja nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ist Deine Schwiegermutter noch fähig die Pflege ihrer Zähne eigenständig zu erledigen? Zähne putzen, klar, aber auch jeden Tag mit Zwischenraumbürstchen und Zahnseide hantieren?

    Wie schon hier gesagt, ich würde auf Einholung einer Zweitmeinung bestehen. Auch die Krankenkasse mit ins Boot holen, die gibt ja noch einen Zuschuss zu den Kronen.

    Die Anspruchshaltung Deiner Schwiegermutter finde ich ja ... äh... schräg, daher auch meine Frage, ob sie das alles noch versteht.
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Und ihr sollt das bezahlen und euch noch dazu verschulden?
    Knochenaufbau ist ein großer, invasiver Eingriff, ich hab das bei einem Bekannten mitbekommen. War nicht lustig.
    Ich täte mir das mit 90 nicht mehr an. Der Allgemeinzustand deiner Schwiegermutter kann ja auch nicht mehr so gut sein, wenn sie Pflegestufe 3 hat?

    Ich bin Laie, aber bei einer 90jährigen kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das die beste Lösung im Sinne der Patientin ist. Ich würde auch ganz stark zur Zweitmeinung raten.

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Wir haben uns kürzlich auch mit dem Thema befasst und dabei bin ich auf den Artikel "Der geriatrische Patient und Implantate – Fluch oder Segen?" auf ZWP Online gestoßen.

    Er ist noch online, ich habe nachgesehen.

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Nein, sie ist schon sehr eingeschränkt. Zähneputzen etc gehört zur täglichen Pflege, die der Pflegedienst übernommen hat. Allein schafft sie das nicht mehr. Geistig ist sie schon noch fitt, sie versteht das schon noch, nur körperlich hat sie total abgebaut. In den letzten Monaten ging es schon rapide bergab. Und die 8000 ist, so wie ich es verstanden hab, der Eigenanteil. Es geht ja um sämtliche Vorderzähne oben und unten, einschl der Eckzähne. Ist schon einiges das wackelt.
    Wir werden diese Woche die Koffer packen und hinfahren. Wir wohnen halt 500 km auseinander.
    Ich würde es gut finden, wenn sie in ein Altenheim ginge. Dass sie nachts alleine ist, ist auch nicht okay.
    Ich versuche seit Monaten, einen Hausnotruf ins Gespräch zu bringen. Ohne Erfolg. Sie braucht das nicht. Zu allem kommt immer dieser Starrsinn dazu. Wie jetzt mit den Zähnen.
    Ihr Argument, dass die Implantate dann 15 Jahre halten mag für einen jüngeren Menschen wichtig sein. Aber sie wird 90.

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    AW: Implantate bei 89jähriger

    Ihr seid doch nicht verpflichtet, der (Schwieger)mutter teure Implantate zu bezahlen, nur weil sie das so will?
    Ich halte das für unsinnig, schon nur der langen Vorbereitungszeit wegen.

    Einem alten Menschen Schmerzen ersparen oder das Leben schöner machen: Sofort. Aber sowas fällt für mich unter unnötiger Luxus, den sie sich (wenn schon) selbst bezahlen müsste.

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