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17.09.2014, 23:54Inaktiver User
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
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18.09.2014, 10:46
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Nein-GsD nicht!
Aber da ich bisher im Leben aus unterschiedl. Gründen abwechselnd privat u gesetzl versichert war, weiß ich heute, warum die gesetzl Kasse früher?? keine Wurzekbehandlung übernommen hat
SOO viel zu zahlen-für etwas, was keinen Dauererfolg garantiert, ist definitiv übertrrieben
Ich hab in dem Zusammenhang das Gefühl, richtig Glück gehabt zu haben
Für diesen Versuch, erfolgreich wars ja nicht
Es wird Zeit für eine neue Signatur
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18.09.2014, 21:55
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Ach, es geht mir gar nicht so sehr ums Geld. Mir ist schon die Argumentation klar und einleuchtend, dass neuere Errungenschaften (zu Recht) nicht einfach so von der gesetzlichen Kasse übernommen werden. Das Equipment muss ein Arzt auf eigenes Risiko anschaffen und es eben über Privatrechnungen wieder reinholen. Das ist ja alles ok und in dieser Stadt wohnen genug Großverdiener, um das zu refinanzieren.
Ich war nur etwas verunsichert und habe deswegen zwei Ärzte gefragt - der eine wollte sein Kassenprogramm abspulen und ist auf meine Rückfrage, ob nicht was innovatives auch sinnvoll wäre, so gut wie nicht eingegangen. Sogar eine sofortige Wurzelspitzenresektion stand im Raum, die ja nun wirklich die letzte Option vorm Ziehen darstellt. Der andere hat mir beim ersten von zwei Zähnen nun die 180 Euro-Behandlung "angedreht", aber mich vor einer 1.000 Euro-endodontologischen Behandlung bewahrt, die ich sonst wahrscheinlich meiner Wurzelspitze zuliebe gemacht hätte.
Und nun frage ich mich eben, ob die Forschung in den vergangenen 20 Jahren einfach keinen nennenswerten Fortschritt gemacht hat oder eine bessere Behandlung eben einfach mehr Geld kostet - aus den genannten Gründen.
Ach man. Ich denke, ich werde es beim anderen Zahn auch mit der Nicht-Kassen-Methode probieren. Schlechter als die gesetzliche Versorgung wird es ja zumindest nicht sein :)
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26.09.2014, 09:18
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Aufgrund eines Unfalls im Schwimmbad (vorderer Schneidezahn abgeschlagen, später dann abgestorben) hatte ich auch das "Vergnügen", mit mehreren Zahärzten bzw. Behandlungsmethoden zu kommen. Im Nachhinein muss ich auch einschränkend anmerken, dass sich mein Hauszahnarzt nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.
So durfte ich jedenfalls diverse (habe nicht mitgezählt) Wurzelspitenresektionen über mich ergehen lassen, mit dem Effekt, dass sich mein Zahn nach ca. 2 bis 3 Jahren wieder entzündet hat. Letztendlich bin ich in der Uniklinik in Tübingen (Poliklinik für Zahnerhaltung) gelandet, dort wurde eine Revision der Wurzelbehandlungen von einem Endodontologen durchgeführt. Seit ca. 8 Jahren habe ich nun Ruhe und mein Zahn bzw. Kieferknochen erholt sich prächtig ;-)
Fazit: Statt Geldmacherei vermute ich, dass das Problem bei Wurzelbehandlungen bzw. Revisionen bei der mangelhaften von deutschen Zahnärzten liegt. In den USA ist man da weiter, dort werden eher Revisionen des Wurzelkanals mit Erfolg durchgeführt, während in Deutschland auf Resektionen gesetzt wird (mit fraglichem Erfolg). Für die nächste Wurzelbehandlung werde ich jedenfalls direkt zum Endodontologen gehen ;-)
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29.09.2014, 20:10
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
2000€ für eine Wurzelbehandlung ist definitiv zuviel. Ich hab letztens 500-irgendwas Euro bezahlt, bei einem Zahn mit drei Wurzelkanälen. Eigenleistung war die Wurzelkanalfüllung mit Guttapercha oder wie das heißt, ein angeblich besseres Füllmaterial, KK zahlt aber nur schlechteres. Wird pro Wurzelkanal abgerechnet, Schneidezähne kommen dann entsprechend günstiger weg. Dann noch ein Betrag für die Füllung on Top. Bei einer Krone kann der Betrag höher ausfallen.
Wird Dein Zahn überkront?
Schmerzen hatte ich keine, brauchte aber drei Sitzungen und habs teilweise über eine dreiviertel Stunde über mch ergehen lassen müssen. Kann sein, dass da Ultraschall oder so im Einsatz war, jedenfalls hatte die Ärztin nicht das übliche Bohrerequipment im Einsatz (außer beim Aufbohren). Diese Feilen hörten sich schon sehr modern an, so wie ein Tennis-Computerspiel, wenn sie irgendwas getroffen hat. Das gabs alles ohne Aufpreis.
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29.09.2014, 21:04
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Ich sehe es so wie twix. Es gibt wohl schon deutliche Unterschiede bei der Behandlung.
Ich hatte kürzlich eine Wurzelkanalrevision.
Der 2003 behandelte Zahn lief damals noch vollständig als Kassenleistung. Es war ein Elend: Der Zahnarzt hat mindestens 5 Mal die Kanäle gefeilt. Ohne Spanngummi natürlich, teilweise allein ohne Helferin und nach jeder Sitzung wurde der Zahn kaum verschlossen. Der Hit war dann die Wurzelfüllung, die nur ca. 2/3 der Gesamtlänge erfasste. Dann lief ich etwa ein Jahr mit einem Provisorium rum, weil der Zahn immer wieder schmerzte und "unruhig" war. Im Wurzelbereich bleib ich druckenpfindlich. Diese Füllung wurde kürzlich entfernt, weil ich meine Kronen gerade auswechseln lasse und der Zahnarzt, bei dem ich seit ein paar Jahren bin, auf der schlecht gefüllten Wurzel kenen aufbau machen will.
Ich zahle die komplette Revision selbst, mindestens in der Größernordnung von twix (ein Implantat käme wahrscheinlich günstiger). Der Zahn wurde in einer mehrstündigen Sitzung von der ollen Wurzelfüllung befreit, mit Spanngummi, die Kanäle immer wieder elektronisch vermessen (Tennuis-Computerspiel-Geräusch), es wurde gespült, gemacht und getan. Neben dem Zahnarzt waren mindestens immer 2 Leute beschäftigt ... Ich dachte, das hört nicht mehr auf. Zwei Wochen später wurde die Wurzel in einer wiederum mehrstündigen Sitzung gefüllt, die Kanäle sind jetzt bis zur Spitze gefüllt und ich habe ein Provisorium, das sich wie echt anfühlt. Die Behandlung war überhaupt nicht schmerzhaft, nur anstrengend, ich war bestens betäubt.
Mein anderer Zahn wurde in einer Art Zahnklinik, die mit guter Medizin für alle zu günstigen Preisen wirbt, behandelt. Ich ging auf Verdacht wegen der langen Öffnungszeiten hin. Blöde Idee! Auch da wieder ohne Spanngummi und als Verschluss nur irgendeine Art Kaugummimasse reingeschmiert. Nach dem 6. Mal musste ich pro Behandlung ein paar Euro zuzahlen. Der Zahn tat weh, es wurde nicht besser. Irgendwann bin ich in die High-end-Praxis abgewandert, in der ich jetzt bin. Die Kanäle wurden 2-mal aufbereitet und beim 3. Mal gefüllt. Nach einem Kunststoffaufbau (als Provisorium für einige Zeit) ist der Zahn im Zuge der Auswechsel-Aktion überkront.
Auch da habe ich ziemlich viel bezahlt, wenngleich nicht soviel wie für die Revision. Ich verstehe zuwenig von Zahnmedizin, aber ich sehe einen himmelweiten Unterschied in der Art der Behandlung. Allein der zeitliche und personelle Aufwand, der betrieben wird, die Spanngummis, Provisorien werden nach jeder Behandlung nach Abdruck gegossen und noch zig Mal geschliffen und angepasst, damit ja die Höhe stimmt ... Irgendwie muss das ja finanziert werden.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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30.09.2014, 11:03
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Ich habe auch gerade eine mißglückte WF hinter mir und das, obwohl sich der ZA wirklich Mühe gegeben hat und auch nicht die schlechteste Ausstattung dafür hat. Jetzt hatte ich mich auch in einer Spezial Praxis für Endotontologie erkundigt und wäre fast vom Stuhl gekippt bei den Preisen... zwischen 1000 und 2000 Euro und Garantie gibt es dort auch nicht. Jetzt werde ich mich wohl für 2 Implantate entscheiden, die in den Bereich kommen, wo jetzt die Brückenglieder sind, hoffe die Pfeiler an denen die Wurzelbehandlung vorgenommen wurden halten so lange für das Provisorium. Nun habe ich aber ein wenig das Vertrauen zu meinem Zahnarzt verloren (evt. unbegründet) , ist nur so ein paralysiertes Gefühl nach der ganzen Prozedur wo er dann auch noch murmelte: "Hätte ich diesen Zahn nur gleich gezogen.... "( na ja, zuvor hatte er behauptet ein gutes Gefühl zu haben, dass er erfolgreich wird. Ich überlege nun, ob ich nicht doch einen Spezialisten für das Setzen der Implantate zu Rate ziehe. Mein ZA macht dieses zwar auch, aber es ist wohl nicht direkt sein "Spezialgebiet". Habe einfach Angst, dass es schief geht...nicht mal vor der Behandlung an sich. ( Hab schon einen Hilferuf in einem anderen Thread hier im Forum gesetzt)
Erdbeere
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30.09.2014, 13:12
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Das hört sich interessant an. Ich hatte bisher 2 Wurzelbehandlungen, je ca. 500 Euro (bin nur privat versichert). Nach einem Jahr bekam ich eine dicke Entzündung, Eiterherd, der Zahn ist jetzt raus, da ich Vergiftungserscheinungen im Körper hatte. Er hat während dieses Jahres nie Ruhe gegeben, obwohler er ja "tot" war.
Die andere Wurzelbehandlung war ein paar Jahre vorher, allerdings habe ich jetzt da auch einen kleineren Eiterherd im Kiefer. Irgendwie sind diese Wurzelbehandlungen scheinbar der Anfang vom Ende.
Was macht denn der Endontologe genau?
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
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30.09.2014, 13:51
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
- Der ist normalerweise schon mal besser ausgestattet als der übliche Zahnarzt, der auch mal eine Wurzelbehandlung macht. Und hat die entsprechende Spezialisierung und Weiterbildung.
- Es wird mit Spanngummi (= Kofferdam) gearbeitet, der nur den betreffenden Zahn freilegt, zur Mundhöhle hin ist alles durch das Gummituch abgedeckt. Das vermeidet den Kontakt der offenen Kanäle mit unsterilem Speichel und hält das Arbeitsgebiet trocken.
- Die Kanäle werden elektronisch vermessen, eventuell werden die Kanäle auch mit Laser aufbereitet, ein OP-Mikroskop wird verwendet (Lupenbrille sowieso).
- Nach jeder Aufbereitung wird der Zahn so verschlossen, ich vermute mit Kunststoff, dass nix reinkommen kann. Die Knetmasse, die sonst reingeschmiert wird, geht leicht raus und sie macht die Höhle nicht dicht.
- Endo-Spezialisten haben meist Spezialwerkzeug und können teils auch etwas gekrümmtere Wurzeln behandeln. Bei starker Krümmung müssen sie aber auch aufgeben.
- Revisionen führen normalerweise nur Endo-Spezialisten durch.
- Da die Spezialisten das oft machen und auch Patienten von verantwortungsbewussten und klugen Zahnärzten zur WB überwiesen bekommen, haben sie ausreichende Erfahrung und die bessere Ausstattung sowie die Nerven für mehrstündiges diffiziles Rumpusseln am Zahn.
Das ist so ähnlich wie bei uns Tierärzten: Zahnstein entfernen und Zähne ziehen ... Die richtigen Zahnbehandlungen (auch Endo!) macht der Tierarzt für Zahnheilkunde.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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30.09.2014, 13:56
AW: Neuere Methoden der Wurzelbehandlung
Würde ich unbedingt tun!
Für einen Star-Op geht man ja auch nicht zum normalen Augenarzt, sondern zum Spezialisten.
Stell Dir bloß vor, der setzt vielleicht ein Implantat pro Monat.
Mit Knochenaufbau, der oft vorher nötig ist, kennt der sich dann vielleicht gar nicht aus, die materialien sind eventuell nicht auf dem neuesten Stand ...
Manche Zahnärzte arbeiten mit speziellen Implantologen/speziialisierten Oralchirurgen zusammen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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