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  1. Avatar von Punpun
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    AW: "Meat" the Family

    Zitat Zitat von jasmintee Beitrag anzeigen
    ich finde sowas irgendwie beängstigend und scheinheilig
    ist die reaktion die du aufzeichnest ein ausdruck davon, dass menschen in der masse nicht mehr selbst nachdenken und dem mainstream folgen? warum ist das so?
    Ja, scheinheillig und ich schliesse mich da ausdrücklich nicht aus, weil ich eben nicht auf dem Bauernhof oder Land natürlich gross geworden bin sondern als Städter dort und von den moraliserenden Medien erzogen und sozialisiert worden bin .
    Ich kenne manches Gemüse wirklich nur aus der Werbung oder aus der Tüte (würde es in der Natur nicht erkennen) und Wurstscheiben haben lustige Gesichter
    Wie sind eine total verweichlichte Kuschel Tut mir nicht weh Gesellschaft geworden , die versucht Naturgesetze bei sich in seiner unmittelbaren sichtbaren Umgebung und Emotionalität auszublenden und so versuchtso lange wie möglich sauber nicht emotional belastend zu überlisten.
    So was wie Gerechtigkeit , Moralische vertretbare egoistische Wertvorstellung und Ordnung in die Naturgesetze rein zu bringen
    Das bestrifft fast alle Bereiche unseres Lebens die moralisch erfasst werden
    Sei es das Thema Tod allgemein, schwere Krankheiten , das Alter, Altern, Justiz,/Strafen ,/Respekt etc.
    Wir sind eine scheinheillig saubere sterile Walt Disney oder Doris Day Gesellschaft geworden wenn Ihr versteht was ich damit meine .
    Wir wissen das es unwideruflichen Tod, Schmerz, Elend, Krankheit, Endlichkeit , Kriminalität gibt, wollen davon aber nichts in unsrer unmittelbaren Gesellschaft oder gar mit unseren Augen oder Händen sehen oder damit selbst zu tun haben.
    Also wird das versteckt von anderen anonym für uns alle erledigt, auf Schlachthöfen , in Altersheimen, Krankenhäusern, Hospiz, Psychiatrie oder im Gefängnis .
    Wir sehen beim beispiel Tierschlachtung dan nur die bunte Werbung , die Folienmarkentüte , das lachende Werbeschwein, den Wienerwaldgockel , die bunten Wursttiergesichter , den McDonalds Big Mac oder das fertig zubereitete Essen im Restaurant.
    Saubere Sache für Seele, Gewissen und Hände. Gleichzeitig verachten viele insgeheim den oder die anomymen "Täter" ,der dies für uns in unserem Auftrag im Hinterhof odr in abgedichteten Räumen ausführt .
    Aber die genauen Details wollen wir gar nicht genau wissen, hauptsache Bio ,angenehmes leben das wir uns selbst für das geschlachte Tier suggerieren und ein sauberer Tod, das reicht völlig.
    Gleichzeitig ist unsere deutsche Mentalität beim Thema Nahrung und Pflege in Krankenhaus und Altersheim auf Aldi Geiz ist geil , jeder Cent zählt ausgerichtet, ganz anders als beim Auto , Urlaub oder Wohnungseinrichtung wo wir diese Industrien als wichtig betrachten und sie sehr moneytär vergüten , huldigen undals wichtig wertschätzen.
    Das ist in anderen Ländern bsw. Frankreich, Schweiz von der Gewichtung anders.
    Hier zählt nur heimliche lkiese Effizienz undProduktivität die hohen Gewinnmargen abwerfen.
    Deswegen die anonyme Grossindustrie von Fleisch, Grossbauern und Nahrungsmittelproduzenten die nicht von ungefähr an den Industriellen effizienten Massenmord erinnert.
    Geändert von Punpun (17.10.2019 um 22:26 Uhr)

  2. Avatar von Kikiri
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    AW: "Meat" the Family

    Punpun, ich verstehe Dich und Deine Vorurteile nicht. Und diese merkwürdigen Stränge von Dir sollte ich auch besser meiden...
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  3. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: "Meat" the Family

    Zitat Zitat von Kikiri Beitrag anzeigen
    Punpun, ich verstehe Dich und Deine Vorurteile nicht. Und diese merkwürdigen Stränge von Dir sollte ich auch besser meiden...
    Das geht mir genauso.

    Als "Walt Disney-Gesellschaft" nehme ich hier gar nichts wahr. Im Gegenteil, sind die Menschen doch zunehmend kritischer und besser informiert, gerade was Massentierhaltung angeht, als das vor 20 Jahren der Fall war.

    Ich bin auch auf einem Dorf aufgewachsen. Die Eltern meiner Freundinnen hatten Nutzvieh, was auch geschlachtet wurde und ich erkenne auch eine Kartoffel im Boden und nicht nur die Tüte mit den Tiefkühlpommes.
    Und ich würde mich zu der Behauptung aufschwingen, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland das hinkriegt, auch ohne Landkindheit.

  4. Inaktiver User

    AW: "Meat" the Family

    Zitat Zitat von Punpun Beitrag anzeigen
    Ja, scheinheillig.........,,..
    Punpun, ein emotionales Posting, in dem sehr viel Wahrheit steckt.
    Ich finde die Frage nach dieser kognitiven Dissonanz sehr interessant, danke für den Strang.
    Hier ist, was ich darüber weiß:
    Tatsächlich finden es auch viele Landmenschen nicht witzig, ihre Tiere im Schlachthof abzugeben. Man mag es, glaube ich, prinzipiell als Mensch, sich um die Tiere zu kümmern und freut sich, wenn es Ihnen gut geht.
    Von einer Bäuerin im Schwarzwald hörte ich, dass sie es mit der Zeit immer weniger vertragen hat, ihre Tiere Schlachten zu lassen und deshalb auf Milchvieh umgestellt hat. Ich hörte, das sei eine nicht seltene Grundsatzentscheidung.

    Über meine Oma wurde mir kolportiert, dass sie nach dem Krieg für den Hausgebrauch immer ein, zwei Schweine gemästet hat. Mit diesen mussten die Kinder täglich spazieren gehen, damit es Ihnen auch gut geht.
    Als es in einem Jahr nicht genug Futter gab für die Schweine und sie vor der Zeit geschlachtet werden mussten, hat meine Oma geweint, weil die Tiere nicht leben konnten.

    Ich finde, dieses Verhältnis zu den Tieren ist heute zu einer völligen Perversion verkommen.

    Was ich aber auch weiß, ist, dass schon in früheren Zeiten das Schlachten von Tieren den unbeliebteren Bevölkerungsgruppen überlassen wurde (z. B Juden). Also wir Menschen machen sowas wohl „ eigentlich“ nicht soo gern.

    Was ich auch hörte, ist, dass heutzutage wieder Kurse angeboten werden, wo man lernen kann, ein Tier korrekt und human um die Ecke zu bringen.
    Ich las ein Interview von einem Moslem, der es auch Halal machen musste. ( Mit! Korrekter! Betäubung!!)Er sagte nachher, wenn man weiß, dass das Tiel nicht leidet, dann fällt es leichter.


  5. Registriert seit
    21.04.2014
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    AW: "Meat" the Family

    Ich wurde so erzogen, dass man Tiere nicht quält. Auch und gerade Nutztiere nicht, sie ernähren uns (in doppelter Hinsicht).
    Und dazu gehört es, ein Tier schnell, sprich :so schmerzlos wie möglich - zu töten. Nicht es zu Tode zu streicheln, das passiert nie.
    Wir bringen sie zu unserem Nutzen um.

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