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  1. Registriert seit
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    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    Um dem weiter oben stehenden Relativierungs- und Verharmlosungsversuch zu begegnen, verweise ich einfach mal auf die Dokumentation "Plastic Planet".

    Dieser zeigt reichlich Falbeispiele und Studien zu unmittelbaren und langfristigen Schäden an der Gesundheit von Mensch und Ökosystemen auf, die durch Inhaltsstoffe von Plastik (BPA, Phtalate, DEHP ...) spätestens bei dessen Verwitterung verursacht werden.
    Ansonsten gibt es im Netz unterschiedlichste Quellen zur Problematik im Überfluss.

    Mir erschließt sich nicht, wie heute jemand noch ernsthaft die belegte Wirkung dieser Stoffe u.a. als endokrine Disruptoren anzweifeln kann.

    Werden dann auch die zahlreichen Bilder von plastikverseuchten Gewässern und dadurch verendeten Tieren angezweifelt?
    ... was im übrigen doch allein schon ein Grund ist, als konsumierender Erdenbürger das Problem nicht durch Ignoranz und Bequemlichkeit tagtäglich zu verschärfen.

    Die Sache mit dem "plastikzersetzenden Mikroorganismus" ist mir zu ungenau.
    Was genau sind die Ausgangsstoffe, was die Endprodukte dieser Verstoffwechselung?
    Unter welchen Bedingungen findet der Prozess überhaupt statt?
    Und weswegen sieht man von diesem Prozess offenbar nichts unter realen Bedingungen?

    Fakt ist, dass Plastik/ Erdölderivate in lebenden Organismen nichts zu suchen haben. Wenn Kunststoffe sich im Körper bis in die Zellen hinein (Nanopartikel) akkumulieren, ist es logisch, dass ein Teil davon wieder ausgeschieden wird. Das bedeutet nicht, dass der Körper das völlig los wird. Viel mehr noch, durch Hitze-, Säure- und mechanische Einwirkung antsteht Abrieb und letztendlich werden obengenannte Inhaltsstoffe frei, die unter anderem auf das Hormonsystem einwirken.
    Und dann wundert man sich über hormonabhängige Tumore.
    Wobei ich nicht sagen möchte, dass Plastik die einzige Quelle für derartig wirkende Substanzen (Xenoöstrogene) ist.

    Und natürlich gehen Substanzen aus Kunststoffen in Nahrung über.
    Um das zu belegen, braucht es keine aufwändigen Experimente oder Langzeitstudien.
    Schonmal eine geöffnete Wasserflasche aus Kunststoff einige Tage stehengelassen, eventuell noch bei höheren Temperaturen, und anschließend am Wasser gerochen oder davon probiert?


  2. Registriert seit
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    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    Die Plastik zersetzenden Organismen befinden sich noch am Anfang der Evolution. Es gibt verschiedene Bakterien und glaub auch eine Wurmart, die Plastik fressen und verstoffwechseln, aber noch sehr ineffizient. Es ist zu erwarten, dass sich das im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte deutlich optimiert. Am Ende der Entwicklung dürfte Plastik genauso verrotten wie andere organische Materialien, etwa Baumwolle, Obst, Gemüse etc. Das muss aber nicht zu unser aller Lebzeiten so geschehen. Ich würde auf danach tippen.

    Das wäre übrigens auch von deutlichem Nachteil. Da zerfrisst es dann im Boden und in der Wand verlegte Stromkabel etc., wenn sie feucht werden.

  3. Avatar von LulaMae
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    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    Ok, jetzt weiß ich, wie das Plastikzeug in meinen Körper gelangen kann.

    Seit längerer Zeit trinke ich Selter aus Glasflaschen, Wehmutstropfen ist der Kuststoffverschluss, weil der nicht knirscht und am Glas reibt (das mag ich nicht), eben einen großen Schluck genommen und danach gedacht, was habe ich denn da im Mund? ein Rest vom Mittagsbrötchen, ein Stückchen Sesam? Nein, es war von dem Kunststoffschraubverschluss eine Art Späne!
    Igitt!
    Da frage ich mich, wieviel ich davon über die letzten Wochen schon runtergeschluckt habe, ohne es zu merken?
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.


  4. Registriert seit
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    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    Das ist aber nicht das Mikroplastik.

  5. Avatar von LulaMae
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    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    Nicht?
    Aber Plastik ist es schon.
    Und ich finde es passt zu dem Artikel, den ich einstellt hatte, die Plastikteile, die da abgebildet sind, sind nicht gerade klein bzw. winzig.
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.


  6. Registriert seit
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    35.225

    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    hab ich mir auch gedacht.

    und wer weiss was Magensäure & Co mit diesen Plastikteilen alles noch anstellen.

    Makroplastik gehört auf alle Fälle genauso wenig ins Essen wie Mikroplastik. Egal wo man die Grenze ziehen will.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  7. Avatar von ZypZyp
    Registriert seit
    03.10.2014
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    155

    AW: Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen

    Ins Essen sicher nicht aber man muss ja nur den Umgang damit besser organisieren.
    Der Drehverschluss aus Hartplastik auf den Flaschen ist ja jetzt nicht der Weltuntergang, man muss aber nach dem Gebrauch das Plastik besser recyceln. Wenn man es ins Meer haut dann ist es ja logisch, dass man das irgendwann selbst isst. Wenn man aber damit sorgsam umgeht ist es ja eine Erleichterung für das Leben. Also ich verteufle Plastik nicht generell, eher den Umgang damit.

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