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    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen

    Das Modell der Ein-Kind-Familie in China, von dem ich auch hoffe, dass es so weit nicht kommt, ist weder Selektion nach "Wert", und schon gar nicht ist es Mord. Mord ist was Anderes. Viel mehr ist "Mord", wenn man Kinder in die Welt setzt, wohl wissen, dass man gar nicht in der Lage ist, sie zu ernähren.
    In Europa brauchen wir das Modell ja auch nicht, da haben wir es mehr oder weniger seit 30 Jahren.

    Die Folgen der Ein-Kind-Politik in China sind allerdings mörderisch. Für die vielen weiblichen Föten, die abgetrieben werden, für die weiblichen Babys, die nach der Geburt halb-legal getötet werden. Und eventuell auch für die 17 Millionen jungen Männer, die in wenigen Jahren "in den besten Jahren" sind, aber keine Frau finden werden. Soll man sie in Lager stecken, sich gegenseitig umbringen lassen?

    Auch im europäischen Mittelalter gab es wirksame "Geburtenkontrolle". Heiratsverbote (also Sex-Verbote), das Töten von Neugeborenen, Kreuzzüge, um die "zu vielen" jungen Männer loszuwerden, Auswanderungen mit hohen Mortalitätsraten usw.

    Geburtenkontrolle war in der Vergangenheit immer etwas zutiefst gewalttätiges. Das Leben in Armut allerdings auch.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    @Streuner, du argumentierst mit einem Beispiel an der Natur. Aber genau diese Natur wird zerstört, wenn sich die Menschen unkontrolliert vermehren. Wie hier schon tausend Mal gesagt wurde, die Erde ist begrenzt, und Ressourcen und Natur stehen nur begrenzt zur Verfügung und können nur begrenzt vermehrt werden, meistens nur auf Kosten anderer Arten und der Natur. Das Kinder-in-die-Welt-setzen-so-wie-es-jedem gefällt, und wenn es noch so viele sind, hat nicht nur Auswirkungen auf einen selbst, sondern alles hat Auswirkungen und Wechselwirkungen. Mann, wie kann man nur so naiv sein?
    Der Mensch als biologisches Wesen verhält sich so, wie es die "Natur" vorgesehen hat. Wir sind das Produkt der Evolution (das heißt Optimierung und Durchsetzung) und verhalten uns evolutionär. Bei Gefahr des Untergangs.
    Der Mensch als selbstbewußtes, reflektiertes und moralisches Wesen steht außerhalb der Evolution. Allerdings ist Sebstbewußtsein, Reflexionsfähigkeit und Moral ein Luxus, den sich 50% der Menchen nicht leisten können. Sie agieren mehr oder weniger ausschließlich als biologische Lebenwesen (d.h. sie streben nach MEHR, um überleben zu können).

    Zwei Szenarien sind denkbar. Wir schaffen es, alle Menschen der Erde auf ein materielles Lebensniveau zu bringen, auf dem sie den Zwängen der Biologie entweichen können (und damit in der Lage sind, verzichten zu können als Grundvoraussetzung eines nachhaltigen Lebens). Oder die Natur sorgt dafür, daß sich bald alle Menschen wieder wie Tiere verhalten, nachdem 90% der Art ums Leben gekommen sind.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  3. gesperrt

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    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Der Mensch als biologisches Wesen verhält sich so, wie es die "Natur" vorgesehen hat. Wir sind das Produkt der Evolution (das heißt Optimierung und Durchsetzung) und verhalten uns evolutionär. Bei Gefahr des Untergangs.
    Der Mensch als selbstbewußtes, reflektiertes und moralisches Wesen steht außerhalb der Evolution. Allerdings ist Sebstbewußtsein, Reflexionsfähigkeit und Moral ein Luxus, den sich 50% der Menchen nicht leisten können. Sie agieren mehr oder weniger ausschließlich als biologische Lebenwesen (d.h. sie streben nach MEHR, um überleben zu können).

    Zwei Szenarien sind denkbar. Wir schaffen es, alle Menschen der Erde auf ein materielles Lebensniveau zu bringen, auf dem sie den Zwängen der Biologie entweichen können (und damit in der Lage sind, verzichten zu können als Grundvoraussetzung eines nachhaltigen Lebens). Oder die Natur sorgt dafür, daß sich bald alle Menschen wieder wie Tiere verhalten, nachdem 90% der Art ums Leben gekommen sind.

    Hans
    Du hast es perfekt auf den Punkt gebracht.
    Gefällt mir sehr gut.
    Besonders das Schlüsselwort "verzichten".

    Verzichten, gepaart mit dem "Luxus", dies aus dem Grund zu tun,
    weil wir uns von den Tieren weiterhin unterscheiden wollen,
    und es deshalb aus Nächstenliebe tun.

    Verzicht aus Nächstenliebe, das ist die einzige Rettung der Zivilisation.

    Verzicht aus Nächstenliebe, das ist die einzige Möglichkeit,
    wie der Mensch sich davor bewahren kann, sich zum Tier
    zurück zu entwickeln.

    Nebenbei kommt Verzicht auch den Tieren, einer intakten Natur
    und Umwelt zugute, die für ein harmonisches Leben der Menschen untereinander unverzichtbar sind.
    ___________________________________

    Als konkrete Beispiele des Verzichts möchte ich anführen,
    nur einmal im Jahr auswärts Urlaub zu machen. Und dies im eigenen Land oder zumindest im eigenen Kontinent.
    Man kann ja alle paar Jahre mal die Welt bereisen.
    Aber es muss keinesfalls zum Lebensstandart gehören, mehrmals im Jahr mit dem Flieger die ganze Welt zu bereisen.
    Im Gegenteil, ein Verbot wäre die richtige Konsequenz,
    wenn Appelle nicht zur Einsicht führen.

    Man kann sich auch ab und zu mal Früchte aus fernen Ländern gönnen.
    Aber es muss nicht zum Lebensstandart gehören, immer und jederzeit alles aus aller Welt auf dem Teller zu haben.

    Man muss wissen, wo ist der Nullpunkt in Punkto Lebensstandart.
    Wer gerade noch genug zu Essen hat und ein Dach über dem
    Kopf und es ist für seine Gesundheit und Bildung gesorgt,
    der lebt am Nullpunkt des Lebensstandarts, welcher jedem
    Menschen zusteht. Das muss unser größtes Ziel sein, dass
    jeder mensch diesen Lebensstandart erreicht.

    Erst dann ist Luxus legitim.
    Alles was darüber ist, ist Luxus.
    Ist dieser Luxus relativ leicht zu erreichen, ohne, dass er nennenswerte Schäden an Natur, Umwelt und für seine Mitmenschen hervorruft, ist gegen diesen Luxus nichts einzuwenden.

    Solange aber Berge von Lebensmitteln vernichtet werden, damit die Preise stimmen und sich einige wenige den Urlaub in Ländern der Dritten Welt oder sonst wo auf der Welt , den Porsche, die Yacht,... leisten können, während anderswo Menschen verhungern, so ist das mit Mord gleichzusetzen.

    Wenn Jean Ziegler, UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und Buchautor wie in diesem Film sagt: "Jeder Mensch, der heutzutage noch verhungert, wird ermordet.", dann darf man nicht, wie es leider immer noch geschieht, einfach achselzuckend darüber hinweg sehen und dann weiterlabern: Es gibt zu viele Menschen auf der Welt!

  4. Inaktiver User

    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen

    ___________________________________

    Und dies im eigenen Land oder zumindest im eigenen Kontinent.
    Man kann ja alle paar Jahre mal die Welt bereisen.
    Im Gegenteil, ein Verbot wäre die richtige Konsequenz,
    wenn Appelle nicht zur Einsicht führen.

    Man kann sich auch ab und zu mal Früchte aus fernen Ländern gönnen.
    Man muss wissen, wo ist der Nullpunkt in Punkto Lebensstandart.
    Wer gerade noch genug zu Essen hat und ein Dach über dem
    Kopf und es ist für seine Gesundheit und Bildung gesorgt,
    der lebt am Nullpunkt des Lebensstandarts, welcher jedem
    Menschen zusteht. Das muss unser größtes Ziel sein, dass
    jeder mensch diesen Lebensstandart erreicht.

    Welt!
    Streuner

    Ich war bisher einmal in Afrika und habe eine Tante besucht, ab und zu besuche ich meine Schwester in Nordafrika, ansonsten bin ich froh, wenn ich meinen Urlaub nicht in Übersee verbringen muss. Ich bin auch zufrieden, wenn ich mir Äpfel und Birnen leisten kann und sehe beim besten Willen nicht ein, wieso es Früchte aus Übersee sein müssen.

    Vieles ist einfach in unseren Köpfen festzementiert. Eine Woche in unserer Stadt (ok, ich wohne an einem sehr schönen Ort) mit täglichen Besuchen in der Bücherei und ab und zu einem Eis im Strassencafe finde ich so schön, dass ich mich frage, wo der Verzicht sein soll, wenn ich z.B. auf die Reise auf die Malediven "verzichte". Zum Glück habe ich einen selbstbewussten Mann, der keine Statussymbole nicht nötig hat und der auch zufrieden ist mit Urlaub im eigenen Land, allenfalls einem Nachbarland.

    Wenn die Leute wüssten, wie viel besser es ihnen gehen würde mit etwas weniger an Materiellem im Leben, dafür vielleicht etwas mehr Spiritualität. Ich glaube eh, dass es das ist, was den Menschen fehlt: Spiritualität, Miteinander, soziale Kontakte, eine gewisse Sicherheit.

    Die materiellen Dinge verlieren eh meist kurz nach dem Erwerb ihren Reiz und wenn jemand materielle Dinge braucht, nur damit er/sie sich als etwas Besseres fühlt, dann stimmt eh etwas nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin auch zufrieden, wenn ich mir Äpfel und Birnen leisten kann und sehe beim besten Willen nicht ein, wieso es Früchte aus Übersee sein müssen.
    Weil es vielleicht die Existenzgrundlage für die Menschen ist aus deren Ländern die Dinge kommen???

    Kaffee? Segen UND Fluch!

    Es liegt nicht daran DAS wir aus Übersee "konsumieren" sondern auf die Bedingungen die WIR den Ländern diktieren!

    Weder die Welt noch die Natur sind so schön einfach.

  6. gesperrt

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    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil es vielleicht die Existenzgrundlage für die Menschen ist aus deren Ländern die Dinge kommen???

    Kaffee? Segen UND Fluch!

    Es liegt nicht daran DAS wir aus Übersee "konsumieren" sondern auf die Bedingungen die WIR den Ländern diktieren!

    Weder die Welt noch die Natur sind so schön einfach.
    So diktieren wir diesen Menschen auch, dass ihre Existanzgrundlage darin besteht, Nahrung für die Welt zu produzieren, während sie selber am Verhungern sind.

    Ja, ich glaube auch, dass ein paar Menschen zu viel durch die Gegend rennen und unsicher machen - im wahrsten Sinne unsicher.
    Aber es sind nicht irgendwelche ganze Bevölkerungsgruppen, die zu dezimieren sind, sondern nur eine handvoll super-kluger Wissenschaftler, die mit ihrer Weisheit - vielleicht sogar absichtlich und bewusst - die Umwelt vergiften und zerstören, um Menschheit von sich abhängig zu machen.

    Siehe in dem Film in diesem Beitrag.
    Von "Roboterbienen" ist da die Rede...

  7. gesperrt

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    AW: Bevölkerungszuwachs/Überbevölkerung

    Ich habe heute den Film 'Der Vorleser' gesehen.
    Nein, diesen Weg sollten wir nicht mehr gehen.
    Nein, diesen Weg der Selektion sollten wir nicht mehr gehen.

    Hanna dachte, sie tut nur ihre Pflicht.
    Aber sie wusste nicht, was ihre Pflicht gewesen wäre.

    Wir sollten es heute besser wissen.

    Wenn jemand von sich aus sagt, ich will keine Kinder, - nicht weiter zur Überbevölkerung beitragen, ist das ok.
    Was aber, wenn wir es machen wie China?
    Was, wenn "zu wenige" dazu bereit sind, auf Kinder zu verzichten?
    Was, wenn wir es machen wie China, und jemand hält sich nicht daran - oder niemand hält sich daran?

    Hat jemand von Euch den Film gesehen?
    Den sollte sich jeder anschauen.
    Er ist frei ab 12.
    Wir werden ihn unseren Kindern zeigen.

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