Hallo liebe Community,
habe mal eine Frage an die Finanzexperten unter Euch...
Ende 2004 hab ich mir eine Lebensversicherung (Erlebens- und Todesfall) andrehen lassen. Alle meinten, das wäre ne sinnvolle Investition. Sie ist zudem dynamisiert: jährlich 5 % mehr Monatsbeitrag.
Ich sehe es mittlerweile als sinnlos an, 41 Jahre lang Geld dort einzubezahlen. Nur ist der Rückkaufswert natürlich ein Witz! Fällt Euch irgendeine sinnvolle Möglichkeit ein, das Ganze noch in einigermaßen sinnvolle Bahnen zu lenken?
Vielen Dank im Voraus!
Hayley
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Thema: Lebensversicherung
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12.06.2007, 21:19
Lebensversicherung
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12.06.2007, 23:47
AW: Lebensversicherung
41 Jahre Beitragszahlungsdauer? Raus mit dem Müll!
Und auf keinen Fall wieder eine Versicherung abschließen, die als Vermögensaufbau herhalten muss.
Eigenes Vermögen wird nur aufgebaut, indem man zu Beginn die enorm hohen Kosten vermeidet. Und das geht nie mit einer Versicherung, damit baut man das Vermögen des Vermittlers auf. Und bei 41 Jahren Beitragszahlungsdauer nicht wenig.
Dem Gauner, der das vermittelt hat, würde ich die Tür zuschlagen, wenn er seinen Kopf genau zwischen Blatt und Rahmen hat!
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13.06.2007, 00:22
AW: Lebensversicherung
Eine Lebensversicherung macht heutzutage keinen Sinn mehr. Die Renditen sind zu gering, die Laufzeit ist zu lang, der Einsatz ist zu hoch.
Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Lebensversicherungen abzukaufen. Sie bieten Dir mehr Geld dafür, als der Rückkaufswert, den Dir die Versicherung zahlt.
Auf jeden Fall solltest Du diese Versicherung so schnell wie möglich los werden.
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13.06.2007, 09:50
AW: Lebensversicherung
Danke, das hab ich auch vor....
Nur eine Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt ist auf Grund des extrem niedrigen Rückkaufwerts nicht wirklich ratsam. Ich könnte die Versicherung wohl auch stilllegen, wie in den Versicherungsbedingungen angegeben. Aber ein Verlust ist es so oder so - aus Schaden wird man bekanntlich klug....
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13.06.2007, 21:58Inaktiver User
AW: Lebensversicherung
Hallo.
Zitat von painkiller
Solche Firmen gibt es wohl. Allerdings kaufen die im Normalfall ab einem Rückkaufswert von 5.000.-Euro und der dürfte in o.g. Police noch nicht erreicht sein. Oder?
Ich kenne nur zwei Anbieter, die auch ab 1.000.-Euro aufkaufen, aber dann wollen die das Geld gleich wieder bei sich anlegen. Klar, da wird resubventioniert. Hier dem Kunden Geld geben und am anderen Ende... (aber das hab ich jetzt nicht gesagt).
Allerdings gibt es Analysetools, mit denen Du ermitteln kannst (oder ermitteln lassen kannst), was die beste Lösung für Deinen Vertrag ist.
Schöne Grüße
justii
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14.06.2007, 21:28
AW: Lebensversicherung
Ein früher Ausstieg aus einer Lebensversicherung ist immer teuer. Allerdings meistens besser, als noch mehr Geld hineinzustecken...
Ab nächstem Jahr sollen die gesetzlichen Grundlagen für Lebensversicherungen neu geregelt werden. Möglicherweise werden die Rückkaufswerte auch für bereits gekündigte Verträge nachträglich besser gestellt. Also dort mal auf Auge drauf haben...
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14.06.2007, 21:33Inaktiver User
AW: Lebensversicherung
Das ist doch schon am Laufen.
Zitat von spain
Die Kunden werden von vielen Gesellschaften schon besser gesetellt, die Differnz zwischen den damaligen Rückkaufswerten und den neuen verbesserten Rückkaufswerten nachbezahlt.
Allerdings sind die Zahlungen in vielen Fällen gar nicht so hoch wie sich viele davon versprechen...
Gruß
justii
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14.06.2007, 21:55
AW: Lebensversicherung
Hallo @ all und danke für die zahlreichen Tipps und Infos!
Habe mir mal meine Police genauer durchgelesen, aber da unterscheiden sich die LVs wohl nicht sonderlich. Der Rückkaufswert zum Ablauf dieses Jahres (nach dann 3 Jahren Laufzeit) ist ein Witz...
Würde ich jetzt sofort kündigen, erhielte ich dann etwa gar nichts? Denn der erste überhaupt in meiner letzten LV-Info aufgeführte Rückkaufswert ist auf den 31.12.2007 datiert....
Ich weiß nun auch wieder, warum ich damals diese LV abgeschlossen habe. Es ging um "Steuern sparen". Aber was mir das genau bringt bzw., ob die Weiterführung der Police aus diesem Grund irgendeinen Sinn hat, ist mir auch unklar
Die Dynamisierung kann ich aber, soweit ich noch in Erinnerung habe, jederzeit rausnehmen. Zumindest das werd ich tun.
Ach ja? Davon hab ich noch nix bemerkt bisher....
Zitat von spain
Ein bisschen mehr dürfte es schon sein...
DAS ist schon wieder der Boden der Tatsachen und angesichts
Zitat von Inaktiver User
bisheriger gesetzlicher "Neuregelungen" wohl wahrscheinlich
Bin mir wirklich nicht sicher, was ich jetzt am dümmsten machen soll. Schätze, es gibt in diesem Fall keine "beste Lösung"....
LG, Hayley
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14.06.2007, 22:10Inaktiver User
AW: Lebensversicherung
Es gibt da so ein Sprichwort, das beim Geld und bei mancher Beziehung anzuraten wäre: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende..."
Zitat von Hayley
Schadensbegrenzung nennt man das im Volksmund...
Leider ergibt eine Kapitallebensversicherung nur in ganz wenigen Fällen einen Sinn. In ganz, ganz wenigen Fällen. In allen anderen füllt sie auf Kosten des Sparers die Taschen von Vermittler und Versicherung.
Für eine etwaig benötigte Todesfallabsicherung macht man eine Risikolebensversicherung. Und für die Geldanlageprodukte gibt es wesentlich bessere, flexiblere und durchschaubarere Produkte als eine Kapitallebensversicherung. Versicherung und Anlage sind zwei grundlegend unterschiedliche Themen und gehören auch absolut getrennt. Alles andere führt nicht zum gewünschten Erfolg. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite.
Gruß und gute Nacht
justii
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15.06.2007, 19:10
AW: Lebensversicherung
Leider ergibt eine Kapitallebensversicherung nur in ganz wenigen Fällen einen Sinn. In ganz, ganz wenigen Fällen.
Was wäre denn deiner Meinung nach beispielsweise ein solcher Fall??
Das würde mich wirklich interessieren.
Ich muss dazu sagen, dass ich eine KLV habe ,dies als einen Baustein von mehreren. Jedoch gehe ich davon aus, dass ich sie nicht auflösen muss, da ich zuvor andere Bausteine flüssig machen könnte und würde. Da Lebensversicherungen in Österreich nach wie vor steuerbegünstigt sind, macht es meiner Meinung nach schon Sinn. Während der Laufzeit zahle ich keine Kapitalertragssteuer (würde ich jedoch bei Anleihenfonds zahlen müssen) und bei Auszahlung ist sie ebenfalls steuerfrei. Auch die Ablebenskomponente ist für mich von Vorteil, zumal ich Familie habe.
Ich sehe eine Lebensversicherung daher nicht unbedingt negativ. Aber - wie gesagt - nur als Baustein von mehreren Anlageformen.
lg morgan


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