Hallo zusammen,
wer kann mir sagen, wie ich an eine seriöse Finanzberatung komme?
Ich lebe getrennt und brauche in folgenden Punkten eine Beratung:
- ich möchte dass ehemals gemeinsame Haus übernehmen - mit neuem Partner. Soll er Miete zahlen oder sich einkaufen?
- es sind 3 gemeinsame vermietete Wohnungen (noch belastet) vorhanden. Ist es für mich günstig zu verkaufen- um ggf. meinen Ex auszubezahlen?
- wir haben 3 Kinder - der erste macht nächstes Jahr Abitur- fängt dann Studium an - wie muss ich mich beteiligen und wovon?
- und nicht zuletzt: wie plane ich meine Altersvorsorge?
- etc. etc.
Ich wäre dankbar für Tipps - vielleicht war eine von euch in ähnlicher Situation und kann von Erfahrungen berichten.
Danke
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04.06.2007, 22:11
Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
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04.06.2007, 23:08Inaktiver User
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
Hallo Reiselustige.
Also ich wage hier, in Unkenntnis der faktischen Situation, keinen Ratschlag. Da käme ich mir vor wie ein Kartenleser.
Du brauchst jemanden, direkt bei Dir vor Ort ist und sich konkret in die Sache einarbeitet. Hier ist es einfach eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten...
+ Bist Du schon geschieden oder wart Ihr gar nicht verheiratet...
+ Bist Du oder Dein Ex berufstätig / selbständig...
+ Wieviel Belastung ist auf dem Haus (und wie sieht diese im Detail aus)... und gibt es sonst noch Verpflichtungen...
+ und und und...
Was ich z.B. auch nicht verstehe:
Im einen Satz willst Du das Haus übernehmen und Deinen neuen Partner in die Finanzierung mit übernehmen (was ja eine enorme Verknüpfung zweier Personen bedeutet) im zweiten Satz willst Du das Haus verkaufen und mit dem Erlös Deinen Ex ausbezahlen. Wer zahlt Deinen Ex aus, wenn das Haus nicht verkauft wird?
Lange Rede kurzer Sinn... aus dieser Perspektive kann und will ich hier keinen Ratschlag geben.
Lieben Gruß
justii
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04.06.2007, 23:23
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
hallo reiselustige,
das sind ja ziemlich viele Themen auf einmal
Zunächst: Was das gemeinsame Haus und die gemeinsamen Wohnungen betrifft: Hast Du mit Deinem Noch-Mann (vermute ich einfach mal) geklärt, wie ER sich das vorstellt? Vielleicht möchte ER ja alles behalten und DICH auszahlen? Ohne sein Einverständnis geht da gar nichts! Das Wichtigste: Löst diese Dinge ohne Anwalt, denn der verdient tüchtig an derartigen Streitwerten.
Sonst hat ja justii schon gesagt, dass man eigentlich nichts sagen kann.
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06.06.2007, 19:25
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
Sorry, da habe ich wohl in der Kürze einiges zu unklar dargestellt:
Also:
- mein Ex will das Haus nicht (seine neue Freundin ist eine enge Freundin von mir gewesen, die unter keinen Umständen in das Haus will und sich jetzt ein eigenes gekauft hat, in das dann mal mein Ex einzieht)
-geschieden sind wir noch nicht
- das Haus, das ich übernehmen möchte, ist schuldenfrei, gehört uns jeweils zur Hälfte
- das Verkaufen bezog sich auf 3 gemeinsame Wohnungen, die noch belastet sind
Mein Ex und ich verstehen uns (noch) gut.
Meine Frage ist vielmehr: mit welchem Fachmann/ Fachfrau kann ich solche Themen mal durchsprechen, wer kann mir Ratschläge geben , ohne dass mir jemand wieder Versicherungen etc. verkauft.
Ich möchte einfach für mich eine Perspektive entwickeln, mit diesem Vorschlag ich dann in die Verhandlungen mit meinem Ex treten kann.
Danke fürs Antworten!
reiselustig0
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08.06.2007, 21:26
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
Hallo Reiselustig,
ich bin in einer ähnlichen Situation.
Wir haben im Vorfeld der Scheidung alles mit unserem Steuerberater besprochen.
Meine Rechtsanwältin (hat mein Mann mir überlassen) war zugegen und kennt somit alle vorhandenen Gelder und Immobilien.
Vielleicht sprichst du erstmal mit eurem Steuerberater.
Pass aber bitte auf. Du weißt ja nicht, ob er parteilich ist.
Viel Glück
monWer Unrecht duldet, stärkt es!
Willy Brandt
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10.06.2007, 22:54
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
Hallo,
auch ich bin der Ansicht daß da noch einiges unklar ist und man eigentlich noch keinen vernünftigen Rat geben kann.
Vielleicht überlegt sich ja der EX auch noch, in was er da im jeder Hinsicht hineingeglitten ist, wenn er in einem fremden Haus „geduldet“ ist.
Hier hat einen doch eindeutig der Hafer gestochen. (Clinton läßt grüßen.)
Aber für eine vernünftige Planung gehören zunächst einmal Zahlen.
Wie groß soll denn der Wert sein, den der EX ausgezahlt bekommt?
Kann man sich auf den Preis einigen, den das Ortsgericht ermittelt hat oder muß es ein vereidigter Sachverständiger oder der Gutachterausschuß oder müssen es alle drei sein. Und dann geht man doch noch vor Gericht.
Die monatliche Belastung von 100.000 würde ich mit 750 ansetzen. Ich weiß es geht auch mit weniger, aber 2% Tilgung sollte das Minimum sein wenn man als Rentner/Rentnerin auch mal schuldenfrei seine will.
Erfahrungsgemäß fangen nach der Wertermittlung die Probleme an.
Erst wenn hier Klarheit besteht, kann man eine Entscheidung über die anderen Wohnungen treffen.
Rechtsanwälte und vermutlich auch Steuerberater rechnen nach dem Wert ab. Da kommen beim RA schnell mal einige zigtausend zusammen. Also möglichst Haus und die Wohnungen usw. außen vor lassen. Zumindest vorher fragen wie das Honorar berechnet wird und wieviel das kosten wird. Dazu kommen dann noch Auslagen, Gebühren und über alles noch plus 19%. Beim Staubsauger fragt man schließlich auch vorher.
Wird das alles vor Gericht ausgetragen stellen die beteiligten Anwälte schon mal im Hinterzimmer den Sekt kalt und bieten dem (hoffentlich) zukünftigen Mandanten Kaffe an. Selbstverständlich werden die Aussichten hervorragend dargestellt. Sonst kann er ja nicht klagen.....
Vielleicht stelle ich das hier zu deutlich dar, aber es sind Gewerbetreibende und keine Heilsbringer. (Ich habe gerade eine saftige Rechnung von einem Steuerberater bekommen, den ich garnicht beauftragt habe. Das wird noch „lustig“. Es war jedenfalls immer wieder ein Vorteil einst Recht als Wahlpflichtfach gehört zu haben!!)
Wenn die Scherben zusammengekehrt sind wird man feststellen, daß unsere Politiker eine „hervorragende“ Regelung getroffen haben, mit der sie sich ins Scheinwerferlicht bringen können. Die Betroffenen merken erst am Ende, daß sie das alles bezahlen müssen und der Staat über höhere Steuern und die sonstigen Kosten sich dabei an ihnen und ihrem Unglück schamlos bereichert hat. Somit haben sich die Politiker ihre guten Bezüge wirklich selbst „verdient“.
Anschließend müssen vom bisherigen Einkommen drei Haushalte bezahlt werden.
(Für die, die es noch nicht gemerkt haben:
- Der Bundeshaushalt über höhere Steuern und Abgaben,
- der eigene und,
- der des Unterhaltsberechtigten .
Da bleibt eben für jeden nur ein Drittel wenn man es gleichmäßig aufteilen würde!!
Aber der Bundeshaushalt geht erst mal vor. Davon werden dann auch die "sozialen Leistungen" bezahlt. Wenn man aber, wie die Stadt Wiesbaden jetzt feststellte, eine 50 Euro Spende, Kosten von 143 Euro zur Verbuchung auslöste, kann man sich vorstellen, Wieviel da zurückkommt.
Gruß
PeterGeändert von Peter9 (14.06.2007 um 15:13 Uhr)
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13.06.2007, 00:01
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
Unsinn, hier über Politiker zu schimpfen!
Mit dem Männl eine Abmachung treffen, wie vorgegangen werden soll.
Vorschlag:
Beide suchen sich Gutachter raus, einer wird ausgewählt, der am Ende eine Zahl sagt. Und diese Zahl muss bindend sein.
Wenn es geht, würde ich den Neuen nicht in die Finanzierung einbeziehen. Was das für Stress geben kann, merkst du gerade.
Nimm ihn zur Miete mit rein, Nebenkosten werden sauber von beiden bezahlt. Seid ihr in 225 Jahren noch zusammen, könnt ihr davon immer noch einen Kurzurlaub verbringen.
Bei den Wohnungen kann man keinen Rat geben. Ich würde hier einen Wirtschaftsplan aufstellen, um die Rentabilität zu überprüfen. Weiterhin spielen steuerliche Aspekte eine große Rolle. Nach 10 Jahren können Spekulationsgewinne steuerfrei eingenommen werden, davor ist es Essig damit.
Übrigens eine ganz nette Variante, der Abgeltungssteuer zu entgehen. Allerdings nur für Anleger, die sowieso schon genug im Rückhalt haben. Wer seine Ersparnisse für eine Mietwohnung verwendet, lebt extrem gefährlich. Bei mehreren ist das Risiko schon deutlich verteilt.
Die Altersvorsorge zu planen ist relativ einfach, solange man davon Ahnung hat. Hat man diese nicht, wird wohl bald ein freundlicher Berater am Tisch sitzen, der dir eine Lebens- oder Rentenversicherung anpreist. Dumm nur, dass der dabei vergessen wird, dir die Nachteile zu nennen.
Viel Erfolg damit
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13.06.2007, 06:30Inaktiver User
AW: Nach Scheidung-Finanziell die Zukunft planen
Wenn das aber doch seine Meinung ist?
Zitat von archimedes_
Für den Einen hängen diese Sachen zusammen, für einen Anderen sind es Vorurteile....
Aber sind dasnicht auch nur Vorurteile?
Zitat von archimedes_
Vielen seiner oben von Peter9 getroffenen Aussagen kann ich zumindest sehr gut folgen...
Schöne Grüße justii


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