Hallo zusammen.
Es hat mir zwar den Anschein, als wären doch recht viele informierte Anleger hier im Forum, trotzdem mag für den Einen oder Anderen (auch Mitleser) die nachfolgende Info interessant und wichtig sein.
Speziell Kunden der Deutsche Bank und Commerzbank sind betrofffen (aber nicht nur), die langlaufende Sparverträge bei den Banken haben.
Schöne GrüßeDer Bundesgerichtshof hat unter dem Az. (XI ZR 140/03) eine, in langfristigen Sparverträgen mit variablem Zinssatz häufig enthaltene, Zinsanpassungsklausel wegen Unbestimmtheit für unwirksam erklärt. Weiter.....
justii
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01.06.2007, 06:21Inaktiver User
Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
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01.06.2007, 08:16Inaktiver User
AW: Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
Das verstehe ich irgendwie nicht. Ich weiß doch, zu wieviel Prozent mein Geld verzinst wird, das war doch der Grund, warum ich mich für oder gegen ein Produkt entschieden habe.
Und wenn es mir zuwenig ist, wechsle ich eben. Genauso, wie ich, wenn ich mal eine Zwischenfinanzierung brauche, da handle wie am Bazar. Spielraum gibt es immer, und den gilt es, auszunutzen.
kopfschüttelnd über die Naivität mancher Menschen,
One
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01.06.2007, 08:59Inaktiver User
AW: Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
Hallo 1of8
Bei flexiblen Anlagen ist Deine Annahme meist richtig.
Bei langfristigen Sparanlagen ist dies jedoch meist nicht so.
Von den Banken werden oft langfristige Sparverträge gemacht mit einem Zins ..% pro Jahr. Darauf verlassen sich dann viele Kunden (Bank = Seriös = Zuverlässig = mein Freund). Leider ist aber eine Bank ein ganz normales Wirtschaftsunternehmen und der Berater ist ausschließlich seinem Unternehmen verpflichtet.
Aus diesem Grund steht dann im Kleingedruckten (das laut Banker sowieso nur die Augen verdirbt), daß die Zinsen z.B. an den Kapitalmarkt o.ä. angepasst werden können. Bei breiten Zinssenkungen geht das dann oft ganz schnell (bei Zinserhöhungen vergisst man das dann meistens). Das Problem hat der Kunde:
Zum Einen denkt er, daß sein Zins immer noch gleich ist
Zum Anderen hat er einen lang laufenden Vertrag unterzeichnet, durch dessen vorzeitige Kündigung er gravierende Nachteile zu erwarten hätte...
Was also tun?
Eine Rückfrage bei der Bank hat in vergangenen Jahren immer die Antwort gebracht: "Die Zinsen wurden auf breiter Front gesenkt. Wenn Sie also den Vertrag kündigen haben Sie folgende Nachteile
a)
b)
c)
und bei einem anderen Anbieter bekommen Sie aufgrund der Zinssenkungen dann auch keine höheren Zinsen als bei uns. Ich empfehle Ihnen, den Vertrag auf jeden Fall bis zum Ende zu besparen....bla bla bla)"
Also hat der Kunde halt in den langfristig saueren Apfel gebissen.
Dies ist mit den o.g. Urteilen vorbei.
Nochwas zu Deiner Annahme
Nehmen wir doch mal des Deutschen liebstes Produkt. Die lange laufende Kapitallebensversicherung oder Private Rentenversicherung. Ein Großteil der Bevölkerung hat so eine, viele sogar mehrere...
Zitat von Inaktiver User
Obwohl eigentlich jeder inzwischen wissen könnte/sollte, daß es sich um keine Anlage oder Altersversorgung sondern um Kapitalvernichtung handelt... Und keiner, absolut keiner weiß bei diesem Produkt, mit welchem Prozent sich sein Geld verzinsen wird...
Ich stelle mich also kopfschüttelnd neben Dich...
lg. justii
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01.06.2007, 09:09Inaktiver User
AW: Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
*lach* Daß Sparzinsen schnell nach unten angepaßt werden, ebenso wie Kreditzinsen schnell nach oben gehen, sollte echt jetzt jeder wissen.
Gut, eine Lebensversicherung hab ich auch - seitdem ich 22 bin, oder so, das war früher ein enormer steuerlicher Vorteil. Nun nicht mehr, und ich lasse sie vorübergehend ruhen, aber da wußte ich immer, wie die Rentabilität aussieht. Zwar nur im Nachhinein, aber immerhin. Da entscheide ich mich lieber für sinnvollere Geldanlagen.
Aber was Du sagst: Das Kündigen mancher Sparformen - ich rede aktuell von einem Bausparvertrag (in den ich nicht einsteigen konnte, weil ich bereits einen habe, das ist so meine "Naiv-Seite" des Anlegens), da wurde mir auch von enormen Nachteilen erzählt. Ich bat, diese Nachteile auszurechnen, und siehe da: Eine Abzinsung von gerade mal 7 Euro.
Also, es wäre doch auch mal sinnvoll, sich diese Punkte anzusehen, finde ich. Aber seis drum, mein Geld isses ja nicht.
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01.06.2007, 09:20Inaktiver User
AW: Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
Justii-g
danke für die Info. Betrifft mich zwar nicht direkt, aber vielleicht andere hier, die dann in Gesprächen mit ihren freundlichen Bänkern noch ein weiteres Argument ausprobieren können (und ggf. von den Gerichtserfolgen anderer mit profitieren)
djgm
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01.06.2007, 09:43Inaktiver User
AW: Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
Ich frage mich, weshalb man überhaupt langfristige Sparverträge abschliessen sollte, aus denen man manchmal nur unter Renditeverlust wieder aussteigen kann.
So was Unnötiges! Das kann nur noch durch Kapitallebensversicherung, private Rentenversicherung und Bausparvertrag getoppt werden.
Es ist doch sehr viel klüger flexibel anzulegen, z.B. in Staatsanleihen oder Bundesschatzbriefen oder meinetwegen in gutverzinsten kürzerfristigen Sparverträgen. Aber wozu denn sowas? Es gibt wirklich eine ganze Reihe transparenter, sicherer und wenig volatiler Anlageformen. Solche Sparverträge nützen nur der Bank.
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01.06.2007, 09:49Inaktiver User
AW: Klageflut gegen Banken wegen zu geringen Sparzinsen
Sehr richtig, Blautanne, sehe ich ähnlich. Bei mir kam das durch Faulheit, insofern brauch ich nur über mich zu meckern, über sonst niemanden. Nach meiner Spekulierzeit zwischen 16 und 21 hatte ich so gute Erträge eingefahren, daß ich einfach keine Lust mehr hatte. Da ich die aber liegen lasse, verliere ich nichts direkt.
Derzeit bin ich, wenn ich gar keine Idee habe, auch eher für Bundesschatzbriefe oder sonstige ähnliche Produkte. Da meine Faulheit aber irgendwann endete, habe ich jetzt zum Glück auch zum Großteil vernünftige Produkte.


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