Hallo Blautanne,Zitat von Inaktiver User
eigentlich sind wir der gleichen Meinung. Nur die Wege unterscheiden sich etwas.
Warum soll man in der jetzigen Situation, bei immer noch steigenden Kursen, nicht einen kleine Betrag einsetzen und den Rest mit Tagesgeldzinsen weiterhin parken. Ziel sollte es sein, eine gewisse Übung im Umgang Aktien oder auch festverzinslichen Papieren zu bekommen.
Der Kauf von Fonds vermittelt diese Übung nicht. („Dumm bleibt dumm, da helfen keine..Pillen, könnte man denken.“)
Da bleibt alles wie es ist und die Bank verkauft auch in Jahren immer wieder ihre „Produkte“ an eine Unwissende.
Das schlimme dabei ist, daß die „Produkte“ wegen der sich ständig ändernden Steuerpolitik immer unübersichtlicher werden und immer wieder verändert werden. Aber ob für den Kunden ein Ertrag bleiben wird, ist, wegen der komplizierten Konstruktion, beim Kauf unbekannt.
Aber das ist eben die höhere Politik
Peter
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30.05.2007, 21:39
AW: größere Menge Geld in Immobilienfonds anlegen?
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31.05.2007, 10:47Inaktiver User
AW: größere Menge Geld in Immobilienfonds anlegen?
Das ist allerdings ein Problem, da hast du Recht *kopf-kratz*, aber ich denke trotzdem, so zäumt man das Pferd am Schwanz auf.
Zitat von Peter9
Ich habe damals mit dem Thema Aktienanlage begonnen, indem ich mir zuerst zwei gut verständliche und seriöse Einführungsbücher zur Kapitalanlage besorgt habe, eines von WISO und eines mit dem Titel "Geldanlage für Frauen" oder so ähnlich (mittlerweile vergriffen). Die habe ich durchgearbeitet. Danach habe ich meine Anlageziele definiert und mein Risikoprofil ausgearbeitet. Erst dann (!) habe ich meine ersten Wertpapiere gekauft.
Grundgedanke dabei war, dass Anlegerzeitschriften sowieso nur mit den Wölfen heulen und dem Leser Empfehlungen geben, die entweder offensichtlich sind oder erst kommen, wenn ein Kurs bereits stark gestiegen ist, also zu einem Zeitpunkt, zu dem der Kauf nicht mehr viel Sinn macht. Heute weiss ich, dass es ein weiteres Problem gibt: das der bewussten Empfehlung marktenger Papiere, nachdem der Artikelfuzzi diese gekauft hat ...
Die Anlegerzeitschriften kochen alle nur mit Wasser und manche von ihnen geben Empfehlungen, denen man besser nicht folgt. Welche Tipps sinnvoll sind und welche nicht, das weiss man aber als Anfänger nicht.
Ausserdem lernt man darin nichts Grundsätzliches zu den Mechanismen des Aktienmarktes und zu den Entscheidungskriterien des Aktienkaufs, sondern kriegt immer nur punktuelle Tipps, die oft nur bis zur nächsten Ausgabe des Heftchens Bestand haben.
Deswegen: ja, immer nur Fonds kaufen macht einen bezüglich der Einzelanlage nicht schlauer. Aber: nein, keine Einzelwerte zum Rumprobieren, sondern erstmal Basiswissen aneignen sowie Grundsätze festlegen (Ziele, Risikopräferenz) und erst dann kaufen.
Es heisst zwar "probieren geht über studieren", aber wenn es um Geld geht, bin ich lieber systematisch vorgegangen und das hat sich auch bewährt. So bin ich z.B. während der IT-Spekulationsblase nicht so auf die Schnauze gefallen wie viele andere, weil ich von Anfang an wesentlich breiter gestreut habe. Hätte ich dagegen auf Anlegerzeitschriften gehört, dann hätte ich mich auf IT und Medien bzw. generell Neuemissionen konzentriert und ein Vermögen verloren.Geändert von Inaktiver User (31.05.2007 um 11:14 Uhr)
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31.05.2007, 11:05Inaktiver User
AW: größere Menge Geld in Immobilienfonds anlegen?
Wäre ein Testdepot aus Einzelwerten, mit denen man persönlich etwas anfangen kann,vielleicht eine zusätzliche Möglichkeit zum "Üben"? Ähnlich wie bei den Börsenspielen, die gelegentlich veranstaltet werden, sucht man sich einige Einzelaktien, bei denen man meint, dass man die Firma kennt und sich bei den Produkten etwas vorstellen kann, und verfolgt dann die Kurse um zu beobachten, wie sie sich entwickeln - z.B. im Vergleich zum DAX - und um zu versuchen zu verstehen, warum sich die Kurse in die beobachtete Richtung bewegen? Verhalten sich die Aktien so, wie man es aus den Büchern lernen kann?
Ich habe das Anfang des Jahres mit meiner sechzehnjährigen Tochter angefangen, und sie schaut jetzt jedenfalls deutlich häufiger in die Wirtschaftsthemen (und die Kurszettel) als zuvor. Dabei spielt wohl auch eine Rolle, dass sie etwas von einem Dax-Anstieg profitiert, und wenn sie den DAX schlägt, den Zusatzgewinn am Ende ausgezahlt bekommt.
Vielleicht ist das ja nicht nur eine Option für Jugendliche sondern auch für andere, die bisher vor solchen Finanzthemen zurückscheuen. Und das sind ja nicht wenige unter uns!
Übrigens: Nein, ich biete anderen keine finanziellen Anreize wie meiner Tochter!
djgm
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31.05.2007, 11:11Inaktiver User
AW: größere Menge Geld in Immobilienfonds anlegen?
Für deine Tochter finde ich das super, aber für Erwachsene, die echtes Geld zur Verfügung haben, eher weniger. Grund: man hat zwar nur virtuelle Verluste, aber ärgert sich grün und gelb, wenn auch die Gewinne im Depot nur virtuell sind.
Zitat von Inaktiver User

Aber vielleicht ist das eine Mentalitätsfrage.
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31.05.2007, 11:42Inaktiver User
AW: größere Menge Geld in Immobilienfonds anlegen?
Hallo djgm01.
Das ist doch mal ne gute Idee :-)
Und für Erwachsene sicherlich auch eine gute Idee.
Bei vielen Lehrgängen, Ausbildungen, Berufen wird man ja auch zunächst theoretisch ausgebildet, bis man auf die "Realität" losgelassen wird. Und keiner beschwert sich....
Nur da wo man Geld in den Sand setzen kann, will man plötzlich der Erste sein und am besten praktische Erfahrungen sammeln, die aber bitte niemals negativ sein sollen.
Wie gesagt, ich finde die Idee gut...
Schöne Grüße justii



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