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  1. Inaktiver User

    AW: Negativzinsen und zu viel Geld

    Zitat Zitat von ;35471829
    [...]
    Dein Problem sind nicht die Verwahrentgelte von 0.05%, sondern eine INFLATION von zurzeit über 5%(!!!) [...]
    D.h. aus 100.000 Euro werden nach einem Jahr 95.000 Euro.
    Pro 100.000 Euro verlierst Du im Moment 5.000 Euro im Jahr, nur weil es "rumliegt".
    [...]
    Da Du ja risikoscheu bist, wäre vielleicht ein Anfangspunkt, einen Sparplan anzulegen, in dem du monatlich 25 Euro auf einen ETF einzahlst.
    Dann siehst Du wie das funktioniert und hast eine Spar-Automatik. Du kannst diesen Sparplan jederzeit erhöhen. Bei 5% Inflation im Jahr kannst Du ja in Betracht ziehen, jeweils 5% deiner Ersparnisse im Jahr als Sparplan anzulegen. Das Geld wäre sonst ja sowieso weg, aber hier kann es für dich arbeiten. [...]
    Mit diesem Abschnitt des Beitrags tue ich mich schwer, weil man ihn so verstehen könnte, dass die 5% Inflation sich durch diese Vorgehensweise ausgleichen ließen, dabei wirkt die Inflation zumindest auf die übrigen 95% der nicht/kaum verzinsen Anlagen weiter.
    Die 5% in ETF investierten Sparbeiträge werden das nicht kompensieren können.

  2. Moderation

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    AW: Negativzinsen und zu viel Geld

    Zitat Zitat von ;35471829
    Da Du ja risikoscheu bist, wäre vielleicht ein Anfangspunkt, einen Sparplan anzulegen, in dem du monatlich 25 Euro auf einen ETF einzahlst.
    Dann siehst Du wie das funktioniert und hast eine Spar-Automatik. Du kannst diesen Sparplan jederzeit erhöhen.
    Oder vermindern. Auch auf Null. Ein Fondssparplan ist kein Vertrag über Jahre, wie es Banksparpläne oft sind, sondern ein "Abo": "Kauf mir jeden Monat für xx Euro das-und-das Papier und pack es in mein Depot, solange, bis ich dir was anderes sage". Und wenn du etwas anderes sagst, ist immer noch alles da, was für dich gekauft wurde und tut, was es immer tut: Steigen oder fallen, Rendite/Ausschüttungen/Dividenden generieren, Gebühren kosten (bei ETFs sehr wenig Gebühren), jederzeit verkaufbar sein."


    Und das ist eine gute Methode, sich mit einem überschauberen Betrag in das Thema "Anlage in Aktien- oder Anleihenfonds (oder ETFs) einzuarbeiten, und sich besser kennenzulernen, wie es einem mit so etwas geht.

    ---

    Das führt jetzt in Zusammenhang mit dem Eingangsposting vielleicht zu weit, aber ich habe anläßlich davon noch mal über Anleihen und Risiko nachgedacht.

    Anleihen sind Anlagen, wo man jemandem Geld gibt, damit der einem das irgendwann wiedergibt. Bestenfalls mit Zinsen. Schlimmstenfalls minus Gebühren. Aber auf jeden Fall wiedergibt. Darunter fallen Sparbücher, Banksparverträge, Unternehmensanleihen, die alten Pfandbriefe und Kommunalobligationen, die in Taschenbüchern beworben wurden, genaugenommen auch Rohstoff-ETCs (!), Tagesgeld, Festgeld, das Geld, das die Sparkasse für ein Windkraftprojekt in der Region einsammelt, und so weiter und so fort.

    Nur ist das offensichtliche Risiko einer Anleihe nicht die Gebühr, nicht der Negativzins und nicht die Verwahrungskosten. Es ist die Zahlungsunfähigkeit (oder -willigkeit) des Schuldners.

    Bei Bankeinlagen (Konten, Tagesgeld, Festgeld...) ist das mindestens EU-weit durch die Banken und die Staaten abgesichert -- bis zu einem Betrag von 100T Euro oder so in der Größenordnung. Bis jetzt wurde m.W. in DE noch alles entschädigt, was anfiel, bei Island bin ich mir nicht sicher, ist auch nicht EU. Bei anderen Anleihen kann man genau so in die Röhre gucken wie bei Einzelaktien, wenn der Laden pleite geht. Durch die Absicherung sind die betroffenen Bankeinlagen priveligiert, und man kann sich über Gebühren und Aufbewahrungskosten den Kopf zerbrechen statt über Totalverlust oder "10 cent für den Euro".

    Man kann immer Anleihen finden, für die mehr Zinsen angeboten werden als für Festgeld oder Tagesgeld. Positivzinsen. Aber man sollte sich dann immer klar sein: Die hohen (höheren) Zinsen sind die Schokolade, mit der dem Anleger das Risiko schmackhaft gemacht wird. Will man das Risiko, wenn man dafür Zinsen oder Schokolade kriegt? Die meisten Leute wollen es nicht -- nur sind viele so daran gewöhnt, daß Bankenverbund und Staat einstpringen, daß ihnen nicht klar ist, wann das nicht der Fall ist. Und dann haben sie Mittelstandsanleihen oder Zeug gekauft und, uups. Nicht gut.

    "Shoppen" unter unterschiedlichen (regionalen) Banken und Sparkassen kann sich dagegen lohnen (sofern man auch dort Geld anlegen kann, ohne aus der Region zu sein). Generell ist zur Zeit das Problem, daß niemand Geld braucht, und deswegen niemand willens ist, für Geld zu bezahlen. Lokal kann das aber durchaus anders sein.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Inaktiver User

    AW: Negativzinsen und zu viel Geld

    Ich habe gerade eine Info erfragt, da ich nicht herausgefunden habe, wie die Berechnung des Verwahrentgelts ist.

    Hier ist die Info der ING:
    Der Betrag gilt pro Konto!
    Bei mehreren Girokonten und mehreren Extra-Konten (Tagesgeld), wird (unabhängig von der Personenanzahl als Kontonehmer) pro Konto ab 50.000 Euro das Verwahrentgelt von 0,5% berechnet.

    Ich habe dort ein Girokonto, drei Extra-Konten und ein Depot (alles als Gemeinschaftskonto mit meinem Mann). Zusätzlich hat mein Mann dort noch ein Girokonto und zwei Extra-Konten (Einzelkontonehmer).

    Es wird also nichts addiert (nicht meine drei Extra-Konten zusammen, und nicht eine Kombi aus Girokonto und Extra-Konten und keine Kombi aus allen Konten von Eheleuten).

    Damit habe ich jedenfalls reichlich Spielraum.
    Zusätzlich (und von allem unabhängig) habe ich dort noch ein Depot, aber das wird gar nicht berücksichtigt.

    Deine einfachste Möglichkeit ist es also, bei der ING noch mehrere kostenfreie Extra-Konten einzurichten.

    Ansonsten:
    Falls Du schon ein Konto bei der Volkswagenbank hast: die haben noch kein Verwahrentgelt.
    Allerdings geht es nicht für Neukunden, nur Bestandskunden können dort aktuell ein Tagesgeldkonto benutzen. Dort bekommt man immerhin monatlich 0,1% Zinsen (statt 0,001% wie bei der ING)
    Geändert von Inaktiver User (10.12.2021 um 10:33 Uhr) Grund: Tagesgeldverzinsung ING korrigiert

  4. Inaktiver User

    AW: Negativzinsen und zu viel Geld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deine einfachste Möglichkeit ist es also, bei der ING noch mehrere kostenfreie Extra-Konten einzurichten.
    Ich meine mich zu erinnern, dass das nicht (mehr) geht.

  5. Inaktiver User

    AW: Negativzinsen und zu viel Geld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine mich zu erinnern, dass das nicht (mehr) geht.

    Als Bestandskunde (und das ist ja auch KlaK2016) kann man zumindest das (oder mehrere) Extra-Konto führen.
    Bei mir wird angezeigt, dass ich die maximale Anzahl an Extra-Konten pro Kunde habe: Drei Stück.
    Einen Versuch ist es für sie doch wert, es ist ja ihre bekannte Bank

  6. User Info Menu

    AW: Negativzinsen und zu viel Geld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Bestandskunde (und das ist ja auch KlaK2016) kann man zumindest das (oder mehrere) Extra-Konto führen.
    Bei mir wird angezeigt, dass ich die maximale Anzahl an Extra-Konten pro Kunde habe: Drei Stück.
    Einen Versuch ist es für sie doch wert, es ist ja ihre bekannte Bank
    Oh.
    Dass man bei der Ing-Diba gleich mehrere Extra-Konten pro Person haben kann, war bzw ist mir neu.
    Ich wage kaum zu glauben, dass das noch geht (eher, dass das mal möglich WAR...irgendwann), aber wenn das tatsächlich machbär WÄRE; dann wäre das für mich die sicher unkomplizierteste Lösung.



    Klingt zumindest ziemlich gut.

    Ich werde morgen mal die Service-Hotline anrufen und dort nachfragen.



    Bei der Volkswagenbank bin ich nicht.
    Und auch bei keiner anderen sonstigen Bank außer eben der ING-Diba.
    Ich wäre ja durchaus bereit, irgendwo anders noch ein Konto zu eröffnen, wenn dies denn kostenlos wäre und keine monatliche Gehaltseinzahlung erfordern würde (Gehalt geht schließlich schon auf´s IngDiba-Girokonto Monat für Monat).
    Allerdings wüsste ich nicht wirklich, wo, und Aufwand, so ein neues Konto zu eröffnen, ist es ja irgendwie halt auch.

    Von EFTs etc habe ich keine Ahnung und daher zu viel Angst davor.
    Ich weiß auch nicht, wo ich mich da als wirklich extrem ahnungsloser Laie dazu einlesen kann und ja, wenn ich was darüber lese, verstehe ich irgendwie immer nur Bahnhof. So peinlich es mir auch ist.



    DANKE euch allen jedenfalls!

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