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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Es gibt da diesen ganz tollen Spruch:

    Es ist noch niemand beim Steuern zahlen arm geworden, aber schon viele beim Steuern sparen.
    Das betrifft auch Gebühren.

    Erstens geht es um das Geld eines anderen. Er hat die Entscheidungsgewalt und man kann auch nicht einfach ein Konto auf den eigenen Namen eröffnen und das Geld dort anlegen, sondern es muss auf seinen Namen angelegt sein. Beispiel: Ronda rennt jemand über den Haufen und es kommt zu bleibenden Schäden, die Haftpflicht war versehentlich nicht bezahlt, zack, die Hunderttausender sind weg. Und dann kommen spätestens im Erbfall die anderen Erbberechtigten und stellen berechtigte Forderungen über das Geld an Ronda.

    Zweitens sind hier einige Ideen unterwegs, bei denen man das komplette Geld riskiert. Zum Beispiel das Bankschließfach. Das Geld muss man zum Schließfach und wieder weg transportieren. Wenn einem dabei jemand die Tasche oder den Koffer raubt, dann ist es weg. Oder irgendjemandem leihen, so gemeinnützig der auch sein mag. Jeder kann pleite gehen.

    Dann muss man bei Banken auf die Einlagensicherung acht geben. Da finden sich schnell auch mal Banken, bei denen eine ausländische Einlagensicherung gilt. Mit ganz anderen Regeln, einem anderen Rechtssystem, einer anderen Sprache.

    Das alles wegen wieviel Aufbewahrungsgebühren? Einem halben Prozent?

    Wenn mir der Eigentümer den Auftrag geben würde, das Geld sicher anzulegen, dann würde ich es auf Tagesgeldkonten bei deutschen Banken anlegen. Wenn sich durch Stückelung die Aufbewahrungsgebühren vermeiden lassen, dann kann man stückeln.

    Alles andere verbietet sich.

    Wenn der Auftraggeber anlegen möchte, dann würde ich mit ihm eine teilweise Anlage in ETFs auf breite Aktienindizes durchsprechen, unter Berücksichtigung seines Alters und seiner Restlebenserwartung. Rest Tagesgeld. Hier vielleicht mal einen neutralen Berater mit einbeziehen. Das sind die, die man für die Beratung bezahlt und dann nichts über sie erwirbt. Gibt es u. a. bei der Verbraucherzentrale.

    Ganz wichtig: Es ist nicht dein Geld, Ronda. Setze nicht zu viele Hebel in Bewegung, denn du hast bis zum Erbfall keinen Vorteil. Deshalb solltest du auch kein Risiko tragen und auch nicht zu viel Arbeit hineinstecken. Ich kenne Fälle in der Verwandtschaft, da standen am Ende die mit der ganzen Arbeit mit einem Nasenwasser da, und jemand anderes hat das ganze Erbe bekommen. Weil so nett. Weil der Wittwer es seiner Frau versprochen hatte. Weil rausgequatscht. Weil irgendwas halt.

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Quirin
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  3. Inaktiver User

    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Schließe mich an.

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Ich möchte, aus leidvoller Erfahrung, von der Idee abraten, das Geld auf diverse Banken aufzuteilen, um vermeintlich schnell im Erbfall dran zu kommen. Gerade, wenn es mehrere Erben gibt, dauert es zum Teil Monate, im Einzelfall auch mehr als ein Jahr, um an Geld auf Giro- oder Tagesgelgkonten zu kommen. Meine Erfahrung in den letzen 1,5 Jahren mit 15 deutschen Banken. Schnell ging es nur, wenn unter 100 Euro da liegen. Alles andere zog sich! Trotz Generalvollmacht über den Tod hinaus, Testament und Erbengemeinschaft, die sich (bis heute) in allem einig ist. Kalkuliert dann viel Zeit, Geld und auch diverse Gänge zu Notaren, Post (Postident von jedem Erben, jeweils pro Bank) oder zumindest zu Banken, die Ausweiskopie und Unterschrift bestätigen, ein. Zudem einiges an Kosten für die Übersendung von Originalen der Testamentseröffnung bzw. der Erbschein(e), die ja auch alle Geld kosten. Das ist kein Spaß (vor allem, wenn man diejenige ist, die die ganze Sache für die anderen handelt).

  5. Moderation

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ganz wichtig: Es ist nicht dein Geld, Ronda.
    Ja. Ehe ich übers Erbe nachdenke, würde ich darüber nachdenken, was so eine Vollmacht überhaupt zuläßt. Das hängt vor allem davon ab, was drin steht, aber es gibt da auch (mir ziemlich vage vorkommende, aber vielleicht lese ich an der falschen Stelle) Grundrichtlinien, was man mit der Vollmacht darf und was nicht.

    Es einfach auf den eigenen Namen anzulegen ist wirklich grenzwertig, und einen Haufen Konten auf den Namen des Vollmachtgebers zu eröffnen, kann heißen, daß jede Bank die Vollmacht sehen will, und wahrscheinlich noch im Original...

    Nee. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr tendiere ich dazu, es in diesem Fall mit dem Kalenderspruch zu halten, "Drum höre, Mensch und sei belehrt, wer gar nichts macht, macht nichts verkehrt."

    Hat der Vollmachtgeber sich mal dazu geäußert, was er oder sie sich vorstellt?
    Die meisten Leute stellen sich ja vor, daß man es geanu so macht wie sie es gemacht hätten. Wenn sie das Geld nicht im Garten vergraben hätten, um Gebühren zu sparen, dann sollte man es auch nicht tun.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. 08.07.2021, 06:53


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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Zitat Zitat von Wenigeristmehr Beitrag anzeigen
    Ich möchte, aus leidvoller Erfahrung, von der Idee abraten, das Geld auf diverse Banken aufzuteilen, um vermeintlich schnell im Erbfall dran zu kommen. Gerade, wenn es mehrere Erben gibt, dauert es zum Teil Monate, im Einzelfall auch mehr als ein Jahr, um an Geld auf Giro- oder Tagesgelgkonten zu kommen.
    Ronda hat sich ja bereits entschieden, aber der Beitrag von Wenigeristmehr ist wirklich wichtig. Tatsächlich würde ich in diesem Fall die Bank der Eltern vor Ort nehmen um im Erbfall in Persona dort aufzukreuzen und mit dem Sachbearbeiter persönlich zu sprechen. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie das mit den Onlinebanken funktionieren soll, wenn man jeweils mit der gerade zuständigen Person in der Hotline telefoniert.

    Ich werde das demnächst mit den zwei Banken meiner Mutter vor Ort durchexerzieren. Mein Sohn ist Erbe, ich habe Kontovollmacht. Mal schauen wie knifflig das wird, Girogeld und Depot zum volljährigen Kind zu transferieren.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Ronda,

    ich hoffe doch, dass Du für Pflege und Kümmern ums Geld entsprechend entlohnt wirst. Hört sich so an, als ob sich ausser Dir keiner gross um die Eltern kümmert.

    Luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  9. Moderation

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    ich hoffe doch, dass Du für Pflege und Kümmern ums Geld entsprechend entlohnt wirst. Hört sich so an, als ob sich ausser Dir keiner gross um die Eltern kümmert.
    Aus langer Erfahrung im BriCom-Lesen wüde ich da an Ronda_s Stelle keine zu hohen Erwartungen aufbauen. Wenn am Ende jeder "nur" die gleiche sechstellige Summe kriegt, hat trotzdem jeder viel geerbt, und jeder hat ein Elternteil verloren -- dann Mißgunst zu pflegen macht nur unglücklich. Aber das bedeuet umgekehrt auch, daß man während der Pflege und der Verwaltung nichts tun sollte, nur weil man auf mehr Geld hofft, sondern deswegen, weil es richtig und nötig ist und man es kann.

    "Ein Optimist kann sich gar nicht vorstellen, wie oft ein Pessimist positiv überrascht wird."
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    dann Mißgunst zu pflegen macht nur unglücklich.
    So war das nicht gemeint.

    Ich hoffe nur für dei TE, dass sie die Pflege nicht für lau macht, weil sie eventuell nahe bei den Eltern wohnt.

    Schon oft im Umfeld erlebt - einer pflegt, der andere erbt.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  11. Moderation

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    AW: Geld aus Immobilienverkauf

    @luci,

    Ja, ich denke nur, daß die eigenen Grenzen ziehen -- zum Beispiel, "Ich schmeiß jetzt keine vierzig Arbeitsstunden da rein, nur damit keine Gebühren fällig werden" oder "ich kann und werde dieses Maß an Betreuung nicht leisten, Geld ist da, wir brauchen eine Fachkraft/betreutes Wohnen/Pflegeheim" -- besser ist, als auf monetäre Kompensation zu hoffen. Wenn monetäre Kompensation, dann besser jetzt, und nicht, "ich hoffe, er denkt daran, sein Testament zu meinen Gunsten zu ändern."

    Aber das führt ziemlich ins Allgmeine. Auf jeden Fall sollte man auf sich aufpassen, wenn man so einen Wust Verantwortung zugeworfen bekommt, daß man nicht darin untergeht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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