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    'beängstigende' Finanzprodukte

    Ihr Lieben,

    ich bräuchte mal praktischen Rat. Und ich sage gleich: ich bin eher am Beginn meiner Recherchen, einiges wird also vermutlich recht wirr und 'dämlich' klingen...

    Für meine Mutter verwalte ich - für mich - undurchsichtige Finanzinstrumente, die sie geerbt hat (sprich: sie hat noch weniger Plan von Finanzdingen als ich).

    Es handelt sich grob um

    - Star Private Equity (Korrespondenz via Schweiz)
    - Flugzeugfond (Korrespondenz in D, notiert in Dollar)
    - Prorendita (was Britisches, wenn ich das richtig sehe, Korrespondenz in D)
    - Prokon

    Nun bin ich unsicher: will man sowas behalten (immerhin kommt gelegentlich ein Sümmchen rein, das wäre allerdings ohne den 'Angstfaktor' netter :-)) oder lieber loswerden? Und wenn loswerden: wie?

    Ich hatte nach dem Tod des Erblassers alle angeschrieben, weil meine Mutter überall gern raus wäre, weil uns sowas unheimlich ist. Alle haben in der Art geantwortet, geht nicht, oder nur über Zweitmarkt. Mir war das erstmal so unheimlich, dass wir das einfach weiter laufen gelassen haben, aber so langsam wäre wohl doch gut und nötig, sich zu kümmern... Dazu würde ich es vor allem gern auch erstmal verstehen. (Zugegebenermaßen wenige) Telefonversuche sind bisher ins Leere gelaufen, ich bleibe dran, mir wäre aber auch viel wohler, in so Telefonate etwas besser informiert reinzugehen. Deswegen dachte ich, ich frag mal hier...

    Ist man in sowas 'lebenslänglich' drin, oder läuft das irgendwann aus?

    Googlen ergibt immerhin, dass meine Mutter nun offenbar Kommanditistin oder Treuhänderin ist. Womit ist da schlimmstenfalls zu rechnen? Und wie könnte man sich schützen? Könnten zB Nachschußpflichten 'einfach' erhöht werden, oder reicht es, bis ans 'Lebensende' (in diesem Fall meins, weil ich ja meine Mutter mal beerben werde, wenn ich sie überlebe) diese Summe vorzuhalten, falls da was schiefläuft?

    Das Stichwort geschlossene Fonds ist schon öfter gefallen bei meiner Google-Recherche, allerdings sind die festen Fristen zum Teil schon vor Jahren abgelaufen. (Wie) Kann es sein, dass man da trotzdem nicht rauskommt?

    Wegen Steuer telefoniere ich morgen mit der Sachbearbeiterin, damit da nix wirklich schief läuft, das ist mir nämlich auch alles ziemlich unklar (am alten Wohnort meiner Mutter lief das in eingespielten Bahnen, da hab ich es erstmal laufen lassen nach der Vorlage meines Vaters, aber nach einem Umzug bin ich nun unsicher, auch wie in dem Fall sich die 801 Euro Freibetrag auswirken könnten bzw. man die geltend macht, und von Verlustabzug oä war beim alten Finanzamt auch die Rede), aber da weiß ich zumindest, wo ich Fachleute finden würde... Nur: wo bekomme ich gute Info zu bestehenden Finanzprodukten her, wenn ich keine neuen erwerben will? Meine Sachen (ETF und TG) mach ich extra alle selbst, nachdem ich mit Finanzberatern schon reingefallen bin...

    Habt ihr Hinweise oder Ideen für mich?

  2. Inaktiver User

    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Anscheinend sind das alles geschlossene Beteiligungen und nein, da kommt man nicht so einfach raus. Wie schon gesagt, gibt es die Möglichkeit eines Verkaufs über den Zweitmarkt, manchmal gibt es auch bestimmt Andienungstermine, zu denen ein Anlieger raus kann. Außerdem kommt es gerade bei gut laufenden Produkten vor, dass irgendwelche Investoren in großem Stil Anteile aufkaufen. Der Anbieter ist verpflichtet, solche Angebote an die Anleger weiterzuleiten.

    Wenn Ihr keine Ahnung davon habt, empfehle ich dringend, rauszugehen.

  3. Inaktiver User

    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Prokon müsste doch sowieso schon in Abwicklung sein, oder?

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    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anscheinend sind das alles geschlossene Beteiligungen und nein, da kommt man nicht so einfach raus. Wie schon gesagt, gibt es die Möglichkeit eines Verkaufs über den Zweitmarkt, manchmal gibt es auch bestimmt Andienungstermine, zu denen ein Anlieger raus kann. Außerdem kommt es gerade bei gut laufenden Produkten vor, dass irgendwelche Investoren in großem Stil Anteile aufkaufen. Der Anbieter ist verpflichtet, solche Angebote an die Anleger weiterzuleiten.

    Wenn Ihr keine Ahnung davon habt, empfehle ich dringend, rauszugehen.
    Im Prinzip gerne, allerdings bin ich da wieder bei 'wie'. 'Google' sagt, dass Zweitmarkt bedeuten kann, dass man zwar das Produkt los ist, aber weiter in Haftung ist - genau das möchte ich nun nicht. Angebote haben wir keine bekommen (aber vielen Dank für die Info, dem und den Andienungsterminen gehe ich mal nach).

    Wie oder wo kann sich 'Klein-Doof' da wirklich seriös beraten lassen oder Hilfe holen?

    Bezüglich Prokon (ja, in Abwicklung, die Abwicklungsentscheidungen hat damals noch alle mein Vater getroffen) bekommen wir immer mal wieder so Rechtsanwaltsbriefe, die sagen, sie würden sich gern für einen kümmern, aber 'Google' sagt dazu sehr definitiv: Finger weg....

    Welcher Zweitmarkthändler wäre denn empfehlenswert/seriös eurer Meinung nach? Worauf wäre dabei besonders zu achten? Hat jemand von euch schon mal sowas gemacht?
    Geändert von Sommersonnen-Wende (23.06.2021 um 11:58 Uhr) Grund: kleine Ergänzung

  5. Inaktiver User

    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Zitat Zitat von Sommersonnen-Wende Beitrag anzeigen
    Wie oder wo kann sich 'Klein-Doof' da wirklich seriös beraten lassen oder Hilfe holen?
    Am besten bei dem, der sie mal verkauft hat, aber die Beteiligungen wurden ja vererbt. Also im Zweifelsfall ein unabhängiger Finanzberater.

    Welcher Zweitmarkthändler wäre denn empfehlenswert/seriös eurer Meinung nach? Worauf wäre dabei besonders zu achten? Hat jemand von euch schon mal sowas gemacht?
    Ich kenne nur den von der Fondsbörse in Hamburg.

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    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Am besten bei dem, der sie mal verkauft hat, aber die Beteiligungen wurden ja vererbt. Also im Zweifelsfall ein unabhängiger Finanzberater.
    Lieben Dank für Deine Antworten, Anfortas!

    OK, sowas wäre eine Frage für einen unabhängigen Finanzberater? Also wenn ich nur Info zu bestehenden Produkten will, und für ggf. Verkauf - und nix kaufen will? Gut, da hab ich schon mal ein Stichwort, und hör mich mal um, ob bei uns in der Nähe jemand jemanden kennt, der empfohlen werden kann und für Normalsterbliche bezahlbar ist.

    Aber auch hier würde ich gern etwas schlauer aufschlagen, damit ich zumindest ein wenig einordnen kann, was mir da so alles erzählt wird. Also hoffe ich mal weiter auf noch ein paar Hintergrund-Hinweise zu dieser Art Finanzprodukte hier... ... oder gibt es gute Einsteiger-Infoseiten, die mir jemand zum Einlesen empfehlen kann? Für mich ist das Konzept dieser geschlossenen Beteiligungen/Fonds - obwohl denke ich schon mit normalem IQ ausgestattet und schon mehrfach in den jeweiligen mitgeerbten Ordnern mit Finanzsprech rumgeblättert - echt noch immer ein Buch mit sieben Siegeln...


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne nur den von der Fondsbörse in Hamburg.
    Meinst du Fondsbörse Deutschland? Das taucht jedenfalls bei mir auf, wenn ich nach Fondsbörse Hamburg google... Danke, da guck ich mich mal um - aber auch hier wäre ich weiterhin froh, wenn mir noch jemand von eigenen Erfahrungen und möglichen Fallstricken berichten könnte?

    So, und jetzt geh ich erstmal weiterlesen...

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    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Vielleicht wäre es auch einen Versuch wert, bei der Verbraucherzentrale anzufragen, ob sie jemanden haben, der zu diesen Finanzprodukten beraten kann.
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

  8. Inaktiver User

    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Zitat Zitat von Sommersonnen-Wende Beitrag anzeigen
    Meinst du Fondsbörse Deutschland? Das taucht jedenfalls bei mir auf, wenn ich nach Fondsbörse Hamburg google... Danke, da guck ich mich mal um - aber auch hier wäre ich weiterhin froh, wenn mir noch jemand von eigenen Erfahrungen und möglichen Fallstricken berichten könnte?
    Ja, genau, Fondsbörse Deutschland. Schau mal auf der Homepage unter "Handelsablauf", da ist der Ablauf erklärt und es gibt sogar einen Abschnitt speziell zu geerbten Beteiligungen.

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    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Zitat Zitat von Sommersonnen-Wende Beitrag anzeigen
    OK, sowas wäre eine Frage für einen unabhängigen Finanzberater? Also wenn ich nur Info zu bestehenden Produkten will, und für ggf. Verkauf - und nix kaufen will?
    Normalerweise sollten dir doch die Anbieter die Informationen zur Verfügung stellen müssen, incl. eventueller Kündigungsmöglichkeiten. Hast du nichts vorliegen dazu? ?
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  10. Inaktiver User

    AW: 'beängstigende' Finanzprodukte

    Verstehe ich auch nicht so richtig. Es muss doch auch Unterlagen aus dem Umschreiben nach dem Erbfall geben. Oder wissen die Emittenten gar nicht, dass der Erbfall eingetreten ist?

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