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    Geld aus Fonds in ETFs umswitchen?

    Hallo Ihr Lieben,

    mich beschäftigt gerade etwas.

    Ich habe einen höheren 5-stelligen Betrag in 3 DWS Fonds liegen und das seit vielen Jahren. Die haben sich über die Jahre zwar gut entwickelt aber nicht so beträchtlich wie so mancher ETF.
    Wenn ich die Wertentwicklung mit meinen ETFs vergleiche dann schneiden diese deutlich besser ab. Habe manchmal das Gefühl das Geld dümpelt in den Fonds nur vor sich hin.
    Nun könnte ich ja den Betrag aus den Fonds holen und anderweitig anlegen aber wie sieht es dann mit meiner Diversifikation aus? Mein Aktiendepot samt meiner ETFs habe ich bei der DIBA. Die Fondanteile habe mich mal über die DWS direkt gekauft, damit ist dieses Geld getrennt von meinem ING Account.
    Eigentlich ist es ja nicht ratsam sein ganzes Geld bei einem Institut zu verwalten oder sehe ich da was falsch?
    Würdet ihr die Anteile verkaufen und umschichten? Und dafür ein neues Depot anlegen oder alles in die ING umschichten?
    Bin da sehr ratlos ;-)

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    AW: Geld aus Fonds in ETFs umswitchen?

    Zitat Zitat von FrauSnuggles Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Wertentwicklung mit meinen ETFs vergleiche dann schneiden diese deutlich besser ab. Habe manchmal das Gefühl das Geld dümpelt in den Fonds nur vor sich hin.
    Teure Aktienfonds, die weniger gut als ein billiger ETF performen, haben keine Daseinsberechtigung in meinen Augen. Aus diesem Grund habe ich schon vor Jahren Experimente mit verwaltenden Fonds in meinen Depot beendet.
    Zitat Zitat von FrauSnuggles Beitrag anzeigen
    Nun könnte ich ja den Betrag aus den Fonds holen und anderweitig anlegen aber wie sieht es dann
    Eigentlich ist es ja nicht ratsam sein ganzes Geld bei einem Institut zu verwalten oder sehe ich da was falsch?
    Würdet ihr die Anteile verkaufen und umschichten? Und dafür ein neues Depot anlegen oder alles in die ING umschichten?
    Bin da sehr ratlos ;-)
    Du musst das tun, womit du dich wohlfühlst. Wenn das bedeutet, dass du für die aufzulösenden Fonds ein zweites Depot bei einer anderen Bank anlegst, dann tue das. Nichts ist wichtiger wie ruhiger Schlaf.

    Ich persönlich habe alle meine Aktien bei der Deutschen Bank (maxblue) liegen. Sorgen habe ich dabei nicht. Selbst meine nicht ganz unbeträchtlichen Aktienpositionen sind Peanuts gegenüber den Depots der wirklich Vermögenden. Glaubt eigentlich irgendwer, dass Quandt und Co ihre milliardenschweren Aktienpositionen zu je 100.000 Euro auf mehrere Banken splitten? Da gibt es nicht genug Banken in der EU um deren Wertpapiere gleichmäßig zu verteilen.

    Wertpapiere unterliegen nicht der Einlagensicherung, sondern sind Sondervermögen. Im Falle von Bankturbulenzen kann es selbstverständlich eine Zeit dauern, bis die Wertpapiere vom Sondervermögen der einen Bank auf eine andere Bank umgezogen werden. In dieser Zeit kann man auf seine Papiere nicht zugreifen, Panikverkäufe oder Schnäppchenjagt bei Börsenturbulenz funktionieren also nicht, ebenso wenig wie ein regelmäßiger Entnahmeplan für die monatliche Rentenaufstockung. Wer damit leben kann, hat keinen Handlungsbedarf bei einer soliden Bank.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Geld aus Fonds in ETFs umswitchen?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Teure Aktienfonds, die weniger gut als ein billiger ETF performen, haben keine Daseinsberechtigung in meinen Augen. Aus diesem Grund habe ich schon vor Jahren Experimente mit verwaltenden Fonds in meinen Depot beendet.
    👍

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Wertpapiere unterliegen nicht der Einlagensicherung, sondern sind Sondervermögen. Im Falle von Bankturbulenzen kann es selbstverständlich eine Zeit dauern, bis die Wertpapiere vom Sondervermögen der einen Bank auf eine andere Bank umgezogen werden. In dieser Zeit kann man auf seine Papiere nicht zugreifen, Panikverkäufe oder Schnäppchenjagt bei Börsenturbulenz funktionieren also nicht, ebenso wenig wie ein regelmäßiger Entnahmeplan für die monatliche Rentenaufstockung. Wer damit leben kann, hat keinen Handlungsbedarf bei einer soliden Bank.
    Man sollte aber trotzdem das hypothetische (!) Risiko im Auge behalten, dass das Sondervermögen nicht nur im Depot angezeigt werden muss, sondern auch tatsächlich bei der Bank vorhanden sein sollte. Es schadet also nichts, ab einer bestimmten Höhe, von der man sagt, dass man diesen Betrag nicht mehr in absehbarer Zeit ersetzen kann, dieses hypothetische Risiko zu streuen, indem man mehr als eine Bank verwendet.

  4. Moderation

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    AW: Geld aus Fonds in ETFs umswitchen?

    Hallo Frau Snuggles,

    Die Fondsanteile liegen bei einer Depotbank als Sondervermögen. Selbst wenn die Depotbank bankrott geht, gehen sie nicht in die Insolvenzmasse. Sie haben sozusagen ihren eigenen Tresor auf dem steht "gehört Dritten!"

    Auf der anderen Seite, die Fondsgesellschaft, die den ETF herausgibt, *verkauft* dir etwas: Einen ETF-Anteil. Du leihst ihr kein Geld, genausowenig, als wenn du zu Tchibo gehst und ein Pfund Kaffee kaufst. Tchibo kann den Kaffee nicht ungeschehen machen, und die Fondsgesellschaft nicht den Verkauf oder den Anteil.

    Um die Fondsanteile der Anleger durchzubringen, oder einen ETF "leerzusaugen" müßte nach meiner Einschätzung die Depotbank bzw herausgebende Bank mehr kriminelle Energie aufbringen als Enron oder Wirecard, und dann gibt es so viele *einfachere* Arten, sich mit fremden Geld davonzumachen.

    Viel wichtiger ist, daß du ETFs kaufst, die sich an sinnvollen Indices orientieren und nicht am "Hersteller linkshändiger Wengeleisen"- oder "Land-bei-Ebbe-Verkäufer"-Index.

    Zu dem was Quirin über "ab betstimmer Höhe streuen"-sagt: Depots tendieren dazu, prozentual weniger zu kosten, wenn mehr drin ist. Wenn du bei zwei verschiedenen Depotbanken die günstigste Kostenklasse erreichen kannst, die für dich überhaupt erreichbar ist, dann ist das ein guter Moment zum Aufteilen. Ansonsten kannst du es machen, wenn es dich beruhigt. Anlegen in ETF sollte langweilig sein und Nervosität über die Depotbank ist zu aufregend.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Geld aus Fonds in ETFs umswitchen?

    Hallo FrauSnuggles!

    Ich habe gerade dasselbe vor. Habe auch einige Positionen Einzelaktien, die ich veräußern möchte und ein reines ETF Depot. Das würde ich dir auch raten, die ETF sind günstiger als deine DWS. Mehrere Depots würde ich nicht anlegen, das wäre mir zu unübersichtlich.

    Anuschka

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    AW: Geld aus Fonds in ETFs umswitchen?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Zu dem was Quirin über "ab betstimmer Höhe streuen"-sagt: Depots tendieren dazu, prozentual weniger zu kosten, wenn mehr drin ist. Wenn du bei zwei verschiedenen Depotbanken die günstigste Kostenklasse erreichen kannst, die für dich überhaupt erreichbar ist, dann ist das ein guter Moment zum Aufteilen. Ansonsten kannst du es machen, wenn es dich beruhigt. Anlegen in ETF sollte langweilig sein und Nervosität über die Depotbank ist zu aufregend.
    Das Risiko ist sehr hypothetisch und erfordert wirklich sehr viel kriminelle Energie, wie du schreibst. Die Grenze würde ich auch entsprechend hoch ansetzen, irgendwo im sechsstelligen oder gehobenen fünfstelligen Bereich.

    Aber dort schadet es dann nicht, auf verschiedene ETF-Fondsgesellschaften und verschiedene Depotbanken zu setzen. Madoffs und Leesons gibt es halt doch, und die Eigenschaft Sondervermögen bringt nur dann was, wenn das eigene Eigentum sich auch darin wiederfindet, wo es sein sollte.

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