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    AW: ETFs, Anlagen... offene Fragen: bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von dazulernen21 Beitrag anzeigen
    Ich würde jetzt nur gerne irgendwie beurteilen ob ich das alles verkaufen soll, um in ETFs umzuschichten oder ob es sich lohnt, etwas davon zu halten...
    Die Frage, ob du Wertpapiere, egal ob Aktien, Fonds oder Aktien-ETFs, behalten sollst, ist ganz einfach zu beantworten. Wann gekauft zu welchem Kurs und was sind die Aktien heute wert? Wenn da nach 20 Jahren kein gutes oder sehr gutes Ergebnis herauskommt, taugt die Anlage nichts.

    Bei deinem Altbestand wäre gegebenenfalls noch die Abgeltungssteuerfreiheit zu berücksichtigen. Aber wenn trotz eventueller Dividendenzahlung (?) über die Jahre ein Minus herauskommt, würde ich mich von den Wertpapieren trennen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht besser wird als die letzten 20 Jahre ist nämlich groß und anderswo gibt es mehr Rendite.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  2. Moderation

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    AW: ETFs, Anlagen... offene Fragen: bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von dazulernen21 Beitrag anzeigen
    Ich würde jetzt nur gerne irgendwie beurteilen ob ich das alles verkaufen soll, um in ETFs umzuschichten oder ob es sich lohnt, etwas davon zu halten...
    Wann lohnt es sich für dich, das ist da die Frage.
    Verhalten in der Vergangenheit?
    Aktueller Status der Firma?
    Anständige Dividenden?
    Firmenziele und -politik?

    Da würde ich mir erst mal angucken, was für Firmen gehören denn zu den Aktien, und dann mal (vielleicht in Wikipedia anfangen) was diese Firmen zur Zeit so treiben. Faustregel: Wenn du es heute nicht noch mal kaufen würdest, solltest du es heute verkaufen. (Außer du hast von der Firma genau die Anzahl von Aktien, die du haben willst.)

    Ein unbestreitbarer Vorteil von Einzelaktien ist, daß sie keine Gebühren kosten, weil niemand sie verwaltet. Dafür droht bei ihnen, anders als bei den meisten Fonds und praktisch allen Indexfonds, eventuell ein Totalverlust, oder etwas, das dem nahekommt (siehe Commerzbank, Deutsche Telekom...)

    Wenn es sich um Fonds handelt, kannst du auf der Seite irgendeines Depotanbieters gucken, was die Daten dieses Fonds sind, was der so treibt, was so drin ist, und was er kostet. (Da solltest du seit einiger Zeit auch einmal jährlich eine Kostenaufstellung deiner Depotverwaltung bekommen.)

    Wenn du so etwas nachsiehst, ist es immer am besten, das Papier mit der ISIN oder WKN zu identifizieren.

    Ich habe alle aktiv gemanagten Fonds zugunsten von ETFs aus dem Depot geworfen, aber so den ein oder anderen Altbestand von deutschen BlueChips habe ich noch. Die zahlen Dividenden, erhöhen den Deutschland-Anteil ein wenig, und schwächeln soweit nicht.

    Eigentlich muß ich mich gar nicht über vier bis acht angedachte ETFs ereifern, ich hab fünf. Allerdings sind zwei davon Anleihen-ETFs, und da habe ich gestern erst einen Aufsatz zu geschrieben.
    Geändert von wildwusel (05.04.2021 um 00:10 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: ETFs, Anlagen... offene Fragen: bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von dazulernen21 Beitrag anzeigen
    Ich würde jetzt nur gerne irgendwie beurteilen ob ich das alles verkaufen soll, um in ETFs umzuschichten oder ob es sich lohnt, etwas davon zu halten...

    Hoffe so wird es verständlicher?.
    Das ist eigentlich ganz einfach (mal abgesehen von eventuell anderer steuerlicher Behandlung von Altanlagen): Würdest du das Zeugs heute kaufen wollen? Dann kannst du es behalten. Würdest du es heute nicht kaufen wollen? Dann weg mit dem Schei$!

    Behalte niemals eine Anlage, weil du im Minus bist und ums Verrecken jetzt noch genau mit dieser Anlage ins Plus kommen musst, weil du dir sonst eingestehen müsstest, vielleicht eine schlechte Anlageentscheidung getroffen zu haben. Einen Fehler gemacht zu haben. Nicht richtig gelegen zu haben. Oder gar versagt zu haben, wobei ich das nur als Advocatus Diaboli so formuliere.

    Heute entscheidet nur, was du in Zukunft an Rendite erwirtschaften kannst. Nicht, was gestern war.

    Im übrigen kann es sehr befreiend sein, eine Depotleiche zu entsorgen.

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    AW: ETFs, Anlagen... offene Fragen: bitte um Hilfe

    Vielen Dank an Nocturnal, Wildwusel und Quirin für die letzten hilfreichen Hinweise!
    Ich habe den Mittagsschlaf meines Kindes gerade mal dazugenutzt mein Depot kritisch zu hinterfragen...

    Deine offenen Worte Quirin taten gut... es viel mehr in der Tat viele Jahre schwer hier Entscheidungen zu treffen... dies korreliere ich gerade!

    Und es fühlt sich befreiend an! Lese fleißig beim Finanzwesir und euren anderen Tipps und habe eine To Do Liste erstellt-
    Eure Erfahrungen und neutralen Ansätze haben mir bisher geholfen und jetzt geht es daran sich weiter mit de Materie vertraut zu machen und schnell umzusetzen...

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    AW: ETFs, Anlagen... offene Fragen: bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von dazulernen21 Beitrag anzeigen
    Deine offenen Worte Quirin taten gut... es viel mehr in der Tat viele Jahre schwer hier Entscheidungen zu treffen... dies korreliere ich gerade!
    Die sind auch absolut nicht oberlehrerhaft gemeint. Jeder inklusive mir macht diese Erfahrung: den beherrschenden Gedanken, etwas aussitzen zu wollen, oder die krude Idee, dass es ja nur dann ein Verlust wäre, wenn man verkauft, und dass es deshalb besser wäre, schlechte Positionen nicht zu verkaufen. Für den Erfolg bei der Geldanlage ist es gut, sich von diesen Emotionen zu lösen und einen nüchternen Blick auf das Ganze zu bewahren.

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    AW: ETFs, Anlagen... offene Fragen: bitte um Hilfe

    Gerade um Meinungen zu Einzelaktien zu bekommen lese ich ganz gerne im Wallstreet online Forum. Die Auswahl an Threads auch zu kleinen Aktien dürfte da im deutschsprachigen Raum eine der größten sein. Wenn es um interessante Titel geht, gibt es teils Zehntausende Beiträge, selbst wenn es nur mittlere ausländische Titel sind. Da wird natürlich auch viel Mist geschrieben und einfach auf eigenen Meinungen beharrt, aber wenn man das etwas einzuordnen weiß und insbesondere auf die faktenbasierten Beiträge schaut, bekommt man meiner Meinung nach ein schönes umfassendes Bild mit Eindrücken, die evtl. nicht immer nur dem "Mainstream" entsprechen.
    Ansonsten guckt man halt ganz klassisch auf Kennzahlen, Jahresabschluss, etc., sofern man sich etwas damit auskennt.

    Excel:
    Ich habe ein Tool für meine gesamte Finanzplanung. Dort sind meine 5 Depots abgebildet (nochmal verschiedene "virtuelle Depots" um eine andere Sortierung/Summierung zu haben), die Kurse aktualisieren sich automatisch aus dem Internet. Es ist ein Gehaltsrechner integriert, der mir mein monatliches Netto mit Abgaben berechnet. Aufbauend darauf auch die Rentenpunkte und meine später zu erwartende Rente. Großausgaben wie Auto alle 8-10 Jahre, etc. Ich kann damit simulieren, in welchem Alter ich wieviel Vermögen haben werde (unter Annahme verschiedener Renditen), wann ich vorzeitig in Rente gehen kann und vieles mehr.
    Das Ding ist aber sehr komplex und auch in der Pflege aufwändig, alleine die Seite welche mir die Renditen der verschiedenen Wertpapiere berechnet hat mittlerweile über 300.000 Zellen mit Formeln.
    Wenn es alleine darum geht, die Wertpapiere im Auge zu haben reicht die Darstellung der Bank oder man baut es sich z.B. bei Finanzen100 nach. Dafür würde ich nicht mit Excel anfangen. Das lohnt erst, wenn man mehrere Depots und spezielle Anforderungen hat, die man nur damit umsetzen kann.

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