So ganz allgemein dazu: Wenn eine Bank schreibt, gemanagte Fonds seien besser, da die Auswahl nach ökologischen Kriterien besser sei, dann sollte man zwei Dinge immer im Hinterkopf behalten:

1.) Die Bank hat immer ein Eigeninteresse. Für gemanagte Fonds kassieren die teilweise recht fette Provisionen.

2.) Gemanagte Fonds haben meist ein Problem, ihren Vergleichsindex zu schlagen.

Ich kann verstehen, dass man Hersteller bestimmter Produkte oder Anwender belastender Verfahren oder Erzeuger unerwünschter Emissionen nicht in seinem Portfolio haben möchte. Jedoch wird man hier keine perfekte Auswahl treffen können, sofern man das ganze noch als Geldanlage betreibt.

Soll heißen: Besser nicht 100 % erreichen wollen, sondern mit 50 % Perfektion anfangen. Sich nicht von Aussagen blenden lassen, die von Leuten oder Institutionen mit Eigeninteresse stammen. Die Vorzüge von börsennotierten passiven Indexfonds (das, was man umgangssprachlich unter ETFs versteht, auch wenn das nicht ganz korrekt ist) nicht verkennen und die Rendite der Vergangenheit bewerten. Fonds und Aktien verkaufen und in andere investieren kann man immer, wenn man feststellt, dass ein Produkt den eigenen ethischen Grundsätzen nicht genügt.

Viel Erfolg!

PS: Da hier Apple erwähnt wurde: Diese und viele weitere Firmen sind in Sachen Klimaneutralität und Recycling sehr engagiert. Apples Roboter Daisy zerlegt alte iPhones nahezu komplett in seine Einzelteile und Apple verwendet fast nur recyceltes Aluminium. Viele traditionelle Unternehmen entwickeln klimaneutrale Verfahren für die Rohstoffgewinnung und -produktion. In zehn Jahren werden die meisten Unternehmen in gängigen Aktienindizes quasi klimaneutral sein.