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    Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Hallo,
    wenn man mal ins Ausland, z.B. Spanien guckt, weiß man, warum Deutsche vergleichsweise arm und meist ohne Immobilie sind, während das anderswo nicht so ist: Da fallen beim Erwerb nicht so brutale Nebenkosten an, wie hierzulande.

    Eine Wohnung in geeigneter Größe in Berlin ist sehr teuer, vermietete Wohnungen verheißen großen Ärger, in Berlin würde man Mieter quasi niemals los bekommen.
    Ferienobjekte in Deutschland sind unverhältnismäßig teuer.

    In Spanien würde ich allerdings wirklich sehr gerne leben, und werde das spätestens im Alter tun.

    Also wurde es sich ja anbieten, dort was zu kaufen, teilweise selbst im Urlaub zu nutzen, ansonsten als Ferienwohnung zu vermieten (wobei es mir reichen würde, wenn das Objekt sich selbst trägt) und im Alter dann dort zu leben.

    Geeignete Objekte gibt es durchaus schon für 200000 €, in der von mir präferierten Gegend.

    Auf was muß man achten ?

    Fragt sich

    Misirlu
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Auf was muß man achten ?
    Ob es das angebotene Objekt überhaupt gibt, ob es zum Verkauf steht und in welchem Zustand es sich befindet.

    Um das alles herauszufinden, werden mehrere Reisen nach Spanien nötig sein. Ob das zusamen mit den spanischen Kaufnebenkosten so viel billiger ist, als die deutschen Kaufnebenkosten ?
    Be yourself no matter what they say (Sting).

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Zusätzliche zu dem oben genannten.
    Bei dem Preis in einem Feriengebiet musst Du wahrscheinlich noch einmal die gleiche Summe in die Sanierung investieren.
    Vorsicht bei vorhandenen Schulden auf dem Objekt, sonst kaufst Du sie mit.
    Außerdem lohnt es sich die Immobilie direkt auf den Namen der Enkelkinder zu kaufen und sich ein lebenslanges Wohnrecht eintragen zu lassen, denn ansonsten fallen immens hohe Erbschaftsteuern an.
    Und da gibt es noch so viel mehr.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Als Nichtresidente/r muss man mehr jährlich mehr Steuern für das Objekt bezahlen (Modelo 210)
    Die Ferienwohnungen müssen anders deklariert werden als normale Mietwohnungen.
    Als Resident/in muss das gesamte Auslandsvermögen in Spanien (modelo 720) deklariert und eventuell versteuert werden.
    Im Alter (als Rentner) gibt es keine Pflegeversicherungszuwendungen aus Deutschland in Spanien.
    Wenn die Mieter nicht zahlen, dauert es sehr lange, mit Gerichtsverhandlungen, sie zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Wenn es sich um "bedürftige" Personen handelt, ist es fast unmöglich.
    Last not least: Die Bürokratie ist in Spanien in allen Bereichen immens langwieriger als in Deutschland.
    Geändert von macaronesia (18.01.2021 um 12:49 Uhr)
    Liebe Grüsse
    Macaronesia

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Es ist hochproblematisch im Erbfall . Wir hatten das in der Familie - da gab es ein Objekt, daß einem Ehepaar gehörte - der eine Partner erkrankte schwer und die beiden haben alles dran gesetzt, das Objekt noch vor seinem Versterben zu verkaufen, weil das Erbrecht auf Mallorca sehr speziell ist (nochmal anders als im restlichen Spanien!

    Dazu kommt: Da es ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) auf dem Gebiet der Erbschaft- und Schenkungsteuer nicht gibt, richtet sich das Besteuerungsrecht nach den nationalen Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzen Spaniens und Deutschlands.

    Unbedingt genau kundig machen, was da für Euch ggf. zutreffend wäre.

    Beim Erbrecht hat sich 2015 nochmal was geändert - ich habe mich nicht mehr näher damit beschäftigt und kann daher nicht sagen, ob das vor- oder nachteilig ist.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Ob es das angebotene Objekt überhaupt gibt, ob es zum Verkauf steht und in welchem Zustand es sich befindet.
    Ich würde natürlich niemals etwas kaufen, was ich nicht gesehen habe. Ich staune über Leute, die so etwas machen.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Es ist hochproblematisch im Erbfall .
    Ich möchte das jetzt eigentlich nicht vererben, sondern mich dran erfreuen. Und wenn es den Erbfall gibt, ist das ja dann nicht mehr mein Problem.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Zitat Zitat von macaronesia Beitrag anzeigen
    Wenn die Mieter nicht zahlen, dauert es sehr lange, mit Gerichtsverhandlungen, sie zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Wenn es sich um "bedürftige" Personen handelt, ist es fast unmöglich.
    Last not least: Die Bürokratie ist in Spanien in allen Bereichen immens langwieriger als in Deutschland.
    Das kennen wir ja aus Berlin. Deshalb würde ich auch nicht regulär, konstant vermieten wollen. Nirgends.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Ich persönlich kenne einige Rückkehrer, die aus den verschiedensten Gründen, ihre Immobilien in Spanien und auf Mallorca aufgegeben haben.
    Schlechte Erfahrungen mit Hausmeistern, die sich nicht gekümmert haben, Altersgründe und schlechte medizinische Versorgung.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Spanische Ferienimmobilien - was ist beim Kauf zu beachten ?

    Ich persönlich (ganz persönlich!) würde nie so einen großen Brocken Geld in eine Ferienimmobilie investieren. Sie muß ganzjährig gepflegt werden - oder man hat sehr schnell durch Schädlingsbefall, Wasserschaden oder Vandalismus teure Schäden. Also braucht man einen Verwalter, der in der Abwesenheit versorgt. Das kostet. Will man vermieten, muß man - um das Objekt korrekt zu versteuern - jeden eigenen Aufenthalt auch noch als geldwerten Vorteil versteuern (weil man ja Einnahmen damit blockiert). Dann ist man auf eine Region festgelegt - wenn die Lage irgendwann aus was für Gründen auch immer nicht mehr attraktiv ist, sitzt man auf seinem möglicherweise unverkäuflichen "Betongold" (Waldbrände, Umweltskandal, Strukturwandel).

    Für das Geld, was man in eine Auslandsimmobilie reinsteckt an Investition und laufenden Unterhaltskosten kann man meist sehr oft und sehr lange in Urlaub fahren und mit der Region auch noch variieren.

    (Chef hatte ein Haus in Italien geerbt - das vermietet wurde - ich habe 25 Jahre mit angucken können, wieviel (bzw. wie wenig) jedes Jahr dabei rumkam - das war ein freistehendes 3-Zimmer-Haus in Strandnähe in einem beliebten Badeort - inzwischen der Ort selbst etwas unmodern. Neben den laufenden Kosten (Gartenpflege, Elektro, Dach, Übergabereinigung) war jedes Jahr irgendwas - alle 10 Jahre darfst Du komplett neu einrichten, weil die Einrichtung weder optisch mehr dem Zeitgeschmack entspricht und zudem runtergewirtschaftet wird. Im Winter wird dann Fassade gemacht, Klimaanlage, Heizung - irgendwas ist immer, was die Einnahmen auffrißt. Es gab nur ganz wenige Jahre, in denen ca. 2-3000 Euro übrig blieben - aber viele, in denen zugezahlt werden mußte. Und das ging nur, weil das Haus geerbt war - hätte dafür auch noch ein Kredit abgezahlt werden müssen, wäre es in den 25 Jahren kein einziges Mal im Plus gewesen - hätte aber Kapital gebunden.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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