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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Ich habe von meinem Vater, der sehr erfolgreich war, folgendes übernommen.

    Firma nehmen, sie schon seit Jahren existiert und ein enormes Eigenkapital besitzt. Schauen, ob sie Dividenden zahlen.

    Er saß immer mit dem der Aktienseite der Tageszeitung da und machte mit 2 Textmarkern 2 Striche von oben nach unten.

    Spalte aktueller Kurs der Aktie und noch einmal Spalte Hoch.

    Ich mache das ebenso.

    Ich schaue, welche Aktie vom Kurs her im Tief liegt. Kontrolliere noch mal den ganzen Jahresverlauf, auch auf 5 Jahre, kann man alles im Internet abrufen.

    Nehmen wir als Beispiel Bayer. Die hatten wegen Monsanto einen gehörigen Absturz. Da habe ich die gekauft. in der Erwartung, dass die Aktie langfristig wieder zulegen wird, was schon der Fall ist.

    Wenn sie auf ihren Ursprungswert von über 80 € wieder angekommen ist, habe ich mein Geld aber so was von verdoppelt (gekauft für 40 €)

    Ich finde den Überblick aus einer Tageszeitung auch übersichtlicher, als mir das im Internet mühseligste zu erarbeiten.
    Das Internet dient mir aber zur Recherche, was die Firmen angeht.

    Ich habe grundsolide Aktien und auch welche, wo ich einfach nur spekuliere. Da ist der Einsatz aber nicht so hoch, dass es mich umbringt, wenn es nicht so sein sollte. Aber manche davon dümpelten einfach nur so vor sich hin, die habe ich wieder abgestoßen.

    Ich überlege, welcher Markt Chancen hat. Mit Aktien auf Impfstoffe habe ich bereits ein gutes Geschäft gemacht. Nanotechnologie und Wasserstoffenergie sind im Moment Favoriten bei mir.


    Ich überlege mir immer ein eigenes Hoch, wo ich wieder verkaufen will. Das sollte mindestens den 3 fachen Wert des Kaufes ausmachen. Ich ziehe das dann auch durch statt wegen Geizes, es müßte noch mehr bringen, zu warten.

    Von dem Erlös, ich ziehe immer gleich Gebühren und Steuern ab, kaufe ich sofort wieder Aktien, die mir vielversprechend erscheinen.

    Wie oft habe ich bei einem Aktienkauf für nur 50 € eine Summe von 150 € erzielt, Selbst wenn ich ca. 40 € Steuern abziehe, bleiben 110 € übrig. Das sind 60 mehr... Und das in der Regel schon innerhalb von wenigen Wochen.

    Da kommt doch kein Sparbuch mit.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Werde ich tun - hast Du bzgl. Buch auch eine Empfehlung ?
    Es gibt eins von Warentest „Anlegen mit ETF“. Darin kann man online ein paar Probeseiten lesen, die mir ganz verständlich erscheinen. Falls wenn du in einer Stadtbücherei bist, haben die bestimmt auch Fachbücher zu diesem Thema.
    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Naja, nach dem was Antje schreibt, ja auch nicht, wenn die gerade niedrig stehen, oder letzten März alle um 30 % runter gingen ?!

    Aber dem ließe sich wohl durch breite Streuung begegnen. Und ich würde niemals alles anlegen, sondern einen Teil auf dem Tagesgeldkonto behalten.
    Nein, wenn die Weltwirtschaft leidet, geben die Kurse global nach, da leidet dann das Gesamtdepot. An dieser Stelle hilft nur Nervenruhe und die Krise konsequent aussitzen. Apropos aussitzen, du solltest keine Wertpapieranlage ins Auge fassen, wenn dein Anlagehorizont weniger als 10 Jahre beträgt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Mit Aktien auf kurzfristige Zeit zu spekulieren ist ungefähr so sicher wie das Geld ins Casino zu tragen.

    Mit einer Anlagezeit von Minimum 10 bis 15 Jahren solltest du eine solide Rendite erwirtschaften.

    Wenn du anlegst und erwartest, zwingend ggf. zu einem bestimmten Preis verkaufen zu müssen, kann dieser Zeitpunkt halt blöderweise der sein, an dem alles am Boden liegt.

    Zu Beginn von corona ist so gut wie alles erstmal 30 % und mehr nach unten gerauscht. Und niemand wusste, wie lange das dauert. Mit Perspektive 10 Jahre sag ich: prima, krieg ich mehr Anteile für meinen monatlichen Sparbetrag.

    Mit Perspektive morgen brauche ich das Geld habe ich 30 % verloren.

    In Aktien investiert man, was man lange nicht braucht. Nicht den Notgroschen und nicht die Anzahlung für eine kurzfristig zu kaufende Wohnung.

    Gewinne oder Verluste sind es immer in dem Moment, in dem du was aus dem Depot wirklich verkaufst.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Ich kann auch den Finanzwesir wärmstens empfehlen.

    Einfach googlen. Es gibt gratis online Angebote und ein günstiges Buch.

    Er erklärt sehr einfach und klar und oft auch lustig kurzweilig, worum es geht, was zu beachten ist.... gut verständliche Einsteigerlektüre.
    Nicht jeder Katholik ist rechts, nicht jeder Rechte ein Nazi-Gewalttäter. Nicht jeder Moslem ist Islamist/Terrorist. Jede Verallgemeinerung schafft Gewalt. Stop it.

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Mit Aktien auf kurzfristige Zeit zu spekulieren ist ungefähr so sicher wie das Geld ins Casino zu tragen.
    So viel Zeit habe ich persönlich gar nicht mehr. Ich lege Geld an, damit ich jetzt noch was davon habe. Das möchte ich auf schöne Art und Weise dann verballern.... In der Urne hab ich nix mehr davon....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  6. Moderation

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Was wäre die Alternative, Vermögen zu sichern ?.
    Es gibt da dieses "Geldanlagedreieck" mit den Ecken "Verfügbarkeit (Liquidität), Sicherheit, Rendite". Zwei kannst du haben, aber nie alle drei.

    Wenn du hohe Sicherheit *und* hohe Verfügbarkeit haben willst, bleibt dir eigentlich nur, Tagesgeld innerhalb der Einlagensicherung in Ländern mit hoher Wirtschaftskraft (damit die Einlagensicherung reicht) anzulegen. Das ist renditemäßig extrem unbefriedigend, aber dafür kann man den Zaster innerhalb eines Tages flüssig machen und es ist noch das gleiche da, was man anfangs reingetan hat.

    Die eierlegende Wollmilchsau gibt's nicht.

    Die übliche Lösung ist, zu diversifizieren: Hühner, Schafe, Kühe, *und* Schweine. Oder nach einer 2000 Jahre alten Regel: 1/3 Land, 1/3 Waren, 1/3 Geld (Modernisiert: Immobilien/verpachtbares Land; Beteilungungen/Aktien; Anleihen. (Geld auf der Bank ist technisch gesehen eine Anleihe. Du leihst der Bank Geld.)) Und da wir vier Tiere haben, aber soweit nur drei Anlageklassen, kommt noch ein Anlageklasse dazu: Humankapital. Das Geld das du verdienen kannst.

    Damit sollte es deinem Vermögen nie allzu schlecht gehen. Und du kannst es *relativ* schnell flüssig machen, da du Verluste in einem Anteil hoffentlich mit den anderen auffangen kannst.

    Ein Restrisiko bleibt. Aber das bleibt immer.
    Geändert von wildwusel (18.01.2021 um 22:21 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Moderation

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Naja, nach dem was Antje schreibt, ja auch nicht, wenn die gerade niedrig stehen, oder letzten März alle um 30 % runter gingen ?!
    Natürlich kannst du in der Baisse verkaufen. Macht man nur nicht gerne. (Komisch, das, denn die Baisse entsteht ja, weil alle verkaufen!)

    März war die schnellste Krise aller Zeiten. Innerhalb von Tagen die Gewinne von 12 oder 15 Monaten kaputtgeamcht, und innerhalb von Wochen die Hälfte davon wieder aufgeholt.

    Ich denke, die wichtigsten Regeln sind:
    - Sei dir klar, was du willst
    - Recherchiere selber, entscheide selber
    - Zahl nicht unnötig hohe Nebenkosten
    - Behalte die Nerven

    Ich würde auch den Finanzwesir empfehlen, und bei den alten Postings anfangen, das sind die Grundlagen.
    Geeignete Bücher von Finanztest.
    Und ich hatte viel Freude an "Die Kunst, über Geld nachzudenken" von Kostolany. Das erzählt zwar auf Basis des vergangenen Jahrhunderts, aber Märkte werden von Menschen gemacht, und Menschen ändern sich in Summe nicht viel, und die Grundlagen der Geldanlage damit auch nicht. Ob man den Stil mag, ist Geschmackssache.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Wichtigster Leitspruch:

    Frag Dich bei allen, die Dich „beraten“ und Dir ein Produkt empfehlen:

    Warum – und gehe davon aus – es ist keine Selbstlosigkeit.

    Eine Bank verdient nicht an einem kostenlosen Depot und nicht daran, daß Du Geld anlegst und 15 Jahre liegen läßt.

    Sie verdient am „Drehen“ – also daran, daß Du überredet wirst, etwas zu verkaufen und etwas Neues zu kaufen – natürlich am besten ein Produkt, an dem die Bank reichlich Provisionen verdient. Und idealerweise (für die Bank) wiederholst Du das genau in dem Moment, in dem die Provisionen für das einen Produkt nicht mehr fließen – dann sollst Du es abstoßen und ein neues Produkt kaufen.

    Eine Bank verdient an einem Fond – besonders verdient sie an einem, der vom Mutterkonzern der Bank herausgegeben wird. Deswegen beraten z.B. die Genossenschaftsbanken so gerne zu einer Anlage in Union Investment Fonds. Und die Deutsche Bank so gerne DWS empfiehlt. Tja – und komischerweise bekommen Sparkassen Kunden immer Deka-Fonds als attraktiv angeboten.

    Da bleibt das Geld gleich doppelt im Haus: Du bezahlst Kaufgebühren, Ausgabeaufschlag und noch die Fondsverwaltung – und alles bleibt bei der gleichen Bank.

    Finde den Fehler: Die Rendite bleibt vor allem bei der Bank.

    Und das läppert sich langfristig gesehen. Jeder Kostenfaktor muß erst mal verdient werden.
    Grundsätzlich fallen für aktiv verwaltete Fonds Gebühren in Form von
    · Ausgabeaufschlag
    · Verwaltungsgebühr
    · Performance Fee usw.
    an. Der Ausgabeaufschlag ist - so die Erfahrungen - bei Aktienfonds hoch und kann hier teils bei bis zu fünf Prozent liegen. Die Verwaltungsgebühr variiert von Fonds zu Fonds, erhöht die Kosten aber noch einmal mitunter um bis zu zwei Prozent.
    Performance Fee und Transaktionskosten sind variabel, da sie von verschiedenen Rahmenbedingungen abhängen. Im Vergleich dazu sind die Kosten für ETFs bzw. die ETF Sparpläne vergleichsweise gering. Die TER (Gesamtkostenquote, Total Expense Ratio) ist im Vergleich zum klassischen Fonds geringer - und zwar meist sehr deutlich.

    Bei klassischen Fondsanlagen fallen jährlich zwischen 1,5 und 2 Prozent an Gebühren aus dem Fondsvolumen an.
    ETFs kommen im Schnitt nur auf 0,34 Prozent p. a.
    Damit liegt der Kostenvorteil zugunsten von ETFs zwischen etwa ein- bis eineinhalb Prozent pro Jahr.
    Was bei langen Laufzeiten je nach Anlagebetrag fünf- bis sechsstellige Unterschiedsbeträge (Zinseszinseffekt) im Hinblick auf das Endvermögen und letztlich die Performance ausmachen kann.
    Wieviel so etwas in der Summe am Ende der Anlagezeit ausmacht, hängt von so vielen Faktoren ab, daß man kaum eine Beispielrechnung aufmachen kann.

    Aber als Anhaltspunkt kann man etwas ganz klassisches nehmen: Bei einer Hypothek für eine Immobilie geht es ja auch um einen langen Zeitraum und eine höhere Summe. Man vergleicht Hypothekenzinsen sehr genau, weil ein Unterschied von 1 % angesichts der Dauer der Laufzeit mehrere tausend Euro ausmachen kann.

    Ich habe das mal gerechnet: Bei einem Darlehen von 100.000 € und einer Laufzeit von 15 Jahren macht 1 % Zinsunterschied einen Betrag von 20.000 € aus (71.518 € gegenüber 51.245 €).

    Das gleiche kann man aber natürlich auch auf Rendite umlegen: 1 % Rendite mehr im Jahr auf den Betrag auf 15 Jahre gerechnet macht eben auch 20.000 € mehr am Ende der Anlage aus. (vorausgesetzt Gewinne würden immer gleich wieder angelegt und nicht entnommen)

    Zahlst Du also in der Summe 2 % Gebühren in irgendeiner Form pro Jahr, fehlt Dir das am Ende der Laufzeit. Und zwar als dicker Brocken. Wir reden also nicht über Kleinkram.

    Das war jetzt sehr lang - aber ich hoffe, wichtige Punkte sind trotzdem verständlich geworden.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen
    So viel Zeit habe ich persönlich gar nicht mehr. Ich lege Geld an, damit ich jetzt noch was davon habe. Das möchte ich auf schöne Art und Weise dann verballern.... In der Urne hab ich nix mehr davon....
    Einmal das, zumindest perspektivisch, bis zum Renten/Seniorenalter ist es bei mir schon noch einiges hin. Und Rücklagen hat man ja für Notfälle, und wann die eintreffen, weiß man ja nun mal nicht.

    Ich wundere mich, wer so 100 % sicher sagen kann, dass er sein Geld die nächsten 15 Jahre nicht braucht ?

    Klar - so lange ich arbeite, verdiene ich viel mehr Geld, als ich ausgebe. Aber schon morgen kann ich schwer krank werden oder einen Unfall haben, und dann war es das mit dem Job und den guten Einkünften.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Aktienkauf - wo, und was ist zu beachten ?

    100 % sicher weiß man das nie - aber wenn Du mehrere Säulen der Vorsorge schon abgedeckt hast - dann kann man doch variieren.
    Wieviele sparen in eine Lebensversicherung - das ist auf 30 Jahre angelegt (und kein gutes Geschäft). das Geld liegt auch fest und Du kommst IMMER nur mit großen Verlusten vorzeitig wieder dran.

    Da ist Börse doch noch flexibler.

    Wenn ich mehrere Säulen der Vorsorge abgedeckt habe: Wohnen - erledigt, gesetzliche Rente: bekannt und einigermaßen planbar, Zusatzversorgung zur ges. Rente - erledigt, Notgroschen (3-6 Nettogehälter): aufgefüllt. Wenn dann noch Geldpotential frei ist, kann ich dafür ein langfristiges Anlageziel einplanen. Weil ich so ziemlich alle kurzfristigen Ausgaben vom Notgroschen bezahlen kann.
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