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    Geld aufs Kind anlegen - Pro und Contra

    Hallo zusammen,

    wir möchten für unsere beiden Kinder (5 und 7 Jahre) gerne monatlich einen bestimmten Betrag über einen ETF-Sparplan anlegen.

    Nun stellt sich uns die Frage, ob wir das Depot auf das jeweilige Kind laufen lassen oder die Anlage über unser eigenes Depot machen sollen.

    Das Geld ist für keinen bestimmten Zweck vorgesehen, sollte später aber auch nicht "sinnlos auf den Kopf gehauen" werden
    Vielleicht für die Finanzierung des Führerscheins, einen Teil der Ausbildung, die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung oder das erste eigene Auto - so in die Richtung.

    Um das sicherzustellen, bliebe ja eigentlich nur die Anlage über das Depot von uns Eltern, oder? Hat halt den Nachteil, dass die Erträge unseren Freibetrag belasten und ggf. versteuert werden müssen. Außerdem müsste man ein Auge darauf haben, dass die Konten nicht vermischt werden, was ja über die Auswahl eines gesonderten ETF möglich wäre. Ein weiterer Nachteil wäre, dass das Geld für die Kinder bei Arbeitslosigkeit etc. uns zugerechnet würde.

    Bei der Anlage auf ein Depot der Kinder sehe ich die Gefahr des späteren "Verprassens" und die Berücksichtigung bei einer evtl. Bafög-Anfrage.

    Ich habe mir überlegt, ob es möglich ist, zunächst auf ein Depot der Kinder zu sparen und es später - sollte sich herausstellen, dass unsere Kinder anders mit Geld umgehen, als von uns angestrebt ;-) - auf unser Depot zur weiteren Verwaltung zu übertragen. Also bevor die Kinder selbst darüber verfügungsberechtigt werden.

    Ist das gesetzlich okay und falls ja, weiß jemand, bis zu welchem Alter der Kinder das möglich ist?

    Gibt es weitere Vor- und Nachteile, die wir biher nicht bedacht haben?

    Wie habt ihr es bei euren Kindern geregelt bzw. würdet es regeln?

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    AW: Geld aufs Kind anlegen - Pro und Contra

    Es kommt doch sehr darauf an, in welcher finanziellen Situation man selbst ist bzw. erwartet, in den nächsten Jahren zu sein.

    Kurz gesagt: Wer bei den jetzigen Zinsen höhere Kapitalerträge als die Freibeträge hat, hat i.d.R. ein Einkommen, bei der nicht damit zu rechnen ist, dass die Kinder mal Bafög bekommen oder dass sie in HartzIV fallen.

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    AW: Geld aufs Kind anlegen - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Es kommt doch sehr darauf an, in welcher finanziellen Situation man selbst ist bzw. erwartet, in den nächsten Jahren zu sein.

    Kurz gesagt: Wer bei den jetzigen Zinsen höhere Kapitalerträge als die Freibeträge hat, hat i.d.R. ein Einkommen, bei der nicht damit zu rechnen ist, dass die Kinder mal Bafög bekommen oder dass sie in HartzIV fallen.
    Da hast Du recht. Aus heutiger Sicht erwarten wir, die Ausbildung der Kinder aus unseren Ersparnissen bezahlen zu können.

    Am meisten treibt mich tatsächlich die Frage um, ob eine eventuelle Umschichtung vom Kinder-Depot auf das Eltern-Depot möglich und erlaubt ist oder ob es da irgendwelche Fallstricke gibt.

    Oder vielleicht gibt es ja auch noch andere Lösungsansätze, kenne mich nicht so gut aus.

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    AW: Geld aufs Kind anlegen - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Milka80 Beitrag anzeigen
    Am meisten treibt mich tatsächlich die Frage um, ob eine eventuelle Umschichtung vom Kinder-Depot auf das Eltern-Depot möglich und erlaubt ist oder ob es da irgendwelche Fallstricke gibt.
    Nein, eine Rückübertragung ist nicht erlaubt. Wenn einmal Geld auf dem Depot des Kindes angelegt wurde, bist du als Elternteil nur Verwalter des Geldes, aber es gehört dir nicht mehr. Das kannst du auch selbst im Web nachlesen, google mal nach „Kinderdepot Geld zurücküberweisen“ und ähnlichen Schlagwörtern.
    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Kurz gesagt: Wer bei den jetzigen Zinsen höhere Kapitalerträge als die Freibeträge hat, hat i.d.R. ein Einkommen, bei der nicht damit zu rechnen ist, dass die Kinder mal Bafög bekommen oder dass sie in HartzIV fallen.
    Habe ich auch gedacht, dann bin ich übers Schülerbafög gestolpert, das ich nicht auf dem Schirm hatte. Gibt’s in Bayern, wenn ein junger Mensch mit abgeschlossener Berufsausbildung nochmal auf die Schule (BOS) geht um die Hochschulreife nachzuholen. Das Engagement fördert der bayrische Staat mit einem rückzahlungsfreiem (!) Bafög unabhängig vom Elterneinkommen. Weil aber das Depot meines Juniors die 7500 Euro überschritten hat, gab es keine Förderung mehr.
    Geändert von Nocturna (17.01.2021 um 18:43 Uhr)
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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