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  1. Inaktiver User

    Treuhandstiftung

    Hallo zusammen,

    kann/möchte jemand von seinen/ihren Erfahrungen mit Gründung und Führung einer Treuhandstiftung berichten?
    Ich erwäge die Gründung einer solchen (mit langfristiger Option der Überführung in eine rechtsfähige Stiftung), habe mich aber noch nicht endgültig entschieden.
    Mich interessiert: Was waren Eure Motive, wie geht es Euch damit, wie spielte der steuerliche Aspekt in Eure Entscheidung mit rein, wie ist das Verhältnis zum Treuhänder, ...?

    [Sofern die Moderation dieses Thema in einem anderen Strang sieht, bitte ich um Verschiebung. Ich sehe es durchaus hier, aber das ist letztlich eine philosophische Frage.]

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    AW: Treuhandstiftung

    Ist die Frage noch aktuell?

    Ich habe zwar keine Treuhandstiftung gegründet, aber habe mich damit beschäftigt.

    Was wären denn deine Ziele?

  3. Moderation

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    AW: Treuhandstiftung

    Ich kenne Leute, die Stiftungen betreuen.
    Mehrere Mitglieder eines Sportvereins haben hohe Beiträge gestiftet. Zweck ist die Ausübung dieses Sportes.
    Die andere Stiftung entstand aus dem Vermögen eines kinderlosen Ehepaares. Hier gibt es einen sozialen Zweck.

    Was ich mitbekomme:
    * Die Stiftungsaufsicht des Bundeslandes ist extrem penibel. Sie erwarteten selbst in Zeiten, in denen Geldanlagen kaum Gewinne abwarfen, sondern man froh sein konnte den Kapitalbestand überhaupt zu erhalten, hohe Zinserträge.
    * Es ist viel Arbeit.
    * Man braucht ein gutes und zuverlässiges Kuratorium.
    * Man sollte den Stiftungszweck so allgemein wie möglich beschreiben, da man sonst nur Ärger bekommt.
    * Man sollte sich immer überlegen, wenn man die Stiftung ggf. zustiftet und dies gleich eintragen.
    Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" Coronavirus und...Userin

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    AW: Treuhandstiftung

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich habe zwar keine Treuhandstiftung gegründet, aber habe mich damit beschäftigt.
    Ich habe mich mit Stiftungen nie beschäftigt, ich habe einen Erben, der die Hand aufhalten wird, aber habe im Hinterkopf, dass sich eine Stiftung erst ab einem Kapitalgrundstock von 1 Mio rentiert. Ist das so?

    Andererseits hat Kardinal Marx 500.000 Euro in eine eigene Stiftung für Missbrauchsopfer der Kirche gesteckt, scheint also auch eine Nummer kleiner zu gehen. Angeblich übrigens der „allergrößte“ Teil seines Privatvermögens. Der gute Mann hätte sich mal besser von mir zu Wertpapiersparplänen beraten lassen, dann hätte er als 67jähriger als ehemaliger Institutsdirektor, Professor und Kardinal seiner Stiftung deutlich mehr Geld vermachen können, aber das nur am Rande bemerkt.

    In München hat ein 85-jähriger dieser Tage der Stadt 500.000 für soziale Zwecke gespendet. Damit lassen sich auch gute Tagen vollbringen, alternativ könnte man sein Geld doch auch in Stiftungen einbringen, die einen wichtig sind? Das wäre dann deutlich weniger arbeitsaufwändiger.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Treuhandstiftung

    Treuhandstiftungen sind verwaltungsmäßig viel einfacher als rechtsfähige Stiftungen.

    Und die 1 Million - die ist nicht rechtlich festgesetzt, aber pragmatisch. Lange hieß es hier in BaWü, dass man ab 50.000 Euro eine Stiftung gründen kann, vielleicht ist das jetzt höher.

    Aber selbst mit 1 Million lohnen eigene Gremien etc. kaum, wenn man sich nicht irgendwo anlehnen kann - eben mit einer Treuhandstiftung und entsprechendem Treuhänder. Und den Stiftungszweck selbst festlegen kann man trotzdem.

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    AW: Treuhandstiftung

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    In München hat ein 85-jähriger dieser Tage der Stadt 500.000 für soziale Zwecke gespendet.
    Gespendet oder gestiftet?

    Stiftungskapital muss erhalten werden, Spenden innerhalb von gut 2 Jahren ausgegeben werden, das ist der Grundsatz.
    (jedenfalls bei gemeinnützigen Stiftungen und Organisationen.)

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    AW: Treuhandstiftung

    Ich weiß gerade nicht, ob das hier wirklich jemanden interessiert.

    Ich habe mal etwas im Netz herausgesucht, was auf zwei Seiten die Grundzüge und den Unterschied zwischen

    - rechtsfähige Stiftung
    - Zustiftung
    - Treuhandstiftung
    - Stiftungsfonds (innerhalb einer Stiftung)
    erklärt.

    Ich habe mit der Stiftung keine Verbindung und das auch nicht "geprüft", aber so ist es erst einmal am einfachsten.

    https://www.stiftung-trias.de/filead...ng_Sonderv.pdf

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    AW: Treuhandstiftung

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Andererseits hat Kardinal Marx 500.000 Euro in eine eigene Stiftung für Missbrauchsopfer der Kirche gesteckt, scheint also auch eine Nummer kleiner zu gehen.
    Ich habe das gefunden Quelle:

    Die Stiftung Spes et Salus wird unter dem Dach der St. Korbinian-Stiftung des Erzbistums verwaltet werden. Vorsitzender des Stiftungsbeirats, dem auch ein Betroffener angehört, wird der frühere Generalvikar der Erzdiözese, Prälat Peter Beer. Zweck der Stiftung ist es laut Satzung, ...


    "unter dem Dach" einer anderen Stiftung, aber eigene Satzung - das klingt nach Treuhandstiftung.

    Das ist natürlich sinnvoll, daraus keine eigene, rechtsfähige Stiftung zu machen.
    500.000 ist natürlich nicht viel - aber er möchte vielleicht anregen, dass zugestiftet wird.

  9. Inaktiver User

    AW: Treuhandstiftung

    Oh, da ist ja doch noch Leben in den Strang gekommen!

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ist die Frage noch aktuell?

    Ich habe zwar keine Treuhandstiftung gegründet, aber habe mich damit beschäftigt.

    Was wären denn deine Ziele?
    Die Ausgangsfrage ist für mich immer noch interessant, aber schon soweit von der Realität überholt, als dass ich nun nicht mehr in der Überlegungsphase bin, sondern mich dafür entschieden habe.
    Bin in den Vorbereitungen mit Zieldatum 31.3. (- nicht für Gründungsakt, aber für das Alles-Eingetütet-Haben).

    Ziele...
    natürlich ein gemeinnütziger Zweck. Ich feile gerade an der Satzung, es geht in Richtung "Mädchen stärken".
    Vielleicht meint Deine Frage, warum es eine Stiftung sein soll?

    Das entsprang meinem Wunsch nach Konsolidierung (durch Institutionalisierung) meines Engagements verbunden mit Fundraising-Vorteilen, großer Flexibiliät, und Lust an einem neuen Hobby.
    Ich hatte es anderswo schon erklärt: Privat bin ich momentan sehr gebeutelt, was die Sehnsucht geweckt hat, in diesem Jahr zumindest eine positive, zukunftsgerichtete Sache auf den Weg zu bringen. (Hat nix mit Corona zu tun.)
    Es hat auch was von einem Loskauf: Ohne ein Los zu kaufen, ist von vornherein klar, dass man nicht gewinnen kann. Der mögliche Gewinn bei der Stiftung wäre, dass ich so viele Zustifter finde, dass ich sie eines Tages in eine rechtsfähige Stiftung umwandeln und damit im Rentenalter eigene Projekte realisieren kann.
    Aber wenn es nicht dazu kommt, hatte ich trotzdem eine Art schönes Hobby.

    Ich habe auch maximale Flexibiliät, weil ich vertraglich festlegen lasse, dass ich die Stiftung jederzeit gegen Verwaltungsgebühr in eine Verbrauchsstiftung umwandeln kann; den Treuhänder kann ich auch beliebig wechseln.
    D.h.: Sollte ich die Stiftung abstoßen wollen, definiere ich einen mir passenden (sozialen) Verbrauchszweck, dem das Geld dann zufließt.

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich habe mich mit Stiftungen nie beschäftigt, ich habe einen Erben, der die Hand aufhalten wird, aber habe im Hinterkopf, dass sich eine Stiftung erst ab einem Kapitalgrundstock von 1 Mio rentiert. Ist das so?
    Treuhandstiftungen beginnen bei 5000 Euro Grundstock. Allerdings muss einem auch der Treuhänder gefallen. Ich steige mit etwas mehr ein, aber immer noch eher wenig.
    Dies lasse ich mir zu 50% vom Staat finanzieren, zu 50% von Amazon.
    Als mir klar wurde, dass geringe monatliche Verwaltungskosten anfallen, bin ich etwas erschrocken, weil ich das nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Dann habe ich entschieden, dass ich es entweder unter Hobby oder unter Soziales für mich verbuche und mein mir selbst gesetztes monatliches Ausgabenbudget das gut verkraften dürfte.

  10. User Info Menu

    AW: Treuhandstiftung

    Spannend.

    Hast du eine andere Stiftung als Treuhänder, oder einen Rechtsanwalt, dessen Geschäftsmodell das ist, oder eine Sparkasse oder ... ?

    50% Staat verstehe ich - 50% Amazon verstehe ich nicht. Das heißt, dass du weniger kaufst? Oder bisher Aktien hattest?


    5000 ist schon wenig, 50000 auch noch, wenn es nicht als Samen gedacht ist, auf dessen Grundlage etwas wachsen soll. Selbst bei 4% Ertrag sind gerade mal 200 bzw. 2000 Euro - und Verwaltungskosten müssen da noch abgezogen werden.

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