Antworten
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 20 von 20
  1. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Es ist schon viele schlaue Dinge gesagt worden und jetzt solltest du erstmal die Liste abarbeiten. Speziell die Auskunft bei der Rentenversicherung halte ich für essentiell wichtig. Rentenpunkte kaufen, wie du dir das vorstellst, ist meines Wissens nur unter bestimmten Umständen und einem bestimmten Personenkreis möglich. Bei der späteren Rente würde ich auch immer berücksichtigen, dass die heutige Witwen/Witwerrente nicht mehr so üppig ausfällt wie früher.

    Wenn sich dann herausstellen sollte, dass eine private Vorsorge nötig ist, kann man dann die Möglichkeiten nochmal gezielt durchleuchten und Alternativen wie eine private Rentenversicherung oder einen ETF-Sparplan vergleichen.

    Was euren privaten Stress betrifft, bin ich der Meinung, dass nicht alles allein auf euren Schultern liegen kann. Ihr habt ein Kleinkind und vier Elternteile. Je nach Gesundheitszustand der Senioren kann das eine fordernde Aufgabe werden, die auch noch gut zwei Jahrzehnte anhalten kann. Ist es wirklich im Sinne der Senioren, dass ihr euer Leben dem der Senioren unterordnet? Und habt ihr euch schon mal gefragt, was die Senioren für euch tun können um euch die Fürsorge zu erleichtern? Näher heranziehen, Haushaltshilfe für die Eltern, betreutes Wohnen? Bitte einfach mal in alle Richtungen denken, vielleicht gibt es noch weitere Lösungswege.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  2. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Habt ihr eventuell auch noch ein Jahr Elternzeit übrig, die einer von euch nehmen könnte? Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist eure Tochter doch noch keine 3 Jahre alt?

    Den Job aufgeben ist halt schon ein gewaltiger Schritt, finde ich.
    Hab mich gewogen. Bin zu klein.
    (Postkartenspruch)

  3. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Was euren privaten Stress betrifft, bin ich der Meinung, dass nicht alles allein auf euren Schultern liegen kann. Ihr habt ein Kleinkind und vier Elternteile. Je nach Gesundheitszustand der Senioren kann das eine fordernde Aufgabe werden, die auch noch gut zwei Jahrzehnte anhalten kann. Ist es wirklich im Sinne der Senioren, dass ihr euer Leben dem der Senioren unterordnet? Und habt ihr euch schon mal gefragt, was die Senioren für euch tun können um euch die Fürsorge zu erleichtern? Näher heranziehen, Haushaltshilfe für die Eltern, betreutes Wohnen? Bitte einfach mal in alle Richtungen denken, vielleicht gibt es noch weitere Lösungswege.
    Danke! Ja, das sind alles gute Punkte, je nachdem, wie sich das weiter entwickelt, werden wir sicher das ein oder andere davon angehen. Unsere Eltern möchten sicherlich nicht, dass wir alles ihnen unterordnen; es ist aber nun mal Realität, dass da einiges auf uns zukommt, auch wenn wir vieles erleichtern können.

    Aktuell ist ein Elternteil an Krebs erkrankt, dieser Elternteil pflegte allerdings den anderen bislang, der (bzw die) einen Pflegegrad hat. Da muss nun akut eine Lösung her (und ja, wir werden eine finden), realistischerweise ist das erst der Anfang.

    Zitat Zitat von ViolaFaber Beitrag anzeigen
    Habt ihr eventuell auch noch ein Jahr Elternzeit übrig, die einer von euch nehmen könnte? Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist eure Tochter doch noch keine 3 Jahre alt?

    Den Job aufgeben ist halt schon ein gewaltiger Schritt, finde ich.
    Ja, das ist richtig. Ich bin aktuell in Elternteilzeit, bis Herbst. Dann sind die 3 Jahre um. Bislang war geplant, dass ich dann meine Stundenzahl wieder etwas erhöhe, aber das sehe ich momentan nicht kommen (ich arbeite offiziell 26h, faktisch mehr).

    Du hast natürlich Recht, dass es ein gewaltiger Schritt wäre

    Möchte noch mal betonen - mein Mann und ich haben uns beide viel und engagiert erarbeitet, leichtfertig schmeißen wir das sicher nicht hin. So wie aktuell die letzten 2 Monate geht es aber nicht dauerhaft weiter, wir reiben uns alle auf und da hat niemand was von, mindestens einer von uns landet so garantiert früher oder später in irgendeinem gesundheitlichen Schlamassel. Wir gehen aktuell alle Optionen für Lösungen durch. Eine davon ist eben, dass einer zu Hause bleibt. Inspiriert von einem anderen Strang hier, in dem immer wieder betont wurde, sie wichtig die Absicherung ist, habe ich mir da relativ viele Gedanken zu gemacht in letzter Zeit, wie sowas eigentlich konkret aussehen kann. Daher die Frage hier.

    Unser erster Ansatz ist erstmal, innerhalb der aktuellen Arbeitssituation - die anfangs wie gesagt gut lief - Lösungen zu suchen.
    Geändert von Convallaria (01.01.2021 um 08:50 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Hallo Convallaria, ich denke, die beste Absicherung ist immer noch ein Job mit längerer Betriebszugehörigkeit, also gib den bitte erst auf, wenn es gar nicht anders geht. Kannst Du nicht intern wechseln auf eine Stelle mit weniger Verantwortung und dann 50% arbeiten? Es ist soo schwer, nach einer Auszeit und dann noch mit Kind einen Job zu finden, der einen auch zufriedenstellt. Schaut erstmal auf das, was ihr habt: du sagst selber, ihr habt euch beide viel erarbeitet. Das fängt bei einem neuen AG wieder von vorne an und kostet viel mehr Energie, als beim jetzigen AG zu bleiben und ggf. einen Schritt zurückzutreten.

  5. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Hallo Convallaria,

    finde ich gut, dass ihr gemeinsam nach einer Lösung sucht und nicht erst, wenn gar nichts mehr geht.
    Das Post von xanidae fand ich bisher am hilfreichsten, schau dir den Link an.
    Auch Elternzeit kannst du nach 3 noch beantragen, sofern noch etwas von der Zeit übrig ist.

    Ich weiß, welches Thema du meinst , ich würde es so machen:
    Ich würde zum Beispiel den User Schlaucher privat kontaktieren, der war dort mehr als sattelfest.
    Habe ich hier bei einem Problem schon öfter gemacht, die in meinen Augen richtigen Leute privat kontaktiert.
    Es hat mir immer sehr geholfen und mich wirklich weitergebracht.

    Alles Liebe für dich und deine Familie!



    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Es gibt die Möglichkeit sich vom Arbeitgeber freistellen zu lassen, nennt sich Pflegezeit. Das könnte man zusätzlich überlegen.

    Ansonsten wäre eine private Rentenversicherung zu überlegen oder eine Aufstockung der schon vorhandenen Betriebsrenten.

    Ich habe sowohl eine private RV, als auch eine BRV. Allerdings schon seit Jahren. Ob sich das in eurem Alter noch lohnt, weiß ich nicht.
    Auch ein Hamster-Rad sieht von innen wie eine Karriere-Leiter aus.

    Es reicht, was du siehst und empfindest. Das Kind muss keinen Namen haben.
    Zitat von Rezeptfrei September 2014

    LG Milk_

  6. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Hallo Convallaria,

    meine Eltern sind 87 und 89, ich bin 60.

    Ich weiss, dass beide jederzeit Pflege brauchen können, werde aber dafür gerne eine Pflegekraft bezahlen und ihnen dafür Zeit (!) schenken.
    Pflegen muss man nicht nur können, sondenr auch wollen.

    Ich habe im Studium im Krankenhaus gearbeitet und kann das schon, will es aber nicht. (Wer jetzt meint, ich sei arrogant, der sollte mal in sich gehen.)

    Ich pflege mich eh gerne freizukaufen von unangenehmen Dingen wie Autoputzen, Fensterputzen etc . . es gibt genügend Mitmenschen, die das besser können (und lieber machen) als ich.
    Ich arbeite lieber in meinem Job.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  7. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Ich möchte einfach später nicht bereuen, das Leben etwas stressfreier gemacht zu haben, obwohl es gegangen wäre...


    a, eine Haushaltshilfe benötigen wir in jedem Fall, wenn wir weiterhin beide arbeiten. Es ist eine grundlegende Entscheidung; Gibt man alles an andere, um weiter den eigenen Job zu machen (und sichert sich damit eine gewisse Sicherheit, aber macht sich eben auch organisatorischen Stress, bekommt vieles selbst nicht mit (und kann sich z. B. eben um Kind und Eltern weniger kümmern, als man möchte - und das ist eben der Punkt, den ich am wichtigsten finde) und investiert ein Gehalt mehr oder weniger ins outsourcen) oder macht man es einfach selbst und hat damit mehr Unsicherheit, aber auch mehr Freiheit, kann sich um das Wesentliche kümmern.
    Ich bin mir sehr sicher, dass ihr eine gute Entscheidung treffen werdet!

    Ich wollte vorhin hier auch niemand auf die Füße treten, es waren viele gute Posts dabei , das von Xanidae war mir persönlich aber tatsächlich neu und auch sehr interessant für mich.
    Mir ist vorhin nur aufgefallen, dass Convallaria schon wieder bri-typisch leicht in den Rechtfertigungsmodus gedrängt wurde und das muss ja nun gerade bei solchen Themen nicht unbedingt sein.
    Da braucht man seine Kraft für andere Dinge und ich habe - wie schon erwähnt - in solchen (ähnlich wichtigen) Momenten sehr gute Erfahrungen mit dem privaten Anschreiben gemacht.
    Auch ein Hamster-Rad sieht von innen wie eine Karriere-Leiter aus.

    Es reicht, was du siehst und empfindest. Das Kind muss keinen Namen haben.
    Zitat von Rezeptfrei September 2014

    LG Milk_

  8. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    So wie ich es verstanden haben, geht es hier im Moment darum "Zeit" zu schenken, vielleicht kleinere Unterstützungsleistungen zu erbringen, aber nicht direkt um Pflegeleistungen.

    Man darf nicht unterschätzen, dass auch die Zeit mit den älterwerdenden oder schon alten Eltern Kraft kostet, es ist eben keine selbstbestimmte Zeit. Ich habe eine Zeitlang jeweils einen Wochenendtag und bei Bedarf einen Feierabend für meine Eltern bzw. dann für meine alleingebliebene Mutter reserviert. Ich habe so gut wie keine praktische Unterstützung geleistet, da ich sie eher zu der Einsicht bringen wollte, dass sie professionelle Hilfe brauchen und annehmen müssen. (Das Zuschauen, wie Dinge nicht gut laufen und nichts zu tun, ist aber auch nicht so leicht auszuhalten.) Aber allein das lange Sitzen und Führen von Unterhaltungen um sich häufig wiederholende Themen, kleine Unterhaltungsspiele mitmachen, das sich über Stunden hinziehende gemeinsame Essen(-gehen) und Spaziergänge im Schleichschritt empfand ich als insgesamt anstrengend. Ich hätte das neben meiner Vollzeit-Berufstätigkeit nicht über einen langen Zeitraum geschafft, obwohl ich keine weitere Verpflichtung, wie z. B. Kinder, hatte.
    Anderen mag das leichter fallen, aber mancher tut sich sicher ähnlich schwer damit wie ich.

    Ich finde es legitim und nachvollziehbar, sich zeitweise für mehr Familienarbeit zu entscheiden und dafür die Berufstätigkeit zurückzustellen. Ich war und bin gern berufstätig. Aber eine Welt, in der sich das soziale Miteinander immer dem Beruf, der Produktivität und der Einkommengenerierung unterordnen muss oder Selbstaufgabe verlangt wird, um alles zu bewältigen, wäre auch nichts für mich.

  9. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    @Lea
    Ich weiß genau, was du meinst...meine Eltern sind fast 79, fast 85, alle anderen Verwandten leben nicht direkt vor Ort.
    Zusätzlich dazu habe ich noch einen kleinen 5-jährigen Wirbelwind.

    Für dein ganzes Post: .
    Auch ein Hamster-Rad sieht von innen wie eine Karriere-Leiter aus.

    Es reicht, was du siehst und empfindest. Das Kind muss keinen Namen haben.
    Zitat von Rezeptfrei September 2014

    LG Milk_

  10. User Info Menu

    AW: Absicherung, wenn ein Partner aufhört zu arbeiten

    Ich würde hezte auf keinen Fall mehr allein zurückstecken. Wenn, dann reduzieren beide, nicht nur einer.
    Es it einfach Gold wert einen job zu haben, etwas außerhalb der Familie, das einem Abwechslung und Ego schenkt und sich ebenbürtig zu fühlen.

Antworten
Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •