Antworten
Seite 1 von 35 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 350
  1. User Info Menu

    Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Hallo zusammen,

    Ich brauche mal Eure Tipps: ich habe kürzlich geerbt. 250.000€. Die sollen nun langfristig angelegt werden. Ich brauche das Geld in den nächsten 20 Jahren nicht, danach vermutlich auch eher nicht. Es soll also möglichst gewinnbringend angelegt sein und mir möglichst wenig Arbeit machen. Ich dachte immer an eine Eigentumswohnung hier in der angrenzenden Großstadt, in der Wohnungsmangel herrscht und man etwa 10€/qm Kaltmiete bekommt. Die Kaufpreise sind natürlich auch happig. Meine Idee wäre, eine ca 70qm Wohnung zu kaufen, da lägen die Kosten um die 300.000€ (Die Finanzierung der Restsumme wäre kein Problem). Mieteinnahmen wären dann bei ca 700€/Monat. Vermutlich gibt es bessere Anlagen/Renditechancen momentan. Mir erscheint die Summe aber zu hoch, um sie rein in Aktien/ETFs etc anzulegen.
    Habt Ihr Tipps?

  2. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Ich würde keine Schulden machen, sondern eine kleinere Wohnung kaufen.

    Die Mieteinnahmen sind bei einer kleineren Wohnung relativ gesehen höher. Hier im Grossraum Stuttgart bekommst du locker 10 EURO/m2 . . eher mehr.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  3. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Habt Ihr Tipps?
    Weitere 150 T€ aufnehmen und zwei 2-Zimmer-Wohnungen kaufen. Das sollte sich in 20 Jahren abzahlen lassen und danach hast Du eine schöne Zusatzrente.

    Wenn die "angrenzende Großstadt" eine Universität hat, solltest Du keine Probleme haben, dauerhaft Mieter zu finden.
    Be yourself no matter what they say (Sting).

  4. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Es soll also möglichst gewinnbringend angelegt sein und mir möglichst wenig Arbeit machen.
    ….
    Mir erscheint die Summe aber zu hoch, um sie rein in Aktien/ETFs etc anzulegen.
    Immobilien machen Arbeit. Wer was anderes behauptet, hat keine. Offensichtliche Risiken gibt es natürlich auch bei der Vermietung und im Idealfall bringt man schon etwas Erfahrung in der Vermietung mit, sonst ist die Lernkurve bei der ersten Immobilie sehr steil. Es gibt aber nichts, was man nicht lernen könnte, ich erwähne es nur deshalb, weil „möglichst wenig Arbeit“ gefragt war.

    Aktien/ETF. Auch nicht ohne Risiko, allerdings bei 20+ Jahre Anlagedauer ist das ziemlich zu vernachlässigen. Arbeit damit? Da gibt es nichts, was frau nicht bei einer Tasse Tee und einem Schokokeks von zuhause vor dem Bildschirm regeln könnte. 250.000 ist eine Stange Geld, aber noch kein hoher Betrag für eine Wertpapieranlage. Frag mal die Reichen dieser Republik.

    Mit 250.000 Anlagesumme bist du auch knapp für Private Equity/Family Office qualifiziert. Da gehörst du zwar immer noch zu den ganz kleinen Anlegern, aber einige wenige Gesellschaften öffnen sich ab dieser Einstiegssumme. Wenn du also dein Vermögen betreuen lassen willst, wo auch die Reichen ihre Vermögen parken, müsstest du gezielt nach solchen Gesellschaften suchen. Arbeitsaufwand noch geringer, nur einmal überweisen und dann kümmert sich eine diskrete Mannschaft um dein Geld. Ich wollte das wegen der zur Verfügung stehenden Summe vollständigkeitshalber erwähnen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  5. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Immobilien machen Arbeit. Wer was anderes behauptet, hat keine.
    Da bin ich ausnahmsweise einmal nicht Deiner Meinung.

    Ich vermiete seit über 25 Jahren Eigentumswohnungen und hatte bisher nur einen Mieter, der Arbeit gemacht hat. Ansonsten alle paar Jahre einen Mieterwechsel, die jährliche Nebenkostenabrechnung dauert bei extern verwalteten Eigentumswohnungen 5 bis 10 Minuten pro Wohnung. Da habe ich mir früher mit meinen Aktien mehr Arbeit gemacht.
    Be yourself no matter what they say (Sting).

  6. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Ansonsten alle paar Jahre einen Mieterwechsel, die jährliche Nebenkostenabrechnung dauert bei extern verwalteten Eigentumswohnungen 5 bis 10 Minuten pro Wohnung. Da habe ich mir früher mit meinen Aktien mehr Arbeit gemacht.
    Das klingt nach einer guten Quote.
    Du hast recht, man sollte auch die problemlosen Fälle betrachten, die es zur Genüge gibt, sonst wäre Privatvermietung schließlich nicht so verbreitet.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  7. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Ich vermite seit 7 Jahren 2 Wohnungen.

    1. Tipp: Die Wohnung sollte zeitnah erreicht werden können, damit man nicht wegen jedem kleinen Defekt einen Handwerker beauftragen muss. Ich konnte 7 von 8 gemeldeten Schäden selbst reparieren, nur der Geberit der einen Wohnung musste mal von einem Flaschner getauscht werden.

    2. Tipp: Vermiete nur an Leute, deren Umfeld Du kennst. Ich habe bisher nur an Leute vermietet, die ich entweder selbst kenne (z.B. Praktikantin im Nachbarbüro, Stiefsohn vom Fussballkumpel meines anderen Büronachbarn).

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Eine Wohnung ist ein Klumpenrisiko. Das würde ich nicht noch hebeln, indem ich einen Kredit aufnehme, es sei denn, ich möchte ohnehin eine Wohnung haben, die ich mir erst jetzt so gerade eben leisten kann.

    Als Vermieter braucht man gewisse Fertigkeiten (handwerklich, geschäftlich, emotional), hast du die? Wenn nicht kannst du eine Verwaltung beauftragen, sich um die Vermietung und die Mieter zu kümmern, aber das reduziert die Rendit.

    Rechne dir nichts schön, berücksichtige Nebenkosten, Leerstandsrisiko, Steuern, Unterhalt, nötige werterhaltende Maßnahmen. (Außer du willst ohnehin eine Wohnung.)

    Aktien/Fonds skalieren problemlos (gehen für jeden Betrag), Immobilien zu deinen Gunsten (je mehr Immobilien du hast, desto geringer wird der Klumpen.) Deswegen ist der Tipp mit zwei Wohnungen bedenkenswert (wenn du die beiden nicht zusammenklumpst, also in der selben Gegend kaufst).

    Ich würde was total langweiliges tun:
    20T in Tagesgeld (falls das nicht schon da ist)
    Vom dem Rest:
    1/3 in Festgeld(treppen) oder Renten-ETFs (je nach erwarteten Szenarien über die nächsten 5 Jahre),
    2/3 in Aktien-ETFs.

    Ich hab aber auch das "Anti-Vermieter-Profil": Zwei linke Hände, kann nicht mit Handwerkern reden, schiebt gerne Sachen auf, und hat schlechte Abwehrkräfte gegen Jammergeschichten.
    Geändert von wildwusel (03.11.2020 um 22:38 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Mit 250.000 Anlagesumme bist du auch knapp für Private Equity/Family Office qualifiziert.
    Jetzt bin ich neugierig: Sind die besser als die Kleinsparer-"Vermögensverwalter"?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. User Info Menu

    AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich neugierig: Sind die besser als die Kleinsparer-"Vermögensverwalter"?
    Darauf kannst Du Dich aber verlassen. Die haben auch Zugang zu Geldanlagen, die Du am Bankschalter nicht bekommst.
    Be yourself no matter what they say (Sting).

Antworten
Seite 1 von 35 12311 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •