Ich könnte mir da zwei Sachen vorstellen:
1. Haben Frauen öfter beigebracht bekommen, daß sie von Finanzsachen nichts verstehen und die Orga ihres Geldes dem nächstebesten Mann (Vater, Ehemann, Bankberater...) überlassen sollen, oder sich allenfalls noch an Sparbücher und Lebensversicherungen halten. Da müssen Alternativen nicht nur aufgezeigt, sondern auch in den Bereich des Möglichen verschoben werden.
2. Frauen haben oft andere Vorstellungen von ihrer Lebensgetaltung als Männer, und andere Lebensgestaltung schlägt sich ganz oft in Einnahmen und Ausgabe wieder. Das muß ggf hinterfragt werden und rausgefunden, wo denn die Prioritäten liegen, und wie die jeweils bedient werden können.
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23.11.2020, 15:56
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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23.11.2020, 16:00
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
1. Alles, was am Aktienmarkt hängt, geht rauf und runter.
2. Man braucht das Vertrauen, daß es insgesamt eher hochgeht.
3. Man braucht einen Zeithorizont, um das "runter" auzusitzen. Wer in der Baisse Geld braucht, zahlt für das, wofür er es braucht, einen hohen Aufschlag.
4. Man braucht die *Nerven* um das "runter" auszusitzen und darauf zu vertrauen, daß es auch wieder hochgeht.
5. Es gibt immer Anlagen, die den Markt schlagen. Wenn man sich zutraut, herauszufinden, welche das sind, bleibt man mit einem ETF, der minimal hinter dem Markt läuft, unter seinen Möglichkeiten.
6. Man kann befürchten, daß ein ETF einen positiven Rückkopplungskreislauf enthält, der bei gemanagten Fonds oder Einzelaktien vermieden werden kann.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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23.11.2020, 16:01
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23.11.2020, 16:44Inaktiver User
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
Da muss ich mich entschuldigen, ich hänge teilweise so sehr im Jargon drin, dass ich das gar nicht merke. "Konservativ" ist durchaus ein Anlagebegriff. Ein konservativer Anleger ist ein auf Sicherheit bedachter, der nicht zu viele Schwankungen haben will. Man spricht z.B. auch von einer "konservativen Schätzung", wenn da viel Puffer drin ist, also die Wahrscheinlichkeit, dass im negativen Sinne von der Schätzung abgewichen wird sehr klein ist.
Weshalb der Zusammen klang von "konservativ" und "4-7%" bei mir Misstöne erzeugt
Tja, warum nicht? Erst einmal gibt es natürlich jede Menge Leute, die von sich selbst glauben, dass sie besser traden können als der Markt. Dann gibt es tatsächlich auch grundsätzliche Erwägungen, wildwusel griff sie ja schon auf. Und dann wäre es auch einfach zu billig, sich ein kostenloses Depot zu besorgen, zwei, drei etf zu kaufen und das Zeug liegen zu lassen. Da verdient ja niemand etwas dran.
Ich finde als Einstieg dazu tatsächlich die Finanztest Sachen ganz gut, Pantoffelportfolio und so. Die erklären ganz gut, wie man ein eigenes, einfaches Portfolio aufbaut. Wenn man sich eben nicht erst tagelang durch Kommer, Weber und Co lesen will.
Das Problem ist vermutlich, dass man zum Selbermachen mutiger sein muss. Weil man (oder eher frau?) den Fehler ja oft erst einmal bei sich sucht. Stell Dir vor, Du baust im Januar 2020 ein Finanztestportfolio. Und im Febraur kacken die 250.000 wegen Corona ab. So richtig, -30% waren es bei mir. Du stellst Dir allein die Frage, ob Du das richtig gemacht hast. Ob Du vielleicht verkaufen solltest. Ob Du für die -30% nicht lieber einen Tesla gekauft hättest, oder ....
Das Portfolio, das die Bank Dir gekauft hätte, wäre genauso abgeschmiert, aber den Vergleich hast Du ja nicht. Der Bankmensch sagt: "Frau huppsi, alles gut, das sitzen sie jetzt aus, dafür haben sie ja 35% Rentenanteil in ihrem Portfolio, die fangen das auf, ohne wäre es ja viel schlimmer geworden." Das streichelt die Seele.Geändert von Inaktiver User (23.11.2020 um 19:48 Uhr) Grund: ich liebe die Autokorrektur...
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23.11.2020, 16:48Inaktiver User
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23.11.2020, 16:59
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
Es gibt natürlich auch eine völlig andere Möglichkeit der Anlage, die sich neben Aktien, Immos anbieten, wenn Geld da ist, das man eigentlich gar nicht braucht.
Grundsätzlich kann man sich überlegen, ob es Dinge gibt, die man toll findet, sich aber nie angeschafft hat. Die Angst, irgendwann mal nicht genug zu haben, lässt Leute sparen, Geldberge anhäufen in Fonds, Aktien, Immos, Gold. Die Lebensqualität wird damit nicht erhöht.
Im Gegenteil, ständig treibt einen die Angst um, dass die Kurse einbrechen, die Immoblase platzt.
Ich denke da z.B. an einen Oldtimer, den man am Wochende ausfährt und Spass damit hat. Oder edle Antiquitäten, die am sich in die Wohnung stellt.
Reisen und zwar wertvoll reisen ist eine Investition in Erinnerungen, die man bis an sein Lebensende hat.
Vielleicht gibt es ja noch alternative Ideen.
Apropos sichere Aktienanlage, man muss sich nur Dividendentitel suchen, die seit 100 Jahren ihre Divi gezahlt haben. Die werden auch in Zukunft nicht so schnell vom Markt verschwinden. Da ist dann Rendite relativ sicher.Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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23.11.2020, 17:10
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
Ja, danke, da finde ich mich in vielem wieder. Den Zeithorizont zum aussitzen habe ich locker, und mir ist absolut bewusst, dass es schlechte Zeiten gibt. Nur, wenn ich selber anlege, hätte ich vermutlich echt Angst, was falsch gemacht zu haben, während ich beim verwalteten Vermögen entspannter wäre. Und ja, die Summe vergrößert die Angst, absolut.
Pia, ja, dass die Leute denken, sie wären besser als der ETF, denke ich auch. Die beiden Bankberater konnte ich mir auch schlecht in FFM an de Börse vorstellen. Die machten eher so den Eindruck Nacht „wohnortnah in Festanstellung ist auch fein“ 😉
Sachen kaufen etc ist echt nicht de Fokus bei mir, das kann ich vom Gehalt schon, und um die Altersabsicherung muss ich mir auch keine Sorgen machen zum Glück. Wie gesagt wäre die Erbschaft halt fein, um evt früher in Rente zu gehen 😊 Schick reisen kommt auch mal dran, wenn die Kinde größer sind. Bis dahin soll das Geld einfach nur arbeiten....
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23.11.2020, 17:27
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
"Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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23.11.2020, 22:43
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
Mit ihrem eigenen Geld vielleicht, aber nicht mit dem Geld ihrer Kunden. Es gibt genügend Untersuchungen und Veröffentlichungen zur Performance von Investmentfonds die zeigen, dass nur wenige von hochbezahlten Fondmanagern gemanagte Investmentfonds ihren Vergleichsindex in der Performance schlagen. Nicht umsonst wird hier im Forum den ungemanagten ETFs das Wort geredet.
Be yourself no matter what they say (Sting).
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24.11.2020, 07:24
AW: Erbschaft anlegen: Tipps gesucht
Du willst wirklich, dass „Fachleute“ mit deinem schönen Geld spekulieren? Weißt du was spekulieren bedeutet? Das Geld kann sich vermehren oder auch weg sein. Spekulieren heißt rein in den Markt und raus aus dem Markt, Aktien kaufen und abstoßen. Hin und her macht Taschen leer oder auch außer Spesen nichts gewesen.
Sehr richtig. Was ist denn an der Börse passiert im Corona-Absturz? Es gab eine rasante Talfahrt, viel Geschrei und eine sehr überraschende Kurserholung. Was erwartest du dir da von einem professionellen Depotmanager? Er hätte die Zeichen erkennen können und im Februar zu Höchstkursen verkaufen müssen. Dann wärst du erstmal auf einem Haufen Geld gesessen. Dann hätte der Manager genau einen der wenigen Tage erwischen müssen um den 22. März herum, als die Kurse am tiefsten waren um wieder zuzukaufen. Hättest du ihm das erlaubt? Im dunkelsten Tal des Absturzes zukaufen, wenn man nicht weiß ob die Kurse noch weiter fallen?
Wenn du das nicht getan hättest, wäre jetzt der Zeitpunkt, wo die alten Kursstände wieder erreicht werden. Spätestens jetzt musst du in den Markt gehen, denn sonst drohen weitere Kurssteigerungen in den nächsten Monaten an dir vorüberzugehen. Gewonnen hättest du bei der Aktion also gar nichts, sondern nur Spesen vom Kauf/Verkauf gehabt.
Oder du hast einen ETF auf dem Weltindex und hättest deine Füße stillgehalten. Das Depot wäre abgestürzt und hätte sich wieder erholt, ganz ohne Kosten und ohne Manager. Die Anleger werden mit ETFs deswegen nicht wohlhabend, weil sie zwei Dinge nicht mitbringen: Nerven und Zeit. Dabei ist es wirklich so einfach."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)



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