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    Anfänger-Frage zum Thema "Aktie"

    Hallo liebe Community,

    habe mich in den letzten Wochen auf allen Kanälen (Web, Bücher, hier in der Community, usw.) mit der Thematik "Aktien kaufen" beschäftigt und habe für mich auch schon eine Strategie gefunden, wofür ich mir Aktien zulegen und damit verfahren will (Stichwort: "Langfristigkeit").

    Derzeit fuchse ich mich weiter in alles ein und als ich kürzlich in einem Video einer Person zusah, wie sie zeigte, wie man mit einem eigenem Depot Aktie kauft, fiel mir folgendes auf, wozu ich eine Frage an die erfahrenen Aktien-Käufer hier habe:

    In dem Video kaufte der junge Mann eine Aktie, die mit (nach meiner Erinnerung) um die 60,00 € kostete. Er hat dafür in seinem Limit-Button aber 55,00 € eingegeben - will offenbar warten, bis die Aktie zu diesem Preis verfügbar ist.

    Meine Frage nun: Ist denn dieses Vorgehen üblich? Dass man einen niedrigeren Wert, als wie die Aktie gerade steht, eingibt?

    Denn wenn ich mich entschieden habe, diese oder jene Aktie zu kaufen, ist für mich ja (also für mich persönlich) der aktuelle Preis in dem Moment okay und ich kaufe.

    So wie ich ja - obwohl man das wahrscheinlich eher nicht vergleichen kann - mir auch eine Handtasche kaufen werde, wenn ich beabsichtige, sie zu kaufen und nicht erst noch Wochen warte, bis sie vielleicht mal im Angebot ist (dieses simple Beispiel dient nur dazu, euch darzustellen, wie ich es meine....).

    Hängt dieses "Limit eintragen" vielleicht eher damit zusammen, dass man von vornherein ausschließt, zu kaufen, wenn der Kurs zwischenzeitlich hoch geht und man dann evtl. Verluste macht bzw. nicht zum vorgesehenen Preis kauft?

    Oder war bei diesem Beispiel in dem Video das eben nur individuell bei dem Mensch, der das erklärte, so? Also seine persönliche Gangart?

    Sprich: Wenn ich morgen eine Aktie kaufen will und die kostet 60,00 €, kaufe ich mir zu diesem Preis doch soundsoviele Aktien sofort und lege nicht noch einen anderen (niedrigeren) Preis fest, oder?

    Ich hoffe, ich erklärte das hier nun nicht ZU umständlich, vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, evlt. habe ja auch ICH einen Denkfehler.

    Vielen Dank schon mal in die Runde!

    Herzliche Grüße an alle!

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    AW: Anfänger-Frage zum Thema "Aktie"

    Man überlegt sich, diese Aktie ist bis zu einem bestimmten Preis kaufenswert. Dann nimmt man z. B. das als Limit. Unlimitiert sollte man in der Regel nicht kaufen, es sei denn man beschränkt beim Kauf die Kaufsumme wie beim Sparplan.

    Normalerweise läuft das dann so: Du hast beschlossen, in die Firma X zu maximal 60 Euro einzusteigen. An der Börse wird sie gerade zu 55 gehandelt. Also erteilst du einen Kaufauftrag z. B. mit Limit von 56, damit du nicht von einer spontanen Handelsspitze mitgenommen wirst.

    Der Typ meint vielleicht, X sei nur bis 52 kaufenswert und setzt eine Order mit 52 rein und wartet ab. Er bekommt sie oder auch nicht.

  3. Moderation

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    AW: Anfänger-Frage zum Thema "Aktie"

    Hi Shining_Star,

    Das wichtigste zuerst:

    Leute, die Finanzvideos drehen, haben "Finanzen" als Hobby. Was die tun, vor allem, wenn sie schon eine Weile dabei sind, ist wie "Eiscreme Currywurst und Pommes" von jemand, der seit 10 Jahren sein Eis selber macht. Du möchtest aber vielleicht lieber Erdbeer.

    Jetzt die Gründe für Limits:

    Man kauft/verkauft mit Limit, wenn man sich sagt, "Das (=das Limit) ist der Preis zu dem ich das Papier dann doch nicht kaufen/verkaufen möchte". (In deinem Beispiel: für über 55 Eu.) Macht man ja auch als Konsument mit allem möglichen, nur, bei Anlagen schwappt der Preis mehr als bei Mode der ausgehenden Saison.

    Es kann sein, man würde zu einem zu hohen Preis nicht kaufen, weil es zu teuer ist, oder nicht verkaufen, weil man etwas, das gerade so gut läuft, bestimmt bald zu einem besseren Preis verkaufen kann; es kann sein, man würde zu einem niedrigen Preis nicht verkaufen, weil es einem schade ums Geld ist, oder man hofft, nächste Woche wieder mehr zu bekommen, oder nicht kaufen, weil da anscheinend etwas mit der Firma doch nicht stimmt. (Eine Designerhandtasche für 40 Euro? Bestimmt ein Fake!)

    Es kann sein, man macht es wie der Mensch in dem Video und setzt ein Limit unter aktuellem Preis, da man erwartet, daß die Aktie in nächster Zeit für diesen Preis zu haben sein wird, und nicht ständig lauern möchte, ob sie jetzt da ist.

    Bis auf das "gerade zu teuer" durch einen sinnlosen Kurssprung halte ich viele von den Gründen für Limits für etwas, das eher zu einem Spekulanten als zu einem Kaufen-und-Aussitzen-Langzeitanleger paßt.

    Von der Theorie mal ab:

    Ich habe früher immer mit Limit gekauft/verkauft, um nicht von irrelevanten Kursschwankungen (Aktienexperte hat irgendwas im Frühstücksfernsehn gesagt...) auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Klappt nur nicht mehr. Mir sind manche limitierten Käufe gescheitert, da der Broker Aufträge mit zu großem Abstand (8% in dem Fall) zwischen Preis und Limit löschte. (Was zum Kuckuck?) Ich mußte anrufen, um das herauszufinden, und der Mensch am anderen Ende konnte mir nicht sagen, eine wie hohe Differenz "erlaubt ist". (Mifid oder was? Geht's noch???).

    Ich wollte dem mal nachgehen und ggf. den Broker wechseln, aber da ich inzwischen praktisch nur noch große Fonds kaufe, die nicht so sehr "schwappen", und plane, zukünfitiges Auf und Ab auszusitzen, betrifft mich das nicht mehr genug, um mir dafür die Recherchearbeit zu machen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Anfänger-Frage zum Thema "Aktie"

    Hallo Quirin, hallo Wildwusel,

    danke für die Antworten. Es leuchtet mir jetzt ein! Herzlichst, Shining_Star

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    AW: Anfänger-Frage zum Thema "Aktie"

    Ich habe schon viel Aktien in meinen Leben gekauft (und nur wenige verkauft), ein Limit hat bei mir nie eine Rolle gespielt. Wenn ich 10.000 Euro in die Firma Wundervoll investieren möchte, dann deswegen, weil ich davon überzeugt bin, dass die Aktie zu meinem Portfolio passt und sich früher oder später als lohnendes Investment entwickelt.

    Es ist mir dabei völlig egal, ob ich die Aktie zu 53, 55 oder 60 Euro kaufe. Voraussetzung ist dabei das Ziel eines langfristigen Vermögensaufbau, also 20+ Jahre Haltedauer. Nach so langer Zeit, diversen Aktiensplits und Spin offs (wo sich bestimmte Sparten vom Mutterkonzern abspalten) habe ich mittlerweile Schwierigkeiten nachzuvollziehen, wie denn der Einstiegskurs war. Es spielt aber auch keine Rolle, denn die Kurse der Aktien haben sich vervielfacht und drei Euro mehr oder weniger pro Aktie zum Einstiegszeitpunkt ist dabei völlig egal fürs Gesamtergebnis, ebenso wenig wie übrigens die Kosten dieser Transaktion.

    Wer dagegen spekulativ unterwegs ist und seine Aktien in immer kürzeren Intervallen abstößt und neu kauft (die Haltedauer von Aktien geht seit Jahren zurück), muss den Zeitpunkt für Kauf/Verkauf, Kurs und auch die Kosten der Transaktion unbedingt berücksichtigen, sonst geht die Rechnung nicht auf.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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