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    Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Liebe Leute,

    ich (Ende 30) spare seit Jahren vor mich hin und überweise alles auf mein Tagesgeldkonto nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Habe weder Immobilienkaufwunsch noch andere (materielle) Träume und brauche das Geld - so das Schicksal nicht dazwischenfunkt- erst zum Renteneintritt.

    Jetzt habe ich das "Problem", dass ich das Einlagensicherungslimit überschreite und mich zusehends unwohler fühle, da doch recht viel Geld auf dem Online-Tagesgeldkonto liegt...

    Da ich mich nur äußerst ungerne mit Aktien & Co. beschäftigen will, weiß ich aber nicht, welche Alternativen es sonst gäbe? Ein zweites Tagesgeldkonto mit einem neuen Einlagensicherungslimit zu eröffnen und weitermachen wie bisher wäre mir trotz Inflationsverlus das Bequemste, weil Nervenschonendste. (Wie ist es eigentlich mit der Sicherheit und Haftung bei Hackerangriffen oder so?) Oder ist es sicherer, das Geld zu meiner Sparkasse zu transferieren (immerhin Ansprechpartner vor Ort) und dort liegen zu lassen? Oder soll ich mir einen Goldklumpen unters Bett legen?

    Hört sich wahrscheinlich ziemlich doof an, aber ich hoffe wirklich auf pragmatische Anregungen.

    Danke.

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Hallo Raviola,
    schade, dass du nicht mit Aktien & Co. beschäftigen möchtest. Bis zur Rente hättest du noch soooo viel Zeit, Schwankungen an den Aktienmärkten einfach auszusitzen. Als Alternative zu Einzelaktien, die durchaus etwas Pflege bzw. Kümmern brauchen, gibt es auch weltweit anlegende ETF, das sind passive Indexfonds. Nach meiner Meinung ist Zinsanlagen auch in Zukunft kein Staat zu machen, das Geld verliert nur an Wert.
    Gruß moose15

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Wenn Du sagst, Du brauchst das Geld zum Renteneintritt - da brauchst Du es dann aber auf jeden Fall?

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Hallo Raviola (irgendwie krieg ich Hunger bei dem Nick),

    obwohl Aktienfonds auf einen breiten Index (ETF World) renditemäßig regelmäßig im vorderen Feld liegen, ist es nicht Jedermanns Sache. Sieht man jetzt klar zu Coronazeiten. Wer nicht die Nerven hat, eine solche Durststrecke durchzustehen, ist kein Kandidat für Wertpapiere und es ist dann tatsächlich besser die Finger davon zu lassen.

    Die simpelste Lösung hast du selbst erkannt, ein weiteres Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank. Was einen Hackerangriff angeht solltest du dir keine übertriebenen Sorgen machen. Auf sämtliche Websiten dieser Nation werden ständig und unablässig Hackerangriffe gemacht, manchmal wird auch die Webseite für einige Stunden deswegen lahmgelegt. Aber selbst wenn ein virtueller Banküberfall erfolgreich wäre, haftet die Bank für den Schaden. Die lokale Sparkasse ist da keinesfalls sicherer, denn dein Tagesgeld lagert nicht physisch im Tresor dieser Bank, sondern ist eine Anzahl aus Bits und Bytes in deren IT-Landschaft.

    Das einzige worum sich Nutzer von Online-Banking selbst gewissenhaft kümmern sollten, ist die eigene Sicherheit ihres PCs. Regelmäßige Sicherheitsupdates vom Betriebssystem und aktuelle Virensoftware, kein Besuch von dubiosen Websiten und Vorsicht vor Mails mit Anhang von Unbekannten. Wenn du das beachtest, bist du auf der sicheren Seite vom Internetbanking.

    Rein renditetechnisch könntest du noch eine Festgeldleiter anlegen, also etwas Geld vom Tagesgeldkonto abziehen und für eins bis drei Jahre zu hoffentlich besseren Konditionen fest anlegen. Wenn du mehrere dieser Festgelder hast, die immer zu verschiedenen Zeitpunkten auslaufen, dann bist du finanziell flexibel und kannst auch auf eine veränderte Zinssituation reagieren.

    Ein Wort zum Gold. Wenn du außer dem Tagesgeldkonto rein gar nichts an materiellen Werten (Immobilie, Aktien) besitzt, könnte es tatsächlich nicht schaden, sagen wir mal 5 Prozent in Gold zu halten. Nicht wegen der Rendite, sondern weil Gold eine Versicherung für schlechte Zeiten ist. Das Risiko der Lagerung ist natürlich dabei zu beachten.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von moose15 Beitrag anzeigen
    Schwankungen an den Aktienmärkten einfach auszusitzen.
    Genau dieses Hin- und Hergeschwanke finde ich ja so nervaufreibend. Habe mal nach "nachhaltigen" ETFs geforscht, aber auch hier fand ich nur halbkonkrete Angaben, welche Unternehmen wirklich drinstecken...

    Kannst Du konkret einen ETF-Anbieter empfehlen?

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Wenn Du sagst, Du brauchst das Geld zum Renteneintritt - da brauchst Du es dann aber auf jeden Fall?
    Davon gehe ich aus; ist als solide Unterfütterung meiner staatlichen Rente gedacht.

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Liebe Nocturna (mit Hunger kam dieser Nick auch zustande)

    danke für deine Gedanken; auch die Anregungen zur eigenen PC-Sicherheit sind wertvoll.

    Auch mit der Festgeldleiter werde ich mich beschäftigen. Aber warum denn "nur" auf ein bis drei Jahre, wenn ich davon ausgehe, dass ich das Geld viel später brauche?

    Könnte ich nicht die Hälfte auf dem Tagesgeldkonto lassen (mit der habe ich ja Flexibilität) und die andere gleich auf einem Schlag bei einem Festgeldanbieter auf 10 Jahre festlegen und fertig. (Schon beim Strom- und Telefonanbieter finde ich dieses Wechseln nach Fristende anstrengend.)

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    Auch mit der Festgeldleiter werde ich mich beschäftigen. Aber warum denn "nur" auf ein bis drei Jahre, wenn ich davon ausgehe, dass ich das Geld viel später brauche?
    Es gibt verschiede Webseiten, die Festgeldangebote zeigen. Renditemäßig bekommst du für dein 10-Jahresfestgeld nur 0,2 Prozentpunkte mehr als für ein 5-Jahresfestgeld. Dieser minimale Aufpreis rechtfertigt auf keinen Fall, dass du für weitere fünf lange Jahre nicht an dein Geld kommst.

    Ich vermute zwar, dass es auch in den nächsten paar Jahren (~ 3-5 Jahre) keinen wesentlichen Anstieg im Zinsniveau gibt, aber alles darüber hinaus ist Glaskugelleserei. Und es wäre doch sehr betrüblich, wenn im sechsten Jahr plötzlich die Zinsen anziehen und du davon nicht profitieren kannst. Der Hintergrund einer Festgeldleiter ist Flexibilität und das solltest du ausnützen.

    Mal abgesehen davon kann sich auch die Ratingbewertung einer Bank verschlechtern, insbesondere wenn du vielleicht ausländische Banken in Betracht ziehst. Bei einigen ausländischen Banken würde ich eher auf kurze Laufzeiten setzen, auch wenn sie unter die Einlagensicherung fallen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    Genau dieses Hin- und Hergeschwanke finde ich ja so nervaufreibend. Habe mal nach "nachhaltigen" ETFs geforscht, aber auch hier fand ich nur halbkonkrete Angaben, welche Unternehmen wirklich drinstecken...
    Warum ist das nervenaufreibend, wenn du das Geld momentan doch sowieso nicht brauchst? Wenn du zwischendrin mal ein paar Zehntausend verlierst, so what?
    "Drinstecken" tun immer die Unternehmen, die auch im zugrundeliegenden Index enthalten sind. Bzw. genauer ausgedrückt, bei einem replizierenden ETF stecken sie tatsächlich in Form der jeweiligen Aktien drin, ein synthetischer ETF bildet die Wertentwicklung nur ab, ohne das die eigentlichen Aktien enthalten sind.

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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Slipperman Beitrag anzeigen
    Warum ist das nervenaufreibend, wenn du das Geld momentan doch sowieso nicht brauchst?
    Mit nervenaufreibend meine ich nicht einen evtl. temporären Geldverlust, sondern sich in die Materie einlesen, vergleichen, recherchieren, welche Unternehmen in welchem Index erhalten sind etc... Ich finde das Thema wirklich sehr, sehr anstrengend und unspannend.

    Am liebsten würde ich das einem unabhängigen Experten anvertrauen ("Mir ist nicht an Wertgewinn gelegen, garantieren Sie mir nur, dass das Geld in 10/20/30 Jahren noch ähnlich viel wert ist wie jetzt"). Nur, wo finde ich so einen seriösen und wirklich unabhängigen Experten?

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