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  1. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Renditemäßig bekommst du für dein 10-Jahresfestgeld nur 0,2 Prozentpunkte mehr als für ein 5-Jahresfestgeld. Dieser minimale Aufpreis rechtfertigt auf keinen Fall, dass du für weitere fünf lange Jahre nicht an dein Geld kommst.
    Guter Einwand, danke.

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    Mit nervenaufreibend meine ich nicht einen evtl. temporären Geldverlust, sondern sich in die Materie einlesen, vergleichen, recherchieren, welche Unternehmen in welchem Index erhalten sind etc... Ich finde das Thema wirklich sehr, sehr anstrengend und unspannend.
    Stiftung Warentest hat sich dem Thema Geldanlage mit ETFs schon oft angenommen. Es gibt ein Buch, in dem die Basics erklärt werden und sie liefern auch gleich praktikable Ansätze mit ihren Pantoffel-Portfolios. Da ist der Name bereits das Programm, eine der vorgeschlagenen Strategien übernehmen, den entsprechenden ETF kaufen, sich zurücklehnen und einmal pro Jahr das Depot überarbeiten.

    Wenn du in den Bereich nachhaltige ETFs gehen willst, gibt es mittlerweile auch hier eine größere Auswahl an Index-Familien. Zu allererst sollte man allerdings das Produkt ETF an sich verstehen, dann kann man sich an die Auswahl machen.
    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    Am liebsten würde ich das einem unabhängigen Experten anvertrauen ("Mir ist nicht an Wertgewinn gelegen, garantieren Sie mir nur, dass das Geld in 10/20/30 Jahren noch ähnlich viel wert ist wie jetzt"). Nur, wo finde ich so einen seriösen und wirklich unabhängigen Experten?
    Nachdem dir diesen Anspruch NIEMAND garantieren kann und falls doch ist er nicht seriös, kannst du das auch gleich selbst in die Hand nehmen. Aller Voraussicht nach, unter Berücksichtigung aller historischen Daten, werden breit bestreute internationale Aktien den von dir geforderten Anspruch = Werterhalt erfüllen können. Dazu kommt eine ebenfalls historische belegte Wertpapierrendite in schwankender Höhe. Ich schreibe extra keine Zahlen, denn das ist die erste vertrauensbildende Maßnahme in Aktien, sich selbst über die historische Gewinnspanne zu informieren. Und hier bitte nicht den DAX wählen, denn die Damen und Herren der Bricom investieren natürlich weltweit.

    Und wenn du dann soweit gekommen bist und den Systemvorteil von ETFs verstehst, könntest du einen kleineren Betrag in einem regelmäßigen Sparplan investieren (ab 25 Euro möglich) oder einen kleineren Betrag von deinem Tagesgeldkonto abzweigen und in diese Anlageklasse investieren. Du musst dein sicheres Geld nicht antasten, wenn du nicht willst. Für eine bessere Rendite in der Zukunft würde es schon reichen, wenn du jetzt einen Sparplan starten würdest.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)


  3. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Guten Morgen Raviola, ich bespare den ETF auf den MSCI World mit der Kennnummer FR0010315770, der ist von Lyxor und investiert in gut 1600 Firmen auf der ganzen Welt. Den habe ich vor x Jahren gekauft und liegengelassen. Schwankungen kommen vor, gerade auch in der jetzigen Zeit. Allerdings möchte ich ihn frühestens 2037 verkaufen, dann wird das Töchterchen 18 Jahre alt.
    Viele Grüße moose15


  4. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    ich (Ende 30) spare seit Jahren vor mich hin und überweise alles auf mein Tagesgeldkonto nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Habe weder Immobilienkaufwunsch noch andere (materielle) Träume und brauche das Geld - so das Schicksal nicht dazwischenfunkt- erst zum Renteneintritt.

    Jetzt habe ich das "Problem", dass ich das Einlagensicherungslimit überschreite und mich zusehends unwohler fühle, da doch recht viel Geld auf dem Online-Tagesgeldkonto liegt...

    Da ich mich nur äußerst ungerne mit Aktien & Co. beschäftigen will, weiß ich aber nicht, welche Alternativen es sonst gäbe?

    Ein zweites Tagesgeldkonto mit einem neuen Einlagensicherungslimit zu eröffnen und weitermachen wie bisher wäre mir trotz Inflationsverlus das Bequemste, weil Nervenschonendste.

    Oder soll ich mir einen Goldklumpen unters Bett legen?

    Hört sich wahrscheinlich ziemlich doof an, aber ich hoffe wirklich auf pragmatische Anregungen.
    Hallo Raviola,

    weckt bei mir Assoziationen an Studentenzeiten und (gar nicht so unleckere Mahlzeiten) aus Dosen kombiniert mit günstigem italienischen Rotwein aus der großen Korbflasche …

    Zur Sache: Bei Deiner Ausgangslage ("Ende 30") hast Du ("brauche das Geld erst zum Renteneintritt") noch deutlich > ein Vierteljahrhundert zeitlichen Raum für die Geldanlage - nach meinem Dafürhalten wird übrigens das Renteneintrittsalter auf jeden Fall weiter steigen (aktuell dürfte es für Dich schon bei 67 Jahren liegen).

    Klar: Auch bei der Geldanlage spielt die Psyche und damit Emotionen eine (typbedingt mehr oder weniger große) Rolle. Trotzdem sollte man zumindest versuchen das Ganze sachlich, nüchtern und kühl anzugehen.

    Deinen Wunsch (in meinem Umfeld denken auch einige so) kann ich gut verstehen bzw. nachvollziehen und würde ihn mal so zusammenfassen: Einfach, sicher, bequem, übersichtlich und ohne Wert-Schwankungen - den schleichenden jährlichen Verlust (Finanzielle Repression = dauerhaft negative Realzinsen) hinnehmend …

    Meine bescheidene Meinung: Über derart lange Zeiträume einer Sparphase (mehrere Jahrzehnte !) zu der Du - bei realistischer Betrachtungsweise - ja auch noch die Ruhestandsphase addieren mußt (Verzehr- bzw. Entnahmephase), die (hoffentlich für Dich) auch Jahrzehnte dauern wird - wäre mir eine Anlage ohne jede Diversifikation zu gefährlich.

    Was nix mit der Einlagensicherung zu tun hat. Bin ein Fan von allen möglichen Anlagen (Bargeld, fremde Sorten, Giralgeld in Form von Tages- und Festgeldern, früher festverzinsliche Wertpapiere und Lebensversicherungen, Immobilien eigengenutzt und vermietet, Gold, Uhren, Oldtimer usw.). Auf die Idee Alles auf eine Karte zu setzen, käme ich nach meiner langen Erfahrung aber niemals: Alles auf Gold, alles auf Immobilien, alles auf die Lebensversicherung , alles aufs Tagesgeldkonto usw. usw.

    Exakt das praktizierst Du aber: Alles auf ein oder mehrere Tagesgeldkonten …

    Schon der allererste Schritt (wer Risiken scheut, der streut) wäre für mich eine strikte Trennung bzw. Unterscheidung in nominale Werte (also Geldwerte wie es z. B. Tagesgeldkonten darstellen) und Sach- bzw. Produktivwerte (wie es z. B. Immobilien, Gold usw. und Aktien darstellen).

    Weder nur mit Nominalwerten (da bist Du der Inflation hilflos ausgeliefert - über derart lange Zeiträume wie bei Dir, also Sparphase plus Ruhestandsphase sprechen wir wohl von > einem halben Jahrhundert) noch nur mit Sach- bzw. Produktivwerten - plus natürlich einer Rücklage für Notfälle - (diese Werte bewegen sich langfristig so gut wie immer nach oben - allerdings mit teilweise großen Schwankungen; sprich sie taumeln nach oben) würde ich (Betonung liegt auf dem "ich") mich wohlfühlen. Und lege artis wäre es definitiv auch nicht.

    Vielleicht solltest Du darüber einfach mal nachdenken. Und auch selbst ausrechnen (oder ausrechnen lassen), was selbst ein moderater negativer Realzins mit Ersparnissen oder einem Vermögen über so viele Jahrzehnte anstellt …

    In Deinem noch jungen Alter (jedenfalls für eine Ruhestandsplanung) wäre beispielsweise selbst ein Ansatz 50:50 (Nominalwerte zu Sach- und Produktivwerten) ein defensiver und konservativer.

    Die Umsetzung einer solchen Strategie wäre heutzutage - jedenfalls im Vergleich zu früher - ein Kinderspiel. Angefangen von einem gigantischen Angebot über das Online -Banking bis hin zu kostengünstigen Produkten, bei denen man - schon mit kleinen Beträgen als Sparplan oder mit Einmalzahlungen weltweit gestreut in alle möglichen Anlageklassen (via ETFs, Fonds usw.) kostengünstig investieren kann.

    Eine nette Belohnung übrigens für das Aushalten (Aussitzen) der Wertschwankungen auf der Sachwert- und Produktivwertseite: Regelmäßige Erträge wie Dividenden, Ausschüttungen, Mieteinnahmen wirken motivierend und auch beruhigend ...

    Wenigstens mit einem Teil Deiner Mittel würde ich (!) "investieren" statt nur zu "sparen" bzw. das Geld beiseite zu legen.

    Für eventuelle konkrete Fragen zur Umsetzung findest Du hier kompetente AnsprechpartnerInnen - und auch reichlich Lesestoff im Forum.

    Eine Geheimwissenschaft ist das jedenfalls nicht - und an klassische Verkäufer (das sind nämlich in aller Regel die Bank"berater" sämtlicher Banken, sei es nun Genossenschaftsbanken, Sparkassen oder private Geschäftsbanken) würde ich mich nicht wenden.

    Da ist nur meine persönliche Meinung und so würde ich an Deiner Stelle vorgehen.

    Gruß kurant
    Geändert von kurant (24.05.2020 um 08:35 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Hast du dich schon mal mit den angebotenen Duo-Anlagen beschäftigt, bei denen ein Teil der Sparsumme auf ein Festgeldkonto wandert und ein Teil in von den Bank gemanagten Wertpapieren?

    Ich persönlich würde das zwar nicht tun, weil ich selbst die Kontrolle und Steuerung meiner Wertpapieranlagen in der Hand behalten möchte. Aber vielleicht ist es eine Alternative, wenn man sich selbst gar nicht mit der Materie befassen möchte.
    Vielleicht können die Gut-Informierten hier etwas zu der Seriosität und Berücksichtigung der Anlegerinteressen bei diesen Angeboten sagen oder ob die Bankinteressen sich zu stark zu Ungunsten der Sparer auswirken.

    Ansonsten achte ich strikt darauf, die Einlagensicherung bei einzelnen Banken nicht zu überschreiten, Geld wird also auf verschiedene Banken verteilt. So viele Konten bei verschiedenen Banken, wie ich sie habe, würde ich dafür zwar nicht brauchen, das ist eine Folge von Zinsvergleichen. Meine Festgeldanlagen mache ich Moment über Zeiträume zwischen sechs und achtzehn Monaten, länger macht bei den derzeitigen Zinssätzen für mich gerade keinen Sinn.


  6. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Hast du dich schon mal mit den angebotenen Duo-Anlagen beschäftigt, bei denen ein Teil der Sparsumme auf ein Festgeldkonto wandert und ein Teil in von den Bank gemanagten Wertpapieren?

    Aber vielleicht ist es eine Alternative, wenn man sich selbst gar nicht mit der Materie befassen möchte.
    Vielleicht können die Gut-Informierten hier etwas zu der Seriosität und Berücksichtigung der Anlegerinteressen bei diesen Angeboten sagen oder ob die Bankinteressen sich zu stark zu Ungunsten der Sparer auswirken.
    Ob ich mich zu den "Gut-Informierten" zählen kann, lasse ich besser mal dahinstehen.

    Von solchen Paketen und Kombi-Produkten halte ich - offen gesagt - nix. Zum einen wird da eh nur ein minimal aufgehübschter Zins für das Festgeldprodukt geboten (in aller Regel macht man da nach Inflation und Steuer auch noch ein Minus) und außerdem ist das (der aufgehübschte Zins) meist auch noch zeitlich begrenzt. Im Gegenzug landen dann unbedarfte AnlegerInnen bei - nicht selten schlechten - Fonds der assoziierten Investmentgesellschaft der jeweiligen Bankengruppe (bei der Sparkasse Deka, bei den Genossenschaftsbanken Union, bei der Deutschen Bank DWS usw.) und die Bank holt sich den subventionierten Zins (beim Festgeld) doppelt und dreifach (oder noch mehr) über die Gebühren bei den Fonds wieder rein.

    Die Fonds kosten oft allein 5% Ausgabeaufschlag und haben zusätzlich noch Kosten von 1,5%, 2% oder mehr per annum (Management Fee usw.).

    Wenn es statt (passive) ETFs wirklich (aktive) Fonds sein sollen: Die kann man heutzutage oftmals (bei bestimmten Spezialanbietern wie Fonds-Discountern) auch ganz ohne jeden Ausgabeaufschlag kaufen - bei manchen gibt es sogar noch Teile oder sogar 100% der jährlichen Bestands-Provision zurück.

    Solche Kombipackungen (aus meiner Sicht eher Lockvogel-Angebote) würde ich also eher meiden und "rein" anlegen: Da die Tages- und Festgelder - und dort die ETFs oder Fonds (wenn schon letztere, dann aber möglichst kostengünstig erworben).
    Geändert von kurant (24.05.2020 um 15:03 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Lea und kurant,

    danke für Deine Anregung zu den Duoanlagen, Lea 1958 und die hilfreiche Gegendarstellung zu dergleichen Kombi-Paketen, Kurant...

    Solche diskursiven Betrachtungen nutzen mir auf lange Sicht mehr als einseitige Empfehlungen...

    @kurant: You got PN.

  8. Avatar von agathe13
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    Mit nervenaufreibend meine ich nicht einen evtl. temporären Geldverlust, sondern sich in die Materie einlesen, vergleichen, recherchieren, welche Unternehmen in welchem Index erhalten sind etc... Ich finde das Thema wirklich sehr, sehr anstrengend und unspannend.
    Das ging mir vor 15 Jahren oder so ganz ähnlich.
    Lass dir aber gesagt sein: man kann sich reinfinden, sollte das auch, erst recht als Frau, und es kann dann auch Spass machen.

    Am liebsten würde ich das einem unabhängigen Experten anvertrauen ("Mir ist nicht an Wertgewinn gelegen, garantieren Sie mir nur, dass das Geld in 10/20/30 Jahren noch ähnlich viel wert ist wie jetzt"). Nur, wo finde ich so einen seriösen und wirklich unabhängigen Experten?
    Das geht nur über Honorarberater, also Leute, die nicht von den Provisionen leben, die ihnen Anbieter von Finanzprodukten zahlen, sondern Leute, die du zahlst und die also dir verpflichtet sind.
    Deren Honorar ist gut angelegt!


    Zitat Zitat von Raviola Beitrag anzeigen
    Hört sich wahrscheinlich ziemlich doof an, aber ich hoffe wirklich auf pragmatische Anregungen.
    Lies dir das Kapitel Geldanlage im Portal Finanztip durch. Das ist gemeinnützig und alles ist anfängergerecht aufbereitet.
    Fang hier an: https://www.finanztip.de/geldanlage/
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“


  9. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Guten Morgen Raviola.
    Ich kann mich dem Gesagten nur anschließen und empfehle zusätzlich die Monatszeitschrift "Finanztest" von Stiftung Warentest, gibt es auch in jeder Stadtbibliothek.
    Gruß moose15


  10. Registriert seit
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    AW: Einlagensicherung Tagesgeld - Nervenschonende Alternativen?

    Es gibt ja neben der gesetzlichen noch die freiwillige Einlagensicherung. Sicher, dass du auch über deren Sicherungsbetrag hinüberkommst?

    Zitat aus den FAQ des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken: „So liegt die durchschnittliche Sicherungsgrenze bei 190 Millionen Euro pro Kunde pro Bank.“

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