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  1. Registriert seit
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    AW: München in der Rolex Krise

    Da kann man mal sehen, wieviel Leute hierzulande Geld zu waschen haben....

  2. Avatar von elli07
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    AW: München in der Rolex Krise

    Na ja, ich würde da mal garnichts unterstellen von wegen Geldwäsche, das hieße ja, dass das Geld illegal erworben wurde sozusagen.

    Wer wirklich was im großen Stil zu verbergen hat, wird sich wohl kaum bei Minusgraden für alle gut sichtbar bei Degussa in die Warteschlange stellen .

    Inzwischen schieben ja schon Kleinsparer Panik, die sich ein bisschen was fürs Alter auf die hohe Kante legen wollen. Sie haben -nicht zu Unrecht- Angst vor einem Wertverlust ihrer Ersparnisse auf der Bank.

    Das einzige was steigt, sind Mieteinnahmen und die Gewinne der Unternehmer. Dafür können sich jetzt viele wegen der niedrigen Zinsen eine (nicht selten total überteuerte) Immobilie leisten, die das vor Jahren nie hinbekommen hätten.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (28.12.2019 um 09:55 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: München in der Rolex Krise

    Illegal erworben ist es schon dann, wenn es aus "nicht versteuertem Nebeneinkommen" ist, diese Einnahmen gibt's in aller Regel in bar und die zahlt man auch nicht einfach so aufs Bankkonto ein.
    In die Schlange stellen würde ich mich trotzdem... Auch gut sichtbar.


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    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Da kann man mal sehen, wieviel Leute hierzulande Geld zu waschen haben....
    Wer glaubt, daß Geldwäsche bei Goldkäufen (Ausweispflicht schon bisher ab 10 tsd, im neuen Jahr bei 2 tsd.) oder bei Bestellung eines begehrten Rolex Uhrenmodells (bei den Rolex-Konzessionären meist eh nur mit offizielle Warteliste, Name, Ausweis etc.) usw. stattfindet …

    … der glaubt auch, daß es bei der Abschaffung des 500 Euro-Scheins um die Bekämpfung der Kriminalität und des Terrorismus geht - und an den Weihnachtmann …


    Nachtrag: Der teilweise anzutreffende Tenor hier (Bargeld ist was Böses - und wer mit Bargeld zahlt statt mit Überweisung hat wohl was zu verbergen, ist automatisch Steuerhinterzieher oder mindestens der Steuerhinterziehung verdächtig oder gar gleich Geldwäscher, Krimineller usw. zeigt ganz gut, wie die staatlichen Maßnahmen (zur Zurückdrängung des Bargeldes) und die zugehörige Propaganda wirken.

    Bargeld hat eine völlig andere Geldqualität als Giralgeld (Geld auf dem Konto). Habe ich Bargeld fallen Besitz und Eigentum zusammen. Bei Geld auf dem Konto fallen Besitz (bei der Bank) und Eigentum (bei mir) auseinander. Ich gebe damit der Bank sozusagen einen Kredit und habe lediglich einen schuldrechtlichen Anspruch auf Auszahlung. Der ist immer nur so gut wie die Bank zahlungsbereit und zahlungsfähig ist ! Wenn die Bank einen Kredit vergibt läuft es übrigens in aller Regel völlig anders (sie läßt sich dies dinglich absichern (Beispiel Grundschuld bei Immobilien) und/oder anderweitige Sicherheiten abtreten).

    Das Bargeld ist bei der EZB zudem auch deshalb "nicht beliebt", weil es Negativzinsen eine Grenze setzt. Im Zweifel kann ich mir dann eben mein Geld bar auszahlen lassen und so Negativzinsen entgehen. Da aber nur ca. 10% allen Geldes als Bargeld vorhanden ist, kann so schnell ein Bank-Run entstehen, wenn Leute in einer Krise ihr Geld von der Bank abholen (warum haben wohl in 2008 Merkel und Steinbrück plötzlich die Spareinlagen aller Deutschen garantiert ) oder ihr Geld wegen Negativzinsen von der Bank abheben.

    Bargeld bietet auch einen Schutz vor Bail-Ins (s. z. B. Zypern - Mithaftung der Gläubiger der Bank sprich der Sparer und Einleger).

    Bargeld ist damit (wie Gold - oder auch eine Rolex-Uhr) eine Möglichkeit, sich mit Werten außerhalb des Banksystems zu positionieren. Halte ich zudem andere Sorten (wie Dollar, Schweizer Franken), kann ich mich auch außerhalb des Euros mit Bargeld positionieren.

    Das finde ich nicht verdächtig - sondern generell (s. unser heutiges Bank- und Finanzsystem) und im Speziellen (Stichwort "Einheitswährung" s. die Euro-Dauerrettung samt Null- und Negativzinsen der EZB) eher vernünftig. Und sei es nur aus Gründen der Risikostreuung (Diversifikation) beispielsweise mit einem Teil seiner Mittel.

    So wie amtliche Stellen ganz offiziell eine gewisse Vorratshaltung für Krisen- und Notfälle propagieren (Lebensmittel, Medikamente usw.) - würde ich auch eine gewisse Vorratshaltung an Bargeld propagieren. Statt es zu Verteufeln.

    By the way: Hier vor Ort hat letztens schon ein schlichter Stromausfall gereicht, um die Bargeldversorgung zu stören. Die Bankfiliale hatte schon vor geraumer Zeit die Kasse abgeschafft - dafür gibt es nur noch einen Geldautomaten. Dieser war aber ohne Strom dann "außer Betrieb" ...
    Geändert von kurant (28.12.2019 um 10:42 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: München in der Rolex Krise

    Sagen wir so - In meinem Umfeld gibt es mehr Menschen, die ihre schwarz verdienten 500er loswerden müssen als "Währungsflüchtlinge".
    Dieser Logik folgend bin ich tatsächlich geneigt an den Weihnachtsmann zu glauben :)

    Ich bin aber gern bereit, im Falle eines Eurocrashs zu verkünden - Kurant hats ja schon immer gewusst. :)

  6. Moderation
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    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Geld ist auch nicht mehr knapp
    Nach offizieller Lesart gibt es im Moment einfach nichts, wofür es sich gesellschaftlich oder unternehmerisch lohnt, Geld auszugeben. Ist wie mit Weihnachten: Wir haben schon alles.

    Ich hoffe, daß ich, wenn ich so reich wäre wie ein asiatischer oder russischer Weißnichtwohinmitdemgeld würde mir was weniger klischeehaftes zu kaufen einfallen als eine Rolex.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


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    AW: München in der Rolex Krise

    Es mag ja sein, dass auch mal jemand "nebenbei" verdientes Geld in Gold umwandelt, aber die richtig große Geldwäsche ... ich wage zu bezweifeln, dass ein hier im Land lebender Deutscher dazu in der Lage ist. Da kommen Leute von ganz woanders und kaufen hier Straßenzüge auf. Weil es ihnen leicht gemacht wird.

    Wir hatten schon Anfang November ein paar kleine Goldplättchen gekauft, um sie Weihnachten zu verschenken. Ich kam mit dem Security-Mann ins Gespräch und er meinte, man kann schon sehen, dass mehr Leute kommen so im Durchschnitt. Da waren Leute, die "reich" aussahen und welche, die abgerissen aussahen und für 200 Euro Silber kaufen wollten. Achtung! Silber ist nicht wie Gold mehrwertsteuerfrei.
    Und ich habe jetzt auch Schlangen vor dem Goldhandel gesehen.

    Wie ich oben beschrieben habe, ich würde nicht einfach etwas Böses unterstellen, wenn jemand Gold in bar kauft bis zu der Grenze, wo der PA gezückt werden muss. Man will seine Euros anlegen, aber gleichzeitig auch vor Zugriffen schützen.

    Es soll ja auch so sein, dass es mittlerweile kaum noch Bankschließfächer gibt, weil die Leute Wertsachen auslagern. Es ist einfach auch nicht mehr wie früher, wo man bedenkenlos in vielen Gegenden seine Haustür über Nacht offen lassen konnte. Haben wir früher auch, auch die Autos. Heute undenkbar.

    Und klar wird Politik gemacht gegen das Bargeld und ich hoffe, ich erlebe die Abschaffung nicht mehr. Wenn doch, dann gehe ich weit weg, einfach, weil ich mich dann so richtig wie ein Schaf fühlen würde, und wenn ich mit Kauri Muscheln bezahlen müsste im Indischen Ozean.

    Angeblich holen viele Leute auch Bargeld von den Konten, aus Angst vor Negativzinsen. Das wäre dann alles so nicht mehr möglich. Man wäre gezwungen im Fall der Fälle Negativzinsen zu zahlen.
    Wir können nicht sagen wir hätten nichts gewusst. Wir wussten alles.

    Sind wir vielleicht die Morlocks?
    Geändert von Wegwarteline (28.12.2019 um 10:49 Uhr)

  8. Moderation
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    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Es mag ja sein, dass auch mal jemand "nebenbei" verdientes Geld in Gold umwandelt, aber die richtig große Geldwäsche ...
    Wenn's ums Geldwaschen geht, sind Daddelhallen doch der Klassiker.
    Und Kunst.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn's ums Geldwaschen geht, sind Daddelhallen doch der Klassiker.
    Und Kunst.
    Daddelhallen? Wie funktioniert das? Kunst ist so eine Sache. Ich meine auch bei ganz offiziellen Käufen. Ich hab vor Jahren schon Bilder angeblicher Künstler gekauft und weiß bis heute nicht, ob die echt sind. Danach war mal ein Bericht im TV von chinesischen Fälschern, die das richtig echt hin bekommen. Zum Glück hielten die Preise sich in Grenzen.

    Wenn man allgemein sieht was für Kunst ausgegeben wird, das ist manchmal so exorbitant idiotisch! Eine verschwindende Banane für Millionen! Das erschließt sich mir nicht und da würde ich niemals mitmachen. Auch eine Rolex bleibt eine Uhr. Aber wenigstens das. Ein Haufen Kotze auf Eis für 2,3 Millionen Dollar ... da fehlt mir der Kunstverstand für.
    Wir können nicht sagen wir hätten nichts gewusst. Wir wussten alles.

    Sind wir vielleicht die Morlocks?

  10. Avatar von Iceman0905
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    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Daddelhallen? Wie funktioniert das?
    Bin kein Finanzexperte, aber ich erkläre es mir so: Du machst eine Spielhalle auf und dein Bruder, Cousin oder weiteres Clanmitglied besucht dich dort und "verliert" an den Spielgeräten leider das ganze Bargeld aus Prostitution, Drogenhandel, Erpressung etc.

    Dann ist es legal erworbenes Geld, das du zwar versteuern musst, aber es ist schön weißgewaschen. Und du kannst ja nichts dafür dass es sooo viele Spielsüchtige gibt!

    Anschließend wird es familienintern wieder aufgeteilt, oder du schenkst deinem 18jährigen Cousin, weil du ihn so gerne magst, mal eben einen schwarzen AMG-Mercedes, mit dem er dann vor der Shishabar cruisen und posen kann...

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