+ Antworten
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 83

  1. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.924

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ein bißchen wahrheit ist sicher an dem artikel dran
    ich schaue immer mal wieder aus interesse in die schaufenster und im speziellen nach rolex uhren, gerade was auch die teuerungsrate der gaengigen modelle angeht
    und mir ist in letzter zeit sehr haeufig aufgefallen, das die auslagen immer duerftiger werden
    Ein Beispiel aus meinem Bestand: Rolex Daytona Stahl (Referenz Nr. 116520) gekauft am 7. März 2008 zum Listenpreis von 6. 910,00 Euro (blieb ungetragen und original verklebt) - wird aktuell auf den einschlägigen Portalen deutlich > 20.000,00 Euro gehandelt. Letztens kam eine solche Uhr (ungetragen, Ländercode Deutschland, mit Kaufbeleg und Box und Papieren) für 24.000,00 zum Verkauf.

    Festgelder, Sparbriefe, Pfandbriefe oder Bundeswertpapiere (um den Erfinder derselben - Herrn Prof. Hankel - nochmal ins Spiel zu bringen; s. Beitrag Nr. 4 ) wären mir viel lieber gewesen. Das alles macht aber seit Jahren (wegen der EZB-Nullzinspolitik) keinen Sinn mehr - oder wurde (wie die Bundesschatzbriefe m. W.) sogar gänzlich abgeschafft.

    Daher ist die Suche nach Alternativen logisch. Was die Nachfrage und Preisentwicklung bei alternativen Investments (wie eben Uhren aber auch Gold, Oldtimern, Kunst usw.) dokumentiert. Der Preisanstieg von Betongold (Immobilien) dürfte nach meinem Dafürhalten damit auch - jedenfalls teilweise - zu erklären sein.


  2. Registriert seit
    26.12.2017
    Beiträge
    240

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen


    Nicht jede/jeder kann oder möchte anscheinend genau hinschauen bzw. "zugucken"

    Ökonomische Gesetze sind diskursresistent und setzen sich früher oder später (nicht selten früher) immer durch. Und zwar so offenkundig und drastisch, daß selbst den größten Schönfärbern, Traumtänzern, Wünsch-Dir-Was-Protagonisten usw. dann die unweigerliche Begegnung mit der Realität nicht erspart bleibt. Und auch die Folgen klar werden ...
    Inzwischen erspare ich mir jegliche Diskussion mit Schlafschafen.

    Sollen sie doch weiterhin Realitätsverweigerung betreiben, während ihr Geld wertlos wird.


    Was mich aber wütend macht ist,

    wenn jegliche Kritik am Euro und dem Konstrukt Europäische Union als "rechtspopulistisch" oder noch schlimmer

    betitelt wird.

    Dann, gebe ich zu, wird es mich eines nicht allzu fernen Tages freuen,

    wenn deren Sparguthaben sich in Luft aufgelöst haben, während sie damit beschäftigt waren,

    uns Kritiker als braune Europa-Basher zu bezeichnen und Merkels Märchen ("die Sparguthaben der Bürger sind sicher")

    zu glauben.

  3. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.654

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Sanddorn1 Beitrag anzeigen
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig sich die Naivität mancher Menschen hält,

    selbst in Zeiten, wo man dem Schrumpfen des Ersparten quasi zugucken kann.
    Ich halte alle Menschen für naiv, die meinen, dass eine Abschaffung des Euro etwas positives hätte. Der Euro ist da, er ist seit 18 Jahren im Umlauf. Und all die (berechtigten) Kritiken lassen außer Acht, dass eine Bedingung für die Wiedervereinigung die Abschaffung der DM für eine neue Gemeinschaftswährung gewesen ist.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Avatar von Punpun
    Registriert seit
    03.04.2013
    Beiträge
    4.712

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ein bißchen wahrheit ist sicher an dem artikel dran
    ich schaue immer mal wieder aus interesse in die schaufenster und im speziellen nach rolex uhren, gerade was auch die teuerungsrate der gaengigen modelle angeht
    und mir ist in letzter zeit sehr haeufig aufgefallen, das die auslagen immer duerftiger werden

    Meinst du das die Rolex Modelle sofort weg sind eben weil die Nachfrage so immens hoch ist , dass sie weniger oder nicht mehr so schnell nachproduziert werden könnnen ?
    Oder ist Rolex selbst inzwischen einfach vom Namen und Nachfrage etwas bzw. total "Out" (so wie bei Parfum bsw. 4711, Old Spice usw. als Relikt einer anderen Generation ) als Wertanlage sind und es werden deswegen viel weniger produziert und in die Auslage als künstliche-ökonomische Verknappung gestellt ?


  5. Registriert seit
    26.12.2017
    Beiträge
    240

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich halte alle Menschen für naiv, die meinen, dass eine Abschaffung des Euro etwas positives hätte. Der Euro ist da, er ist seit 18 Jahren im Umlauf.
    Ich habe nicht behauptet, dass im Falle einer Abschaffung des Euro wieder eitel Sonnenschein herrschen würde.

    Jedoch: es gab vor der EU Freihandel, es gibt unter der EU andere Freihandelsabkommen und

    auch nach der EU wird es innerhalb Europas Freihandel geben.

    Die EFTA war und ist ein hervorragend funktionierendes Abkommen,

    welches die Mär von der unabdingbaren Notwendigkeit der EU Lügen straft.

    Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz sind meines Wissens keine Länder, die am Hungertuch nagen müssen

    ob ihrer EU-Verweigerung.

  6. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.654

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Sanddorn1 Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht behauptet, dass im Falle einer Abschaffung des Euro wieder eitel Sonnenschein herrschen würde.

    Jedoch: es gab vor der EU Freihandel, es gibt unter der EU andere Freihandelsabkommen und

    auch nach der EU wird es innerhalb Europas Freihandel geben.
    Sicherlich, aber schon seit 1992 waren die Umtauschkurse der europäischen Währungen festgeschrieben, mit einer Abweichung von max 0,3 %. Ab 1998 war der Euro die Buchwährung, vier Jahre später gab es erst die neuen Münzen und Scheine.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  7. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.924

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Und all die (berechtigten) Kritiken lassen außer Acht, dass eine Bedingung für die Wiedervereinigung die Abschaffung der DM für eine neue Gemeinschaftswährung gewesen ist.
    Diese These (der Euro als conditio sine qua non sprich unabdingbare Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung - gemeint ist damit wahrscheinlich das Placet Frankreichs) klingt für mich nicht völlig überzeugend.

    Bereits 1988 nämlich (da ahnte keiner was von den weiteren Entwicklungen in der DDR) wurde auf einem EU-Gipfel die Delors-Kommission eingesetzt - mit dem Auftrag das Konzept für eine gemeinsame europäische Währung zu erarbeiten ! Nach meiner Erinnerung jedenfalls. Und damit wären das historischere Fakten.

    Für meinen Teil glaube ich sowieso, daß die wirklichen relevanten Entscheidungen beim Thema Wiedervereinigung nicht in einem Land wie Frankreich sondern logischerweise in Russland und den USA fielen.

    Was natürlich richtig ist: Den Franzosen war die DM als solide Währung im Vergleich zum Franc (der über die Jahre immer wieder zur DM abgewertet werden mußte) stets ein Dorn im Auge. Wurde so doch jedermann sichtbar, wie sehr der Franc eine Weichwährung war. Auch die Vormachtstellung der Deutschen Bundesbank (die in der europäischen Geldpolitik den Ton angab) war den Franzosen nicht genehm. Die Deutsche Bundesbank/Deutsche Mark als Atombombe der Deutschen war damals desöfteren zu hören und ein geflügeltes Wort.

    Wie auch immer die Hintergründe sind: Nichtsdestotrotz hätte man das Projekt Euro wenigstens so gestalten und begleiten sollen, daß es auch funktioniert …

    Womit wir wieder bei Prof. Hankel wären (Eine Währung, die man retten muß, ist keine Währung mehr) und auch den besagten Rolex-Uhren als eine (von diversen) Alternative(n), da der zinslose Euro seine Geldfunktion als Wertaufbewahrungsmittel eingebüßt hat ...

  8. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.654

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Diese These (der Euro als conditio sine qua non sprich unabdingbare Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung - gemeint ist damit wahrscheinlich das Placet Frankreichs) klingt für mich nicht völlig überzeugend.

    Bereits 1988 nämlich (da ahnte keiner was von den weiteren Entwicklungen in der DDR) wurde auf einem EU-Gipfel die Delors-Kommission eingesetzt - mit dem Auftrag das Konzept für eine gemeinsame europäische Währung zu erarbeiten ! Nach meiner Erinnerung jedenfalls. Und damit wären das historischere Fakten.
    Du magst Recht haben. Aber es gibt Dokumente, dass der amerikanische Botschafter in Bonn bereits 1987 seinem Präsidenten einen langen Bericht über die desolate Lage der DDR sandte. Und empfahl Überlegungen, wie mit einer Wiedervereinigung umzugehen sei. Ob der französische Präsident ähnliche Berichte bekam, weiß ich nicht.

    Nur wir ahnten nicht, dass die DDR in den 80ern trotz enormer Hilfen aus Westdeutschland (z.B. Milliarden mit Franz-Josef Strauß) der Pleite immer schneller entgegen steuerte.

    Und Gorbatschow hat allerspätestens mit seinem Besuch zum 40. Jahrestag bekundet, dass er kein Interesse mehr an den Altgenossen habe. Aber zu dem Zeitpunkt war auch längst das letzte Gramm Uran abgebaut.

    Nachbemerkung:
    die Montanunion, die EWG und die weiteren Entwicklungen bis zur EU, hatten insbesondere aus französischer Sicht nicht nur die positive Seite einer "Aussöhnung" mit Deutschland, sondern auch dass das Ganze von einem wirtschaftlich potenten Partner finanziert wird. Frankreich wäre niemals in der Lage gewesen seine Force de Frappe, eine Agrarreform ohne die Wirtschaftsgemeinschaft durchzuführen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (27.12.2019 um 19:13 Uhr)


  9. Registriert seit
    18.12.2016
    Beiträge
    1.924

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Du magst Recht haben.
    Das vermute ich - offen gesagt - auch. Zum Zeitpunkt des besagte EU-Gipfels (nach meiner Erinnerung Ende Juni in Hannover, glaube 27./28.) mit der Beauftragung eines Konzeptes für den Euro (Einsetzung der Delors-Kommission) konnte niemand ahnen oder gar verbindlich wissen, wie es mit der DDR weitergeht. Selbst als die Delors-Kommission dann später ihren Plan für den Euro vorlegte (das war nach meiner Erinnerung im März 1989) waren es immer noch viele Monate hin bis zur Wiedervereinigung. Eine kausale Verknüpfung (Abschaffung der DM als Voraussetzung für die Wiedereinführung) läßt sich vor diesem Hintergrund nicht zwingend herleiten.

  10. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.654

    AW: München in der Rolex Krise

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Eine kausale Verknüpfung (Abschaffung der DM als Voraussetzung für die Wiedereinführung) läßt sich vor diesem Hintergrund nicht zwingend herleiten.
    Das würden auch alle damaligen Politiker, falls sie noch leben, auch heftig bestreiten. Etwas so Großartiges wie der Mauerfall und damit auch das Ende des Kalten Krieges darf doch nicht durch etwas so Profanes wie Geld beschmutzt werden.

    Nachtrag:
    Der Abzug der Roten Armee 1994 aus der DDR war schließlich auch nur möglich, weil die Bundesrepublik die Kosten des Abzugs, aber insbesondere den Bau von etwa 40.000 Wohneinheiten für die Offiziere und Unteroffiziere finanzierte. Durchgeführt übrigens von einem türkischen Konsortium.

    Kohl habe einen Gesamtbetrag von zwölf Milliarden D-Mark angeboten. Gorbatschow hingegen forderte mit Hinweis auf die schwierige Wirtschaftssituation der UdSSR 15 bis 16 Milliarden D-Mark. Als das Gespräch festzufahren drohte, offerierte Kohl einen zusätzlichen zinslosen Kredit von drei Milliarden D-Mark. Gorbatschow habe dieses Angebot "spürbar erleichtert" aufgenommen. Rechnet man zu den im September 1990 vereinbarten 15 Milliarden noch den bereits im Juli, kurz vor dem Parteitag der KPdSU vereinbarten Fünf-Milliarden-Kredit hinzu, so hat die Zustimmung Moskaus zur deutschen Einheit etwa 20 Milliarden D-Mark gekostet.
    Quelle
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (27.12.2019 um 19:35 Uhr)

+ Antworten
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •