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  1. Registriert seit
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    Passives Einkommen / Alternative Investments

    Hallo Ihr Lieben,

    über den Jahreswechsel werde ich wie immer meine Anlagen genauer in Augenschein nehmen. Nachdem ich in den letzten Monaten die Anzahl meiner Konten etwas verkleinert habe, möchte ich auch in die Anlagen mehr Stringenz bringen, zumal jetzt auch langsam wieder so viel übrigbleibt, dass sich das lohnt.

    Da meine beruflichen Einnahmen aufgrund immer mal wieder wechselnder Arbeitszeitmodelle stark schwanken und ich in den nächsten Jahren auch noch einmal reduzieren möchte, habe ich als Ziel ein kleines passives Einkommen vor Augen. Tja, ein Diba Konto, mit 5% Zinsen wie vor 20 Jahren, gibt es nicht mehr, was also tun?

    Bisher besitze ich
    • ein stetig wachsendes Portfolio aus ausschüttenden etfs,
    • ein altes Flex Konto zu 2,5% verzinst, wird maximal bespart
    • eine kleine Beteiligung, die zuverlässig ausschüttet
    • einige mies verzinste Giro/Tagesgeld/Festgeldkonten


    Insb. für die letzte Position suche ich Ersatz, aber auch das Flexkonto läuft nur noch 4 Jahre.

    Natürlich kann ich die etfs weiter aufstocken, aber vielleicht muss auch noch einmal etwas anderes her? Wie sieht es denn mit Kredit oder StartUp-Plattformen aus? Auch an Beteiligungen bin ich interessiert, aber so richtig überzeugt hat mich bisher nichts.

    Worin investiert ihr gerade langfristig?

    LG, Pia

    PS: Bitcoin und Co sind nicht so meins...


  2. Registriert seit
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    @Pia1976

    Ohne Deine genauen Rahmenbedingungen und Hintergründe zu kennen (Vermögenshöhe, Status Altersversorgung/Rente, bisherige Asset-Allocation, Risikobereitschaft, steuerliche Situation usw.) - dennoch mal meine bescheidene Meinung:

    Vorab: Einen oder den Geheimtipp habe ich nicht auf Lager.

    Befürchte fast, da bleibt nur die Aufstockung des risikoreicheren Anteils und zwar möglichst breit gestreut (in Deinem Fall ETFs und ihre Ausschüttungen). Vermute mal, daß dies Aktien-ETFs sind und nicht oder weniger Renten-ETFs ?!

    Bei klassischen soliden Renten (festverzinslichen WP mit gutem Rating) stehen Zins und Risiko m. E. schon lange in keinem Verhältnis mehr. Das Plus kam die letzten Jahren eh nicht mehr über den Zins zustande, sondern eher über Kursgewinne (weil die Zinsen immer noch weiter runter gingen, bewegten sich halt die Kurse der WP nach oben). Oder man greift (bonitätsmäßig) in untere Regale (High Yield, Yunk Bonds etc.) - weiß nicht, ob sich dieses Risiko lohnt - zudem ist da auch nix mehr mit "negativer Korrelation". Solche Dinger verhalten sich nahezu wie Aktien, wenn es mal abwärts geht.

    Auch bei Immobilien sehe ich (fast) nix Interessantes mehr. Entweder der Standort ist eher mau - oder der Vervielfältiger liegt hier schnell mal bei 40 JNK … Ob sich das wirklich noch lohnt ? Selbst vermieten ist auch eher Arbeit und nicht richtig "passives Einkommen". Eventuell wäre es ein Ansatz (falls Du das noch nicht hast !) Immobilienfonds oder Immobilien-ETFs beizumischen. M. W. gibt es da auch ausschüttende Fonds bzw. ETFs. Teilweise sind diese Ausschüttungen auch noch ein bißchen steuerlich begünstigt.

    Edelmetalle (Beispiel Gold) oder andere Spezialitäten (Beispiel werthaltige Uhr(en)) muß man mögen - ein passives Einkommen kann man damit allerdings nicht generieren.

    Solltest Du kein Wohneigentum haben (und der Typ dafür sein !), könnte dies aufgrund der aktuellen Baufi-Konditionen eine Überlegung wert sein (Zinssatz mit einer Null vor dem Komma bei solider Finanzierung !). Falls Dein Name (Pia1976) Rückschlüsse auf Dein Alter erlaubt, dann wärst Du erst 43 Jahre alt und hättest noch genügend Zeit, um eine Immobilie selbst (oder durch Vermietung) bis zum Ruhestand zu tilgen - wenn man zu Wohneigentum positiv gestimmt ist.

    Ansonsten: Kenne einige Leute, die außer ihrer unverzichtbaren Rücklage (die individuell sehr unterschiedlich in der Höhe sein kann) inzwischen alle übrigen Mittel in Substanz- und Sachanlagen wie Aktien und Immobilien packen. Warum nicht, wenn man die da üblichen Schwankungen aushält und aussitzen kann.

    So verschuldet, wie die Welt inzwischen ist und so massiv und verzweifelt wie die Notenbanken inzwischen immer wieder eingreifen (müssen) - kann ich mir kaum vorstellen, daß man einen heftigen und sehr lang anhaltenden Einbruch an den Aktien- und /oder Immobilienmärkten noch zulassen kann. Das würde nämlich massiv auf die Verbraucher (Konsum) und/oder die Banken (Immobilienkredite) durchschlagen. Das ist aber nur meine ganz persönliche Ansicht und Vermutung.

    Oder wie eine Kollegin wörtlich sagte: Mir kommt es später nicht darauf an, viel Vermögen zu haben - sondern möglichst zuverlässige und gute Einnahmen.

    In diesem Sinne, Pia. Gute Entscheidungen wünsch ich Dir.
    Geändert von kurant (13.12.2019 um 16:33 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Pia, fallen p2p Kredite in die Kategorie bitcoin & co?
    Oder meintest du tatsächlich nur kryptowährungen?


  4. Registriert seit
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Danke schon einmal für Eure Rückmeldungen!

    Immo, das hätte ich schreiben sollen, besitze ich schon, alle (Sonder)Tilgungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Noch mehr Invest in diesem Bereich möchte ich aktuell nicht.

    Die etfs sind reine Aktien etfs, den RK1 Anteil decke ich derzeit über das Flex Konto ab, da muss ich mir erst ab 2024 etwas neues suchen.

    Ich bin eher risikofreudig, aber kein Spekulant oder Glücksspieler. D.h. p2p käme zur Diversifikation durchaus in Frage, ich kenne mich da jedoch überhaupt noch nicht aus, daher die Fragen hier. Wie läuft p2p, wo leiert man das am sinnvollsten an? Ich kenne smava und Co nur vom Hörensagen (und müsste wohl auch bei meinem AG erst einmal fragen, ob ich das darf, ich unterliege leider einigen Restriktionen).

    Edelmetalle finde ich zwar reizvoll, aber die laufen halt der Einkommensidee zuwider.

    LG, Pia


  5. Registriert seit
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Ich schreibe jetzt hier, was ich denke, möchte es aber keineswegs als Empfehlung missverstanden wissen.

    Wenn man risikobereit ist und Verluste verkraften kann, dann kann es sich lohnen, in bestimmte Branchen zu investieren.
    Es gibt fast immer bestimmte Entwicklungen, die einige Branchen goldene Zeiten erleben lassen.
    Oft dauert das nur einige Jahre (manchmal sogar nur 6-7 Jahre, aus verschiedenen Gründen, manchmal mehr als doppelt so lang).

    Es gilt dann, die richtige Branche auszusuchen und zum richtigen Zeitpunkt ein- und auch auszusteigen.
    Die ersten beiden Punkte sind einfach, der letzte schwieriger.
    Aber auch wenn die ersten beiden Punkt einfach sind, schwieriger kann es werden, das richtige Unternehmen zu finden.
    Denn selbst in den besten Zeiten einer Branche werden einige Unternehmen nicht mithalten können.
    Das ist vielleicht das größte Risiko dabei.
    Selbst Insider haben nicht alle Informationen.

  6. Moderation
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Ich selber bleibe beim Standard. Tagesgeld, Festgeld, RentenETFs, AktienETFs.
    Letztere beide kann man mit 1000 Eu genauso gut machen wie mit einer Millon. Die skalieren völlig unbedenklich.
    Bei ersteren beiden muß man irgendwann über Einlagensicherung nachdenken.
    Ist das langweilig? Ja. Aber für den Buy-and-Hold-Anleger ist Langeweile eine Tugend...

    Andere Möglichkeiten:

    Ich habe kürzlich mit einer Freundin über Landbesitz gesprochen. Sie verpachtet einen Teil ihres Landes an einen Bio-Bauern, das ist wie vermieten nur anscheinend a) mehr Eingangspapierkram, aber dann b) weniger Theater. Und die Annahme der begrenzten Ressource, die manche für Immobilien treffen, gilt im Grunde für das Land -- nicht für das, was drauf ist, seien es Häuser oder glückliche Hühner. Vielleicht sollte man aber das Ergebnis der Grundsteuerreform abwarten. Es wäre doof, für 10T qm Wiese hundert Mal so viel Steuer zahlen zu müssen wie für 100qm Etagenwohnung.

    Gibt es lokale Projekte oder Genossenschaften, die sowohl von der Idee wie auch vom Geldfluß für Investoren vielversprechend sind? Da ist, anders als bei Aktien, der "Home Bias" oft gerechtfertigt, weil die Projekte wirklich vor der Haustür und aus der Nähe besser zu beurteilen sind.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (14.12.2019 um 12:42 Uhr)

  7. Avatar von Nocturna
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Ich halte es mit kurant und wildwusel. Warum erhöhst du nicht den Anteil der ausschüttenden ETFs in deinem Depot? Dividenden sind das passive Einkommen schlechthin und du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe. Im Laufe der Jahre erhöht sich dein investiertes Kapital, weil die Firmen mehr wert sind und zusätzlich gibt es Dividende als Schlagsahnehäubchen oben drauf.

    Ich bin von jedenfalls von Finanzinstrumenten abgekommen, die nicht stur der Börsenphilosophie folgen. Mein Ausflug in die Welt von „alternativen“ Geldanlagemöglichkeiten hat mir gereicht, ich sage nur Containerleasing. Dieses Investment hatte sogar eine lange, tadellose Historie, über 20 Jahre kamen die Auszahlungen stets pünktlich und trotzdem ist es zum Ende hin gefloppt.

    Wenn du weniger Wert auf steigende Börsenkurse legst und dafür mehr Dividenden auf dem Konto sehen willst, kannst du dich ja mal im Bereich Dividenden-ETFs umsehen. Da sind dann auch Kandidaten dabei, die auf mehr als 2 Prozent Ausschüttung pro Jahr kommen.

    Je länger man Wertpapiere hält umso deutlicher entfalten die Dividenden ihre Wirkung. Über die Jahre steigt nämlich nicht nur der Börsenkurs des Wertpapiers, sondern es werden auch die Dividendenauszahlungen angehoben. Das hilft zwar nicht, wenn man das Einkommen zeitnah braucht, aber als monatliche Bonuszahlung, wenn man am Ende des Berufslebens steht, sind Dividenden einfach perfekt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Klar, etf erhöhen ist der sinnvolle Weg. Ich habe mich jetzt nur ein paar Jahre nicht mehr intensiv mit meinen Anlagen beschäftigt und wollte mal hören, ob es inzwischen vielleicht noch andere sinnvolle Investitionsmöglichkeiten gibt. Die P2P Sachen werde ich mir tatsächlich mal anschauen, so als kleine Ergänzung taugt das vielleicht.

    Noch lieber wären mir tatsächlich Sachinvestitionen, aber da gibt es ganz selten mal etwas wirklich Gutes.

    Ich mache mir halt ein wenig einen Kopf, weil inzwischen bei allen Familienmitgliedern ein ganz erheblicher Teil des Vermögens in Aktien steckt, in Ermangelung sinnvoller anderer Alternativen. Etwas mehr Diversifikation wäre da schon wünschenswert.

    Landbesitz fänd ich übrigens sehr attraktiv, aber für die Losgrößen fehlt mir das erforderliche Kleingeld. Außerdem sind das natürlich starke Klumpenrisiken, wenn da gerade ein Naturschutzgebiet ausgewiesen wird o.ä. ist das Zeug über Nacht wertlos. Und die Leute, die in den letzten Jahren Wald gekauft haben, müssen jetzt nach dem Borkenkäfer auch erst einmal wieder 50 Jahre warten um aus den Roten Zahlen zu kommen. So großvolumig, dass ich in solchen zeitlichen Dimensionen dächte, sind meine Investitionen dann doch nicht

  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Ich mache mir halt ein wenig einen Kopf, weil inzwischen bei allen Familienmitgliedern ein ganz erheblicher Teil des Vermögens in Aktien steckt, in Ermangelung sinnvoller anderer Alternativen. Etwas mehr Diversifikation wäre da schon wünschenswert.
    Ja, an diesem Punkt war ich auch. Und exakt zu diesem Zeitpunkt habe ich dann den Fehler begangen alternative Investments ins Auge zu fassen, gegen die ich eigentlich eine natürliche Abneigung hatte. Resultat: Verlust in nicht unerheblicher Höhe.

    Währenddessen hat sich mein Depot seit damals und dank des fantastischen Börsenjähr 2019 wiederum beinahe verdoppelt. Nur mache ich mir mittlerweile keinen Kopf mehr um die hohen Zahlen und erhöhe den Wertpapieranteil stetig. Alternative Investments kommen mir jedenfalls nicht mehr in die Tüte.

    Immobilen, Aktien und schnell verfügbare Manövriermasse auf tagesgeldähnlichen Konten. Eine bessere Variante sehe ich weit und breit nicht.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  10. Registriert seit
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    AW: Passives Einkommen / Alternative Investments

    passives-einkommen-mit-p2p
    Ist ein Blog, den man recht leicht durchlesen kann.

    Ich habe nur Spielgeld in p2p Krediten und die Rendite war bisher beachtlich (könnte natürlich auch das Gegenteil sein).
    Statt Kasino und Lotto ;-)

    Meine echte Altersvorsorge/mein Vermögen steckt 50/50 in Immobilien und Aktien. Mir ist auch nichts besseres bisher eingefallen.

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