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  1. Registriert seit
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    Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Liebe Forum-Mitglieder, ich hoffe, Ihr koennt mir bei folgendem Thema helfen:

    Schon seit ca. 7 Jahren lege ich monatlich Geld in zwei Depots an. In einem Depot spare ich mit einem thesaurierenden Aktienfonds (Espa Best of World), in dem anderen mit einem thesaurierenden Mischfonds (GFS Alpenbond) an.

    In jedem Depot liegt mittlerweile jeweils die Summe von ca. 15.000 Euro.

    Nun wurde ich von der Kundenberaterin meiner Bank kontaktiert mit einem Hinweis zum GFS Alpenbond, und zwar schrieb sie mir folgendes:
    "Unsere Veranlagungsspezialisten sehen zukünftige Renditen des Fonds, aufgrund der sinkenden Zinsen, als sehr gering. Das Zinsänderungsrisiko wird immer größer und die Gefahr von Kursverlusten nimmt zu.
    Deshalb wird empfohlen aus diesem Fonds auszusteigen. Alternativ kann zum Beispiel die …..(Produktnennung ihrer Bank)... gekauft werden."

    Ich Weiss nun ueberhaupt nicht, was ich von diesem Hinweis halten soll. Will mir meine Bank nur ein anderes Produkt verkaufen und erzaehlt mir einen vom Pferd von wegen zukuenftiger Renditen? Kennt sich jemand aus und kann mir weiterhelfen?

    Danke im Voraus an alle, die sich die Muehe machen mir zu antworten!

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    In Österreich haben sogar die Fonds klangvolle Namen „Best of World“ …. „Alpenbond“. Schon toll.
    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    "Unsere Veranlagungsspezialisten sehen zukünftige Renditen des Fonds, aufgrund der sinkenden Zinsen, als sehr gering. Das Zinsänderungsrisiko wird immer größer und die Gefahr von Kursverlusten nimmt zu.
    Deshalb wird empfohlen aus diesem Fonds auszusteigen. Alternativ kann zum Beispiel die …..(Produktnennung ihrer Bank)... gekauft werden."
    Die Kundenberaterin hat Recht.
    Dein erster Fonds Best of World ist ein von der Sparkasse nachgebauter MSCI World, ein Dachfonds auf Aktienfonds weltweit. Der Alpenbond ist das konservative Gegenstück, bestehend aus Staats- und Unternehmensanleihen.

    Wie wir alle wissen, sind die Zinsen rückläufig und Firmen mit guter Bonität werfen auch nicht genug Rendite ab, weil es einfach zu wenig Risiko für Kreditausfälle gibt. Vor diesem Hintergrund kann man deiner Beraterin zustimmen aus diesem Produkt auszusteigen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  3. Moderation
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Nach meiner Beobchtung laufen Fonds auf Staats- und Unternehmensanleihen in Euro zwar nicht gut, aber nicht schlecht genug um sie zu verkaufen und umzuschichten (in was?) Sollten die Zinsen steigen, fallen die Anleihenpapiere, weil die alten Nullzinsenbonds niemand mehr haben will, aber ich gehe davon aus, daß sie dabei immer noch weniger fallen als Aktien in der Baisse, und sie kommen auch wieder.

    finanztest empfiehlt inzwischen, anstelle von Anleihen ein Tagesgeldkonto zu halten. Ist mir nicht so lieb, aus Diversifikationsgründen. Mit AnleihenETFs habe ich viele Schuldner, mit Tagesgeld nur einen.

    Essie, in deinem Fall würde ich überlegen, wie willst du deinen "sicheren" Depotanteil (den, der wenig Rendite bringt, aber dafür sorgt, daß das Geld, wenn du es brauchst, nicht temporär weg ist wie das Wasser an der Nordseeküste) unterbringen? Alpenfonds (der als Mischfonds ja auch andere Anlageklassen enthält), Empfehlung der Bank, AnleihenETF, Tagesgeld? Und dann gucken, wo du für die gekaufte Sicherheit am wenigsten zahlst.

    Wobei kaufen und verkaufen immer Geld kostet. Also, erst denken, dann handeln.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (16.09.2019 um 21:42 Uhr)

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Deshalb wird empfohlen aus diesem Fonds auszusteigen. Alternativ kann zum Beispiel die …..(Produktnennung ihrer Bank)... gekauft werden."
    Das solltest du getrennt betrachten - wenn du aus dem Fonds rausgehst, heißt das nicht automatisch, dass du das empfohlene Produkt kaufen musst.


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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Darf ich mich hier anschließen mit einer Frage?

    Ich habe vor ein paar Jahren angefangen, mit der Pantoffel Portfolio Strategie anzulegen, ich meine, das war in 2015. Darunter war auch der Xtrackers II Eurozone Government Bond 25+ UCITS ETF 1C, als sicherer Anteil. Wie ihr schon schreibt, hat sich ja mittlerweile die Anlageempfehlung geändert. Nur, dieser Fonds steht jetzt schon seit einiger Zeit immer so zwischen 30 bis knapp 40% im Plus. Sollte ich jetzt davon ausgehen, dass das nur schlechter werden kann und verkaufen? Oder hab ich irgendwas missverstanden?

    Der MSCI World ETF den ich gleichzeitig gekauft habe ist in der Zeit (Stand heute natürlich) nur knapp 14% im Plus.


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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ist mir nicht so lieb, aus Diversifikationsgründen. Mit AnleihenETFs habe ich viele Schuldner, mit Tagesgeld nur einen.
    Aber bis 100.000 € pro Bank ist es doch abgesichert.


  7. Registriert seit
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Guten Morgen,

    vielen Dank fuer Eure Antworten, die hoffentlich nach und nach Licht in mein Wertpapier-Wissen bringen werden.

    Falls ich aus dem Alpenbond aussteige, haette ich nun ja die auf diesem Depot angesparten 15.000 Euro, die ich irgendwie anderweitig veranlagen muesste. Das Geld ist als Altersvorsorgen gedacht, ich werde es die naechsten 20 Jahre (klopf auf Holz) nicht brauchen.

    Was mache ich nun damit?
    Ein Gedanke war, es auch in den World-Aktienfonds zu stecken, damit ich eventuell die Gebuehren fuer das zweite Depot einsparen koennte. Allerdings muesste ich doch dann den richtigen Moment abpassen, damit ich nicht Anteile fuer 15.000 Euro kaufe wenn diese gerade hoch gehandelt werden.

    Die Produktempfehlung meiner Anlageberaterin waere, "die Hälfte des einbezahlten Kapitals in einer Anleihe der Bank mit einer Fixverzinsung für die gesamte Laufzeit anzulegen . Die andere Hälfte wuerd in einen ausgewählten Investmentfonds investiert, um die Chance auf höhere Erträge zu nutzen. Eine Kombination aus Fixverzinsung und Investmentfonds sorgt für eine gute Balance zwischen Risiko und Ertrag... Je nach Ihrem Anlageziel und Ihren Ertragserwartungen stehen unterschiedliche Fonds zur Auswahl."

    Nachdem ich ja schon den Aktienfonds habe, kommt mir diese Mischung aus Anleihe mit Fixverszinsung und Fonds zu verschachtelt daher. Wahrscheinlich muss ich da auch wieder auf die Gebuehren aufpassen, denn die sind doch dann doppelt faellig, oder? Da ist es doch besser, ich entscheide mich fuer eines der beiden, oder?

    Bin gespannt auf Eure Antworten. Liebe Gruesse!

  8. Moderation
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von johnpaulgeorgeandben Beitrag anzeigen
    Sollte ich jetzt davon ausgehen, dass das nur schlechter werden kann und verkaufen? Oder hab ich irgendwas missverstanden?
    Klingt für mich als könntest du zumindest mal ein re-balancing machen. Da verkauft man, was gut gelaufen ist, und kauft, was schlechter gelaufen ist, damit a) die relativen Anteile etwa gleich bleiben, und b) man idealerweise die Zyklen für sich nutzt, indem man teuer verkauft und günstig kauft.

    Komplett verkaufen und in Tagesgeld oder Festgeld umschichten würde ich nur, wenn ich mit dem Geld in absehbarer Zeit (3 bis 7 Jahre) was vorhätte. Oder wenn der entsprechende Fonds oder die entsprechende Anlageklasse (Staatsanleihen-ETF) etwas wäre, dasich heute *im Prinzip* (also ohne auf den aktuelle Preis zu gucken, der mir hoch vorkommt, weil ich günstiger gekauft habe) nicht mehr tätigen würde.

    Das ist jetzt keine Anlageempfehlung, sondern nur meine Gedanken zu dem Thema.

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Aber bis 100.000 € pro Bank ist es doch abgesichert.
    Ich bin ein fauler Hund mit Bürokratieaversion....

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Falls ich aus dem Alpenbond aussteige, haette ich nun ja die auf diesem Depot angesparten 15.000 Euro, die ich irgendwie anderweitig veranlagen muesste.
    Eine Möglichkeit: Du guckst, welchen Aktienanteil der Alpenbond aktuell hat, und kaufst so viel in Aktien, und legst den Rest in Festgeld (da du es nicht akut brauchst -- einen Notgroschen hast du?) an, bei hinreichend großem Betrag als Festgeldtreppe. Ich würde Festgeld nicht für mehr als drei Jahre anlegen -- die Zukunft ist um so ungewisser, je weiter sie weg ist.

    Warum hast du zwei Depots? Das ist eigentlich m.W. nicht nötig.

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Allerdings muesste ich doch dann den richtigen Moment abpassen, damit ich nicht Anteile fuer 15.000 Euro kaufe wenn diese gerade hoch gehandelt werden.
    Wenn du imstande wärest, den richtigen Moment abzupassen, wärst du auf dem Weg, der nächste Warren Buffet zu werden. Der Markt normalisert sich immer irgendwann, aber er kann immer länger zicken, als du Geld hast.

    Wenn du dir Sorgen um "zum teuersten Moment einsteigen" machst, lege einen Sparplan und und zahle das Geld über die Laufzeit von einem Jahr in den Aktienfonds. Das schont die Nerven.

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Die Produktempfehlung meiner Anlageberaterin waere, [...]
    Was du beschreibst, wird gerne verkauft. Von allen "ein Schelm, wer Arges dabei denkt"-Gedanken mal weg, so eine Mixtur wirkt gut auf Leute, die nicht genau wissen, was für sie etwas taugt. Aber man kann sich das auch selber nachbauen, dann weiß man, was man hat. Frag mal, in welche Anleihe und welchen Fonds sie das tun würden, und wie hoch die Gesamtnebenkosten sind. Vielleicht gibt es irgendein interessantes Angebot, und vielleicht zieht es dir die Schuhe aus wenn du hörst, wem du da Geld leihen würdest, und wofür
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Nachdem ich ja schon den Aktienfonds habe, kommt mir diese Mischung aus Anleihe mit Fixverszinsung und Fonds zu verschachtelt daher. Wahrscheinlich muss ich da auch wieder auf die Gebuehren aufpassen, denn die sind doch dann doppelt faellig, oder? Da ist es doch besser, ich entscheide mich fuer eines der beiden, oder?
    Bravo, du stellst die richtigen Fragen.
    Die Eigenentwicklung ihres Alpenbonds lässt sich die Sparkasse gut zahlen. Ich lese etwas von Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühr und eventuell noch Performance Fee. Das nagt natürlich an der Rendite.

    Du solltest beim nächsten Produkt ein wachsames Auge auf die Gebühren werfen. Umschichtungen sind manchmal notwendig, aber führen bei deiner Sparkasse dann wahrscheinlich zu neuen Ausgabeaufschlägen. Ich würde das neue Produkt kritisch beäugen in Punkto Leistung (Daten der vergangenen Jahre) und der Kostenstruktur.

    Du hast nichts zu deinem Alter gesagt und zu deinem Nervenkostüm, wenn die Zeiten stürmischer werden. Aber 20 Jahre Anlagedauer, wenn man stark genug bleibt die Krisen auszusitzen, haben enormes Entfaltungspotential in Punkto Wertzuwachs. Das würde für eine teilweise Aufstockung deines Aktienanteils sprechen, aber du wirst dich mit kräftigen Ausschlägen in deinem Depot anfreunden müssen. Das Anleihekonstrukt ist ein sanfteres Ruhekissen, bei weniger Performance selbstverständlich.

    Und warum du zwei Depots brauchst, habe ich jetzt auch nicht verstanden.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  10. Moderation
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zur zwei-Depot-Frage: Essie, hast du wirklich zwei Depotnummern (die sind so eine Art Kontonummern, nur eben für ein Depot statt für ein Konto) und kriegst zwei Listen für's Finanzamt und zwei Kostenaufstellungen? Das hat nur selten Sinn. (Manchmal steuerlichen, wenn du Papiere vor und nach einer Steuergesetzänderung gekauft hast). Oder du hast zwei Depots gemacht, weil der eine Anbieter ein Sonderangebot für das eine Papier hatte, und der andere für ein anderes... aber wenn du beide bei der gleichen Bank führst, ist das unwahrscheinlich.

    Oder hast du ein Depot, wo du pro Posten (1 Posten = alle Papiere mit gleicher ISIN/WKN), der drin ist, eine bestimmte Summe zahlst? Das ist meist angemessen, vor allem, wenn du nur zwei Posten drin hast.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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