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  1. Avatar von Nocturna
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von johnpaulgeorgeandben Beitrag anzeigen
    Darunter war auch der Xtrackers II Eurozone Government Bond 25+ UCITS ETF 1C, als sicherer Anteil. Wie ihr schon schreibt, hat sich ja mittlerweile die Anlageempfehlung geändert. Nur, dieser Fonds steht jetzt schon seit einiger Zeit immer so zwischen 30 bis knapp 40% im Plus. Sollte ich jetzt davon ausgehen, dass das nur schlechter werden kann und verkaufen? Oder hab ich irgendwas missverstanden?

    Der MSCI World ETF den ich gleichzeitig gekauft habe ist in der Zeit (Stand heute natürlich) nur knapp 14% im Plus.
    Ja, du hast etwas missverstanden.
    Einen sicheren Anteil gibt es nicht in einem Wertpapierdepot. Anleihen sollten sich eigentlich laut Definition immer entgegengesetzt zu Aktien verhalten (Korrelation) und so einen ausgleichenden Einfluss auf das Depot nehmen, aber wie du selbst siehst, hinterlässt die Niedrigzinspolitik auch hier ihre Spuren.

    Ich habe auch keineswegs von einer Verkaufsempfehlung für alle Anleihen gesprochen. Es gibt Tausende von Anleihen in Branchen, Länder, Währungen mit den unterschiedlichsten Laufzeiten. Die kann man nicht über einen Kamm scheren.

    Du hast einen ETF mit extrem niedriger Kostenquote und der Index zielt auf die langlaufenden Papiere. Verzinsung und Restlaufzeit bestimmen die Kursphantasie bei solchen Papieren. Bei den europäischen Langläufern gibt es mehr Phantasie als bei den kurzen Laufzeiten, wo das Ende schon klar zu sein scheint. Deswegen läuft dein Papier zurzeit so gut. Was die Zukunft bringt weiß niemand.

    Deine Anleihe ist knapp 40 Prozent im Plus und der MSCI nur bei 14 Prozent? Woher kommen die Zahlen? Ich lese im Web für die Anleihe und den MSCI World seit 2015 eine ungefähr identische Rendite von 10 Prozent p.a. Eine sehr anständige Rendite würde ich mal behaupten.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Danke Wildwusel und Nocturna!

    Ich habe gerade noch mal geguckt, Kauf zum Jahreswechsel 2015-16. Der mit 14% ist derCOMS.-MSCI WORL.T.U.ETF I. Die Zahlen kommen direkt von der ING ;)

    Ich hatte "sicherer" Anteil geschrieben, im Sinne von vergleichsweise risikoärmer (aber natürlich nicht risikofrei), Stiftung Warentest schreibt ja auch von Rentefonds "für die Sicherheit". Keine Sorge, eine allgemeine Anlageempfehlung versuche ich euch nicht abzuringen, ich habe glaube ich einfach nur eine mentale Sperre wenn ich (wieder bei Warentest) davon lese, dass wahlweise Tagesgeld ODER Rentefonds empfohlen werden und da bei meinem persönlichen Depot gerade so eklatante Unterschiede zwischenden beiden bestehen. Aber klar, das ist der Ist-Stand und wer weiß was die Zukunft bringt.

    Ich habe auch in der Zwischenzeit noch je einen Sparplan auf einen weiteren Anleihenfonds (XTR.II EUROZ.GOV.BD 1C) und ETF (XTR.MSCI WORLD SWAP 1C) eingerichtet, die liegen gerade bei jeweils +5,67% und 18,04%, also umgekehrt. Wenn ich nur die hätte, würde ich ich wahrscheinlich gar nicht wundern ;)

    Danke noch mal für die weiteren Erläuterungen!


  3. Registriert seit
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Hallo allerseits,

    die zwei Depots (bei der gleichen Bank) haben sich deswegen ergeben, weil ich zwei Kinder habe und als Anlage-Neuling damals dachte, um Geld fuer zwei Kinder anzusparen waeren zwei getrennte Depots das Beste. Erst durch den Austausch mit Euch bin ich jetzt darauf gekommen, dass es einfacher und wahrscheinlich kostenguenstiger waere, nur noch ein Depot zu halten und das Geld dann einfach aufzuteilen.

    Das werde ich also als erstes veranlassen. Als zweites habe ich mir ueberlegt, die Anteile am Alpenbond zu verkaufen (ist verkaufen das das gleiche wie "aussteigen", wie meine Anlageberaterin schrieb?) und dann entweder 10.000 Euro als Festgeld anlegen und die anderen 5000 Euro im "Best of World" zu veranlagen.

    Mein Sparplan lauft fuer monatlich 350 Euro. Was meint Ihr, ist das zuviel um die volle Summe jeden Monat im "Best of World" zu veranlagen?

    Was meinen Risikotyp anbelangt ist es so, dass ich bei Aktienfonds das Risiko nicht wirklich sehe, da es doch immer heisst, dass sich Aktienfonds auf lange Sicht doch IMMER lohnen - bitte verzeiht mir eventuelle Naivitaet. Einen Notgroschen habe ich und ich hatte vor, das Depot noch zwischen 15 - 25 Jahren laufen zu lassen. Ich bin uebrigens 40 Jahre alt.

    Was sagen die Experten der Runde zu diesem Plan? Schoenen Tag Euch allen!

  4. Moderation
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    die zwei Depots (bei der gleichen Bank) haben sich deswegen ergeben, weil ich zwei Kinder habe und als Anlage-Neuling damals dachte, um Geld fuer zwei Kinder anzusparen waeren zwei getrennte Depots das Beste
    Ich denke nicht, daß das einen Unterschied macht. Es könnte minimal einfacher sein ein ganzes Depot zu übertragen als wenn es so weit ist ein neues einzurichten, und die Hälfte der Papiere zu übertragen, aber dafür hat man in der Zwischenzeit mehr zu tun, und zahlt womöglich mehr.

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Das werde ich also als erstes veranlassen. Als zweites habe ich mir ueberlegt, die Anteile am Alpenbond zu verkaufen (ist verkaufen das das gleiche wie "aussteigen", wie meine Anlageberaterin schrieb?)
    Vermutlich, aber genau weiß nur sie das.

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Mein Sparplan lauft fuer monatlich 350 Euro. Was meint Ihr, ist das zuviel um die volle Summe jeden Monat im "Best of World" zu veranlagen?
    Wenn der den MSCI World nachbildet, ist das von der Diversifizierung her jedenfalls kein Problem. Du hast in einem "World" immer viel USA, weil da das Geld gemacht wird -- wenn sich allerdings die Gewichtungen ändern, zieht der Index mit.

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Was meinen Risikotyp anbelangt ist es so, dass ich bei Aktienfonds das Risiko nicht wirklich sehe, da es doch immer heisst, dass sich Aktienfonds auf lange Sicht doch IMMER lohnen
    Solange nicht das kapitalistische System zugrunde geht. (Und dann haben nicht nur Aktien ein Problem.) Eine einzelne Firma kann pleite gehen und die Aktien jeden Wert verlieren, aber eine Kollektion aus den mehr als tausend "dicksten" Firmen der Ersten Welt, die regelmäßig aktualisiert wird, damit immer die Dickschiffe von heute drin sind und nicht die vom letzten Jahr ist gegen Totalverlust nahezu gefeit.

    NIcht allerdings gegen eine allgemeine Krise der Wirtschaft, der Nerven und der Zuversicht. Auch die großen Indexe sind in meiner Erinnerung schon 2 bis 3 Mal um 50% oder mehr runtergekracht, nicht weil eine Firma pleite ging, sondern weil viel mehr Leute Aktien verkaufen als kaufen wollten.

    Was man als Investor in Aktien-ETFs braucht, ist 1. die nervliche Kapazität, Panikverkäufe zu vermeiden, selbst wenn alle schreiend im Kreis laufen, und 2. genug verfügbares Geld zur Hand, daß man nicht verkaufen muß, wenn die Kurse im Keller sind.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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  5. Avatar von Nocturna
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von Essie1000 Beitrag anzeigen
    Was meinen Risikotyp anbelangt ist es so, dass ich bei Aktienfonds das Risiko nicht wirklich sehe, da es doch immer heisst, dass sich Aktienfonds auf lange Sicht doch IMMER lohnen - bitte verzeiht mir eventuelle Naivitaet.
    Für alle Aktienfonds gilt das nicht, bei einigen branchenengen Fonds kann man auch auf die Nase fliegen, aber wer länder-, währungs – und branchenübergreifend investiert hat, ist bestmöglichst für alle Eventuealitäten gerüstet .

    Du kennst allerdings nur gute Börsenjahre, das bisschen Auf -und Ab zwischendrin waren definitiv keine Krisen. Wenn sich Jahre wie 2008/2009 wiederholen, können von ursprünglich 15000 Euro in einer fast zweijährigen Abwärtsspirale dann nur noch 10500 Euro auf dem Depotauszug stehen. Das muss man aushalten können.

    Spätestens zu diesem Zeitpunkt entscheidet sich, ob man zu den langfristigen Gewinnern gehören wird oder zu denen, die mit großem Verlust aus ihren Wertpapieren aussteigen und die Börse verfluchen. Das Sympathische an der Börse ist, die höchste Rendite erreicht nicht zwangsläufig derjenige mit dem klügsten Verstand oder dem dicksten Geldbeutel, sondern derjenige, der die meiste Zeit und die besten Nerven mitbringt.
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  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    @johnpaulgeorgeandben
    Warum hast du zwei ETFs auf den MSCi World?
    Thesaurier, Ausschütter?
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  7. Registriert seit
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Hallo liebe Mitschreiberinnen,

    ich bin wirklich sehr froh Euch mit Euch diesen Austausch fuehren zu koennen! So eine tolle Sache dieses Forum :-)

    Bevor ich die 15.000 Euro jetzt auch im "Best of World" anlege haette ich noch zwei Fragen an die Experten bitte:

    1.) Sind folgende Kosten fuer den Fonds akzeptabel:

    Ausgabeaufschlag 4,00%
    Rücknahmeabschlag 0,00%
    Verwaltungsgebühr 1,44% p.a

    ?

    2) Es es sinnvoll, wie bisher die thesaurierende Variante zu waehlen?

    Wie immer herzlichen Dank fuer Eure Antworten!

    Liebe Gruesse, Essie

  8. Moderation
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Essie, das ist recht teuer. Wenn der Fonds tatsächlich, wie Nocturna sagt, den MSCI World nachbildet, dann solltest du eines der Originale kaufen, für z.B. 0% Ausgabeaufschlag und 0,3% Verwaltungsgebühr. Dazu kommen für gewöhnlich Sparplan- und Depotkosten, die kommen aber bei deinem jetzigen Fonds auch mit.

    Nach meiner bis jetzt beschränkten Beobachtung (Nocturna weiß vermutlich mehr) ist es meist kostenlos, Anteile an die Fondsgessellschaft zurückzugeben, während der Verkauf an der Börse eine Gebühr kostet. Nachteil: Rückgabe an die Fondsgesellschaft kann ein bißchen (Tage) dauern, und der Kurs kann sich in der Zeit zu deinen Ungunsten verändern.

    Generell ist thesaurierend besser, rein rational gesehen. Ausschüttungen sind nichts anderes als Entnahmen aus dem Fondsvermögen, entweder du legst die selber neu an (kostet ein bißchen Gebühren und Aufwand), oder du erreichst ein schlechteres Ergebnis. ABER: Psychologisch gesehen mag es befriedigender sein, wenn regelmäßig Geld fließt! (Ich habe ausschüttende Fonds. Die motivieren mich mehr.)
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  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Essie, das ist recht teuer. Wenn der Fonds tatsächlich, wie Nocturna sagt, den MSCI World nachbildet, dann solltest du eines der Originale kaufen, für z.B. 0% Ausgabeaufschlag und 0,3% Verwaltungsgebühr. Dazu kommen für gewöhnlich Sparplan- und Depotkosten, die kommen aber bei deinem jetzigen Fonds auch mit.
    Genaugenommen ist es eher ein MSCI World plus Emerging Market (Japan, Asien, Pazifik) Nachbau. Es ist ein Dachfonds, also ein Fonds, der andere Fonds kauft, was die hohe Kostenquote erklärt. Interessanterweise hat er auch einen ETF auf den MSCI World dabei.

    Ich habe mir schon früher überlegt, ob ich was dazu sagen soll. Der Fonds hat bisher ganz anständig performt, was für die gelungene Zusammensetzung der Einzelfonds spricht. Ich will auch nicht ständig den ETF-World Index als Maß aller Dinge erheben, denn im Prinzip muss man hier im Forum über jeden Anleger froh sein, der sein Geld jenseits vom Tagesgeld anlegt.

    Für einen einzelnen Anleger, der absolut keine Arbeit mit Depot, Kauforder und Börsenkram haben will, ist jeder halbwegs gut laufende Fonds besser als das Nullrendite-Tagesgeldkonto. Also habe ich mich zurückgehalten, weil wie gesagt, die Rendite sehr zufriedenstellend ist, auch – und jetzt sind wir beim Thema - wenn es immer Optimierungsmöglichkeiten gibt.

    Wenn es dir um die bessere Performance geht, dann wäre ein reiner ETF, ich würde dann zum MSCI All Country World Index raten, natürlich besser. Da hast du 0,40 Prozent laufende Kosten und alles was du dir an Kosten sparst, fließt in deine Rendite ein. Aber wie gesagt, ich habe beide Charts übereinandergelegt, die Sparkasse macht ihre Sache nicht schlecht.

    Es kommt darauf an, wie lange und wie intensiv du sparen willst und ob du alles ausreizen willst. Hohe Verwaltungsgebühren können in 30 Jahren bei entsprechendem Wertzuwachs mehr als einige Tausend Euro Unterschied ausmachen. Andererseits hast du so wahrscheinlich null Arbeit damit. Deine Entscheidung.
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  10. Registriert seit
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    AW: Frage zu Wertpapier-Veranlagung

    Liebe Wildwusel und liebe Nocturna,

    Danke für Eure Erklärungen. Diese ganze Wertpapierbörse ist echt ein Fass ohne Boden. Wirklich bewundernswert wie Ihr da den Überblick behalten könnt.

    Finde den Vorschlag, Anteile eines reinen ETFs zu kaufen, z.B. dem MSCI All Country World Index, eine gute Idee. Habe meiner Beraterin geschrieben, die wiederum mit der Frage konterte, ob es denn ein USD oder EUR basierender Fonds sein solle und das ganze physisch oder synthetisch. Puh...das nimmt echt kein Ende...aber ich werde mich durchbeißen.

    Auf jeden Fall hätte ich mir da nun entweder den

    iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc)

    Oder den

    Xtrackers MSCI AC World Index UCITS ETF 1C

    rausgesucht. Der erste ist USD basiert, der zweite EUR.

    Was meint Ihr, soll ich auf USD oder EUR setzen? Soweit ich weiß, sind beide physisch, sodass sich die physisch oder synthetisch Frage von selbst beantwortet.

    Liebe Grüße!

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