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  1. Registriert seit
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    Altersvorsorge - Direktversicherung

    Hallo Ihr Lieben Bri Com Mitglieder,

    ein leidiges Thema für mich. Immer wieder vom Tisch geschoben und gelassen, da unentschlossen.

    Ich bin 46 Jahre und habe noch nicht viel für eine private Rente unternommen, außer viel angespartes Geld, dass auf den Tagesgeldkonten verteilt ist und verweilt und vielleicht bald Miese macht

    Jetzt starte ich einen neuen Job und der neue AG bietet eine Zuzahlung mit 20% zu einer Direktversicherung an.
    Nun überlege ich erneut, was tun? Welche Versicherungen ziehen Dich nicht über den Tisch, wem geht es nicht nur um Provisionen, was ist sinnvoll und luktrativ zugleich? Was lohnt sich wirklich und ist nicht nur rausgeschmissenes Geld?
    Ich habe einfach keine Ahnung und Angst, einen sinnlosen Vertrag abzuschließen.

    Vielleicht gibt es hier einige Inputs

    Danke

  2. Avatar von Kikiri
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Hallo Brigitte,

    mir geht es ähnlich wie Dir, und ich habe über meinen Arbeitgeber eine Altersvorsorge abgeschlossen. Die verbindliche Verzinsung ist 5%, das finde ich gut.
    Zusätzlich habe ich hier im ETF-Thread mitgelesen und inzwischen bespare ich mehrere ETFs per Dauerauftrag. Vielleicht ist das auch was für Dich? Einige sehr kompetente Userinnen bieten auch auf Newbie-Fragen tolle verständliche Antworten. Die Sparsummen sind mit ab 25-50 Euro pro Monat (je nach Bank) auch echt überschaubar.
    Seit drei Jahren habe ich mich immer ein bisschen mehr getraut, und bin zufrieden. Ich mache nichts weiter, ich lasse liegen und hoffe auf die Zeit.
    Im Gegensatz zu einem Versicherungsvertrag gibt es keine Provisionen und Du kannst jederzeit umschichten oder stoppen.

    Viel Spaß beim Lesen wünscht Dir

    Kiki
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  3. Avatar von Kikiri
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  4. Avatar von Kikiri
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  5. Moderation
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Betriebliche Altersvorsorge?

    Hier ist eine kleine Einführung zum Thema: www .test. de/betriebliche-altersvorsorge-5158846-0/ Weiterführender Artikel kostet, oder man kann mal in einer gut sortierten Stadtbücherei gucken, ob dort test/finanztest abonniert sind.

    Generell, kein Weg führt am Lesen des Kleingedruckten und am Rechnen vorbei. Mit etwas Hintergrundrecherche weißt du aber besser, worauf du achten solltest. Berechne zumindest, wieviel du zahlst, wieviel du bekommst (damit sind Gebühren und Provisionen berücksichtigt) wie lange du leben mußt, damit es sich lohnt, und welche Renditechancen alternative Anlagen bringen würden.

    Welche alternativen Anlegeformen für dich sinnvoll sind, hängt vom Gesamtbild deiner Finanzplanung (einschließlich Alterssicherung) ab.

    Manchmal wird irgendwas nettes von "nicht garantierten Renten" erzählt, die so viel höher sein *könnten* als die garantierten.. sind sie zur Zeit soweit ich da hier sehe, nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Zitat Zitat von Brigitte_2017 Beitrag anzeigen
    Jetzt starte ich einen neuen Job und der neue AG bietet eine Zuzahlung mit 20% zu einer Direktversicherung an.
    Nun überlege ich erneut, was tun? Welche Versicherungen ziehen Dich nicht über den Tisch, wem geht es nicht nur um Provisionen, was ist sinnvoll und luktrativ zugleich? Was lohnt sich wirklich und ist nicht nur rausgeschmissenes Geld?
    Diese Fragen stellen sich Dir doch gar nicht. Wenn der AG eine betriebliche Altersversorgung anbietet, entscheidet er bei welchem Anbieter er es macht und welchen Durchführungsweg er wählt.

    Du kannst nur entscheiden, ob Du es machen willst oder nicht.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  7. Avatar von Antje3
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Ich steh dem Thema betriebliche Altervorsorge mittlerweile auch mit solidem Mißtrauen gegenüber - denn zum einen habe ich persönlich gerade den "Spaß", daß meine (immer im test gut bewertete) Kölner Pensionskasse inzwischen in Schieflage ist, sich mit Informationen gegenüber den Versicherten sehr zurückhält (ich weiß heute - ein halbes Jahr nach Bekanntwerden - nur durch eigene Recherche davon - ich selbst wurde bis heute weder informiert, noch weiß ich, wie hoch meine "Verluste" gegenüber der Prognose sind).

    Dann - Dein Arbeitgeber spart zwar bei der Anlage die Sozialabgaben und Du auch - aber bei Auszahlung zahlst Du alle Abgaben - klar - weniger als während der Erwerbstätigkeit - aber letztlich zahlst Du auch den AG Anteil.

    Dann - diese "pseudo-sozialversicherungsfreie" sorgt in Konsequenz dafür, daß Deine Rente geringer ist - denn für diesen Gehaltsanteil werden ja keine Rentenanteile bezahlt - demzufolge steigert dieser Gehaltsanteil nicht Deine Rentenpunkte.

    Das ist jetzt etwas vereinfacht dargestellt - aber wenn der AG nicht alle Beiträge davon zahlt, sondern nur einen relativ kleinen Bruchteil, und dann womöglich noch eine Versicherung, die einen hohen gebührenanteil hat, dann würde ich den Betrag u.U. lieber brutto bekommen und eine Anlage nach meinem Wunsch (ETF) auswählen und das Geld selbst anlegen.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Avatar von Nocturna
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    AW: Altersvorsorge - Direktversicherung

    Für oder gegen etwas zu argumentieren ohne die Zahlen zu kennen, ist schwierig. Eine verbindliche Verzinsung von 5 Prozent wie bei Kikiri wird dir dein Arbeitgeber mit Sicherheit nicht mehr bieten. Bei der kapitalbildenden Versicherung (klassisch Leben/Rente oder Fonds) sind wir bei 0,9 Prozent Garantiezins angekommen. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass etwas mehr herauskommt, sind da immer noch die zusätzlichen Kosten.

    Du musst deine aktuelle Ersparnis bei der Einkommenssteuer und den Sozialabgaben vergleichen mit dem Nettobeitrag zur Direktversicherung, die spätere Steuer und Sozialabgaben auf die Betriebsrente, Minderung deiner gesetzlichen Rente, Provision des Versicherers. Da kann es ohne weiteres passieren, dass von 200 Euro Zusatzrente nur noch netto 100 Euro übrigbleiben. Und dann ist es natürlich eine Wette auf Zeit. Wirst du garantiert 90 Jahre, müsstest du im positiven Bereich liegen, alles vor 80 Jahre ist rausgeworfenes Geld.

    Wie wir in einen anderen Thread ja auch schon besprochen haben, der Niedrigzins macht jede Rendite kaputt. Da leidet nicht nur ganz offensichtlich das Festgeldkonto, was noch jeder überblickt, sondern die Kürzungen treffen auch spätere Zusagen von Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und auch Betriebsrenten. Es gibt 34 Lebensversicherer, die unter „intensiver“ Beobachtung der BaFin stehen. Jedes weitere Jahr Niedrigzins schmerzt zusätzlich, aber es ist bekanntermaßen gerade kein Ende in Sicht.

    Wie gesagt, ohne dass du Zahlen über Beitragshöhe, Steuer, voraussichtliche Rente lieferst, kann man deinen Gewinn/Verlust nicht exakt beziffern. Ich würde mich allerdings sehr wundern, wenn da ein lukratives Geschäft für dich dabei herausspringen würde. Du kannst auch gerne nochmal im Web zu Direktversicherungen googeln, aber lies bitte nicht die Werbeseiten der Versicherer.

    Da du schreibst, dass du bereits viel angespartes Geld hast, sehe ich keinen Gewinn in einem schlecht verzinsten Produkt, das erst jenseits der 90 Jahre Gewinn abwirft. Mit 46 und einem voraussichtlichen Rentenbeginn mit 67 Jahre, hast du noch gute 20 Jahre an der Börse vor dir. Ich würde dir vorschlagen einen überschaubaren monatlichen Betrag in ETFs zu investieren. Die langjährige Rendite solcher Wertpapiere liegt eindeutig über Negativzins oder 0,9 Garantiezins. Das schönste daran ist, du bist nicht gebunden und kannst zu jedem dir genehmen Zeitpunkt aussteigen, falls es doch nochmal Zinsen geben sollte.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

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