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  1. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Schön wenn das das Richtige für dich ist, andere haben andere Prioritäten, das wäre dann schon zu respektieren.
    Das ist doch keine Frage und eine Selbstverständlichkeit. Man kann alle möglichen Prioritäten und Vorlieben haben und das wird von mir (und sicherlich von @Nocturna) auch respektiert. Eine Bekannte hat fast ihr ganzes Geld (gar nicht so wenig) in Schmuck, Gold, Uhren und Diamanten angelegt und findet das prima. So sind eben ihre Prioritäten. Ich persönlich halte das für Wahnsinn, Unsinn usw. oder um es vornehmer zu sagen für suboptimal. Was ich ihr auch schon gesagt habe. Nichtsdestotrotz sind wir weiter befreundet und ich respektiere ihre Prioritäten.

    Das ändert aber nix daran, daß dieses Vorgehen meiner Bekannten nicht "lege artis" ist. Ebenso wenig, wie Geld welches zeitnah zum Verbrauch bestimmt ist, in ein Depot zu geben und nicht in eine andere für den Zweck passende Assetklasse (wie RK 1). Lediglich darauf wollte ich - auch im Sinne anderer Mitlesender (wenn ich Dich schon nicht überzeugen kann) - hingewiesen haben, die sich für das Thema "Geldanlage" interessieren.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich bin da bei kurant.
    Wir haben unser Haus vollfinanziert, obwohl wir auf Eigenkapital gesessen haben, aber ich war nicht bereit mein Depot wegen 5,45 Prozent Darlehenszinsen aufzulösen … Meine Rendite liegt eindeutig über den 5,45 Prozent und nun habe ich ein bezahltes Haus und die Aktien sind in unbezahlbare Höhen gestiegen ...

    Es wäre besser gewesen fürs Studium einen Kredit zu nehmen und die hoffentlich guten Aktien weiter wirken zu lassen. Aktien vor 2009 genießen Abgeltungssteuerfreiheit, der sogar vererbbar ist. Allein dieser finanzielle Vorteil ist nicht mehr einzuholen.
    AD 1: Mein aufrichtiges Kompliment. Das erfordert Recherche und Wissen aber auch etwas Mut und natürlich auch Konsequenz und Disziplin so was komplett durchzuziehen. Dafür wurdest Du dann ja auch durch Deine Strategie reichlich belohnt. Es gibt natürlich auch Experten (kenne selbst zwei solche), die eine solche Strategie als "Spekulation auf Kredit" bezeichnen und eher ablehnen würden … Das Solideste sei eben die sichere Rendite jeder geleisteten Tilgung innerhalb der Annuität. Für meinen Teil sehe ich das anders, zumal bei immer weiter sinkenden Baufi-Zinsen (inzwischen ist auch bei längeren Zinsfestschreibungen eine Null vor dem Komma (!), wenn die Rahmenbedingungen stimmen) die Chancen groß sind, daß die Rendite eines breit gestreuten Depots jeden Darlehenszins um Längen schlägt. Entsprechende Zeiträume natürlich vorausgesetzt. Womit wir wieder bei dem für das Studium aufgelösten Depot angekommen wären …

    Ad2: Das sehe ich ebenso und dem ist nix hinzuzufügen.
    Geändert von kurant (28.07.2019 um 22:08 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    @Nocturna und kurant:
    Eure Anlage-Empfehlungen kann ich nachvollziehen, sofern es um junge Menschen geht. Wie ist es aber mit jemandem in meinem Alter (Anfang 50)?
    Eigentlich denke ich noch nicht an das Thema "Entsparen", aber mit dem 15-20-Jahre-Anlage-Horizont wird es doch irgendwann eng werden.
    Konkrete Frage: Ich folge dem Finanztest-Rat, eine Aktienquote nicht über 70% zu haben. Verkürzt sich der benötigte Mindest-Anlage-Horizont, wenn ich diese Quote halte oder senke? Bis zu welchem Lebensalter haltet Ihr die 70%-Quote für vertretbar?


  4. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Nocturna und kurant:
    Eure Anlage-Empfehlungen kann ich nachvollziehen, sofern es um junge Menschen geht. Wie ist es aber mit jemandem in meinem Alter (Anfang 50)?

    Konkrete Frage: Ich folge dem Finanztest-Rat, eine Aktienquote nicht über 70% zu haben. Verkürzt sich der benötigte Mindest-Anlage-Horizont, wenn ich diese Quote halte oder senke? Bis zu welchem Lebensalter haltet Ihr die 70%-Quote für vertretbar?
    Meine bescheidene Meinung: Mit absolut starren Quoten in Prozenten (z. B. bei Aktien die Quote 100 minus Lebensalter) tue ich mich bei der Geldanlage etwas schwer, dafür sind die individuellen Situationen und Rahmenbedingungen einfach - von Mensch zu Mensch - zu unterschiedlich.

    Klar und logisch: Es kann schon sinnvoll sein eine ungefähre Aktienquote zu definieren. Dies schon wegen der eigenen Risikotragfähigkeit. Welche Verlust kann ich (objektiv) tragen und auch (subjektiv) aushalten ?! Beispiel: Wenn ich von einem max. Rückschlagpotential von ca. 60% bei einer weltweit breit gestreuten Aktienanlage ausgehe (bei einzelnen Ländern, Indices, Branchen usw. kann es auch noch deutlich weiter runter gehen; siehe damals am Neuen Markt - aber das ist eben auch keine "weltweit breit gestreute Anlage !), weil dies zumindest in der bisherigen Historie etwa der MDD war (Maximal Draw Down) und ich von meinem Gesamtvermögen nur einen Verlust von z. B. 30% tolerieren kann und will, dann kann ich daraus meine Aktienquote ableiten. Sie darf dann max. bei ca. 50% liegen.

    Besonders bei größeren Vermögen kann es sinnvoll sein, mit solchen Quoten zu arbeiten (etwa diese für Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold usw. zu definieren und sie immer wieder zu rebalancieren, wenn die Quoten sich durch unterschiedliche Wertentwicklungen - aber auch Dividenden- und Mietzahlungen -verändert haben).

    Für einen normalen Sparer und Anleger kann es reichen, eine grobe Aufteilung in einen Anteil 1 mit "sicheren" Anlagen (was heute noch "sicher" ist; meine Meinung: Es gibt keine absolute sichere Geldaufbewahrungsmöglichkeit) und einen Anteil 2 mit risikoreicheren Anlagen zu machen. In Teil 1 wären das z. B. Bargeld, Tages- oder Festgeld, Sparbücher etc. Wenn man so will, könnte man darunter u. U. auch eine gesetzliche Rente (oder staatlichen Rentenanspruch) zuordnen. In Teil 2 wären dann eben Aktien als Direktanlage, Aktienfonds und ETFs.

    Um zu den Quoten in fortgeschrittenem Alter zurückzukommen. Kenne eine ältere Dame, die eine Aktienquote von nahe 100 % fährt (bis auf eine kleine Rücklage ist sie ausschließlich in Aktien investiert). Und sie ist keine Millionärin oder gar Multi-Millionärin, die nur von den Dividenden lebt bzw. kann ! Sie wohnt mietfrei (in einer kleinen aber abbezahlten ETW), hat eine mittlere gesetzliche Rente und eine kleine Betriebsrente. Dies sichert ihren alltäglichen Bedarf. Ihre (über die vielen Jahre immer gestiegenen) Dividenden aus den Aktien nutzt sie für die schöne Dinge wie Restaurantbesuche, Reisen, den Luxus eines kleinen Cabrios usw. Zitat: "Auf lange Sicht rentieren Aktien am besten von allen Anlagen, warum soll ich also auf Aktien verzichten, nur weil ich über 70 bin ? Ich komme gut mit meinem Geld aus. Nach meinem Tod vererbe ich einen Teil und mit dem anderen Teil tue ich noch was Gutes (sie will eventuell ein Kältebus-Projekt für Obdachlose gründen). Die Beschäftigung mit den Aktien macht mir zudem Spaß und hält mich fit im Geist".

    Ein befreundetes Ehepaar hat dagegen eine Aktienquote von Null. Beide waren verbeamtete Lehrer und haben jetzt zwei gute Pensionen samt abbezahltem Haus. Die beiden ausgezahlte Lebensversicherungen ruhen auf dem Tagesgeldkonto. Zitat: "Wir brauchen uns das Risiko von Aktien nicht anzutun. Das haben wir nicht nötig und macht uns auch nur Stress".

    Die beiden Beispiele sollen nur veranschaulichen, wie unterschiedlich die Menschen und die Rahmenbedingungen sein können. Um noch ein drittes (etwas extremeres) Beispiel anzuführen: Ein ehemaliger Kollege will ganz bewußt nix vererben und bemüht sich darum, daß "am Ende meines Lebens auch mein Vermögen am Ende ist - denn dann habe ich selbst am meisten von meinem Geld gehabt und nur darauf kommt es mir an". Könnte man jetzt egoistisch nennen - aber schließlich ist es sein Geld, welches er sich auch selbst erarbeitet und erspart hat ...

    Hoffe, ich konnte Dir einige Anregungen geben. Kommst Du ohne Entsparen bzw. Verzehr Deines Vermögens aus oder eher nicht ? Wie hoch ist Deine objektive und subjektive Risikotragfähigkeit (was nicht identisch sein muß ! Kenne Menschen, die könnten ein hohes Risiko in der Geldanlage tragen, wollen es aber gar nicht) ? Kannst oder willst Du was vererben ? Macht Dir die Beschäftigung mit dem Thema Spaß und Freude oder eher nicht ? usw. Die Beantwortung dieser Fragen wird Dich näher zum Ziel führen.

    Habe letztens erlebt, wie jemand eine große Summe (aus einem Immobilienverkauf) für einer lebenslangen private Rente genutzt hat (Sofortrente gegen Einmalbeitrag). Aus meiner Sicht "rechnet" sich das eher nicht - oder halbwegs nur, wenn man wirklich steinalt wird. Er meinte: "Mir egal, das ist einfach, absolut pflegeleicht und ziemlich sicher. Muß mich nie mehr kümmern und diese Rente kommt den Rest meines Lebens jeden Monat automatisch". Kann man so machen und sehen. Wäre aber nix für mich.

    Bin gespannt, wie @Nocturna das Ganze sieht ...
    Geändert von kurant (29.07.2019 um 09:15 Uhr)

  5. Moderation
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, auf jeden Fall - aber je nach persönlicher Situation bringt eine solche Investition nur Rendite, wenn man sie bis zu einem bestimmten Alter tätigt.
    Das große Problem an der Stelle ist auch: Das ist ganz oft eine Investition in *Zeit*.
    Geld läßt sich vermehren. Zeit nicht.

    Wobei nützliche Fähigkeiten auch eine Absicherung sind, selbst wenn man sie aktuell nicht in Geld umsetzen kann. Aber Fähgikeiten muß man nutzen, wenn man sie behalten will, damit ist man wieder bei der Zeitinvestition.

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    ich wollte eigentlich nur sagen, dass auch bei Fonds ein Risiko sein kann, was hier im Forum aus meiner Sicht nicht immer so richtig rüberkommt.
    Ich erwähne das gegenüber fragenden Neulingen in der Geldanlage und im Sparen, denn selbst wenn der Index brav steigt, kann man viel Geld verlieren, wenn man Schlaglöcher nicht aussitzen kann oder mag. In einer laufenden Diskussion und bei Stammgästen gehe ich davon aus, daß es bekannt ist...

    ETFs sind eine Wette auf den im Index abgebildeten Markt. Die Grundannahme bei den Käufern ist, daß im großen und ganzen über lange Zeit gesehen, der Markt sich nach oben entwickelt, daß also "die Wirtschaft wächst". Holperig, aber um den großen und breiten Ex-Kanzler zu zitieren, "Nur was hinten rauskommt, zählt."

    Wenn man davon ausgeht, daß die Wirtschaft (oder der Teil, der im Index ist) nicht über die geplante Haltezeit wächst, sollte man ich nicht kaufen. (Ohne das jetzt nachzusehen, wer 1929 zu Höchstpreisen in den DowJones eingestiegen wäre, wäre erst in den 1950ern wieder in der Gewinnzone gewesen.)

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    „Wer hat, dem wird gegeben“, „Es regnet immer dorthin, wo es schon nass ist“ „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“.
    "Them that's got shall get, them that's not shall lose, so the Bible says and it still is news."

    Zitat Zitat von Mirca Beitrag anzeigen
    ich verstehe nicht, warum man das soo dogmatisch sehen muss: geld anlegen über einen Zeitraum X ums dann zu verbrauchen passt doch.
    Man will halt nicht mit Verlust verkaufen. Egal was. Das ist das Argument dafür, daß der Notfalltopf in Tagesgeld sein sollte, und Geld, das man erwartet in nicht allzulanger Zeit (nach Temperament und Verwendungszweck: 3 bis 7 Jahre) zu benötigen, in Zinsanlagen oder allenfalls hochwertigen handelbaren Anleihen(fonds) -- auch wenn man damit gegen die Inflation Verlust macht. Diese Anlagen schützen einen davor, Aktien (oder Immobilien oder Sammlerstücke oder Edelmetalle... Waren eben) verkaufen zu müssen wenn man keinen guten Preis dafür bekommt. Man kann sich ausrechnen, wie lange man lieber einen jährlichen Verlust von x% gegen die Inflation in Kauf nimmt als "Waren" zu y% unterm Einkaufspreis verkaufen zu müssen, und seine Anlage danach ausrichten.

    Aber wie's so heißt, der Kluge lernt aus allem, der Normale aus eigener Erfahrung, und der Dumme gar nicht: Ich mußte mich auch erst in die Lage bringen, 2001 wegen Cash Flow Problemen Aktien verkaufen zu müssen, ehe mir klar wurde, warum es eine blöde Idee ist, 98% in Aktien investiert zu sein. Na, immerhin gehöre ich damit vom Lernverhalten zu den Normalen...

    Entnahme- und Ausgabestrategeien sind noch mal ein Kapitel für sich, aber in diesem Strang geht's ja am ehesten darum, das Minimum von Verlust (durch real negative Zinsen oder durch negative Entwicklung der Einnahmen- gegenüber der Ausgabenwährung) *und* möglichem Verlust (durch Risiko) zu finden, soweit ich das verstehe.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bis zu welchem Lebensalter haltet Ihr die 70%-Quote für vertretbar?
    Beliebig lange, solange Notgroschen und benötigtes Geld der nächsten 3 bis 7 Jahre in sicheren und verfügbaren Anlagen lagert.
    (Ich denke viel über "3 oder 7 oder doch länger?" nach, weil es ein interessantes Problem ist, aber das würde hier zu weit führen.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Wenn meine KV im Rentenalter unabhängig von MIeteinkünften bleibt, was ich hoffe, ist das schon mal ein grosses Plus.
    Bei freiwillig Versicherten zählen Mieteinnahmen nach heutiger Rechtslage bei der GKV zum Einkommen, auf das Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden muss - bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
    Oder täusche ich mich?


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Vielleicht noch zwei allgemeine aus meiner Sicht wichtige Anmerkungen:

    1. Nach meinem Dafürhalten kommt es nicht darauf an (auch nicht beim Thema "Wie rette ich mein Erspartes in Euro und in Zeiten von Null- und Negativzinsen ?) wie sich eine einzige meiner Anlagenklasse entwickelt - sondern es zählt für mich immer die Gesamtschau meines Vermögens. Der sichere Teil (s. Nr. 54, Abs. 4) ist eben sicher und schon lange kostet diese Sicherheit eben Geld. Nach Inflation und Steuer fährt man mit diesem Anteil "sicher" Verluste ein. Jahr für Jahr. Dafür sollten andere Anteile meines Vermögens (z. B. die Immobilien) dies kompensieren. Am besten natürlich überkompensieren. Solange dies gewährleistet ist, kann man auch den jährlichen Verlust (Finanzielle Repression) im sicheren Anteil besser ertragen und aushalten.

    2. Auf lange Sicht (!) war die Anlage in weltweite Aktien (am besten breit gestreut) immer das lukrativste aller Investments. Dem zufolge müßten alle Menschen (rein rational) - bis auf eine individuell eingestellte Rücklage für Notfälle - zu 100% in Aktien investiert sein. Wer es sich leisten kann (Bonität, Höhe der Rücklage, Sicherheit des Einkommens usw.) auch zu mehr als 100% - denn gehebelt über Kredite kann man die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital noch zusätzlich steigern (Leverage-Effekt). Soweit die Theorie. Wenn man sich nun aber in praxi die Depots (auch von sehr wohlhabenden und/oder professionell betreuten Menschen) anschaut, stellt man schnell fest, daß es die absolute Ausnahme ist, ein Depot mit 100% Aktien-Engagement zu finden. Es scheint also - neben der Rendite - auch noch andere Prioritäten bei Geldanlegern zu geben wie die Psychologie, individuelle Vorlieben, den Wunsch gewisse (vorhandene oder vermeintliche) Schwankungsbreiten nicht zu überschreiten, gewisse feste Summen jederzeit zur Verfügung zu haben und/oder vererben/verschenken zu können usw. usw.

  8. Moderation
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Bei freiwillig Versicherten zählen Mieteinnahmen nach heutiger Rechtslage bei der GKV zum Einkommen, auf das Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden muss - bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
    Oder täusche ich mich?
    m.W. ja.

    Wobei, "freiwillig" im Rentenalter ist nicht das gleiche wie "freiwillig" im Arbeitsleben.
    Alle meine Recherchen sagen, daß ich im Rentenalter nicht freiwillig GKV-versichert sein werde, sondern regulär aber ich trau dem Frieden nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Stimmt, ich habe gerade noch einmal nachgegoogelt, und man muss um in die Krankenversicherung der Rentner zu kommen, Voraussetzungen über Mitgliedschaft in der GKV erfüllen. Ich dachte, man müsse soundso lange pflichtversichert sein.

    Man lernt immer etwas - uns betrifft das nicht, insofern habe ich da nur Halbwissen.

    Quelle

  10. Inaktiver User

    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Danke für Deine Ausführungen, kurant!

    Dein Kollege, der sich auf 0 runter zu entsparen beabsichtigt, hat folglich keine Immobilie, richtig?
    Denn bei Immobilien, habe ich mir schon öfters gedacht, bleibt nach dem Tod ja i.d.R. die Immobilie übrig (sofern man nicht von einem Notverkauf wegen Pflegefall o.ä. ausgeht). Auch wenn man kein Problem damit hat, dass jemand anderes erbt, heißt das doch auch, dass man viel mehr Vorsorgeaufwand leisten muss, als man tatsächlich braucht, sogar ganz erheblich mehr, eben den Wert einer Immobilie.
    Wo ist da der Denkfehler?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Beliebig lange, solange Notgroschen und benötigtes Geld der nächsten 3 bis 7 Jahre in sicheren und verfügbaren Anlagen lagert.
    (Ich denke viel über "3 oder 7 oder doch länger?" nach, weil es ein interessantes Problem ist, aber das würde hier zu weit führen.)
    ??? Das verstehe ich nun gar nicht! Wieso 3-7, wo doch 15-20 der allgemein empfohlene Anlagehorizont ist? Was passiert in Deinem Szenario, wenn nach dem 7. Jahr der Aufschwung noch nicht wieder da ist?

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