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  1. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Das Blöde ist, dass sich die ganzen kleinen "paar Gebühren" summieren, dass vieles teurer wird und das Wort "Bepreisung" seinen Einzug gefunden hat. Was man wohl in Zukunft alles bepreisen wird?

    Und die 4 Stunden mehr Arbeit von denen oben die Rede war mögen einem Büroschlaf nicht weiter im Wege stehen, wenn ich mir aber jemanden auf dem Bau vorstelle, bei Wind und Wetter, oder einen Fluglotsen .... nee danke.
    Wenn Genossenschaftsbanken und Sparkassen mit ihrem klassischen Geschäftsmodell (Zinsmargengeschäft) immer weiniger oder nix mehr verdienen ( vereinfacht gesagt: Ohne Zinsen auch keine Margen mehr), dann muß dies eben über Gebühren einerseits und Kostendämpfung andererseits kompensiert werden. Wie europäische Banken, die immer weniger verdienen und schwächer werden, dann gleichzeitig mehr Kredite ausreichen sollen, um die Wirtschaft und Inflation anzukurbeln, bleibt ein Geheimnis der EZB ...

    Es bleibt auch das Geheimnis der EZB, wie der Bürger und Sparer, der in einer zinslosen Währung und ohne Zinses-Zins-Effekt seine Altersvorsorge aufbauen muß, gleichzeitig auch noch die Wirtschaft befeuern soll (Konsum). In einer solchen von der EZB instrumentalisierten Welt muß für das exakt gleiche Vermögensziel nämlich viel mehr gespart werden und/oder viel mehr Risiko eingegangen werden. Da man Geld (in der realen Welt jedenfalls) nur einmal ausgeben kann - also entweder für das Sparen oder den Konsum - ist auch dies einer der vielen Widersprüche in der EZB-Geldpolitik.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Wenn Genossenschaftsbanken und Sparkassen mit ihrem klassischen Geschäftsmodell (Zinsmargengeschäft) immer weiniger oder nix mehr verdienen ( vereinfacht gesagt: Ohne Zinsen auch keine Margen mehr), dann muß dies eben über Gebühren einerseits und Kostendämpfung andererseits kompensiert werden. Wie europäische Banken, die immer weniger verdienen und schwächer werden, dann gleichzeitig mehr Kredite ausreichen sollen, um die Wirtschaft und Inflation anzukurbeln, bleibt ein Geheimnis der EZB ...

    Es bleibt auch das Geheimnis der EZB, wie der Bürger und Sparer, der in einer zinslosen Währung und ohne Zinses-Zins-Effekt seine Altersvorsorge aufbauen muß, gleichzeitig auch noch die Wirtschaft befeuern soll (Konsum). In einer solchen von der EZB instrumentalisierten Welt muß für das exakt gleiche Vermögensziel nämlich viel mehr gespart werden und/oder viel mehr Risiko eingegangen werden. Da man Geld (in der realen Welt jedenfalls) nur einmal ausgeben kann - also entweder für das Sparen oder den Konsum - ist auch dies einer der vielen Widersprüche in der EZB-Geldpolitik.
    Naja, so weit, dass die, die Geld übrig haben, das nun unbedingt loswerden wollen (sprich sinnvoll kaufen, was ja schon nicht mehr möglich ist) hat man "uns" schon. Wer nichts übrig hat, hat andere Sorgen. Machen wir uns nichts vor, "alles wird besser" gilt nur noch für eine winzige Anzahl von Menschen, deren Namen wir vermutlich nicht mal kennen. Ich bin gesapnnt wie wir alle das wuppen werden im Alter.


  3. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Es bleibt auch das Geheimnis der EZB, wie der Bürger und Sparer, der in einer zinslosen Währung und ohne Zinses-Zins-Effekt seine Altersvorsorge aufbauen muß, gleichzeitig auch noch die Wirtschaft befeuern soll (Konsum). In einer solchen von der EZB instrumentalisierten Welt muß für das exakt gleiche Vermögensziel nämlich viel mehr gespart werden und/oder viel mehr Risiko eingegangen werden. Da man Geld (in der realen Welt jedenfalls) nur einmal ausgeben kann - also entweder für das Sparen oder den Konsum - ist auch dies einer der vielen Widersprüche in der EZB-Geldpolitik.
    Das ist kein Geheimnis, es ist schlicht nicht deren Aufgabe für Altersvorsorge zu sorgen. Die EZB versorgt die Märkte mit Liquidität, mehr nicht. Manchmal tut sie so, als würde sie für Wertstabilität des Euro sorgen, tut sie aber nicht, sie ist ständig versucht ihn zu schwächen und Inflation zu erzeugen.
    Es ist ein alter Hut, dass mehr Geld im Markt mehr Wohlstand im Markt erzeugt, aber eben nicht gleich für alle. Wenn Löhne und Gehälter steigen, dann steigen sie bei einem Einkommensmillionär ebenfalls um 10 % und bei einem Gehalt von 20.000 auch um 10%.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob ich da jetzt lachen, oder weinen sollte. Du weißt doch selbst wie das mit den Sachwerten aussieht. Ich kann mich noch erinnern, vor ein paar Jahren wurde gebettelt, dass die Leute ihr Erspartes doch bitte in Sachwerte umwandeln sollen, also kaufen sollen, egal was wahrscheinlich. Damals lag sparen eher in "unserer" Natur. Jetzt ist es so weit gekommen, dass wir fast schon darum betteln in Sachwerte investieren zu dürfen, jedenfalls die, die etwas übrig haben. Jämmerlich, aber was haben wir uns eingebildet? Man ist ja nur ein Papierboot auf einer Woge auf dem großen, weiten Meer.
    Es lag nicht in unserer Natur, es hat schlicht etwas mit fehlendem wirtschaftlichem Grundwissen zu tun. Die Masse läuft dem Markt hinterher.
    Immobilien waren schon vor 10 Jahren vieeeel zu teuer, als sie noch einen Bruchteil des heutigen Preises kosteten.


  5. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Das Blöde ist, dass sich die ganzen kleinen "paar Gebühren" summieren, dass vieles teurer wird und das Wort "Bepreisung" seinen Einzug gefunden hat. Was man wohl in Zukunft alles bepreisen wird? Und wir Menschen und unsere Sorgen und Ängste werden sogar noch dafür benutzt hurra zu schreien. Zumindest ein Teil von uns schreit.

    Und die 4 Stunden mehr Arbeit von denen oben die Rede war mögen einem Büroschlaf nicht weiter im Wege stehen, wenn ich mir aber jemanden auf dem Bau vorstelle, bei Wind und Wetter, oder einen Fluglotsen .... nee danke.
    Ich meinte mit den negativen Effekten nicht die paar Zinsen, sondern die Tatsache, dass Großinvestoren noch mehr Geld in die Hand nehmen werden, und noch mehr Vermögenswerte an sich reißen. Karl Marx nannte das dann Monopolismus.


  6. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Ich meinte mit den negativen Effekten nicht die paar Zinsen, sondern die Tatsache, dass Großinvestoren noch mehr Geld in die Hand nehmen werden.
    So sieht es aus. Das ist hier in einer Stadt ein paar Kilometer weg von Stuttgart sehr gut zu beobachten. Die Immobilienpreise steigen und steigen. Sie haben sich in wenigen Jahren fast verdoppelt.

    Zu den Banken: ich hatte kürzlich eine Unterhaltung mit einer Bekannten, die nach gescheiterter Selbständigkeit Schulden hat.
    Der Dispo-Zinssatz liegt momentan bei 12%. das hat mich doch erstaunt. Damit dürften Banken vermutlich einiges reinholen.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  7. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Die Fehlkonstruktion der Einheitswährung Euro erzwingt (zumindest wenn man meint, diese dauerhaft "retten" zu können) eine "äußerst unkonventionelle" sprich nie dagewesene ultralockere und extreme Geldpolitik - diese wiederum führt zwangsläufig zu Vermögenspreisblasen (Nullzins, Anlagenotstand) wie bei der Flucht in Betongold (Beispiel Immobilien) und dies wiederum führt zu verteilungspolitischen Nebenwirkungen (z. B. via Mieten), die wiederum politischen Implikationen zur Folge haben (s. Berlin; Stichworte: Mietenstopp, Mietendeckel, Diskussion um Enteignung von Wohnungsgesellschaften, Abkehr vom Nettoprinzip d. h. Grundsteuer soll nun der Vermieter tragen usw.).


    "Um die bürgerliche Gesellschaft zerstören, muß man ihr Geldsystem verwüsten"
    (Genosse Lenin 1870-1924)

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint
    (Hinweis an die EU)

    Allen Betroffenen im Euro viel Glück und Erfolg bei ihren Entscheidungen
    Geändert von kurant (18.09.2019 um 10:32 Uhr)


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Die Fehlkonstruktion der Einheitswährung Euro erzwingt (zumindest wenn man meint, diese dauerhaft "retten" zu können) eine "äußerst unkonventionelle" sprich nie dagewesene ultralockere und extreme Geldpolitik - diese wiederum führt zwangsläufig zu Vermögenspreisblasen (Nullzins, Anlagenotstand) wie bei der Flucht in Betongold (Beispiel Immobilien) und dies wiederum führt zu verteilungspolitischen Nebenwirkungen (z. B. via Mieten), die wiederum politischen Implikationen zur Folge haben (s. Berlin; Stichworte: Mietenstopp, Mietendeckel, Diskussion um Enteignung von Wohnungsgesellschaften, Abkehr vom Nettoprinzip d. h. Grundsteuer soll nun der Vermieter tragen usw.).


    "Um die bürgerliche Gesellschaft zerstören, muß man ihr Geldsystem verwüsten"
    (Genosse Lenin 1870-1924)

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint
    (Hinweis an die EU)

    Allen Betroffenen im Euro viel Glück und Erfolg bei ihren Entscheidungen
    Was ist denn eine „Vermögenspreisblase“? Blasen geht irgendwann die Luft aus, wenn man das Geld wieder einsammelt bzw. die Zinsen anhebt und damit die Nachfrage nach Geld eindämmt.
    Das wird aber nicht geschehen, dann fliegt uns nämlich Resteuropa um die Ohren.
    Bei einer Finanzierung mit negativen Zinssatz wird normalerweise der Investitionsaufwand geringer, so dass im Grunde die Rendite, sprich Miete, sinken könnte. Stattdessen steigen die Preise für Immobilien immer schneller und demzufolge die Rendite/Miete, was die Priese insgesamt weiter anheizt.
    Ursache ist nicht der Negativzins oder steigende Geldmenge, sondern die nicht befriedigende Nachfrage nach Wohnraum, die steigenden Baupreise durch steigenden Wohnraumnachfrage und steigender Kapazitätsmangel im Bau durch Demographie.
    Die Preise für Immobilien werden weiter angeheizt und ich sehe keine Möglichkeit, diese zu bremsen.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    .
    Die Preise für Immobilien werden weiter angeheizt und ich sehe keine Möglichkeit, diese zu bremsen.
    Ehrlich? Ich habe ja nicht so den Gesamtüberblick, sah aber gefühlt schon die ersten Blasen am Horizont platzen. Gefühlt kann es doch gar nicht immer so weitergehen. Da sind so idiotische Dinge in Gange, da ist nichts mehr logisch. Viel zu wenig Wohnraum, aber vielerorts stehen massenweise Wohnungen leer oder werden dauerhaft kurzvermietet. Gleichzeitig kommen immer mehr Menschen ins Land, die fast alle den Traum vom kostenlosen Wohnen haben. Es wird gebaut wie verrückt (nicht nur in D). Wird das dann alles teuer verkauft oder vermietet?
    Zur Zeit kaufen viele aus meinem Umfeld, die früher zur Miete wohnten, Häuser, oder Wohnungen zu Preisen bei denen ich nur den Kopf schütteln kann. Ich würde auch gern ein wenig Geld anlegen, aber ist das noch logisch für eine 2-Zimmer-Wohnung 400.000 Euro zu bezahlen? Wäre es anzuraten dafür einen fetten Kredit aufzunehmen?
    Was meint Ihr zu den Zinsen für Hypotheken in 10 Jahren? Ich nehme an, die sind heute auch nicht länger fest als 10 Jahre.


  10. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Was ist denn eine „Vermögenspreisblase“? Blasen geht irgendwann die Luft aus, wenn man das Geld wieder einsammelt bzw. die Zinsen anhebt und damit die Nachfrage nach Geld eindämmt.
    Das wird aber nicht geschehen, dann fliegt uns nämlich Resteuropa um die Ohren ...

    Bei einer Finanzierung mit negativen Zinssatz wird normalerweise der Investitionsaufwand geringer, so dass im Grunde die Rendite, sprich Miete, sinken könnte. Stattdessen steigen die Preise für Immobilien immer schneller und demzufolge die Rendite/Miete, was die Priese insgesamt weiter anheizt.
    Ursache ist nicht der Negativzins oder steigende Geldmenge, sondern die nicht befriedigende Nachfrage nach Wohnraum, die steigenden Baupreise durch steigenden Wohnraumnachfrage …
    Ad 1: Das sehe ich leider auch so. Die EZB sitz längst in der Falle. Zinserhöhungen könnte zwar die Luft aus der Immobilienblase lassen - dann geht aber die nicht eurotaugliche europäische Südschiene über die Wupper. Das wird also nicht passieren. Unter Lagarde eher das Gegenteil …

    Ad 2: Natürlich gibt es auch fundamental gesehen Gründe für den Immobilienpreisanstieg (Drang in die Städte, Migration, Nachholeffekte - in Deutschland war relativ gesehen im internationalen Maßstab das Wohnen und Immobilien sehr billig). Die Geldpolitik setzt aber eine weitere, zusätzliche Ursache für die stark steigende Nachfrage nach Immobilien: Der Anlagenotstand ist ein Grund, die extrem niedrigen Hypothekenzinsen z. B. ein anderer.

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