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  1. Avatar von Nocturna
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    So dramatisch ist es doch auch wieder nicht.
    Vier Stunden in der Woche irgendwo aushelfen und man hat das Geld, was die Inflation wegknabbert, wieder drin.
    luciernago hat von Negativzinsen gesprochen. Die Inflation kommt bei der Rechnung selbstverständlich noch oben drauf.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    So dramatisch ist es doch auch wieder nicht ...
    Vier Stunden in der Woche irgendwo aushelfen und man hat das Geld, was die Inflation wegknabbert, wieder drin.
    Menschen in anderen Ländern haben ganz andere Sorgen, wie man z. B. im Mittelmeer beobachten kann.
    Luxusprobleme der Bürger einer Wohlstandsinsel, die zu faul sind, vier Stunden pro Woche hinzulegen.
    Ein Geld wie der Euro welches man a) ständig retten muß und das b) dauerhaft zinslos ist, würde ich gar nicht als Geld bezeichnen. Es fehlt nämlich die Geldfunktion des Wertaufbewahrungsmittels.

    Solches Geld ist Schwundgeld, denn es verliert ständig an Wert statt diesen zu erhalten. Somit taugt es auch nicht zur Altersvorsorge.

    Und dabei gehe ich lediglich von der offiziellen Inflationsrate aus. Da wird angefangen von der Zusammenstellung des Warenkorbes über die hedonistische Methode bis hin zur Substitutionsmethode nett getrickst. Die Vermögenspreise (wie Immobilien) bleiben übrigens ganz außen vor.

    Dein Vorschlag (noch) mehr zu arbeiten und damit auch noch mehr Steuern und Abgaben zu entrichten, um diesen gewollten Geldwertschwund (Finanzielle Repression) auszugleichen, nehme ich als humoristische Einlage. Wenn ich das nämlich ernst nehmen würde, käme ich zu ganz anderen Antworten. Was ich gerne vermeiden will.

    Auch mit Deinem "zu faul" tue ich mich persönlich schwer. Einige Jahrzehnte habe ich nämlich stets > 80 Stunden in der Woche gearbeitet.

    Ich lebe (noch jedenfalls) in Deutschland, entrichte hier üppigste direkte und indirekte Steuern und Abgaben und erwarte im Gegenzug, daß der Staat für ein vernünftiges und funktionierendes Geld sorgt. Erst recht, weil er dafür das Monopol hat.

    Einen Staat, der nicht mal dies gewährleisen kann, würde ich als dysfunktional bezeichnen.

    Oder soll ich an Deutschland und die Eurozone inzwischen als Benchmark Bananenrepubliken anlegen ?
    Geändert von kurant (16.09.2019 um 21:57 Uhr)


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Ich habe das gerade auch entsetzt gelesen. Vielleicht wachen manche Mitbürger ja endlich auf, wenn sie wirklich negative Zinsen für ihr Erspartes bekommen.

    luci
    Was für ein interessantes Vokabular, „wenn sie wirklich negative Zinsen für ihr Erspartes bekommen“. Das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen.
    Passt zu Negativerträge.
    Kürzlich im TV verklickert uns doch tatsächlich eine Politikerin, dass Diesel subventioniert wird. Die war eh nicht die hellste Kerze, was nicht weiter schlimm ist, aber der Rest in der Runde nahm es einfach hin. Diesel wird lediglich mit 47 Cent besteuert, während Benzin mit 65 Cent besteuert wird.
    Subvention ist ein gewährter Zuschuss und kein Erlass.
    Wenn das kein Populismus in Reinkultur ist, ich weiß ja nicht.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Ja und dann? Das alles ist mehr als peinlich und man hat den Eindruck, dass sehr viele Leute nicht wissen was sie tun, oder gerade doch? Wo ist das Ziel? Was soll das werden?
    So schwer ist es nun auch nicht, einfach zeitnah in Sachwerte gehen.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    So dramatisch ist es doch auch wieder nicht.
    Das man für sein Geld auf der Bank ein paar Prozent Gebühren bezahlt ist wirklich nicht schlimm, aber die Nebeneffekte dürften stark schmerzen


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Zertifikate sind was für Leute, denen Einzelaktien und Unternehmenanleihen zu langweilig sind... Du hast das Risiko, daß dein Schuldner nicht zahlen kann, *und* das Risiko, daß der Markt gegen dich läuft. Je spannender die Zertifikate angelegt sind, desto mehr kommt Spielbank-Feeling auf...
    In einer Spielbank gibt es klare und faire Regeln, Manipulationen des Betreibers sind fast unmöglich. Bei Zertifikaten, welche Banken handeln und emittieren, wäre ich etwas vorsichtig. Die Vergangenheit hat und gelehrt, warum Banken immer die Gewinner gewesen sind.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Vier Stunden in der Woche irgendwo aushelfen und man hat das Geld, was die Inflation wegknabbert, wieder drin.
    Vier Stunden pro Woche länger arbeiten, nur um gleich wenig zu haben wie jetzt, das ist schon eine Hausnummer.

    vor allem, da man diese Übung ja mit einer gewissen Regelmässigkeit wiederholen muss? Inflation steht ja nicht still.

    einen de facto "Negativzins" haben die meisten auf dem Konto ja schon in Form der Kontoführungsgebühren.

    Aber nicht nur Millionen Bürger anderer Länder würden über uns den Kopf schütteln, sondern auch unsere Großväter und -mütter, die nach dem Weltkrieg von solchen Luxusproblemen nur hätten träumen können.
    Wir könnten durchaus alle unsere Städte wieder in Grund und Boden bomben, damit wir wieder Arbeit haben beim Aufbau aus den Nichts... aber ob das ein sinnvoller Weg sein könnte? - eher nicht, meine ich.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wir könnten durchaus alle unsere Städte wieder in Grund und Boden bomben, damit wir wieder Arbeit haben beim Aufbau aus den Nichts... aber ob das ein sinnvoller Weg sein könnte? - eher nicht, meine ich.
    Leider ist der Gedanke so abwegig nicht, wie ein Blick in die Geschichte und Währungsgeschichte zeigt. Ein ganz großer Zyklus hatte nicht selten vier Phasen. In der ersten Phase reichte noch die mehr oder weniger hohe direkte Besteuerung der arbeitenden Bürger. Dann treten irgendwann mehr oder weniger hohe Abgaben (Sozialabgaben, indirekte Steuern, Gebühren usw.) hinzu. Wenn dies nicht mehr ausreicht, kommt - sozusagen als dritte Form der Besteuerung - die Inflation hinzu, um das System am laufen zu halten. Die derzeitige Finanzielle Repression (Umverteilung vom privaten Sparer zum Staat) ist davon nur eine besonders intensive Form. Wenn auch das nicht mehr ausreicht, wurde am Ende nicht selten ein auswärtiger Sündenbock für das ganze Dilemma ausgedeutet und verantwortlich gemacht und als ultimative Form der Besteuerung stand der Blutzoll der Wehrpflichtigen und Bürger in kriegerischen Auseinandersetzungen …

    Danach waren die Schulden oft weg (Beispiel Währungsreformen) , es konnte ein neues Geld installiert werden, es gab Aufbau, Aufschwung, Konjunktur usw. Zumindest für die, die das Ganze überlebt hatten.

    Das soll jetzt keinesfalls zynisch klingen, aber so verfahren wie die Lage um unser Papiergeldsystem im Allgemeinen und um die Einheitswährung Euro im Speziellen ist, bin ich eigentlich froh, daß es inzwischen so schreckliche Waffen (wie Atomwaffen) gibt. Das erhöht nämlich m. E. die Hemmschwelle ungemein: Man mag zwar noch als Erster schießen können - stirbt dann aber eben mit Sicherheit auch und zwar als Zweiter. Gäbe es diese Abschreckungspotential nicht, wer weiß, ob nicht der ein oder andere schon die Lösung in einer kriegerischen Auseinandersetzung gesucht hätte ?! Dabei ging es ja fast immer auch um Zugewinn in Form von Land, Rohstoffen usw. Wenn aber nur noch verbrannte Erde übrig bleibt, auf welchen Zugewinn kann man da noch hoffen ?

    Man kann sich nur wünschen, daß es weiterhin (halbwegs) friedlich bleibt.

    Ein massiver Ärger bezüglich des Euro dürfte uns noch ins Haus stehen. Ob in Partnerschaften, ob in Familien, ob in Unternehmen usw. - wenn es um das Geld geht, ist, nach meiner Erfahrung jedenfalls, meistens Schluss mit lustig. Das ist unter Ländern - die man in der Eurorettung untereinander zu Schuldnern und Gläubigern gemacht hat - wohl nicht anders. Da dürfte also noch ganz erhebliche Verspannungen und Friktionen zu erwarten sein.

    Einerseits: Immer noch besser sich am Verhandlungstisch zu duellieren als auf irgendwelchen Schlachtfeldern …
    Andererseits: Man sollte gerade bei so wichtigen Dingen (wie der Einführung einer Einheitswährung) ökonomische Vernunft vor das reine und naive Wunschdenken stellen.

    Schwere Kost für einen Vormittag ...


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    So schwer ist es nun auch nicht, einfach zeitnah in Sachwerte gehen.
    Ich weiß nicht, ob ich da jetzt lachen, oder weinen sollte. Du weißt doch selbst wie das mit den Sachwerten aussieht. Ich kann mich noch erinnern, vor ein paar Jahren wurde gebettelt, dass die Leute ihr Erspartes doch bitte in Sachwerte umwandeln sollen, also kaufen sollen, egal was wahrscheinlich. Damals lag sparen eher in "unserer" Natur. Jetzt ist es so weit gekommen, dass wir fast schon darum betteln in Sachwerte investieren zu dürfen, jedenfalls die, die etwas übrig haben. Jämmerlich, aber was haben wir uns eingebildet? Man ist ja nur ein Papierboot auf einer Woge auf dem großen, weiten Meer.


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Das man für sein Geld auf der Bank ein paar Prozent Gebühren bezahlt ist wirklich nicht schlimm, aber die Nebeneffekte dürften stark schmerzen
    Das Blöde ist, dass sich die ganzen kleinen "paar Gebühren" summieren, dass vieles teurer wird und das Wort "Bepreisung" seinen Einzug gefunden hat. Was man wohl in Zukunft alles bepreisen wird? Und wir Menschen und unsere Sorgen und Ängste werden sogar noch dafür benutzt hurra zu schreien. Zumindest ein Teil von uns schreit.

    Und die 4 Stunden mehr Arbeit von denen oben die Rede war mögen einem Büroschlaf nicht weiter im Wege stehen, wenn ich mir aber jemanden auf dem Bau vorstelle, bei Wind und Wetter, oder einen Fluglotsen .... nee danke.

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