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  1. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Das sehe ich beides - leider - sehr ähnlich.
    Me too.

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Für mich sieht es so aus, dass die Suppe (Europa) umgerührt wird. Dann verschwinden die Fettaugen im Wasser und alles wird gleichmäßig in der Konsistenz (ok irgend welche Emulgatoren sind auch drin ... das wird dann wohl die Geldpolitik sein)..
    Ein toller Vergleich und es trifft es die Sachlage tatsächlich extrem gut.
    Es scheint sich hier tatsächlich um das Kochrezept unserer EZB für Europa zu handeln.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  3. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das Ziel ist, deine Einnahmen in einer anderen Währung zu bekommen. Yuan. Oder Schweinehälften. Oder Aktienoptionen. Oder Unterkunft und Frühstück. Oder so.



    ah ja danke macht Sinn.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ein toller Vergleich und es trifft es die Sachlage tatsächlich extrem gut.
    Es scheint sich hier tatsächlich um das Kochrezept unserer EZB für Europa zu handeln.
    Der Vergleich von @Wegwarteline gefällt mir offen gesagt auch sehr gut - was kommt dabei raus wenn starke und schwache Länder und Währungen in einer gemeinsamen Suppe verrührt werden …? Eben !

    Das Dilemma der EZB-Geldpolitik ist halt, daß ein einziger Anzug einem extrem dünnen und einem ganz dicken Mann gleichzeitig passen müssen. Das hat nicht funktioniert und wird auch nicht funktionieren. Nichtsdestotrotz wird wahrscheinlich schon sehr bald (eventuell schon nächste Woche) mal wieder die Dosis des Medikaments "Leitzins" erhöht …


  5. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Meine Zweifel an der Werthaltigkeit des Geldes haben 1971 begonnen, mit Einführung der fehlkonstruierten Euro-Einheitswährung 2002 stark zugenommen und sind durch die "unkonventionelle Geldpolitik der EZB" inzwischen massiv.
    Da sind wir schon zu zweit. Ich fürchte, unter Frau Lagarde werden wir uns nicht wohler fühlen.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  6. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Da sind wir schon zu zweit. Ich fürchte, unter Frau Lagarde werden wir uns nicht wohler fühlen.

    luci
    Für Lagarde stehen die Interessen der Regierungen (insbesondere der nicht eurotauglichen Südschiene) im absoluten Vordergrund - nicht die Interessen der Bürger und Sparer. Das muß man ganz nüchtern sehen.

    Lagarde ist Politikerin (Juristin) und war m. W. noch niemals in einer Bank tätig - geschweige denn in einer Notenbank.

    Zudem war es Frankreichs Strategie und für das Land von überragendem Interesse (besonders seit der Wiedervereinigung) die Deutsche Mark (und deren Dominanz) zu beseitigen und dafür eine europäische Einheitswährung zu etablieren. Auch um so die Oberhand über die europäische Zinspolitik zu erlangen.

    Diesen Versuch kann man - aus Sicht der Franzosen - als absolut gelungen bezeichnen. Außer der kurzen Amtszeit von Wim Duisenberg am Anfang waren in der gesamten Lebenszeit des Euros nur Anhänger einer lockeren Geldpolitik und einer schwachen Währung (wie Trichet und Draghi) am Ruder. So wird es unter Lagarde auf jeden Fall (wahrscheinlich sogar noch verstärkt) weitergehen.

    Mag der Euro auch formal-juristisch weiterbestehen - sein innerer Wert wird immer weiter ausgehöhlt (in seiner kurzen Lebenszeit hat er beispielsweise gegen Gold bereits 75% seines Wertes verloren. Ähnlich traurig sieht es mit seiner Wertaufbewahrungsfunktion gegenüber manch anderen Sachwerte - Beispiel Immobilien - aus).

    Wirtschaftlich schwache und hochverschuldete Länder benötigen zwingend auch eine schwache Währung und möglichst niedrige Zinsen. Da - wie früher sonst üblich (bei Lira, Franc, Drachme usw.) - einzelne nationalstaatliche Abwertungen bei einer Einheitswährung unmöglich geworden sind, muß dies nun die EZB organisieren. Mit den bekannten Nebenwirkungen wie Enteignung der Gläubiger (Sparer) zugunsten der Staaten (Schuldner) bei sich parallel bildenden Vermögenspreisblasen (wie bei Immobilien).

    Als einfacher Bürger kann man dagegen eh nix machen (höchstens die Eurozone verlassen). Auch kann man ja seine Rechnungen hier nicht mit Schweizer Franken oder Silber- und Goldmünzen bezahlen.

    Was man aber machen kann, sich auf die weitere Finanzielle Repression einzustellen (dauerhaft negative Real- oder vielleicht bald sogar negative Nominalzinsen). Das dürfte uns nämlich noch sehr lange begleiten. Sparen wird deshalb nicht überflüssig - im Gegenteil: Um das gleiche Sparziel zu erreichen, sind in Zeiten ohne Zinsen (und ohne Zinses-Zins-Effekt) sogar höherer Sparanstrengungen nötig.

    Statt dem einfachem Sparen dürfte das Investieren (in Substanz- und Sachwerte) aber viel wichtiger werden, wenn man im Alter nicht böse Überraschungen erleben will …

    Die Krux dabei ist, daß solche Investitionen in Sachwerte auch Sachkenntnis verlangen und solche in Aktien ebenfalls eine gewisse Beschäftigung mit der Materie voraussetzen (viel bei der Direktanlage, etwas weniger bei Investmentfonds, am einfachsten dürfte es wohl mit ETFs gehen) - und sowohl bei Aktien als auch bei Immobilien meist langes Durchhaltevermögen erforderlich ist und ebenso die Bereitschaft und Akzeptanz, gewisse (bei Immobilien) und hohe (bei Aktien) Schwankungen im Wert auszuhalten.

    Man könnte es auch ganz platt so formulieren: Für die unkonventionelle und ultra-lockere Geldpolitik der EZB war und ist der durchschnittliche deutsche Sparer denkbar schlecht aufgestellt ...


  7. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen

    Man könnte es auch ganz platt so formulieren: Für die unkonventionelle und ultra-lockere Geldpolitik der EZB war und ist der durchschnittliche deutsche Sparer denkbar schlecht aufgestellt ...
    Das hast du aber interessant ausgedrückt. Mir fallen da ganz andere Sachen ein.

    Aber wir können es nicht ändern und gut, dass es diesen Strang gibt. Vielleicht können wir uns in gewissem Maße gegenseitig inspirieren und viel Fachwissen haben einige auch.

    Ich habe bald ein wenig mehr Zeit, werde mich dann hoffentlich endlich mal mit dem Thema ETF´s beschäftigen und schauen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Ich prokrastiniere da ....


  8. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Ich habe bald ein wenig mehr Zeit, werde mich dann hoffentlich endlich mal mit dem Thema ETF´s beschäftigen und schauen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Ich prokrastiniere da ....
    Eile, Hast oder gar Panik sind in Finanzangelegenheiten wie etwa der Geldanlage schlechte Ratgeber. Mindestens genau so schlimm sind aber Ignoranz, Verdrängung oder Prokrastination (um Deine Begrifflichkeit aufzugreifen). Wer nicht beginnt, für den kann die Zeit auch nicht mitarbeiten. Die meisten guten Investments brauchen nämlich - wie richtig guter Wein - Ruhe, um zu reifen und Früchte abzuwerfen. In diesem Sinne ...


  9. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Mittlerweile bemitleide ich die Leute, die ihr Geld nach wie vor fürs Alter auf die hohe Kante legen. Denen ist nicht annähernd bewusst, wo die Geldpolitik hinführt. Die Vermögenswerte werden in den nächsten 10 Jahren erneut eine Verdoppelung, wenn nicht noch mehr, erfahren.
    Sie werden in 10 Jahren nur einen Bruchteil dessen dafür bekommen, was sie heute dafür bekommen könnten.
    Viele verkennen, dass wir Deutschen die Einzigen in Europa sind, die mit Barrücklagen in Größenordnungen hantieren.


  10. Registriert seit
    05.09.2018
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Wovon leben denn dann die anderen? Die Italiener z.b. machen das afaik nicht, die müssen doch seit der finanzkrise 2008 wirklich hungern? Also die, die sich auf die Rente verlassen haben.

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