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  1. Avatar von Nocturna
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, gab es da immer Bestandsschutz, auch für die normalen Zahlungen bis zur Fälligkeit.
    Ich habe eine Mini-LV im Jahr 1990 abgeschlossen, die bis zum Schluss bespart und 2018 fällig wurde. Die Auszahlung war steuerfrei. Ich habe die Rendite nachgerechnet und bin auf 4,21 Prozent gekommen für 28 Jahre Laufzeit. Das ist aber vom Garantiezins, bei mir 3,5 Prozent und den Kosten der Versicherungsgesellschaft abhängig. Ich finde das Ergebnis nicht berauschend, aber ich bin auch bekennender Wertpapieranleger. Allerdings gab es 1990 noch keine Möglichkeit für kleine Sparer aktiv an der Börse zu investieren, ganz im Gegensatz zu heute.

    Wer langfristig sparen und die Inflation schlagen will, muss heutzutage in Aktien investieren, sonst wird das nix. Nachdem die Zinswende für die Zeit nach 2020 verschoben wurde, frage ich mich, worauf die Sparer eigentlich warten? Ein Wunder?

    Ich und noch andere Mitstreiter werben seit vielen Jahren im Geldanlageforum wenigstens einen kleinen Teil in Wertpapiere zu investieren und so zumindest ein bisschen etwas vom Börsenaufschwung zu erwischen. Ich glaube, ein paar Bricomlerinnen konnten wir erfolgreich in die Herde der Börsianer eingliedern und darüber freue ich mich sehr. Der monatliche Mindestbeitrag für einen ETF-Sparplan (was das ist, können wir bei Interesse bereden) liegt bei 25 Euro. Das ist sehr wenig Geld für sehr hohe Renditechancen.

    Ich sage es ja nicht gerne, aber die Niedrigzinsen waren der Treibstoff der Aktienmärkte. Es ist wirklich schade, dass so wenig Deutsche in den letzten Jahren davon profitiert haben.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  2. Avatar von Sprachlos
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    @nocturna, man muss mich nicht von Aktien überzeugen, aber auch da geht es nicht immer nur nach oben. Von daher sollten Geldanlagen schon klug gemischt sein - und je nach Anlagemenge und -typ darf es durchaus auch ein bisschen konservativ sein.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  3. Inaktiver User

    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    @nocturna, man muss mich nicht von Aktien überzeugen, aber auch da geht es nicht immer nur nach oben. Von daher sollten Geldanlagen schon klug gemischt sein - und je nach Anlagemenge und -typ darf es durchaus auch ein bisschen konservativ sein.
    Mir fehlen Ideen für die konservative Anlage.
    (Immobilien sehe ich - für mich - nicht als konservativ aufgrund privater Unwägbarkeiten und weil ich die damit verbundene Arbeit nicht möchte.)

    Was wäre eine geeignete konservative Anlage?


  4. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risikren / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    ich gehöre als selbständige mit einer ein-frau-gmbh auch zur gruppe 4 und frage mich, ob es richtig ist, freiwliig in die gesetzliche RV einzuzahlen . .
    Kann generell eine Überlegung sein - insbesondere wegen dem Aspekt Krankenversicherung (hier: KVdR= Krankenversicherung der Rentner). Aber auch zweck Risikostreuung als kleine Beimischung auf eine Gesetzliche Rente im Vorsorge-Mix zu setzen …

    Meine generelle Sicht: Nachdem Draghi seit sehr vielen Jahren eine extrem "unkonventionelle Geldpolitik" fährt, um den Euro zu "retten", wurde dieser Kurs insbesondere nach der letzten EZB-Sitzung sozusagen zementiert und weit in die Zukunft festgeschrieben (eventuell sogar in noch verschärfter Form).

    Damit erfordert der "Aufbau einer Altersvorsorge" zwingend den Einbezug von Substanz- und Sachwerten sprich Aktien und/oder Immobilien (m. E. auch etwas Gold für den worst-case; das ist aber wohl Geschmackssache). Gleiches gilt erst recht für die Anlage größerer Summen oder eines Vermögens. Aktien und/oder Immobilien gehören dazu. Mit Tages- und Festgeld, Sparbuch, Pfandbriefen, Lebensversicherungen usw. und festverzinslichen Wertpapieren ist heute - und wohl auch zukünftig - nix mehr zu gewinnen bei dieser Geldpolitik.

    Welche langfristige Folgen eine solche Geldpolitik hat inkl. Kollateralschäden ist wieder ein ganz anderes Thema …

    Bei dauerhaftem Niedrig- und Nullzins gewinnt die Gesetzliche Rente (Umlageverfahren) wieder etwas mehr an Charme. Sich zumindest eine kleine gesetzliche Rente aufzubauen (oder einzukaufen) kann daher - auch aus Gründen der Risikostreuung (Diversifikation) sinnvoll sein. Alles würde ich aber nicht auf die GRV setzen ! Aber ich würde auch niemals alles auf Aktien, alles auf Immobilien, alles auf Gold usw. setzen.

    Einerseits: Bei der gigantischen Zahl an Rentner kann der Staat die GRV nicht so leicht hopps gehen lassen. Andererseits: Es muß einem klar sein, daß die GRV eine politische Sache ist und man damit auch zum "Spielball" politischer Interessen und Parteien werden kann - im positiven wie im negativen Sinne.

    Meines Wissens reichen 60 anrechenbare Monatsbeiträge, um später eine (kleine) Gesetzliche Rente zu erhalten. Diese Anzahl an Beiträgen kann später auch noch durch freiwillige Beiträge erreicht werden. Dazu empfiehlt sich ein Termin mit Beratung bei der GRV zwecks Kontenklärung.

    Für freiwillige gesetzliche Krankenversicherte gilt m. W. die Regelung, daß diese in die KVdR kommen, wenn sie a) eine gesetzliche Rente erhalten (egal in welcher Höhe) und b) 90% der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens gesetzlich krankenversichert waren (sei es als Pflichtmitglied oder sei es freiwillig). Vorteil: Im Gegensatz zu freiwillig gesetzlich krankenversicherten Rentnern wird in der KVdR nur die gesetzliche Rente "verbeitragt" (also zu Bemessung des KV-Beitrages herangezogen), während bei ersteren alle Einkünfte für die KV verbeitragt werden (also auch Dividenden, Mieteinkünfte, Zinsen usw.).

    Komplizierte und etwas verzwickte Angelegenheit. Das ist jedenfalls m. W. die Rechtslage. Kann sich natürlich auch ändern (siehe die rückwirkende Änderung bei Betriebsrenten, auf die plötzlich auch noch KV-Beiträge anfielen).

    Wenn Du aber z. B. privat krankenversichert bist, dann sind die Überlegungen eh obsolet. Befürchte , daß sich auch in dem Segment (PKV) der Dauerniedrigzins bemerkbar machen wird - die hohen Altersrückstellungen, die den Beitragsanstieg im Alter abfedern sollten, sind natürlich berechnet worden ausgehend von einer Welt mit Zinsen. Conclusio: Die Beiträge im Bereich PKV könnten damit stärker ansteigen als ursprünglich mal geplant.

    Hoffe, Dir einige Gedanken und Anregungen zu Deiner Frage geliefert zu haben.
    Geändert von kurant (28.07.2019 um 16:54 Uhr)

  5. Avatar von Sprachlos
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir fehlen Ideen für die konservative Anlage.
    (Immobilien sehe ich - für mich - nicht als konservativ aufgrund privater Unwägbarkeiten und weil ich die damit verbundene Arbeit nicht möchte.)

    Was wäre eine geeignete konservative Anlage?
    Ehrlich gesagt finde ich Immobilien derzeit ziemlich sicher, es kommt allerdings schon darauf an, wo die Immobilie ist und wieviel man zur Verfügung hat und natürlich auch auf andere Faktoren, wie du ja auch selbst schreibst. Für uns passt es derzeit ganz gut.

    Hier werden ja immer Aktienfonfs (ETF) angepriesen, die ich schon auch unter eher konservativ rechne, aber in der Finanzkrise hat es auch diese schwer erwischt und ich ärgere mich noch heute, dass ich damals unsere Fondsanteile nicht verkauft und einfach auf der Sparkasse geparkt habe.
    Da muss man also trotzdem aufpassen.

    Es entsteht im Geldanlageforum manchmal der Eindruck, als könne man richtig reich werden mit Aktien(fonds). Das ist aber nur der Fall, wenn man mindestens schon vermögend ist. Ansonsten ist mit normaler Arbeit sicher mehr zu verdienen.

    Und konservativ ist natürlich auch die gesetzliche Rentenversicherung falls man sie eben hat.

  6. Avatar von Kikiri
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zunächst ein Kommentar zu den genannten Typologien:
    Dass 4a erst als post scriptum aufgeführt wird, wundert mich, denn 4a dürfte statistischer Haupt-Fall in Deutschland sein, gefolgt von 4b (und 1). 4 c hingegen würde ich bei 3 - Elite - verordnen, einer Gruppe, die hier höchstens noch ein Luxusproblem hat.
    .
    Ich sehe 4c nicht als Luxus.
    In meinem Bekanntenkreis arbeiten die Frauen mit Kindern ausschließlich in Teilzeit, meistens 50%. Deren zusätzliche Alterssicherung sind das eigene Haus und die Häuser der Eltern. Je nach Kinderzahl der Eltern sind es 1 bis 2 Häuser pro Familie, die da durchaus möglich sind.
    Das sind keine Prachtbauten mit Bodenpreisen bis dorthinaus, aber im Rahmen von 150.000 bis 200.000 Euro liegt das schon.
    Klar ist das keine sichere Bank, da durch Altenheim, Pflege,... durchaus auch mal nichts daraus werden kann. Insgesamt ist das aber durchaus üblich. Das sind alles Familien im normalen Angestellten- oder Gewerblichen Tarif (Handwerker). Keine Führungsverantwortung, keine Beamte,...
    Gerade bei Bauernhöfen ist dann noch die verpachtete Wald und Feldfläche interessant. Luxus ist das alles nicht, die Hauspreise sind durchweg günstiger als die Miete. Ist aber nicht München, sondern Niedersachsen (in den Plucken bzw. jwd).

    Ich habe das nicht, bei mir muss ich zahlen statt erben (bzw. das Erbe aussschlagen). Durchaus auch mit der Anregung und Hilfe von Nocturna habe ich mich mit ETF versorgt. Jede jährliche Tariferhöhung stecke ich in einen neuen Dauerauftrag oder die Erhöhung der bisherigen ETFs.

    Zusätzlich nutze ich jede Anlagemöglichkeit meines Arbeitgebers, der hat Verträge mit einem Garantiezins von zur Zeit 5% (Entgeltumwandlung bis zur maximalen Grenze).
    Einen Riestervertrag habe ich auch.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  7. Inaktiver User

    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Es entsteht im Geldanlageforum manchmal der Eindruck, als könne man richtig reich werden mit Aktien(fonds). Das ist aber nur der Fall, wenn man mindestens schon vermögend ist. Ansonsten ist mit normaler Arbeit sicher mehr zu verdienen.
    Und im Sparforum entsteht des öfteren der Eindruck, mit Sparen würde man reich.

    Ich kann mir erklären, warum es zu diesen Wahrnehmungen kommt.

    Faktisch sieht es m.E. so aus:
    Der finanzielle Status einer Person wird bestimmt von:
    1. Gehalt
    2. Sofern vorhanden: Familiärer finanzieller Hintergrund (Nutzniessung i.d.R. schon zu Lebzeiten, spätestens als Erbe)
    3. Anlagen
    4. Ausgabeverhalten
    - und zwar genau in dieser Reihenfolge, mitunter kommt 2 auch vor 1.

    Der Grund, warum 3 und 4 so überbetont werden, ist, dass hier vermeintliche individuelle Stellschrauben sind. Das stimmt auch zu einem großen Teil.
    Das Gehalt kann man in jungen Jahren noch recht gut beeinflussen, initial natürlich bei der Berufswahl, aber je älter man wird, desto schwieriger kann man da noch Weichen umstellen.


  8. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Hier werden ja immer Aktienfonfs (ETF) angepriesen, die ich schon auch unter eher konservativ rechne, aber in der Finanzkrise hat es auch diese schwer erwischt und ich ärgere mich noch heute, dass ich damals unsere Fondsanteile nicht verkauft und einfach auf der Sparkasse geparkt habe.
    Verstehe die Aussage nicht mal ansatzweise. In der Krise verkaufen ? Seit dem absoluten Tiefpunkt in der Finanzkrise (2009) hat sich beispielsweise ein breiter Index wie der MCSI bis heute super erholt und wieder zugelegt ! Wenn ich mich richtig erinnere. Wie sollten sich dagegen die "verkauften Fondsanteile" und den Erlös bei der "Sparkasse parken" zu Niedrig- oder Nullzinsen besser entwickeln ???

  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    @nocturna, man muss mich nicht von Aktien überzeugen, aber auch da geht es nicht immer nur nach oben. Von daher sollten Geldanlagen schon klug gemischt sein - und je nach Anlagemenge und -typ darf es durchaus auch ein bisschen konservativ sein.
    Aktien steigen nicht nach oben. Aktien schwanken sich nach oben. Wer das akzeptieren kann, ist ein Kandidat für die Börse.

    Ich plädiere ja auch nicht dafür sein komplettes Geld in Aktien zu stecken. Aber es sollte doch um Himmels Willen möglich sein zumindest 25 Euro monatlich in einen ETF-Fonds zu stecken. Wer sich das nicht leisten kann, der muss sich aber auch um Altersvorsorge keine Gedanken machen, denn dann kommt der Staat für ihn auf.
    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Hier werden ja immer Aktienfonfs (ETF) angepriesen, die ich schon auch unter eher konservativ rechne, aber in der Finanzkrise hat es auch diese schwer erwischt und ich ärgere mich noch heute, dass ich damals unsere Fondsanteile nicht verkauft und einfach auf der Sparkasse geparkt habe.
    Da muss man also trotzdem aufpassen.
    Mir geht es wie kurant. Wieso hättest du verkaufen sollen? Ich hoffe doch stark, dass du die Kursabschläge von 2008 schon längst wieder gutgemacht hast. Ich habe die Finanzkrise von 2008 zum massiven Nachkauf genutzt. Beste Entscheidung ever.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  10. Avatar von Sprachlos
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Verstehe die Aussage nicht mal ansatzweise. In der Krise verkaufen ? Seit dem absoluten Tiefpunkt in der Finanzkrise (2009) hat sich beispielsweise ein breiter Index wie der MCSI bis heute super erholt und wieder zugelegt ! Wenn ich mich richtig erinnere. Wie sollten sich dagegen die "verkauften Fondsanteile" und den Erlös bei der "Sparkasse parken" zu Niedrig- oder Nullzinsen besser entwickeln ???
    Nicht in der Krise, sondern zu Anfang. Das kam ja nun auch nicht über Nacht. Mein Sohn hatte ein kleines Depot (Geld von Oma fürs Studium) und hat es genau so gemacht. Er hat quasi den Höhepunkt erwischt und alles richtig gemacht.
    Geändert von Sprachlos (28.07.2019 um 18:06 Uhr)

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