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  1. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Das dürfte das wahrscheinlichste Szenario sein, denn vermutlich will keiner als Totengräber des EURO dastehen.

    luci
    Mittlerweile ist der Punkt zur Umkehr schon so weit weg, dass ich mich mit der kommenden Inflation +10% arrangiert habe.
    In einem Wirtschaftsraum geht immer nur den „oberen 20%“ gut, wenn die Voraussetzungen, wie Infrastruktur, Bevölkerungsdichte usw., stimmen.
    Jetzt hat unser Wirtschaftsraum 520 Mio. Einwohner, bei einer Abkehr der Deutschen vom Euro zu einer eigenen Währung hin, nur noch 80 Mio. Einwohner.
    Kannst selbst entscheiden, ob du das Zeug hast bei 16 Mio. dabei zu sein.
    Konsolidierung der Staatsfinanzen hatten wir in Deutschland Ende der 90er, du erinnerst dich, 8 Mio. Arbeitslose? Immobilienmarkt zusammengebrochen! Wohneigentum war verpönt, man wurde ausgelacht.


  2. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Das dürfte das wahrscheinlichste Szenario sein, denn vermutlich will keiner als Totengräber des EURO dastehen.
    Das sehe ich (leider) auch so.

    Die Schuldenfalle vieler EU-Staaten in der Eurogruppe ist massiv. Übrigens: Die von Draghi gekaufte Zeit mit Niedrigzinsen haben die Staaten praktisch nicht genutzt. Ein signifikanter Schuldenabbau (Beispiel Italien) hat nicht stattgefunden. Wie auch immer, der einzige Ausweg dürfte die Inflation sein (eher subtil und indirekt) und/oder direkte Entwertungen bzw. Enteignungen via Negativzinsen beispielsweise.

    Da bildet das Bargeld aber (noch) eine natürliche Untergrenze. Bei Negativzinsen auf dem Konto würde die meisten Menschen ihr Geld wohl in bar abheben. Deshalb fand ich auch das damalige IWF-Arbeitspapier von Alexei Kireyev "Macroeconomics of De-Cashing" etwas beunruhigend (liefert es doch quasi eine "Gebrauchsanweisung" wie man das Bargeld möglichst geräuschlos abschaffen kann).

    Noch beunruhigender fand ich den Ansatz im IWF-Blog, zuerst neben einem E-Geld (auf den Konten) auch Bargeld weiter zu erlauben, dieses aber mit einem jährlich sinkenden Umtauschkurs (im Vergleich zum E-Geld) zu entwerten und so es genauso unattraktiv zu machen, wie das E-Geld auf Konten, wenn dieses mit (hohen) Negativzinsen belegt wird (die Autoren waren Ruchir Argawahl und Signe Krogstrup; m. W. hat daran auch Katrin Assenmacher-Wesche mitgearbeitet; sie leitet immerhin bei der EZB die Abteilung "Geldpolitische Strategie" …).

    Die Beispiele zeigen jedenfalls, in welche Richtungen da gedacht wird.


  3. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Kurant,

    wir ticken denke ich schon richtig, wenn wir uns Gedanken um unser Erspartes machen . . auf jeden Fall ist es m.E. nicht verkehrt.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Ich denke, die Anlagestrateige ist auch stark vom Alter abhängig. Ich werde dieses Jahr 59, da muss ich ganz anders denken als mit sagen wir mal 30 oder 40 . .
    Es wäre sicher unverantwortlich jetzt mit einer hohen Aktienquote einzusteigen. Wenn du aber mindestens 85 Jahre alt werden willst, dann ist eine Beimischung eines Welt-ETFs sehr gut vorstellbar. Einerseits wären wir da bei der Diversifikation deines Vermögens und tatsächlich hättest du auch noch mehr als gute Chancen auf einen Wertzuwachs nach Inflation.

    In einer ausgewogenen Anlagestrategie und auch zur Risikostreuung ist ein Wertpapierdepot meines Erachtens unverzichtbar. Die vermögenden Dynastien dieser Welt, die schon alle Krisen mitgemacht haben, haben ihr Geld jedenfalls nicht am Tagesgeldkonto liegen lassen. Wertpapiere und Firmenbeteiligungen sind die Mittel der Wahl.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  5. Moderation
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Habe gerade was exakt zum Strangthema gefunden (auf Englisch, scheint mir zugangsfrei zu sein):
    https : // ofdollarsanddata. com / when-money-dies /
    Zitat: "the best assets to hedge against inflation are those that satisfy human desires in every market environment."

    Das besprochene Buch, daß sich mit der deutschen Hyperinflation nach dem 1. Weltkrieg befaßt, scheint mir nach Betrachtung der Kommentare zu einseitig in der historischen Betrachtung, um dafür Geld auszugeben, aber für das spezifische "wo ist das Geld sicher", bzw, "wie profitiert man von Inflation" referiert der Artikel einige insteressante Punkte.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Da steht doch nur das drin, was wir hier auch schon herausgefunden haben. Papiergeld ist Schall und Rauch, Teilhabe an Firmen = Aktien, welche die wichtigsten Bedürfnisse der Menschen befriedigen, ist mit die sicherste Anlage.

    Nicht mal Immobilien lasse ich gelten. Was, wenn in der Nähe von München eine Umweltkatastrophe passiert? Forschungsrektor in Garching oder ein beliebiges anderes Szenario? Schwupps, alle meine Immobilien wertlos und ich heimatlos. Meine US Aktien bleiben dennoch wertvoll.

    Ich würde mich nie auf nur ein Standbein stellen, sei es Wohneigentum, Papiergeld, Gold (immer gern genommen das Beispiel mit dem Asteroiden aus Gold) oder Aktien. Der Mix aus allem verringert das Risiko. Was absolut unsicher bleibt, ist die eigene Regierung und deren Politik in den kommenden Jahrzehnten. Dieses Risiko für die eigenen Finanzen ist am undurchsichtigsten und nicht kalkulierbar.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  7. Moderation
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Da steht doch nur das drin, was wir hier auch schon herausgefunden haben.
    Ja, aber wirklich als klare Handlungsanweisung mitsamt Branchen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  8. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Was absolut unsicher bleibt, ist die eigene Regierung und deren Politik in den kommenden Jahrzehnten. Dieses Risiko für die eigenen Finanzen ist am undurchsichtigsten und nicht kalkulierbar.


    Das finde ich nun - für Deutschland jedenfalls - ganz und gar nicht.

    Wenn ich mir die potentiellen Konfliktherde Trump, Putin, China, Pakistan/Indien, Iran, der Nahe Osten, Afghanistan, Nordkorea, einige Länder in Afrika, anschaue, dann erscheinen mir die Regierungen in Deutschland im Vergleich zu diesen - und weiteren, noch unsichtbaren - Konfliktherden geradezu wie Muster von Zuverlässigkeit.
    Die Welt mutet zuweilen wie ein Pulverfass an.
    Ich habe den Eindruck, irgendwo kann es irgendwann eskalieren und dann wird womöglich die halbe - oder fast die ganze - Welt hineingezogen, direkt oder indirekt (über die wirtschaftlichen Folgen, Flüchtlingsströme etc.).


  9. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Da steht doch nur das drin, was wir hier auch schon herausgefunden haben. Papiergeld ist Schall und Rauch, Teilhabe an Firmen = Aktien, welche die wichtigsten Bedürfnisse der Menschen befriedigen, ist mit die sicherste Anlage.
    Das endet dann nur eben in z.B. Lebensmittelspekulation. Wem das ethisch nichts ausmacht.....


  10. Registriert seit
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    AW: Der EURO / Risiken / Negativzinsen - wie retten wir unser Erspartes (halbwegs)?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das endet dann nur eben in z.B. Lebensmittelspekulation. Wem das ethisch nichts ausmacht.....
    Ja das ist so ein Ding mit dem Investieren... wenigstens ein paar Firmen finden, die die Welt nicht schlechter machen! Wo nicht Kinderarbeit, ungesunde frühindustrielle Verhältnisse, Umweltverschmutzung etc zum täglichen Geschäft gehören. seufz.

    Geldfreie Wirtschaftsformen ausbauen scheint mir da bisher eine der besten Lösungen zu sein, aber die hat so ihre Grenzen, gewisse Dinge funktionieren nicht gut ohne Geld.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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