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  1. Inaktiver User

    Schamesröte Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Hallo zusammen!

    Der Beitrag wird vielleicht ein wenig unübersichtlich, ich bin gerade im Urlaub und hab zu viel Zeit ... ... würde mich sehr über eure Außenperspektive, Lebenstipps und Rat (bitte nicht Schläge) freuen.

    Ich bin Mitte 30, seit einigen Jahren im Berufsleben angekommen (vielleicht steht da noch Veränderung an?). Verheitatet, zwei (kleine) Kinder. Wohne zur Miete in einer größeren Stadt in Deutschland. Mein Mann und ich verdienen beide gut, Miete ist (noch?) günstig, Wohnung ist wunderschön gelegen, toller Innenhof, tolle Nachbarschaft - aber recht klein (nur 3 Zimmer, allerdings auf knapp 100m2).

    Gestern Abend hatte ich mal wieder einen "Rappel".
    Rappel, d.h. ich war frustriert und habe mich geärgert über längst vergangene Dinge, dass mein Mann und ich nämlich nicht vor 5/6 Jahren, als es hier noch sehr(!) günstig war, ein größeres Objekt (Haus/Wohnung) für uns gekauft haben. Mittlerweile sind die Preise hier dermaßen explodiert, dass wir es zwar immer noch stemmen könnten, aber: Wir finden einfach nix schönes. (Gucken schon seit 3 Jahren sehr bewusst. Nur Mist. Wirklich.)
    "Damals" war das Problem, dass wir einfach zu zaghaft an die Sache ran gegangen sind und dass wir noch gar kein Eigenkapital hatten. Leider hatten wir auch niemanden "im Rücken", der uns mal bei dieser Entscheidung pro Eigentum hätte in den Hintern treten können (100% Finanzierung, bei unserer beruflichen Absicherung wäre das damals das Mittel der Wahl gewesen. Nun denn.) Unsere Eltern wohnen ebenfalls zur Miete und waren zeitlebens so drauf, dass sie sich vor finanziellen Wagnissen sehr, sehr zurückgehalten haben - und uns auch sehr ab- statt zugeraten haben. Doof.
    Soweit so gut. Ich kann die Zeit nicht zurück drehen und wir leben wirklich gut ... aber es wurmt mich doch sehr. Hin und wieder. ###

    Insofern habe ich mich die letzten Jahre sehr belesen, was Investitionen anbelangt, die Zaghaftigkeit ist aber irgendwo geblieben. Ich handle mit Aktien, ETF, - gar Kryptowährungen (aber nur so zum Spaß) - und lese viel über die EZB. IWF, FED ... und warte auf die nächste Finanzkrise. Okay, das war jetzt sehr salopp formuliert, aber ich frage mich schon, ob und wann da mal was platzt - und ob ich dann vielleicht endlich mal ein Objekt finde (so traurig das vielleicht für den ein oder anderen dann sein mag) ... andererseits will ich eigentlich gar nicht aus unserer Wohnung raus. Wie gesagt, es stimmt fast alles (ein/zwei Zimmer mehr wären schön) und ja, Eigentum eben. Das wäre auch schön.

    Nun schrieb ich oben von beruflicher Veränderung. Irgendwie bin ich fast ein wenig froh, dass wir (noch) keinen riesen Kredit am Bein haben, da wir so relativ frei planen können. Will sagen, wir müssen nicht beide den ganzen Tag arbeiten, nur damit wir überhaupt über die Runden kommen. Für die Kinder war/ist das super, Mama und Papa sind nicht nur arbeiten, sondern (abwechselnd) da, präsent, mit auf dem Spielplatz und so.
    Außerdem gibt mir das die Freiheit, an meiner Selbstständigkeit zu arbeiten (bin momentan "nur" halbtags angestellt). Vielleicht ergibt sich hier auch noch mal mehr? Wer weiß. Es ist ein Herzensprojekt und ein Projekt, mit dem ich definitiv "mein Leben" verbringen werde. Derzeit eher Hobby, aber vielleicht wird sich da auch noch mehr draus entwickeln. Die Frage: "Was mache ich mit dem Geld?" - Ein Teil verschwindet gerade für meine Selbstständigkeit.

    Tja, Finanzkrise. Kommt sie wohl? Und wenn, wann? 2020? Erhöhung Zins EZB?
    Am liebsten hätte ich ja, wie oben gesagt, irgendetwas, in dem meine Familie die nächsten Jahre leben kann und was uns gehört. Trotzdem überlege ich mittlerweile auch in und her, ob ich nicht einfach ein vermietetes Objekt (in unserer Gegend) kaufen sollte, für den Fall des Falles. Also wenn sich unsere Miete exorbitant erhöht, wenn Eigenbedarf angemeldet wird oder oder ... das wäre zwar nicht "das Objekt meiner Träume", aber es wäre schon eine Sicherheit, die Pi mal Daumen bei guten Konditionen finanziell auch nicht allzu schmerzhaft sein würde. (Miete sollte Kredit ca. decken, bei "Problemen" hätten wir auch noch ein Polster ... aber ich habe auch "gelernt", nicht mehr zu vorsichtig zu sein. Vorsichtig war ich lange genug ...)

    Soweit von mir. Wie ich schon sagte, ich freue mich über Außenperspektiven, vielleicht führt eure Sicht ja dazu, dass ich mir selber noch etwas klarer werde?

    Freundliche Grüße

    Frau Wohnung

  2. Moderation
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    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    @FrauWohnung,

    Sich über Vergangenes in Krisen zu stürzen ist völlig unkonstruktiv. Die Zeit, sich zu grämen, daß man nicht die richtigen Lottozahlen getippt hat, ist fünf Minuten nach der Ziehung, länger ist exzessiv.

    Statt dessen: Sich klarwerden, was ihr wollt und was ihr dafür tun könnt.

    Ihr wollt also Eigentum. Dazu braucht ihr Geld. Das Geld muß zur Verfügung stehen, wenn es gebraucht wird, damit fällt jede langfristige oder schwankende Anlage aus. Ihr könntet darauf spekulieren, daß die Zinsen steigen (und die Preise fallen!), und Geld in Bausparverträge stecken, die euch niedrige Zinsen festschreiben, aber es spekulieren schon seit gefühlten Ewigkeiten Leute auf fallende Zinsen, und bis jetzt zeigt sich nur, daß der Markt länger komisch sein kann, als man Geld hat.

    Also, entschlossen Eigenkapital ansparen, und die Augen offenhalten, was an Immobilien so zu haben wäre, damit ihr vorbereitet seid, wenn sich einen Gelegenheit ergibt.

    Oder wollt ihr eher doch keine Immobilie, sondern... was?
    Selbständigkeit?
    Vermögen?
    Alterssicherung?
    Einkommen ohne Lohnarbeit?
    Was ganz anderes?

    Von dem, was ihr wollt, und wann (und was ihr schon habt), hängt ab, welche Art der Geldanlage für euch sinnvoll ist. Im Moment, schreibst du "verschwindet" das Geld. Das ist nicht das, was Geld tun sollte, wenn man Ziele im Leben hat, außer sich zu amüsieren. Über verpaßte Geglegenheiten (die damals nicht als Gelegenheiten erschienen) zu jammern und von glorreichen Zukünfte voller Gelegenheiten (die dann nicht als Gelegenheiten erscheinen werden) zu träumen ist das, was Leute machen, die am Ende kein Geld haben.

    Deine Einstellung zu Geld erscheint mir ziemlich spielerisch. Du handelst "zum Spaß" -- heißt das, virtuell, oder vernichtest du Geld? Geld "verschwindet" in deine Selbständigkeit. Wenn es nicht in absehbarer Zeit mit Verstärkung wiederkommt, ist das kein Gewerbe sondern eine Liebhaberei.

    Wenn du Geld haben willst, solltst du es ernst nehmen. Wenn du etwas ganz anderes willst, solltest du das ganz andere ernst nehmen. Wenn du nur spielen willst, ist das auch OK, aber dann krieg keinen Rappel, wenn du nicht gewinnst.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  3. Registriert seit
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    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Eine Wohnung zum jetzigen Zeitpunkt zu kaufen, finde ich nicht sehr klug.

    Ich finde es besser, jetzt Geld zu sparen, es so lange in eine ausgewogene Mischung aus Renten- und Aktien-ETFs zu stecken und einfach einen günstigeren Zeitpunkt abzuwarten.

    Ich gehe davon aus, wenn man die nächsten 10-15 Jahre so verfährt, wird sich ein günstigerer Zeitpunkt ergeben und dann schnappt man zu und dann auch noch mit ziemlich viel Eigenkapital, was ohnehin besser als noch so günstige Kredite ist.


  4. Registriert seit
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    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    @FrauWohnung

    Vorab: Was "wildwusel" dazu Kluges geschrieben und wie sie Dein Problem strukturiert hat, das würde ich komplett so unterschreiben (bin weder Immobilienfan noch Immobiliengegner - habe aber sowohl selbst genutztes Wohneigentum als auch vermietete Wohnungen).

    Aus meiner persönlichen Sicht mal vier ergänzende Aspekte zum Nachdenken:

    1. Ohne nennenswertes Eigenkapital macht eine Immobilienfinanzierung kaum Sinn (fragil, hohe Risiken, maue Zins-Konditionen usw.). Das gilt erst recht und ganz besonders für eine selbst genutzte Immobilie. Also entscheiden, ob eine eigene Immobilie wirklich "das" oder so ein wesentliches Lebensziel ist - und anfangen eisern EK aufzubauen. Dabei kommen dann aber (leider) nur sichere und schwankungssfreie Anlagen in Betracht, die in diesen Zeiten (und wohl noch für sehr lange) keine Zinsen abwerfen. Als nix mit Zinses-Zins-Effekt. Dabei kann es gut sein, daß man sozusagen der Inflation "hinterhersparen" muß - und den Immobilienpreise auch (je nach Gegend). Anders geht es aber nicht. Ist der Plan eigene Immobilie doch nicht so wesentlich, dann öffnet sich das ganze Anlageuniversum: Es kommen dann auch riskantere aber auch renditeträchtigere Anlagen wie Aktien, Fonds, ETFs usw. in Frage. Aber auch in der Variante würde ich das Thema Vermögensaufbau/Altersvorsorge auf jeden Fall ernsthaft, diszipliniert und zeitnah angehen.

    2. Man hat leider selten genau die Immobilie, die zu den Lebensumständen optimal paßt. Müßt ihr z. B. berufsbedingt die Stadt wechseln, ist eure Immobilie dann am falschen Ort. Bekommt ihr nochmal Nachwuchs ist die Immobilie eventuell zu klein. Trennt ihr euch, ist sie eventuell für einen alleine zu groß/zu teuer. Studieren eure Kinder in einer anderen Gegend, habt ihr einige Zimmer zu viel usw. Seit ihr später etwas älter, sind eventuell Treppen im Haus, die Gartenarbeit usw. ein Problem etc. Diesen Aspekt sollte man zumindest auf dem Schirm haben.

    3. Last but not least: Die Zinspolitik der EZB (Null- und Negativzinsen) hat die Immobilienpreise (neben anderen Gründen) in den letzten Jahren auch massiv nach oben getrieben. Das betrifft viele Gegenden in Deutschland. Mal ein konkretes Beispiel: Für meine ersten Immobiliendarlehen (Ende der 70er/Anfang der 80er) war der Zinssatz 11,5% - jüngst habe ich Darlehen mit der gleicher Zinsbindungsfrist wie damals (= 10 Jahre) für unter einem Prozent Zinsen prolongiert ! So sind zwar die Zinsen viel günstiger geworden, dies wird aber von den enorm gestiegenen Immobilienpreise kompensiert bzw. teilweise überkompensiert. Ob es bei diesem Immobilien-Preisniveau überhaupt noch eine gute Idee ist, ausgerechnet jetzt zu kaufen, kann man sicherlich lange und kontrovers diskutieren … insbesondere, wenn man sich dafür sehr hoch verschulden muß.

    4. Wenn man unbedingt bei "Immobilien" mit dabei sein will, kann man sich auch ein individuelles Depot basteln, in dem neben Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen (eventuell auch Gold) auch in "Immobilien" investiert wird. Dies geht breit gestreut (auch europa- oder sogar weltweit) auch schon mit kleinen Beträgen via Immobilienfonds, Immobilien-ETFs usw. Zugegebenermaßen: In so einem Depot kann man natürlich nicht wohnen - vielleicht wäre es für euch aber eine vernünftige Alternative, da ihr nicht alles auf eine Karte (eine eigene Immobilie) setzen müßt und noch dazu halbwegs flexibel bleibt. Und ohne hohe Schulden dasteht ! Ihr müßtet dann nicht ständig das Gefühl verpasster Chancen haben - und wenn ihr langfristig dabei bleibt sind die (unvermeidlichen) Depot-Schwankungen kein Problem. Langfristig sollte so ein gut gestreutes Depot auch eure (wohl ebenso unvermeidlichen) Mieterhöhungen locker kompensieren helfen.

  5. Inaktiver User

    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Habt Dank für eure Antworten!

    1. Klares Ziel
    Stimmt, hat Wildwusel richtig beobachtet: Wir haben kein "klares Finanzziel". Sind noch auf der Suche, am Abwägen, "leben" und auch genießen ... wird aber, das merke ich beim Lesen, wohl Zeit, sich darüber mal genauer Gedanken zu machen.
    Aber wie ihr schon schriebt: Feste Geldanlagen, d.h. "stabile", die findet man derzeit ... kaum bis gar nicht. Manchmal findet man ja noch Sparkonten, die mit 1% verzinst werden ... aber das hilft ja nicht mal gegen die Inflation.

    2. Was wir tun
    Finanzwissen anlesen und - ausprobieren! - Letztes Jahr haben wir uns (nach Frust im Bereich Immobilien) in das Abenteuer Aktien gestürzt. Etwa 1/3 unseres Vermögens (je kleinerer 5 stelliger Betrag), mein Mann seins, ich meins. Ich habe irgendwie was von 6% Rendite, mein Mann gar 25% ... Das ist schon mal ganz "nett", aber natürlich fraglich, ob das auf Dauer so weiter geht.
    Ich würde mein Portfolio gerne noch mal etwas umschichten, insgesamt ist das aber schon eine langfristige Anlage (10 Jahre min.)
    ETF wäre eine etwas solidere, aber auch langweiligere Möglichkeit. ... Wäre vielleicht was für das andere Drittel? Aber es gibt da ja noch die ...

    3. Immobilie
    Ich überlege aufgrund der niedrigen Zinsen, der schönen Wohngegend usw. eine kleinere Wohnung zu kaufen, die vermietet etwa die Kosten des Kredits (+Hausgeld) deckt. Wenn ich noch etwas drauf zahlen müsste, wäre das nicht so dramatisch ...
    Es wäre eventuell auch eine Wohnung, die mein Mann und ich "im Alter" bewohnen könnten. (Wäre durchaus denkbar!) Oder wo später unsere Kinder einziehen? (Weiß man nicht, klar ...) ...
    Einerseits denke ich auch, dass die Preise eventuell demnächst wieder nachgeben, andererseits "warte" ich da schon seit ca. 3-4 Jahren vergebens drauf. EZB keine Erhöhung, nein, wieder keine, Leitzins wird nur niedriger und niedriger ...

    Je nachdem, ob mein Mann auch mit einsteigt, hätten wir dann auch fast schon 40% EK für den Kauf. ...

    Also: Immobilie oder ETF?

    (1/3 - das dritte Drittel) hätte ich einfach gerne "so" zur Verfügung (Plus/Minus) ... man weiß ja nie.


  6. Registriert seit
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    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Also: Immobilie oder ETF?

    (1/3 - das dritte Drittel) hätte ich einfach gerne "so" zur Verfügung (Plus/Minus) ... man weiß ja nie.

    Darüber kann man einen ganzen Abend diskutieren.. ist eben auch Ansichtssache.
    Ich selbst käme mir jetzt dumm vor, wenn ich beinahe auf dem Gipfel der Immobilienpreise eine Wohnung kaufen würde.

    Auf der anderen Seite ist es natürlich auch verlockend, wenn die Miete fast die Kredite decken würde. Die Frage ist: Ist es wirklich so? Eine Wohnung bringt auch Kosten mit sich, die man als Eigentümer alleine tragen muss, die man nicht auf die Mieter umlegen kann. Da muss man schon genau rechnen.


  7. Registriert seit
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    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... wird aber, das merke ich beim Lesen, wohl Zeit, sich darüber mal genauer Gedanken zu machen ...

    3. Immobilie
    Ich überlege aufgrund der niedrigen Zinsen, der schönen Wohngegend usw. eine kleinere Wohnung zu kaufen, die vermietet etwa die Kosten des Kredits (+Hausgeld) deckt. Wenn ich noch etwas drauf zahlen müsste, wäre das nicht so dramatisch ...
    Es wäre eventuell auch eine Wohnung, die mein Mann und ich "im Alter" bewohnen könnten. (Wäre durchaus denkbar!) Oder wo später unsere Kinder einziehen? (Weiß man nicht, klar ...) ...
    Einerseits denke ich auch, dass die Preise eventuell demnächst wieder nachgeben, andererseits "warte" ich da schon seit ca. 3-4 Jahren vergebens drauf. EZB keine Erhöhung, nein, wieder keine, Leitzins wird nur niedriger und niedriger ...

    Je nachdem, ob mein Mann auch mit einsteigt, hätten wir dann auch fast schon 40% EK für den Kauf. ...

    Also: Immobilie oder ETF?

    (1/3 - das dritte Drittel) hätte ich einfach gerne "so" zur Verfügung (Plus/Minus) ... man weiß ja nie.
    Das mit dem Gedanken machen und lesen (und informieren) sehe ich ebenso ! Und daß es langsam Zeit wird auch !

    Eine kleine vermietete (altersgerechte) Wohnung kann (Betonung liegt auf kann) sinnvoll sein. Da heißt es aber mit spitzem Bleistift rechnen und sich vorab top informieren (Preisniveau, Prognosen für den Standort, Bauzustand, Mietniveau, Protokolle der Eigentümer-Versammlung studieren, Höhe der Instandhaltungsrücklage checken, eine gute Finanzierung finden (Konstruktion geht vor Kondition) usw. usw.).

    Wichtig: Eine vermietete Immobilie ist kein Tages- oder Festgeldkonto oder Sparbuch. Das ist vom Aufwand nicht zu vergleichen. Wer vermietet, wird immer auch - ob er will oder nicht - auf gewisse Weise unternehmerisch tätig. Das sollte man vorher wissen.

    Ein Fondsdepot, ein ETF-Depot und sogar ein Depot mit Einzelwerten ist um Längen pflegeleichter ...

  8. Moderation
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    33.487

    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ETF wäre eine etwas solidere, aber auch langweiligere Möglichkeit. ...
    Eine gute Geldanlage ist langweilig! Wenn man was aufregendes will, kann man ins Kino gehen.

    Einzelaktien erfordern Aufmerksamkeit und Überlegung und Selbstdiziplin. Man sollte wissen, warum man tut, was man tut, und wie man seine Motivation jeweils in Käufe und Verkäufe umsetzt -- einer guten Motivation treu bleibt, auch wenn es aufregend wird, eine schlechte identifiziert und ändert, wenn es ruhig zugeht.

    Fonds erfordern weniger Aufmerksamkeit und Überlegung.
    ETFs noch weniger.

    Je weniger Aufmerksakeit man braucht, desto weniger passiert es, daß man etwas sieht, was eine nervös macht, und Disziplin gefragt ist, um keinen Unfug zu machen.

    Immobilie muß man *wolllen*, egal ob zum Selberbewohnen oder zum Vermieten. Selberbewohnen ist eine Lebensstilentscheidung, Vermieten erfordert breiter gestreute Fähigkeiten als Papiere zu kaufen und (meistens) zu halten. Wenn ihr euch nicht sagt, "das sind genau die Fähigkeiten, die wir haben und einsetzen wollen" steigen die Unkosten und das Risiko.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich noch etwas drauf zahlen müsste, wäre das nicht so dramatisch ...
    Wie erwartest du, mit der Wohnung deinen Schnitt zu machen, wenn du jeden Monat draufzahlst?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das dritte Drittel hätte ich einfach gerne "so" zur Verfügung (Plus/Minus) ... man weiß ja nie.
    Ich bin bei dieser Art von Rücklagen vom Prozentsystem abgekommen. Mein Ziel ist es, daß der Cash Flow stimmt -- daß ich also nicht auf einem Haufen Anlagen sitze und nichts flüssig machen kann. Dafür müssen bestimmte Summen flüssig oder kurz- bis mittelfristig ohne (wesentliches) Verlustrisiko flüssig zu machen sein. Dann kann der Rest in Ruhe reifen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Eine gute Geldanlage ist langweilig!


    Stimmt wohl! :)

    Werde also - Zwischenfazit - dann mal abwägen und gucken, ob die Immobilie (+ Aufwand Zeit/Kosten) oder ein ETF für mich mehr Sinn macht.

    In beiden Fällen (also Immobilie wie auch ETF, - genauso auch übrigens bei Aktien, wobei ich da tendenziell nach "Neulingen" am Markt Ausschau halte) besteht aber doch die Blasengefahr, da seit knapp 10 Jahren ja kaum sonstwo Geld zu machen ist.

    Dass ein ETF weniger zeitlichen Aufwand und Papierkram bedeutet als eine Wohnung habe ich verstanden. Aber wirklich "sicherer" ist der doch auch nicht, oder??
    Ein dickes Pro-Argument ist natürlich die recht schnelle Flüssigkeitsmachung des Geldes. Eine Wohnung zu verkaufen dauert grob überschlagen +- 1/2 Jahr. Aber wenn ich die Wohnung eh "bis an mein Lebensende" behalten will, um im Alter selber Miete zu sparen, sieht dieses Argument auch wieder anders aus ...

    Meine Gegend ist recht attraktiv, mein Mann und ich werden dort auch bleiben. Wir sind beruflich ziemlich sicher im Sattel. Auch das kann sich ändern, aber es ist schon sehr, sehr unwahrscheinlich. Dazu gehe ich davon aus, dass die Preise für Immobilien bei uns noch steigen.

    @all
    Weiß jemand zufällig, welchen Einfluss die Finanzkrise 2008 auf den Ballungsraum München hatte? Wurden die Wohnobjekte dort dann auf einmal deutlich günstiger???

    @Wildwusel
    Guckst Du bei Aktien vor allem auf die Dividende, bei ETFs nutzt Du die "ausschüttenden" (nicht die thesaurierenden)? Stichwort Cashflow.
    Geändert von Inaktiver User (14.04.2019 um 15:56 Uhr)

  10. Avatar von Nocturna
    Registriert seit
    29.09.2005
    Beiträge
    13.004

    AW: Finanzgeplauder oder "Was mache ich mit dem Geld"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @all
    Weiß jemand zufällig, welchen Einfluss die Finanzkrise 2008 auf den Ballungsraum München hatte? Wurden die Wohnobjekte dort dann auf einmal deutlich günstiger???
    Natürlich nicht, warum hätte das passieren sollen?
    Gerade, weil „Papiergeld“ während der Bankenkrise nur gerettet wurde, weil sich die Kanzlerin gemeinsam mit Steinbrück dafür verbürgt haben, ist doch ein Bankenzusammenbruch verhindert worden. Anschließend gingen die Zinsen in den Keller und der Immobilienboom als sicherer Hafen des Geldes hat seinen Anfang genommen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

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