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  1. Avatar von Sortie_Echo
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    Beitrag Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Hallo in die Runde,

    ich würde mal sagen, dass ich den guten Umgang mit Geld nicht in die Wiege gelegt bekommen habe. Im Gegenteil. Ich bin mit vielen (aus heutiger Sicht) falschen Glaubensgrundsätzen über Geld groß geworden. Mit den entsprechenden Folgen.

    Andere Themen spielten zunächst in meinem Erwachsenenleben eine größere Rolle.

    Irgendwann habe ich es aber versucht mich da durch zu kämpfen. Und, siehe da, man findet ja ganz schön viel im Buchladen und im Netz.

    Es wäre sicher spannend zu erfahren, woher ihr euer Wissen zu diesem Thema habt.

    Im Moment sind es bei mir

    - die Blogs/Podcasts vom Finanzwesir und Finanzrocker (zum Glück kann man alle alten Folgen noch hören)
    - Madame Moneypenny (gut strukturiert und leicht verständlich)
    - das Buch von Gerd Kommer "Souverän investieren" (ganz schön viel Input)

    Ich bin auf einem guten Weg.



    Über weitere Anregungen (nicht nur für mich), wäre ich sehr dankbar.

    Gruß.

  2. Inaktiver User

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Same here.
    Für mich kam der Durchbruch über die psychologische Schiene. Zuerst musste ich Glaubenssätze und Verhalten ändern, erst an zweiter Stelle kam die Aneignung von Finanzwissen. Ersteres war der weitaus größere Schritt.

    Buchtipp: "The Science of Getting Rich" von Wallace Wattles = das Ur-Buch zum Thema


  3. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Sortie_Echo Beitrag anzeigen
    Es wäre sicher spannend zu erfahren, woher ihr euer Wissen zu diesem Thema habt.
    Eine meiner Ur-Erinnerungen zum Thema Geld ist das Bild, wie meine Mutter jeweils nach dem Einkaufen die Quittungen im Haushaltsbuch einträgt. macht sie bestimmt immer noch. Ich führe selbst trotzdem keins.

    und "sparen" war immer wieder mal Thema im Elternhaus. Wie man genügsam und sparsam lebt, dass man mit wenig auskommen kann und zufrieden sein kann. habe ich von ihnen gelernt.

    Was mir fehlt, ist der Teil "investieren", da habe ich noch Nachholbedarf. Da habe ich auch des öftern das Gefühl, nicht durchzublicken, worum es überhaupt geht, was wesentlich und wichtig ist dabei.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  4. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    In meiner Kindheit bei meinen Eltern erlebt, später bei meiner Familie übernommen.
    Alles vielleicht nicht, aber vieles. Und dann kommt die Erfahrung als Erwachsene dazu, lange Zeit wenig Geld zur Verfügung, sparen müssen, auch auf Kosten der KInder.
    Deswegen bin ich heute sehr froh, auch mal einfach so shoppen gehen zu können, nur so zum Spaß.

    Ich finde...mal wieder...das man alles auf die Eltern schiebt, ziemlich schäbig.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

  5. Avatar von kuhliebe
    Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Das wirtschaften hab ich daheim gesehen in meinem Elternhaus. Ich komm von einem Landwirtschaftlichen Betrieb. Da war sparen für schwächere Zeiten, Winter, Investitionen usw. Gegenwärtig. Sowas wurde auch offen mit der Familie besprochen. Ich kann mich an schlechte Ernten erinnern. Und an gute. Da wurde zurückgelegt und wir Kinder bekammen auch was tolles. Ich hab da mal.u. a. ein Fahrrad bekommen.

    Ich selber hab dann Bankkauffrau gelernt. Dann BWL studiert.
    Somit macht mit auch heute kein Berater was vor. Ich kenn mich aus. Ich bin ein sehr schwieriger Bankkunde und geforchten.
    Ich war dann noch jahrelang im Depotbereich tätig. Daher hab ich schon immer in Fonds, Aktien, ETFs .... Investiert.
    Ich hab mich immer als erstes meine Arbeirskraft abgesichert, dann Immowerte geschaffen und Polster. Und dann gespart.
    Und Glück gehabt.

    Vom heutigen Finanzdienstleistungsbereich halte ich nichts. Das sind Provisionsjäger und arme Teufel gefangen im System.
    Ich bin vor über 10 Jahren gegangen. Aber mein Wissen bleibt mir.

  6. Avatar von Antje3
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Sparsames Elternhaus - das hilft als Grundlage.

    Sparen gleich mit dem ersten Einkommen - und ich habe z.B. schon als sehr kleines Kind Taschengeld (das fing mit 50 Pfennig pro Woche an) zur völlig freien Verfügung bekommen - da gab es aber auch keinen Nachschlag. Also "auskommen mit dem Einkommen".

    Mit dem ersten Verdienst kam der erste Sparvertrag. Wobei ich auch meinen Führerschein durch einen Nebenjob selbst finanziert hatte - und später die Wohnungseinrichtung. Devise zu Hause war immer: Kredite nie für "Konsum".

    Mit Börseninvestition habe ich mich erst beschäftigt, als quasi wirklich "Budget" frei wurde und alles andere "bedient" war. Da habe ich viel hier gelernt und auf den Blogs, die Du genannt hast. Hier im Forum hat es mir vor allem Mut gemacht, daß auch kleine Beträge zu etwas führen und Börse nicht nur für große Anleger interessant ist.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  7. Registriert seit
    02.05.2007
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    2.781

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Mir wurde nichts in die Wiege gelegt. Aufgewachsen beim Vater, der Sozialschmarotzer und Alkoholiker war. Taschengeld, was ist das? Was irgendwie übrig war - oder woanders eingespart werden konnte, z.B. beim Schulbedarf -, floß in den billigsten Alkohol.

    Nach der Ausbildung, während deren Ende mein Vater starb, stolperte ich voll in die Konsumfalle. Dort wieder rauszukommen kostete mich gute 10 Jahre unter dem Existenzminimum. DANN hatte ich die Lektion auf die harte Tour gelernt: Keine Schulden mehr. Niemals. Es wird nur gekauft, was man sich leisten kann.*

    Dennoch lebte ich die nächsten 10-13 Jahre knapp auf Kante genäht. Ich gab nicht mehr aus als rein kam, aber ich gab alles aus. Eiserne Reserve? Och nö.

    Geändert hat sich das vor rd. 2 Jahren. Mir sitzt das Geld immer noch locker, wenn ich mal wieder zur Spontanität neige, ich lege aber dennoch monatlich einen guten Teil meines eher geringen Gehalts retoure, weil ich die Fixkosten drastisch gesenkt habe. Dieses Jahr fing ich mit einem ETF-Sparplan an (und merke schon, dass ich zwar fasziniert den minütlich schwankenden Kurs beglotze, aber sonst kein gesteigertes Interesse daran habe). Das HHB wird akribisch geführt, wenngleich ohne Budgets und in nicht allzuviele Kategorien zerlegt.

    Nun bin ich 46 Jahre alt. Ich glaube, mich treibt allmählich der Gedanke "ans Alter" rum, dass ich da mehr Sicherheiten haben möchte. Da ich definitiv niemals irgendwas erben werde, muss ich eben die verbleibenden rd. 20 Jahre nutzen, wenn ich die ersten 25 Jahre schon vergeudet habe.

    * mittlerweile läuft ein vollfinanzierter Autokredit, auch wenn ich mir ein Auto unter Einsatz aller Reserven hätte bar kaufen können - ganz bewusst, weil irgendwann ggf. zu etwas nutze bei der Schufa, sollte es beizeiten um einen Immobilinkredit für eine kleine ETW gehen. Dafür spare ich, dafür lohnt es sich als die für mich ultimative Altersvorsorge.

  8. Avatar von Sortie_Echo
    Registriert seit
    28.05.2017
    Beiträge
    1.905

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    @Poison:

    Wir sind im selben Alter. Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass es nie zu spät ist. 20 Jahre oder mehr sind ja nicht wenig.


  9. Registriert seit
    06.03.2005
    Beiträge
    2.532

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    - Eltern: Konnten nicht so gut mit Geld umgehen. Aber ich habe gelernt, mit wenig Geld zu haushalten (also preiswert kochen usw). Hängengeblieben ist der Wunsch, etwas als Puffer für Notzeiten zu haben. Den durch Schülerjobs verdient, bis heute nicht ausgegeben.
    - Großeltern: die einen haben gut verdient und wenig gespart, die andere wenig verdient und viel gespart. Beides nicht 100% erstrebenswert, Mittelweg suchen ist angesagt.
    - Studium: Lange Zeit sicheres (Bafög) aber eben kleines Einkommen: da lernt man Wirtschaften.
    Ende des Studiums/nach dem Studium. Sparziel vor Augen: Bafögrückzahlung. Alles ausgeexcelt.
    - Danach einfach so weitergemacht. Geldanlagebücher aus der Stadtbücherei besorgt. Finanztest ausgeliehen. Erste Sparanlagen. Erste Gehversuche mit Einzelaktien. Depotausweitung. Jobbedingt Umstellung auf Fonds. Querlesen Wertpapierforum usw. erste Immobilie. Ganz wichtig: Steuererklärungen immer selber gemacht, d.h. verstanden wie sich der Spaß auswirkt, wo was zurückkommt, usw.

    Heute können mir die Finanzblogger eigentlich kaum neues erzählen. Mein Anlageuniversum besteht nur aus Dingen, die ich verstehe. Eine Mischung aus verschiedenen Anlagen, die alle spezifische Vor- und Nachteile haben und ein hoffentlich halbwegs stimmiges Ganzes ergeben.

    Ich habe nie mit Strukturvertrieben zu tun gehabt und ganz wenig mit Anlageberatern (zweimal, war jeweils im Gespräch schon klar, dass das nichts wird: Falschberatung bzgl. steuerlicher Implikationen, etc.).

  10. Avatar von Nocturna
    Registriert seit
    29.09.2005
    Beiträge
    13.034

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Es ist nicht notwendig sich tiefes Finanzwissen anzueignen, denn man kann dieses Wissen mittlerweile überall im Web abrufen (hier im Forum, auf Stiftung Warentest und in unzähligen Blogs). Wichtig ist früh anzufangen und Geduld mitzubringen. Vermögensaufbau ist eine Sache von Jahrzehnten und je länger das Geld arbeitet umso höher die Belohnung.

    Wichtig ist das grundlegende Verständnis, dass man mit Sparen allein nicht reich wird, sondern dass Geld auch investiert gehört. Es hat sich noch kein Millionär sein Geld allein über ein Sparbuch erspart, es waren immer Vermögenswerte wie Immobilien, Geschäftsanteile oder Wertpapiere im Spiel. Investieren ist das A und O der Geldvermehrung.

    Ich rate auch dazu, sich auch nicht im Kleinklein zu verlieren, sondern immer die Großwetterlage im Auge zu behalten. Als Draghi „whatever it takes“ zur Eurorettung sagte, war es sinnvoll sich langjährige Sparverträge zu sichern oder alternativ in Wertpapiere zu gehen. Wer damals entsprechend reagiert hat, wird die Niedrigzinsphase mit Gewinn überstehen.

    Wichtig ist an das zu glauben, was man tut. Wenn man in etwas investieren will, weil man davon ausgeht, dass dieser Vermögenswert in 30 Jahren höher steht als jetzt, dann muss man konsequent handeln und Geduld mitbringen. Letztes bedeutet, sich nicht von Schlagzeilen wie „Dax auf tiefstem Stand seit XY“ irritieren zu lassen, sondern unbeirrt in die Zukunft zu blicken.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

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