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  1. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Sortie_Echo Beitrag anzeigen
    Das sind einige. Ich nenn mal nur einen:

    (den gibt es in mehreren Varianten)

    Der Teufel macht immer nur auf große Haufen.

    So wie ich den Satz als Kind interpretiert und verstanden hatte, hieß das, dass nur bestimmte, ohnehin schon reiche Leute, immer mehr Geld kriegen. Ich komme vom Dorf, wo es alteingesessenen Familien mit großen Gehöften und dem entsprechenden Geld gab. Und dann eben uns. So abwegig war das also gar nicht. Das waren keine guten Erfahrungen.

    Das wäre sicher mal einen ganz eigenen Thread wert über solche Glaubenssätze zu reden.
    Der einzige Fehler darin ist, zu glauben, es gäbe eine höhere Macht, die das Geld umgleich verteilt. Es ist genau umgekehrt: Die Reichen wissen, wie man aus wenig viel macht, und auf dieselbe Art und Weise wird aus viel sehr viel. Wer das aber nicht weiß, der hat nix, und da er es immer noch nicht weiß, bleibt es auch bei nix.

  2. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Der einzige Fehler darin ist, zu glauben, es gäbe eine höhere Macht, die das Geld umgleich verteilt. Es ist genau umgekehrt: Die Reichen wissen, wie man aus wenig viel macht, und auf dieselbe Art und Weise wird aus viel sehr viel. Wer das aber nicht weiß, der hat nix, und da er es immer noch nicht weiß, bleibt es auch bei nix.
    Mittlerweile sehe ich das ja auch so. Meine Erziehung konnte ich mir vielleicht nicht aussuchen, aber das, was ich daraus mache.


  3. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Der einzige Fehler darin ist, zu glauben, es gäbe eine höhere Macht, die das Geld umgleich verteilt.
    ich glaube, die nennt sich "Zins"?

    Die Reichen wissen, wie man aus wenig viel macht
    nun, wie würde ich das anstellen..
    - Aufmerksamkeit aufs Detail
    - klares Setzen von Prioritäten
    - bürokratischen Overhead gering halten
    - Fixkosten gering halten

    ... nun, ich sehe, mir mangelt es bisher vor allem daran, dass ich Geld nicht zu einer Priorität machte. Es ist mir bisher nicht gelungen, mich fürs Thema ernsthaft zu interessieren.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  4. Moderation
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Ich habe (außer einer Affinität für Zahlen) von meinem familiären Hintergrund her zwei große Vorteile:

    Erstens habe ich nie wirklich Angst haben müssen, daß das Geld nicht reicht (wenn wir mal die Dauersorge, wegen der Hypothekenschulden obdachlos zu werden, rausnehmen, die ich nie mit jemandem geteilt habe, und mit der ich mit abgefunden hatte) und zweitens habe ich nie die Erfahrung gemacht, daß es sich *nicht* lohnt, zu sparen oder generell eine Wunscherfüllung vom "jetzt" in die Zukunft zu verschieben.

    Wegen "erstens" kriege ich keine Schnappatmung und keinen streßbedingten Intelligenzverlust, wenn es um Geld geht, und habe nur sehr selten den Impuls, nicht hinzusehen.

    Und wegen "zweitens" -- wie meine kleine dicke Katze sagt, "nur was ich im Magen habe, kann mir keiner mehr wegnehmen." Viele Leute machen diese Erfahrung mit Geld: Nur was ich ausgegeben habe, hat mir sicherlich einen Nutzen gebracht. Wenn alles Gesparte von Eltern oder von jüngeren Geschwistern oder Junkie-Mitbewohnern und nutzlosen Boyfriends oder zweifelhaften Anlageberatern zweckentfremdet oder gestohlen wird, oder wenn auf jede mühsam geschaffene Rücklage ein kaputtes Auto oder eine Nebenkostennachzahlung zu kommen scheint und Monate Arbeit mit einem A4-Blatt vernichtet -- dann lernt man, wie meine Katze, daß Aufheben gleich Verlust ist.

    Diese Probleme *nicht* im Hintergrund zu haben, ist viel wert. Die Summe läßt sich berechnen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, was für falsche Glaubenssätze das waren, Sortie_Echo und Galah, die Ihr mitbekamt?
    Z.B. dies:

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ... nun, ich sehe, mir mangelt es bisher vor allem daran, dass ich Geld nicht zu einer Priorität machte. Es ist mir bisher nicht gelungen, mich fürs Thema ernsthaft zu interessieren.
    GS: "Das Thema ist uninteressant."

    Desweiteren:
    "Weder über die Gegenwart und schon gar nicht über die Zukunft hat man eine Kontrolle."
    "Über Geld redet man nicht."
    "Für Mädchen/Frauen ist kein höherer Beruf vorgesehen. Ein Verstoß dagegen ist ein Frevel."
    "Wer arm ist bleibt arm."
    usw.

    Der zitierte Satz von Bae klingt so lustig und harmlos - ist er m.E. aber nicht.
    Der Denkfehler: Geld ist kein Interessengebiet wie Malerei oder Fußball, für das man sich interessiert oder nicht. Geld ist stattdessen ein existenzielles Thema, das jeden unmittelbar betrifft, weil es die materielle Basis sowohl für Versorgung/Überleben als auch für Gestaltungsmöglichkeiten ist. Geld ist Teil von Lebensenergie.
    Die Konsequenz dieser Haltung: Selbstsabotage wann immer es um Geld geht; Wirkungsweise: Gesetz der Anziehung.


    Noch eine Beobachtung von mir aus dem Coaching-Kontext:
    Landläufig gibt es ja die Meinung, dass Essprobleme wie auch Probleme mit der Beziehungsfähigkeit ihren Ursprung oft in der Kindheit haben. Tatsächlich sind das aber komplexe Bereiche, die in der Kindheit begründet liegen können, aber auch vielfältige andere Ursachen haben.
    DAS Thema hingegen, das in 99% der Fälle direkt auf einen Schiefstand in der Kindheit zurückzuführen ist, ist ein gestörtes Verhältnis zum Geld.
    Das habe ich mehrfach von sehr erfahrenen Coaches, bei denen ich hospitiert habe, gehört, und in vielen Gesprächen mit Betroffenen erfahren. Ist auch logisch: Worum geht es denn beim Geld? Doch um das Existenziellste überhaupt, nämlich das physische Überleben, was in der Bedürfnishierarchie noch vor dem psychischen Überleben kommt. Das Kleinkind ist noch darauf angewiesen, dass ihm dabei geholfen wird, der Erwachsene gibt sich idealerweise diese Fürsorge selbst; wenn hier in der frühen Kindheit ein Defizit bestand, konnte das Kind nicht erfahren, was "Versorgung, Genährtwerden" bedeutet und es daher bei sich selbst auch nicht intuitiv anwenden.
    In dem Fall muss man es später lernen. Die gute Nachricht: Man kann hierbei schnell viel aufholen.
    Geändert von Inaktiver User (12.01.2019 um 05:56 Uhr)


  6. Registriert seit
    03.07.2005
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    GS: "Das Thema ist uninteressant."
    in den letzten zwei, drei Jahren hatte ich irgendwie nicht die Ressourcen dafür. Sobald genug da war, um alle Rechnungen zu bezahlen, war Ende Gelände für mich. Ich sagte mir schon gelegentlich "solltest dafür sorgen, dass mehr reinkommt", aber - nö.

    "Weder über die Gegenwart und schon gar nicht über die Zukunft hat man eine Kontrolle."
    hat man auch nur sehr begrenzt. Ich würd mir auch nicht über Jahrzehnte mir jeden Bissen vom Mund absparen wollen, und wenn ich 60 bin, kommt eine Runde galoppierende Inflation, und mit all den ersparten Herrlichkeiten kann ich mir dann nur noch ein Butterbrot kaufen, und das wars? - muss auch nicht sein.

    "Über Geld redet man nicht."
    ich kenn den als "über Geld redet man nicht, Geld hat man".


    Der Denkfehler: Geld ist kein Interessengebiet wie Malerei oder Fußball, für das man sich interessiert oder nicht. Geld ist stattdessen ein existenzielles Thema, das jeden unmittelbar betrifft, weil es die materielle Basis sowohl für Versorgung/Überleben als auch für Gestaltungsmöglichkeiten ist.
    War kein Denkfehler, aber ich hab "freier Zeit" schlicht deutlich mehr Priorität gegeben, sobald der Lebensunterhalt gesichert war. "Mehr Geld" ist im Vergleich dazu relativ uninteressant.

    Allerdings, es gibt durchaus auch nocht alternative Wege, die materielle Basis sicher zu stellen. Die in unsern gelddominiertne Kontext womöglich nicht sehr umfassend umzusetzen sind, auf alle Fälle nicht mal mit einem Fingerschnippen, aber wenn ich erst mal genug zu essen habe, ist es mir egal, ob ich Geld habe, um Essen zu kaufen, oder ob ich direkt Zugriff aufs Essen habe. Hautpsache ist, ich kann essen.


    Das habe ich mehrfach von sehr erfahrenen Coaches, bei denen ich hospitiert habe, gehört, und in vielen Gesprächen mit Betroffenen erfahren. Ist auch logisch: Worum geht es denn beim Geld? Doch um das Existenziellste überhaupt, nämlich das physische Überleben, was in der Bedürfnishierarchie noch vor dem psychischen Überleben kommt.
    Eine gewisse psychologische Schwierigkeit besteht darin, dass Geld inzwischen so abstrakt geworden ist. Oft noch nicht mal mehr Zettel oder Metallscheiben, bloss eine Karte... ein paar Bits in einem Computer... was sehr schlecht Fassbares, ABER es stellt das Grundlegendste, die materielle Existenz, sicher. ist irgendwie eine Schieflage.


    Die gute Nachricht: Man kann hierbei schnell viel aufholen.
    ich nicht.

    Das Thema Geld ist seit langer Zeit komisch bei mir, seit Jahrzehnten, hab auch einiges dazu gelesen und nachgedacht ,"schnell aufholen" ist da gar nicht. für mich. weder theoretisch noch praktisch.

    irgendwie hatte ich diese Selbstverständlichkeit des Glaubens verloren, wie wichtig Geld doch sei. die hatte ich mal mehr und stärker als heute.

    Andererseits: inzwischen piekst es mich vom Aspekt her "kann ja nicht so schwer sein, sich etwas Wohlstand zu besorgen, sollte doch machbar sein!", zusätzlich eine gewisse Freude am Spielen, Geld heisst einfach, dass mehr Möglichkeiten verfügbar sind.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  7. Inaktiver User

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Liebe Bae,

    in Deinem Posting sehe ich so viele weitere Glaubenssätze, dass es mich drängt, sie Dir aufzuzeigen. Das kommt hoffentlich nicht besserwisserisch rüber, und keinesfalls möchte ich Dir zu nahetreten.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    in den letzten zwei, drei Jahren hatte ich irgendwie nicht die Ressourcen dafür. Sobald genug da war, um alle Rechnungen zu bezahlen, war Ende Gelände für mich.
    GS "Beschäftigung mit Geld kostet Ressourcen"
    Richtig ist: Sinnvolle Beschäftigung mit dem Geldthema ist leicht, nicht schwer, kostet nur minimale Ressourcen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich würd mir auch nicht über Jahrzehnte mir jeden Bissen vom Mund absparen wollen, und wenn ich 60 bin, kommt eine Runde galoppierende Inflation, und mit all den ersparten Herrlichkeiten kann ich mir dann nur noch ein Butterbrot kaufen, und das wars? - muss auch nicht sein.
    GS "Sparen ist bitter und genussfeindlich.", "Das Ersparte ist nicht sicher." "Sparen ist erforderlich, um Geld zu haben."
    Liest Du die Sparstränge? Wirkt Zinne freudlos?
    Sparen ist nur ein Faktor von dreien (Investieren, Erwerbsarbeit, Ausgabeverhalten). Wenn alle drei im Gleichgewicht sind, wirkt ein einzelner weniger bedrohlich.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    War kein Denkfehler, aber ich hab "freier Zeit" schlicht deutlich mehr Priorität gegeben, sobald der Lebensunterhalt gesichert war. "Mehr Geld" ist im Vergleich dazu relativ uninteressant.
    GS "Mehr Geld bekommt man durch mehr Arbeiten."
    Wenn freie Zeit die Prio ist, dann guckst Du mehr auf Investieren und Ausgabeverhalten.
    Das Thema Arbeitsstress und keine Lust drauf ist mir sehr vertraut; meine Erfahrung ist, dass eine Arbeitszeitreduzierung im Vergleich zum damit reduzierten Gehalt nur unverhältnismäßig wenig Stressreduktion bringt, weil oft mehr Aufgaben in die reduzierte Arbeitszeit gepresst werden. (Hängt allerdings stark von der Art des Jobs ab.) Eine Alternative könnte sein, die Umstände des aktuellen Arbeitsverhältnisses so zu ändern, dass sie weniger stressen, z.B. Pendelreduzierung durch Home Office - hier ist Phantasie und Mut zur Umsetzung gefragt.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Eine gewisse psychologische Schwierigkeit besteht darin, dass Geld inzwischen so abstrakt geworden ist. Oft noch nicht mal mehr Zettel oder Metallscheiben, bloss eine Karte... ein paar Bits in einem Computer... was sehr schlecht Fassbares, ABER es stellt das Grundlegendste, die materielle Existenz, sicher. ist irgendwie eine Schieflage.
    GS "Geld ist abstrakt."
    Bae, Geld ist so wenig abstrakt wie Energie. Damit kennst Du Dich doch besonders gut aus!! Setze Geld=Energie, dann ist es für Dich weniger abstrakt als für viele andere.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das Thema Geld ist seit langer Zeit komisch bei mir, seit Jahrzehnten, hab auch einiges dazu gelesen und nachgedacht ,"schnell aufholen" ist da gar nicht. für mich. weder theoretisch noch praktisch.
    GS "Wie man zu Geld kommt ist ein Buch mit sieben Siegeln."
    Das Praktische wurde von Nocturna u.a. schon erklärt, das sind wenige Basics.
    Die Hürde ist in Deinem Kopf, und für eine Veränderung muss es "nur" einmal *Klick* machen. Das kannst Du herbeiführen, indem Du Dich dem Thema positiv zuwendest.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Andererseits: inzwischen piekst es mich vom Aspekt her "kann ja nicht so schwer sein, sich etwas Wohlstand zu besorgen, sollte doch machbar sein!", zusätzlich eine gewisse Freude am Spielen, Geld heisst einfach, dass mehr Möglichkeiten verfügbar sind.
    Genau, das ist es!

    Mit dieser Haltung ziehst Du es an.

    Gerade habe ich mir dieses Posting vor dem Abschicken nochmal durchgelesen. Es könnte den Eindruck erwecken, meine Aussage sei, dass man durch Fingerschnippen von arm zu reich käme. So meinte ich es nicht.
    Sondern: Es geht um die Grundhaltung, der Rest folgt von selbst.
    Die richtige Grundhaltung beinhaltet: Geld ist Energie und damit was Gutes; ich bin schon innerlich reich (- das weißt Du ja, Bae) und ziehe nun den äußeren Reichtum nach, usw.
    Durch Verhaltensänderungen - fake it till you make it - kannst Du das fördern. Aber Dir brauche ich ja nix über Law of Attraction erzählen.


    Zum Abschluss noch ein ganz schräger ehemaliger Glaubenssatz von mir:
    "Es ist besser für mich, wenn ich reiche Menschen meide."
    Begründet hatte ich es damit, dass sie in einer so ganz anderen Welt wie ich leben, dass da null Berührungspunkte sind bis hin zu Unverständnis für meine Lebenswirklichkeit.
    Das war natürlich eine Selbstschutz-Behauptung. In Wirklichkeit wollte ich vermeiden, durch Reichtum anderer mit meiner Armut, die ich ansonsten verdrängte, konfrontiert zu werden.
    Geändert von Inaktiver User (12.01.2019 um 08:52 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    GS "Beschäftigung mit Geld kostet Ressourcen"
    Richtig ist: Sinnvolle Beschäftigung mit dem Geldthema ist leicht, nicht schwer, kostet nur minimale Ressourcen.
    manchmal sind eben auch minimale Ressourcen nicht verfügbar. oder auch: andere Dinge kriegen höhere Priorirät.




    GS "Sparen ist bitter und genussfeindlich.", "Das Ersparte ist nicht sicher." "Sparen ist erforderlich, um Geld zu haben."
    Liest Du die Sparstränge? Wirkt Zinne freudlos?
    Zinne wirkt nicht freudlos, aber wenn ich so leben wollen würde wie sie, wäre meine Freude sehr schnell weg. Da ich nicht Zinne bin. Ich mag es zum Beispiel gerne gut geheizt.

    und ja, es GIBT bitteres und genussfeindliches Sparen.

    Und ja, ich halte Geld nicht für sicher. Wieso sollte ich es für sicher halten? vor ein paar Jahren hat der Staat den Zyprioten die Sparkonten abgesahnt! den Griechen das Abheben am Bancomat erschwert!


    GS "Mehr Geld bekommt man durch mehr Arbeiten."
    Wenn freie Zeit die Prio ist, dann guckst Du mehr auf Investieren und Ausgabeverhalten.
    neinnein, erst muss mal mehr rein kommen. Das Ding mit "mit wie wenig komme ich aus" habe ich gerade durch, und auch das hat Grenzen.



    Das Thema Arbeitsstress und keine Lust drauf ist mir sehr vertraut; meine Erfahrung ist, dass eine Arbeitszeitreduzierung im Vergleich zum damit reduzierten Gehalt nur unverhältnismäßig wenig Stressreduktion bringt, weil oft mehr Aufgaben in die reduzierte Arbeitszeit gepresst werden.
    ich arbeite ja gerne, und auch recht viel, ich muss jetzt nur darauf achten, dass es auch wieder mal Arbeit ist, die Geld bringt.


    GS "Geld ist abstrakt."
    Bae, Geld ist so wenig abstrakt wie Energie. Damit kennst Du Dich doch besonders gut aus!! Setze Geld=Energie, dann ist es für Dich weniger abstrakt als für viele andere.
    naja Geld IST abstrakt - und die Gesetze, die das Geld beherrschen, sind deutlich komplizierter als jene, die die Energie beherrschen. Ich hatte mich mal, im Zusammenhang mit der Vollgeldinitiative, darin eingelesen, wie Geldschöpfung funktioniert.... SEHR kompliziert!

    Auch die Frage, was Geld genau repräsentiert, ist so ein Ding. Ich hatte mir mal gesagt "Geld repräsentiert den Wert der ihm zugeordneten Volkswirtschaft", aber damit stiess ich auch schon auf Protest bei Leuten, die finanziell besser gebildet sind als ich.



    GS "Wie man zu Geld kommt ist ein Buch mit sieben Siegeln."
    Das Praktische wurde von Nocturna u.a. schon erklärt, das sind wenige Basics.
    Die Hürde ist in Deinem Kopf, und für eine Veränderung muss es "nur" einmal *Klick* machen. Das kannst Du herbeiführen, indem Du Dich dem Thema positiv zuwendest.
    jetzt mal ganz praktisch:

    Wenn ich eine Aktie kaufen will, oder verkaufen, gibt es da einen Weg, ohne dass ich erst bei meiner Bank ein Depot eröffnen muss, das eine Menge Gebühren frisst?

    Mit dieser Haltung ziehst Du es an.
    nun mal schauen

    ich bkrauch vermutlich erst mal Dinge, die mich interssieren, damit das Geld dann hinten nach kommt. "eine sechsstellige Zahl auf dem Konto sehen", zum Beispiel, hat mich bisher allerdings noch nie wirklich interessiert.


    Die richtige Grundhaltung beinhaltet: Geld ist Energie und damit was Gutes;
    ich habe echt ein Problem damit, dass die heutige Struktur, wie Geld funktioniert, in sich problematisch ist.

    "Es ist besser für mich, wenn ich reiche Menschen meide."
    Begründet hatte ich es damit, dass sie in einer so ganz anderen Welt wie ich leben, dass da null Berührungspunkte sind bis hin zu Unverständnis für meine Lebenswirklichkeit.
    lol ich dürfte niemanden mehr in meiner Familie besuchen mit diesem Glaubenssatz, die sind eigentlich alle reicher als ich.

    Das war natürlich eine Selbstschutz-Behauptung. In Wirklichkeit wollte ich vermeiden, durch Reichtum anderer mit meiner Armut, die ich ansonsten verdrängte, konfrontiert zu werden.
    interessanterweise ist mein GEFÜHLTER Reichtum recht gross. Deutlich grösser als bei vielen, die viel mehr Geld haben als ich.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  9. Registriert seit
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    923

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Hallo,

    meine ersten Erfahrungen machte ich auf der, heute würde man sagen Fachhochschule.
    Ein Mitschüler hatte einen Freund bei der Bank und beide handelten mit Aktien, auch auf Kredit.

    Mein erster Kauf war eine BASF zu damals 500 DM. Der Kurs ging runter auf 400 und ich kaufte noch eine nach.
    Bei 450 konnte ich dann zumindest ohne Verlust erst mal wieder aussteigen.

    Auf der TH wählte ich Recht- und Wirtschaftskunde als Wahlpflichtfach.
    Damals beschäftigten sich Schulz und Hielscher in ihren Dissertationen gerade mit Aktien und hielten entsprechende Vorlesungen dazu. Wer sich das nicht anhörte war selbst Schuld.

    Später habe ich die letzte Vorlesung von Dr. Schulz als Gasthörer mitgenommen

    Aber da war ich schon regelmäßiger Besucher des "Boersenteams" an der TU.

    Das war der einzige sinnvolle Hinweis meines "persönlichen Beraters", der mir Daimler zu 82 verkaufen wollte. Aber jeder konnte sehen, daß der Kurs in den Keller ging bis er 28 erreicht hatte. Er bekam eben sein Gehalt von der Bank und die wollte Daimler verkaufen.

    Zwischenzeitlich habe ich zwangsweise Unterricht über Lebensversicherung und Geldanlage gemacht. Da kamen die Schüler auf mich zu, ob ich auch über Bausparen etwas sagen könnte.

    Vermutlich machen die jetzt auch bei Bausparvertretern einen schmalen Fuß.

    Viel Geld habe ich einst nach einem Hinweis von Sentix gemacht. In drei Monaten konnte ich das eingesetzte Kapital mit BASF vervierfachen. Da war ich nicht mutig genug um mehr einzusetzen.

    Aber ich habe auch Zeiten erlebt, in denen ich das Brötchen und das Benzin für den Weg zur Arbeit vom Sparbuch nehmen mußte. Da ist es gut Rücklagen zu haben denn all die vielen Sozialen Einrichtungen hätten mir nicht geholfen.

    Inzwischen versuche ich jedes Jahr 5000 € mit Geldanlagen zu verdienen und ich bin durch ein gutes Geschäft mit Nokia schon einige Jahre voraus.

    Die schönen Hinweise in den Bankprospekten zu einzelnen Aktien habe ich ein oder zwei Jahre später mit den wirklichen Kursen versehen und als Unterrichtsmaterial eingesetzt.

    Die Voraussagen hätte auch ein Scharlatan, der nichts von Aktien versteht, nicht schlechter machen können.

  10. Avatar von Sortie_Echo
    Registriert seit
    28.05.2017
    Beiträge
    1.937

    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Was bei eurer spannenden Unterhaltung deutlich wird:

    Die Einstellung ist die Basis für alles.
    @ Peter: klingt nach viel Lehrgeld.

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