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  1. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich rate auch dazu, sich auch nicht im Kleinklein zu verlieren, sondern immer die Großwetterlage im Auge zu behalten. Als Draghi „whatever it takes“ zur Eurorettung sagte, war es sinnvoll sich langjährige Sparverträge zu sichern oder alternativ in Wertpapiere zu gehen. Wer damals entsprechend reagiert hat, wird die Niedrigzinsphase mit Gewinn überstehen.
    Da hast Du zwar Recht, eine fundierte Einschätzung der Großwetterlage ist jedoch nicht jedermanns Sache.

    Außerdem hängt das doch sehr vom zeitpunkt der Beschäftigung mit Geld ab: Wenn ich gerade erst die allerersten Kröten zusammenspare, fällt die Großwetterlage eher in die Kategorie "interessant" als "relevant". Da interessierte es vieleicht ttatsächlich eher, ob der Staat mir noch etwas auf meinen VL-Bausparer draufzahlt, weil ich unter einer bestimmten Einkommensschwelle bleibe.

    Aber klar, wenn man etabliert ist, die nötigen Puffer beiseite hat und Geld übrig ist, dann sollten man Anlegen, nicht Sparen.

    PS: ich rate dann auch gerne, den Anlagehorizont auch auf andere Bereich auszudehnen. Es kann sinnvoller sein, sich von seinen Spargroschen eine PV aufs Dach zu setzen als sie in den nächsten Sparplan zu stecken.

  2. Moderation
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Ich habe mich immer für Zahlen interessiert, und habe das "Über Geld und Geldanlage" was von der Sparkasse mal zum Weltspartag verteilt wurde (Zielgruppe 10 bis 14 jährige) enthusiastisch verschlungen weil Zahlen da so spannende Sachen machten. Später hab ich dann den Wirtschaftsteil derZeitung gelesen, und dann Bücher über Ökonomie und Finanzen, und mich dafür starkgemacht, daß wir im Mathe LK, als wir mit dem Pflichstoff durchwaren, noch zwei Monate Finanzmathematik gemacht haben.

    Albernerweise, als ich dann Geld *hatte*, hatte ich die gefestigte Gewohnheit, das Thema als komplett akademisch zu betrachten (was auch daran liegt, daß ich einen Horror vor Bürokratie habe -- und reale Geldanlage ist nun mal ohne Bürokratie nicht zu machen), und es hat ein oder zwei Jahre gebraucht, bis ich mich mal durchgerungen habe, was zu tun. Auslöser war, daß mein AG Firmenaktien ausgegeben hat, die komplett aus den VWL bezahlt wurden. Also quasi für lau. Das liegenzulassen erschien mir unverantwortlich.

    (OK; ich hatte vorher ein Sparbuch und dann zur Hochzinsphase in den frühen 90ern mal Festgeld angelegt, aber das war so die Grenze meiner praktischen Anwendung. Andererseits, man kommt ja von einem zum anderen. Alles ist total schwierig und unübersichtlich, bis man es macht, danach ist es recht komplex, und wenn man es seit Jahren macht, ist es trivial.)

    Ich lese immer noch Wirtschaftsseiten und Bücher über Ökonomie, und finanztest, und gelegentlich Finanzblogger, auch wenn sie mir oft auf den Wecker gehen. (Finanzwesir ist ganz nett.) Und ich bossel immer noch gerne mit Zahlen rum. (So habe ich auch mein Wissen über Excel und den Umgang damit erworben.)
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (11.01.2019 um 14:22 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Mein Vater war immer schon etwas aktienaffin, mein erstes Geld an der Börse habe ich auf seinen Tipp hin mit der AEG-Pleite verdient. Richtig warm mit Aktien wurde ich aber dann mit dem Neuen Markt.

    Wissen bekommt man von hier und da und vor allem vom Tun. Blogs, Webseiten, Bücher? Braucht es eigentlich alles nicht. Kapitalanlage ist die einfachste Sache der Welt. Sie wird nur von denen, die dich abzocken wollen, als kompliziert dargestellt. Das sind ausnahmslos alle Finanzanlagevertreter und Bankberater, die zudem erfahrungsgemäß von der Materie keine Ahnung haben, dafür vom Provisionengenerieren umso mehr. „Dem hab ich wieder den letzten Schei$ verkauft!“ – das stammt ganz original aus dem Munde eines Bankberaters für sehr vermögende Kunden einer der größten deutschen Banken.

    Das wichtigste Werkzeug ist der gesunde Menschenverstand: Wer profitiert von meiner Entscheidung bzw. von dem, was er mir erzählt, wie? Das Ziel sollte immer sein, dass man selber am allermeisten davon profitiert, und dann ein kleines bisschen die Dienstleister, die man benötigt, aber nur in einem der erbrachten Leistung angemessenen Umfang.

    Dieses Forum hier halte ich für eines der besten in Sachen Kapitalanlage. Und das meine ich im vollen Ernst. Hier bekommt jeder auf fast jede Frage eine Antwort, und das ohne großes Eigeninteresse.

    Ich möchte nochmal das Tun unterstreichen. Wer wissen will, wie das mit dem ETF kaufen funktioniert, der kann hier fragen und sollte es dann einfach mal tun. Auf der Abrechnung sieht man dann zum Beispiel die Kosten und weiß Bescheid. Oder kauf dir einfach mal zwei Daimler und verkauf sie am folgenden Tag wieder. Das kostet eine zweistellige Summe Gebühren plus Risiko 100 Euro Kapitaleinsatz maximal, aber du weißt in Zukunft, wie das mit dem Kaufen und Verkaufen von Aktien funktioniert. Das ist billiger als jedes Buch, das man eh nicht liest, und jeder Kurs, in dem man eh nichts versteht, weil der Kursleiter auch keine Ahnung hat.

    Es gibt übrigens den alten Werbespruch der Direktanlagebank: „Wenn dein Bankberater wirklich so gut ist, wieso schafft er dann noch bei der Bank?“ Darin steckt unglaublich viel Weisheit. Denn die meisten Leute, auf die du treffen wirst, wissen nichts und/oder wollen dich abzocken.

  4. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Gerade wenn man nicht so ein Elternhaus hat, schadet etwas lesen vor dem tun sicher nicht.

    Ansonsten

    Danke für die Einblicke bis jetzt.


  5. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Mich würde interessieren, was für falsche Glaubenssätze das waren, Sortie_Echo und Galah, die Ihr mitbekamt?


  6. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Sortie_Echo Beitrag anzeigen
    Gerade wenn man nicht so ein Elternhaus hat, schadet etwas lesen vor dem tun sicher nicht.

    Ansonsten

    Danke für die Einblicke bis jetzt.
    Informationen schaden nie, ich wollte damit ausdrücken, dass Kapitalanlage keine Wissenschaft ist. Und dass die, denen man das Wissen zugesteht, meist gar keines haben.


  7. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Ich hatte eine entsprechende Grundhaltung eigentlich schon immer. Selbst als Grundschüler hab ich mein Geld lieber gespart als ausgegeben, hab mich gefreut, wenn man Schatzkistchen immer voller geworden ist und es hat mir fast weh getan, davon etwas auszugeben.

  8. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, was für falsche Glaubenssätze das waren, Sortie_Echo und Galah, die Ihr mitbekamt?
    Das sind einige. Ich nenn mal nur einen:

    (den gibt es in mehreren Varianten)

    Der Teufel macht immer nur auf große Haufen.

    So wie ich den Satz als Kind interpretiert und verstanden hatte, hieß das, dass nur bestimmte, ohnehin schon reiche Leute, immer mehr Geld kriegen. Ich komme vom Dorf, wo es alteingesessenen Familien mit großen Gehöften und dem entsprechenden Geld gab. Und dann eben uns. So abwegig war das also gar nicht. Das waren keine guten Erfahrungen.

    Das wäre sicher mal einen ganz eigenen Thread wert über solche Glaubenssätze zu reden.


    @Quirin: okay.

  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Slipperman Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine entsprechende Grundhaltung eigentlich schon immer. Selbst als Grundschüler hab ich mein Geld lieber gespart als ausgegeben, hab mich gefreut, wenn man Schatzkistchen immer voller geworden ist und es hat mir fast weh getan, davon etwas auszugeben.
    Bruder im Geiste. Wenn man dieses Gen mitbekommen hat, hat man es leichter. So ging es mir auch. Mir hat das Vorhandensein von ausreichend Geld ein Zufriedenheitsgefühl vermittelt und das bereits im Teenageralter. Ich habe mein Taschengeld lieber gespart als ausgegeben.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  10. Registriert seit
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    AW: Woher habt ihr euer Wissen über Geld bzw. den Umgang damit?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Kapitalanlage ist die einfachste Sache der Welt. Sie wird nur von denen, die dich abzocken wollen, als kompliziert dargestellt.
    ach wirklich?

    wie geht das denn? Wenn du das schaffst mir nahe zu bringen, ist dir meine ewige Dankbarkeit sicher!

    und einfach dass du dich einstellst auf die ignorante Person, die ich bin:


    Oder kauf dir einfach mal zwei Daimler und verkauf sie am folgenden Tag wieder.
    Bei dem Satz hier war meine Reaktion "himmel, ich kann mir doch nicht *einfach* zwei Luxusautos kaufen!" - es dauerte so ein bisschen, bis ich drauf kam, es handle sich wohl um Aktien.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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