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  1. Avatar von Carolly
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    Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Mein Arbeitgeber hat mir angeboten Firmenanteile von bis zu 2 Monatsgehaeltern zu kaufen. Das Unternehmen ist nicht an der Boerse notiert und ich koennte die Anteile erst verkaufen wenn die Firma verkauft wird (falls ueberhaupt). Das ist ein Risiko. Es wird monatliche oder jaehrliche Dividendeauszahlungen geben. Im Moment sind diese sehr gering, aber ein grosses Projekt mit 4 unabhaengigen Teilprojekten wird ab naechsten Monat ausgefuehrt welches alles sehr schnell aendern koennte. Dazu sind viele andere moegliche Projekte mit laengerer Laufzeit vorhanden. Steuer auf Kapitaleinname in NL ist 25%.

    Ich habe mich noch nie mit solch einer Anlage beschaeftigt. Was fuer Fragen sollte ich stellen um zu einer Entscheidung zu kommen? Was sind die grossen Nachteile und Risiken an die ich im Moment nicht denke?

  2. Moderation Avatar von Utetiki
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Ich kenne mich mit niederländischer Gesetzgebung nicht aus, das vorab.

    Das größte Risiko ist aber zunächst mal, dass Du Deine Einlage gänzlich verlieren könntest, wenn die Firma Pleite macht.
    Was ist denn, wenn Du die Firma verlässt, kannst Du die Anteile dann auch nicht verkaufen?
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  3. Avatar von Carolly
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Ich kenne mich mit niederländischer Gesetzgebung nicht aus, das vorab.

    Das größte Risiko ist aber zunächst mal, dass Du Deine Einlage gänzlich verlieren könntest, wenn die Firma Pleite macht.
    Was ist denn, wenn Du die Firma verlässt, kannst Du die Anteile dann auch nicht verkaufen?
    Genau. Wenn die Firma pleite macht ist das Geld weg. Das ist ein ziemliches Risiko. Wenn ich die Firma verlasse werde ich weiterhin Anteilbesitzer sein und Dividende erhalten. Der Firmenwert ist mir bekannt. Aber ganz viele Dinge sind mir noch unbekannt. Es ist eine sehr kleine Firma (30 Mitarbeiter) aber mit hohem Wert und Projekten deren Ausfuehrung je 10 Mio kostet. Nach Jahren Vorbereitung und Bestaetigung dass das jetzt kommende Projekt theoretisch funktionieren sollte wird es jetzt endlich ausgefuehrt. Ich, und alle anderen neuen Mitarbeiter koennen das Angebot Anteile zu kaufen bis 2 Wochen vor Projektausfuehrungsbeginn annehmen. Andere haben es angenommen, oder auch nicht (kein Geld uebrig wegen Kindern auf internationaler Schule, Hypothek, usw).

    Ich habe Geld uebrig und muss mich endlich mal um anstaendige Anlagen kuemmern. Indexfunds stehen auf meiner Liste. Aber auch etwas mit hoeherem Risiko.

  4. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Ich habe Geld uebrig und muss mich endlich mal um anstaendige Anlagen kuemmern. Indexfunds stehen auf meiner Liste. Aber auch etwas mit hoeherem Risiko.
    Dann spring ins kalte Wasser. Zwei Monatgehälter sind im Extremfall verschmerzbar und die Renditeaussichten klingen positiv.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  5. Inaktiver User

    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Ich würde das auch von verschiedenen Faktoren abhängig machen:

    1. Kapitaleinsatz -> wie hoch? wie schlimm wenn Totalverlust?
    2. Handelt es sich um ein Unternehmen, wo es einen tatsächlichen Gegenwert gibt? Produktionsanlagen, Maschinen, Immobilien? Oder besteht das Kapital mehr aus Know-How der Mitarbeiter? Oder gibt es Patente?
    3. Dividendenrendite, wieviel hast Du nach Steuern?
    4. Haftung? Bedeutet Anteilseigner auch Haftung? Nachschusspflicht?
    5. Kannst Du die Anteile auf einen Dritten übertragen, wenn Du sie schon nicht zurückgeben kannst?

    Wenn man länger drauf rumdenkt kommen bestimmt noch mehr Überlegungen dazu.

  6. Avatar von Carolly
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde das auch von verschiedenen Faktoren abhängig machen:

    1. Kapitaleinsatz -> wie hoch? wie schlimm wenn Totalverlust?
    2. Handelt es sich um ein Unternehmen, wo es einen tatsächlichen Gegenwert gibt? Produktionsanlagen, Maschinen, Immobilien? Oder besteht das Kapital mehr aus Know-How der Mitarbeiter? Oder gibt es Patente?
    3. Dividendenrendite, wieviel hast Du nach Steuern?
    4. Haftung? Bedeutet Anteilseigner auch Haftung? Nachschusspflicht?
    5. Kannst Du die Anteile auf einen Dritten übertragen, wenn Du sie schon nicht zurückgeben kannst?

    Wenn man länger drauf rumdenkt kommen bestimmt noch mehr Überlegungen dazu.
    Genau, solche Ueberlegungen habe ich noetig!
    a) in 100 Euro-Schritten, bis zu 2 Monatsgehaeltern.
    b) tatsaechlicher Gegenwert. Ich arbeite mit den Daten jeden Tag und denke dass die Vorhersagen gut aussehen. Aber ob das wirklich der Fall ist wird sich erst nach der Ausfuehrung zeigen. Fuer jedes Teilprojekt neu. Ein Erfolg ist genug fuer eine gute Rendite.
    c) 25% Steuern auf Rendite. Ich koennte die Rendite in einen Pensionsfunds stecken und wuerde dann keine Steuern zahlen. Ob sich das lohnst ist eine andere Frage.
    d) Gute Frage. Aufgeschrieben.
    e) ebenfalls eine gute Frage!


  7. Registriert seit
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Dann spring ins kalte Wasser. Zwei Monatgehälter sind im Extremfall verschmerzbar und die Renditeaussichten klingen positiv.
    Genau das meine ich auch.
    da haben andere Leute in den Neunzigern mit der Volksaktie der Telekom ganz andere Beträge in den Sand gesetzt . . Oder schau dir die Aktie der Deutschen Bank an! Ich habe für 17 gekauft und für 19 verkauft . . Momentan liegt sie bei knapp 9 euro . . Und viele haben Aktien aus der Zeit, als die Aktie bei über 100 euro lag . .

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. Avatar von Carolly
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Genau das meine ich auch.
    da haben andere Leute in den Neunzigern mit der Volksaktie der Telekom ganz andere Beträge in den Sand gesetzt . . Oder schau dir die Aktie der Deutschen Bank an! Ich habe für 17 gekauft und für 19 verkauft . . Momentan liegt sie bei knapp 9 euro . . Und viele haben Aktien aus der Zeit, als die Aktie bei über 100 euro lag . .

    luci
    Nun, ich muss sicher erstmal das ganze Thema gut verstehen, und dann entscheiden wieviel ich wirklich investieren moechte. Wieviel oder wenig 2 Monatsgehaelter sind haengt natuerlich immer vom Einkommen ab, und wieviel Spargeld man hat.


  9. Registriert seit
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Die wichtigste Frage ist die der Haftung. Entsteht für dich ein finanzielles Risiko über das eingesetzte Geld hinaus? Bei deutschen Aktiengesellschaften besteht ja gerade kein Risiko über das Totalverlustrisiko des Kaufpreis hinaus.

    Firmenanteile, die nicht in einem handelbaren Wertpapier verbrieft sind (i. d. R. eine Aktiengesellschaft, die börsennotiert ist), tackern dein Geld halt fest. Wenn man früh Aktien von Facebook erwerben konnte, dann war das ne gute Idee, trotz fehlender Börsennotierung. Bei manch anderer Firma war das nicht so gut. Du kannst das aber besser einschätzen, wir gar nicht.

    Wenn du sehr unschlüssig bist, dann gar nicht oder halt ein Monatsgehalt statt zwei.


  10. Registriert seit
    15.01.2006
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    AW: Firmenanteile kaufen - Was sind die Nachteile und Risiken?

    Die wichtigste Frage ist die der Haftung. Entsteht für dich ein finanzielles Risiko über das eingesetzte Geld hinaus? Bei deutschen Aktiengesellschaften besteht ja gerade kein Risiko über das Totalverlustrisiko des Kaufpreises hinaus.

    Firmenanteile, die nicht in einem handelbaren Wertpapier verbrieft sind (i. d. R. eine Aktiengesellschaft, die börsennotiert ist), tackern dein Geld halt fest. Wenn man früh Aktien von Facebook erwerben konnte, dann war das ne gute Idee, trotz fehlender Börsennotierung. Bei manch anderer Firma war das nicht so gut. Du kannst das aber besser einschätzen, wir gar nicht.

    Wenn du sehr unschlüssig bist, dann gar nicht oder halt ein Monatsgehalt statt zwei.

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