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    Altersvorsorge

    Liebe Geldanleger,

    ich möchte hiermit einen Thread starten in dem wir uns zum Thema Altersvorsorge austauschen können.

    Das Thema wird ja immer wichtiger. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und sehe täglich Leute wo die Rente gerade so zum Leben reicht (aber nicht für ein bisschen "Luxus" wie ein Urlaub, Theaterbesuch o.ä.) oder ggf. auch sogar unter Grundsicherungsniveau liegt. Die meisten der jetzigen Rentner haben privat nicht vorgesorgt. Genauso sehe ich aber auch viele Familien wo auch kaum oder gar nicht privat vorgesorgt wird, die Gründe lassen wir mal dahingestellt.

    Daher mache ich mir derzeit auch Sorgen um meine Altersvorsorge. Immer mehr hört man von dieser Rentenlücke. Okay klar ist das die gesetzliche Rentenversicherung (wenn es sie den wenn ich in vielen Jahren in Rente gehe überhaupt noch in der heutigen Form gibt) nicht ausreicht um seinen Lebensstandard zu halten. Aber wie soll man den diese Rentenlücke die es zu schließen gilt überhaupt berechnen? Es gibt doch so viele unbekannte Faktoren: gesetzliche Änderungen, Inflation usw. Zumal die Renteninformation der Rentenverscherung und Zusatzversorgungskassen etc. brutto sind. Was weiß ich wieviel Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern ich da später mal von zahlen werde? Wieviel wird also übrig bleiben? Daher bin ich unschlüssig wieviel man den ansparen sollte. So viel wie möglich ist klar, aber ich will ja auch jetzt leben und nicht alles fürs Alter zur Seite legen. Mir ist aber auch klar das ich etwas tun muss.

    Meine bisherige Altersvorsorge:

    - gesetzliche Rentenversicherung
    - kleine Riesterrente (knapp über Mindestbeitrag), habe ich vor einigen Jahren abgeschlossen, halte aber heute nicht mehr ganz so viel davon. Da aber ein Kind geplant ist, kann es sich durch die Zulage ja vlt. doch noch lohnen
    - Zusatzversorgungskasse in die nur der Arbeitgeber einzahlt
    - monatlicher Sparplan von 50 € in einen ETF auf den MSCI World und unregelmäßige Einmalzahlungen, Ausschüttungen werden wieder angelegt
    - monatliche Zahlung (unterschiedliche Höhe) auf ein Konto (Kündigungsgeld, hat den psychologischen Effekt das ich nicht so einfach an das Geld ran komme und es so bleibt wo es hingehört), geringer Zinssatz mit 0,5 Prozent aber ich möchte nicht alles an der Börse investieren, quasi mein sicherer Anteil. Sobald da eine größere Summe liegt wird ein Teil in einer Festgeldleiter angelegt werden.
    - unregelmäßiger Aktienkauf (Dividendenzahler)

    Außerdem habe ich noch einen Bausparvertrag in dem die vermögenswirksamen Leistungen und eigene Aufstockung (insgesamt 40,00 €) angelegt werden. Der läuft auch schon einige Jahre. Würde ich heute so aufgrund der Abschlusskosten vermutlich nicht wieder abschließen. Die Mindestzeit ist er gelaufen, so das ich recht schnell an das Geld kommen würde wenn ich es brauche aber die Bausparsumme ist noch nicht erreicht, so lasse ich ihn mit 1 Prozent Verzinsung + Bonus erstmal weiterlaufen, da ich das Geld gerade nicht brauche.

    Es ist auch ein Tagesgeldkonto mit dem Notgroschen sowie zwei weitere Tagesgeldunterkonten für "Urlaub / teure Freizeitaktivitäten" und "größere Anschaffungen" vorhanden. Die zwei letzteren werden monatlich bespart. Ich mag es übersichtlich und deswegen getrennte Unterkonten.

    Ich frage mich reicht das als Altersvorsorge? Noch irgendwelche Vorschläge was man machen sollte? Was macht ihr den? Wonach richten sich die Beiträge die ihr spart? Vermutlich könnte ich mehr sparen, aber ich will ja auch jetzt leben.

    Ich freue mich auf einen regen Austausch.

    LG
    Janet
    Geändert von Janet9 (16.01.2018 um 21:53 Uhr)

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    AW: Altersvorsorge

    hängt natürlich sehr vom Gehalt und den monatlichen Belastungen ab. Pauschal kann man da nie was raten. Manche sind froh, wenn sie mit ihrem Gehalt die monatlichen Kosten decken können. Wie soll da gespart werden....
    Ich selbst habe eine Immo im Süden, Vermietobjekt und hoffe dort auch im Rentenalter zu leben.
    Gespart wird auch - Nenne es aber Rücklagen, denn ich lebe ja jetzt und möchte Länder bereisen etc. Übrigbleiben sollte natürlich trotzdem was.

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    AW: Altersvorsorge

    Kein sexy Thema, aber ein notwendiges, gerade für Frauen.

    Janet, du scheinst eine ganze Menge zu tun für die Altersvorsorge.

    Bei mir sieht es so aus, dass ich Rentenansprüche aus mehreren Quellen haben werde: gesetzliche Rente, Rente aus einigen Jahren öffentlicher Dienst, zwei private Rentenversicherungen (eine davon nur ein paar Euro), sowie eine berufsständische Rente aus dem Versorgungswerk. Ich weiß nur ungefähr, wie viel das zusammen mal geben wird. Da geht es mir so wie den meisten: ich habe keinen richtigen Überblick. In anderen Ländern soll es Einrichtungen geben, die alle Rentenansprüche einer Person bündeln und diese informieren und beraten. Das wäre hier auch hilfreich. Die Beträge, die ich monatlich aufbringe für Altersvorsorge, sind ok, aber mehr sollte es nicht sein.
    Ich kann mir gut vorstellen, über das normale Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten, wenn auch nicht im vollen Stundenumfang. In meiner Branche machen das viele. Insofern denke ich oft "wenn die Rente nicht reicht, muss ich den Rest halt durch Arbeit verdienen".
    Jedenfalls bin ich froh, meine eigene Altersversorgung zu haben, und nicht nach dem Motto "Meine Altersversorgung ist mein Mann" leben zu müssen.

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    AW: Altersvorsorge

    Zitat Zitat von Dachziegel Beitrag anzeigen
    Janet, du scheinst eine ganze Menge zu tun für die Altersvorsorge.
    Genau das dachte ich auch. Ich finde, du bist da auf einem super Weg. Das klingt doch alles sehr durchdacht?

    Bei mir sieht es so aus:

    - gesetzliche Rente
    - Riester (sehe ich kritisch, war stillgelegt, lohnt sich jetzt aber weil TZ und Kinderzulagen)
    - kleines Aktiendepot (Dividenden)
    - Frisch angefangen, ETFs zu besparen
    - es ist noch weiteres Geld da, das angelegt werden soll (mit Mann zusammen)

    Unsere monatlichen Einnahmen sind eigentlich recht ordentlich, aber die Kosten halt auch. Und dadurch, dass mein Mann aus Donwunder kommt, geht eigentlich alles, was gespart werden kann, regelmäßig in Flüge nach dahin. Bisschen deprimierend - aber das kostet für 4 Personen nunmal 4000-5000 Euro. 2017 hat uns das sogar ein Minus beschert...
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  5. Inaktiver User

    AW: Altersvorsorge

    Da alleinerziehend, ist meine erste Hürde vor der Rente erst noch die Finanzierung der Ausbildung meiner dann bald mal erwachsenen Kindern. Irgendwie muss ich da noch beides stemmen. Ich bin 47.

    - gesetzliche Rente (bin inzwischen über die Grundsicherung gesprungen, wenn ich noch 20 Jahre arbeite)
    - Eichel-Rente aus meinen VWL
    - Immobilie (noch verschuldet, mal sehen, wie weit ich so komme mit der Abzahlung, das Haus ist in einem boomenden Gebiet und schon deutlich mehr wert als bei Kauf, Verkauf könnte sich also ggf. rechnen)
    - Betriebsrente
    - kleines süßes Aktiendepot mit Betriebsaktien (wird vermutlich für die Ausbildung verbraten)

    Fertig.

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    AW: Altersvorsorge

    Zitat Zitat von Janet9 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich reicht das als Altersvorsorge? Noch irgendwelche Vorschläge was man machen sollte? Was macht ihr den? Wonach richten sich die Beiträge die ihr spart? Vermutlich könnte ich mehr sparen, aber ich will ja auch jetzt leben.
    Ob das Geld reicht, lässt sich nur individuell beantworten. Wer im Ruhestand das Ziel hat, jährlich einmal auf Kreuzfahrt zu gehen, öfter essen gehen will, Ausflüge plant und sich die Schönheit oder Gesundheit (Kosmetikerin, Kururlaub in Bad Sowieso) auch etwas kosten lassen will, wird anders vorsorgen müssen, als jemand der nur seinen, vielleicht bescheidenen, Status quo halten will.

    In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll sich über seine Rentenlücke zu informieren. Die Rentenlücke ist der Unterschied vom letzten Nettogehalt zur Rentenzahlung. Wer dann noch zusätzliche Versicherungen abgeschlossen hat, rechnet diese dazu, sicherheitshalber aber nur den garantierten Betrag, nicht die Hochrechnungen der Versicherungen. Was das künftige Rentenniveau angeht oder auch die dann geltende Besteuerung liegt natürlich in den Händen künftiger Regierungen. Im Zweifelsfall also eher konservativ rechnen, wenn hinterher mehr rauskommt, ist es umso schöner.

    Je jünger man ist, umso ungenauer das Ergebnis, es gibt noch zu viele Unwägbarkeiten über zukünftige Ereignisse. Bei 50+ kann man dagegen schon recht gut abschätzen, wie es einem später mal ergehen wird. Blöd nur, dass es dann schon etwas spät ist, wenn man merkt, dass es im Alter doch recht knapp wird.
    Zitat Zitat von Janet9 Beitrag anzeigen
    Wonach richten sich die Beiträge die ihr spart? Vermutlich könnte ich mehr sparen, aber ich will ja auch jetzt leben.
    Tja, das Argument kommt immer. Allerdings meine ich nicht dich damit, denn du tust ja durchaus einiges, damit der Ruhestand nicht von Geldproblemen überschattet wird.

    Ich habe hier im Forum schon mal einen Thread gestartet, der zumindest für eine Mindestsparquote von 25 Euro wirbt, damit im Alter wenigstens ein paar Nullen hinter den ersten zwei Zahlen auf dem Konto stehen. Es stimmt, dass nicht alle ihren Ruhestand erleben werden, der Großteil jedoch schon und dafür sollte man vorbereitet sein.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Altersvorsorge

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen

    In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll sich über seine Rentenlücke zu informieren. Die Rentenlücke ist der Unterschied vom letzten Nettogehalt zur Rentenzahlung. Wer dann noch zusätzliche Versicherungen abgeschlossen hat, rechnet diese dazu, sicherheitshalber aber nur den garantierten Betrag, nicht die Hochrechnungen der Versicherungen. Was das künftige Rentenniveau angeht oder auch die dann geltende Besteuerung liegt natürlich in den Händen künftiger Regierungen. Im Zweifelsfall also eher konservativ rechnen, wenn hinterher mehr rauskommt, ist es umso schöner.
    Ja so habe ich es mir auch gedacht. Aber ich bin vermutlich mit Mitte 30 noch zu jung um jetzt in die Glaskugel zu schauen. Aber ich habe auch mal die Rentenansprüche zusammengerechnet. Bei der Riesterrente steht auf der Standmitteilung immer eine garantierte Rente drauf, diese Hochrechnungen mit irgendwelchen Annahmen wie die Überschussbeteiligung bei so und so viel Prozentpunkten mehr oder weniger wäre finde ich auch nichtssagend. Allerdings ist die Berechnung der gesetzlichen Rente ja auch nur eine Hochrechnung, da weiß man auch nicht was noch kommt. Nur bei der Rente aus der ZVK gibt es mal keine Hochrechnung. Was würdest Du den so ungefähr bei der Berechnung für die Kranken- und Pflegeversicherung abziehen? Kann man da irgendeine Prozentzahl nehmen. Und ich werde meine Rente sicherlich komplett verstauern müssen wenn sich rechtlich nichts mehr ändert. Dafür müsste man doch auch ein paar Prozent abziehen damit man weiß was man dann ungefähr netto hat.

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Je jünger man ist, umso ungenauer das Ergebnis, es gibt noch zu viele Unwägbarkeiten über zukünftige Ereignisse. Bei 50+ kann man dagegen schon recht gut abschätzen, wie es einem später mal ergehen wird. Blöd nur, dass es dann schon etwas spät ist, wenn man merkt, dass es im Alter doch recht knapp wird.
    Das simmt, sehe ich auch so. Ich habe immer die Rentner auf Arbeit die dann erst merken das es nicht reicht und da ist es schon zu spät.

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich habe hier im Forum schon mal einen Thread gestartet, der zumindest für eine Mindestsparquote von 25 Euro wirbt, damit im Alter wenigstens ein paar Nullen hinter den ersten zwei Zahlen auf dem Konto stehen. Es stimmt, dass nicht alle ihren Ruhestand erleben werden, der Großteil jedoch schon und dafür sollte man vorbereitet sein.
    Den Beitrag habe ich auch gelesen und fand ihn sehr gut.
    Klar jetzt zu sagen das man die Rente nicht mehr erlebt finde ich auch nicht richtig.
    Geändert von Janet9 (18.01.2018 um 17:49 Uhr)

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    AW: Altersvorsorge

    Was mich ärgert ist dass ich in jungen Jahren um irgendwas zu machen totalen Mist gemacht habe.
    Habe mir vor 12Jahren eine BU mit Rürupp aufschwatzen lassen und Riester war ja damals auch in aller Munde.
    Hatte dann noch ein paar Fonds .
    Vor 6 Jahren habe ich dann angefangen ETF zu besparen.
    Das Rürupding habe ich stillgelegt, lausige Rendite, die 100€ im Monat hätte man besser anlegen können.
    Riester lohnt sich jetzt doch wegen 2 Kindern.

    Bei mir siehts so aus (42 verheiratet , gut verdienend, 2 kleine Kinder)
    -abbezahltes Reihenhaus
    -gesetzliche Rente
    -kleine Betriebsrente beim AG
    -Aktiendepot, Dividendenzahler, wird aufgestockt
    -ETF-Sparplan 300€ Monotlich
    -Riester

    Falld man verheiratet ist ist die lohnendste Investitien, die in die Beziehung. Scheidungen sind teuer

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    AW: Altersvorsorge

    Zitat Zitat von Eteterfon Beitrag anzeigen
    Genau das dachte ich auch. Ich finde, du bist da auf einem super Weg. Das klingt doch alles sehr durchdacht?

    Bei mir sieht es so aus:

    - gesetzliche Rente
    - Riester (sehe ich kritisch, war stillgelegt, lohnt sich jetzt aber weil TZ und Kinderzulagen)
    - kleines Aktiendepot (Dividenden)
    - Frisch angefangen, ETFs zu besparen
    - es ist noch weiteres Geld da, das angelegt werden soll (mit Mann zusammen)
    Das sieht doch auch gut aus finde ich. Vor allem wenn Du dann noch diese hohen Reisekosten zur Verwandtschaft hast. Da finde ich es richtig klasse das du da noch einiges sparen kannst.

    Das mit den Aktien und ETFs mache ich ja auch noch nicht so lange (seit 2016). Am längsten läuft der Riestervertrag und ja da bin ich auch kritisch, aber ich lasse ihn auf Sparflamme laufen. Ein bisschen Rente kommt dann hoffentlich am Ende bei rum. Ich ärgere mich aber jedes mal über die hohen Kosten die abgezogen werden.

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    AW: Altersvorsorge

    Zitat Zitat von Dachziegel Beitrag anzeigen
    Ich kann mir gut vorstellen, über das normale Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten, wenn auch nicht im vollen Stundenumfang. In meiner Branche machen das viele. Insofern denke ich oft "wenn die Rente nicht reicht, muss ich den Rest halt durch Arbeit verdienen".
    Jedenfalls bin ich froh, meine eigene Altersversorgung zu haben, und nicht nach dem Motto "Meine Altersversorgung ist mein Mann" leben zu müssen.
    Ja das sehe ich auch so. Ich würde auch nicht von einem Mann abhängig sein wollen. Gibt es aber oft, dass die Frauen quasi nur eine Minirente für die Kindererziehung und ein paar Jahre Arbeit erhalten weil sie früh aufgehört haben zu arbeiten und dann nur noch sich um Kinder und Haushalt gekümmert haben.

    Arbeiten wird denke ich bei mir im öffentlichen Dienst eher schwierig. Zumindest aktuell habe ich hier noch niemanden gesehen der länger arbeitet als er muss. Aber wenn einen der Job spass macht, man gesundheitlich fit ist warum nicht. Aber nur wegen dem Geld würde ich es vermeiden wollen.

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