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    Aktien und Diversifikation

    Huhu zusammen,

    da ich drüben im "Richtig sparen mit 25 Euro" Strang den selben Gedanken hatte wie Janet9 (), dass wir da fehl am Platze sind, um und drüber auszutauschen, welche Aktien wir kaufen könnten bzw. wie wir ein Aktiendepot über Branchen, Länder etc. streuen würden, kommt hier ein eigener Thread dazu.

    Ich habe aktuell Geld zur Verfügung, das längerfristig nicht benötigt wird und deswegen in Sachen Altersvorsorge/Sparen angelegt werden soll. An Aktien traue ich mich, das ist schonmal gut. Im Depot habe ich derzeit 5 Aktien aus DE, USA, AUStralien, JP (Japan). Branchen sind bisher Technologie, Bank, Getränke, Industrie. Nun will ich zukaufen jund überlege mir, in Pharma, Lebensmittel, Telekommunikation und evtl. Auto zu gehen.

    Wie wählt ihr eure Einzelaktien für euer Depot aus? Blue Chips? Nach Dividendenrendite? Ethische Kriterien (orientiere mich bisher tw. gern am NAI und den Unternehmen darin). Auf diesen Index kann man derzeit nichts kaufen, man belehre mich eines besseren, wenn es jemand anders weiß. Das würde ich mir nämlich durchaus überlegen. Bei den Ländern würde ich nochmal DE, EU, weltweit, evtl. CH nehmen.

    Neben den Einzelaktien bisher vorhanden ist ein Sparplan auf den ARERO. Das habe ich aber erst begonnen.

    LG und frohen Austausch
    Ete
    Geändert von Eteterfon (21.11.2017 um 18:17 Uhr)
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Danke für den Thread. Hier mein Beitrag aus dem besagten ETF-Thread.

    Nach dem ETF-Kauf kam bei mir das Interesse für Aktien, eben wegen der Dividenden und dem damit zusätzlichem Einkommen (natürlich mehr für später). Bei meinem ausschüttendem ETF werden die Ausschüttungen automatisch von meiner Bank wieder angelegt. Klar kann ich den später entsparen oder verkaufen aber so ein paar Dividenden fand ich auch jetzt ganz reizvoll. Wobei natürlich am Anfang eher reinvestiert wird.

    Daher möchte ich mir ein Depot aufbauen in dem neben dem ETF (oder auch mehreren) auch Aktien von Unternehmen vorhanden sind die schon lange Dividenden zahlen, müssen nicht zwingend Blue Chips sein. Ich überlege daher auch noch andere Bereiche mit reinzunehmen: Industrie (Siemens oder so), Konsumgüter (Henkel, P&G o.ä.), Versicherung etc. und natürlich auch andere Länder.

    ---

    Für mich ist wichtig, dass es sich um etablierte Unternehmen handelt die wenn möglich schon lange und andauernd Dividenden zahlen. Klar ist hier das Wachstum der Firmen nicht mehr so gegeben, aber die Aktien sollen bei mir auch möglichst lange am besten für immer im Depot bleiben. Ich möchte nicht traden sondern über die Dividenden an den Gewinnen etc. der Firma beteiligt werden. Schließlich bringt das heutzutage mehr Rendite als Tagesgeld und Co. Und spaß macht mir die Beschäftigung mit der Materie auch noch.

    Wenn ich etwas Geld neben dem monalichen Sparen (Tagesgeld, ETF-Sparplan, Bausparvertrag, Riester) übrig habe, kaufe ich dann auch mal Aktien. Aber ich gönne mir natürlich auch etwas, es wird nicht alles gespart.

    Problem ist das derzeit die Kurse vieler Aktien recht hoch sind. Wie geht ihr damit um? Kauft ihr trotzdem oder hofft ihr das irgendwann doch noch der Crash kommt? Klar er kommt bestimmt irgendwann, nur wann weiß keiner.
    Geändert von Janet9 (21.11.2017 um 19:53 Uhr)

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Letzteres ist ein Streitpunkt, den mein Mann und ich haben, hatte ich drüben ja beschrieben. Er meint: alles völlig überbewertet, Warten, Warten, Warten. Ich meine: wie lang will man denn warten? Es kann ja auch sein, dass das jetzt noch Jahre seitwärts geht.

    Daher werde ich trotzdem kaufen. Mit einem Teil des theoretisch zu investierenden Geldes. Wegen der relativ hohen Kurse werde ich auch überwiegend Dividendenaktien kaufen. Dann hab ich ne Verzinsung auf das eingesetzte Geld, die bei vielen Dauerdividendenzahlern unabhängig vom Kurs fließt.
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    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  4. Moderation

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Meine Einzelaktien sind Erbstücke. Klassische deutsche Industrie/Technologie.

    Bei Einzelaktien fühle ich mich verpflichtet, die Firma im Auge zu behalten. Läuft sie? Geht sie unter? Wer managt, wie ist das politische und technologische Umfeld? Was hat die Hauptversammlung beschlossen? Und dann muß ich auf der Basis Entscheidungen treffen: Halten? Kaufen? Verkaufen? (Ich habe mir eine Heuristik zusammengestrickt, die für mich diese Entscheidungen trifft.) Da meine Zeit, meine Aufmerksamkeit und mein Entscheidungsbudget endlich ist, werde ich meinen Anteil an Einzelaktien nicht erhöhen.

    Für mich haben diese Einzelaktien obendrein das Potential für ein verdecktes Klumpenrisiko. Da ich in Deutschland lebe und im Technologiesektor arbeite, werden sie vermutlich genau dann fallen, wenn ich am wahrscheinlichsten finanziell oder nervlich klamm bin!

    Was die Hoffnung auf den Crash angeht: Ich hoffe auf eine Korrektur. Eine gutmütige. Aktienkurse existieren nicht im Vakuum. Meine ultimative Diversifikation sind nichtmonetäre Anlagen.

    Was das Sparen-oder-nicht, kaufen-oder-nicht angeht: Wenn ich unter meinen Verhältnissen lebe (was ich tue, weil weder "über meinen Verhältnissen" noch "auf Kante" gut für meinen inneren Frieden sind) wird mein Erspartes unvermeidlich mehr. (Es sei denn, ich verschenke es.) Und ehe ich über das notwendige hinaus mit Realzinsen unter Null abgebe, kaufe ich halt Papiere...
    Geändert von wildwusel (22.11.2017 um 13:28 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Aktien und Diversifikation

    ... mit dem Zeitfaktor sagst du was ... Ich werde wohl wenn die Entscheidungen durch sind, die Strategie "machen und dann wieder vergessen" fahren. Habe zeitweise monate- bis jahrelang nicht in mein Depot geschaut.
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    AW: Aktien und Diversifikation

    Zitat Zitat von Eteterfon Beitrag anzeigen
    Wie wählt ihr eure Einzelaktien für euer Depot aus? Blue Chips? Nach Dividendenrendite? Ethische Kriterien ...
    Alle meine Aktien im Depot sind Blue Chips. Das ist die Mindestvoraussetzung, die ich in Punkto Sicherheit stelle. Ich hatte ein paar Aktien im Depot, die unter meinen Vorstellungen zurückgeblieben sind. Dennoch, keine dieser Blue Chips war jemals gefährdet, völlig wertlos zu werden, weil Großkonzerne. Entweder habe ich die Aktien noch rechtzeitig verkauft und keinen Gewinn gehabt oder leichte Einbußen hingenommen. Dennoch waren sie auch beim Verkauf meilenweit entfernt von der vorherrschenden Meinung, dass man mit nicht gut laufenden Aktien auf jeden Fall Totalverlust erleiden wird. Deswegen halte ich Blue Chips und keine Strohfeuer-Aktien. Wenn meine Blue Chips ins Trudeln kommen, haben wir den dritten Weltkrieg und dann haben wir andere Probleme. Vorher mache ich mir keine Sorgen, ist einfach so.

    Den Dividenden habe ich vor 20 Jahren nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Ich habe damals nicht verstanden, wie diese 0,44 US Dollar irgendwas mit Vermögensaufbau zu tun haben könnten, die ich 1998 für eine Phillip Morris Aktie bekommen habe. Das sind doch nur Pfennigbeträge. Ok, je nach Stückzahl konnte man dafür viermal im Jahr zum Essen gehen. Aber davon reich werden? Quatsch. Heute reichen die vier Dividendenausschüttungen pro Jahr dieser Aktie für einen Kurzurlaub, den Freibetrag sprengen sie sowieso. Dasselbe gilt für die 0,22 USD anno dazumal meiner Johnson & Johnson und noch einigen weiteren Aktien. Ich habe die Dividenden überwiegend gesammelt und in neue Aktien investiert. Das ich damit quasi einen Zinseszinseffekt erreicht habe, wurde mir ebenfalls erst viele Jahre später klar. Ich habe mich nämlich gewundert, wieso eigentlich mein Depot so gewachsen ist, wo sich doch meine Zuflüsse wegen Hausbau über viele Jahre auf Null belaufen haben.

    Ethnische Kriterien? Definitiv nein. Ich setze auf die Lebenslust der Menschen überall auf dem Globus. Freizeit, Markenartikel, Konsum. Und weil die Bevölkerung letztlich zu gut lebt, mache ich auch mit Gesundheitsaktien zuverlässig Gewinn. Das klingt jetzt ein bisserl böse, aber so tickt die Welt. Und solange wir noch Erdteile haben, die keinen europäischen/amerikanischen Lebensstandard haben, werden die Menschen immer danach trachten Anschluss an die Industrieländer zu erreichen, nennt sich dann Wachstumsphantasie bei den Börsianern.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Ich mache das ähnlich wie Nocturna. BlueChips sollen es sein, aber dann auch bitte dividendenstark. Ich halte mich von Modethemen fern, was mich die Dotcom Krise ungerupft hat überstehen lassen. In meinem Depot essen die Leute ungesunde Fertigprodukte, gehen in Fastfoodrestaurants trinken Alk und rauchen und tragen gern modische Kleidung von Sportmarken.

    Dazu noch etwas Industrie nur von Rüstung halte ich mich fern, das bringe ich dann doch nicht. Wen das nicht stört: nur zu, an Rüstung verdient man viel.

    Streuung über verschiedene Kontinente nicht vergessen und ab und zu Wirtschaftsteil lesen. Ich halte diesen für wichtiger als Anlagetipps, weil dort die Probleme und Chancen der Branchen thematisiert werden und man sich dazu seine eigenen Gedanken machen kann.

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    In meinem Depot essen die Leute ungesunde Fertigprodukte, gehen in Fastfoodrestaurants trinken Alk und rauchen und tragen gern modische Kleidung von Sportmarken.
    Mac Donalds und Coca Cola sind ja definitiv Blue Chips. Aber schwierig ist das ja schon, finde ich. Die hatte ich überlegt, aber kann mich nicht dazu entscheiden. Tabak will ich zB auf keinen Fall. Aber da ist jeder anders. Pharma ist z. B. sicher nicht verkehrt zur Streuung. Und man muss sich sagen, dass wir bei aller Kritik dran ja ständig die Produkte brauchen. Und sei es mal ne Aspirin-Tablette, von Impfungen usw. mal abzusehen... was ich jetzt für mich selber sowohl bei Cola als auch Bei McDoof ausschließen kann (aber auch meine kinder werden größer werden ).

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Streuung über verschiedene Kontinente nicht vergessen
    Da hab ich im Moment 4 von 5. Alles außer Afrika.
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  9. Moderation

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Das ethische Problem, das ich bei Pharma sehe ist nicht, was sie produzieren, sondern wie sie ihre Produkte vermarkten, wenn man sie damit durchkommen läßt...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Aktien und Diversifikation

    Ja man will es lieber nicht wissen. Sehe gerade, es gibt auch ETFs ex Tabak, ex Rüstung usw. Wäre dann evtl. auch noch Überlegung wert, die Diversifikation ist da ja dann schon mit drin.
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