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  1. User Info Menu

    Indexaktien - Welche?

    Hallo!

    Hat jemand von euch schon Erfahrung mit Indexaktien gemacht? Habe davon in einem Ratgeber-Magazin der ARD gehört, werde aber nicht ganz schlau daraus :-(
    Weiß, dass man sie lange (30 Jahre) liegen lassen soll.
    Welche gibt es und wieviel sollte man investieren?

    Danke für Anregungen,
    Kuedl.

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    AW: Indexaktien - Welche?

    Hallo,

    sind vielleicht Indexzertifikate gemeint? Dies sind Anleihen,
    deren Wert an einen Index (z.B. DAX) gekoppelt ist. Oder
    sind Aktien aus einem Index gemeint?

    Bitte mehr Details!

    Gruß,
    googol

  3. Inaktiver User

    AW: Indexaktien - Welche?

    Vielleicht meinten die bei der ARD auch die sog. ETFs...Exchange traded Fonds...also börsengehandelte Indexfonds ??

    Fonds die einen Index abbilden wie z.B. den DAX oder Eurostoxx, etc. ?

    Mehr Details wären nicht schlecht.

    Gruß Austernschluerfer
    Geändert von Inaktiver User (16.02.2007 um 16:09 Uhr)

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    AW: Indexaktien - Welche?

    Ja, genau, das was Austernschluerfer sagt, EFTs hießen die. Mehr Details wollte ich, wie gesagt, gerne von euch wissen :-)
    Es wurde nur die Anlage in Indexaktien/-fonds/EFTs genannt, tiefergehende Infos fehlen mir...

  5. Inaktiver User

    AW: Indexaktien - Welche?

    Nun diese Art von ETFs werden über Xetra gehandelt, sind also börsentäglich an- und verkaufbar, haben im Gegensatz zu klassischen Indexfonds - oder klassischen Aktienfonds recht geringe Kosten da z.B. kein Fondsmanagement für die Aktienauswahl und Zusammenstellung notwendig ist ( es wird ja nur einfach passiv der entsprechende Index nachgebildet.

    Vorteil gegenüber z.B. Indexzertifikaten ist, dass die o.g. ETFs unbegrenzte Laufzeiten haben...Zertifikate sind zeitlich begrenzt.

    Nachteile wären... dass in fallenden Börsen ( z.B. der DAX geht in die Knie ) die entsprechenden Indexfonds ebenfalls in die Knie gehen.
    Bsp. DAX - Höchststand in 2000 lag bei rund 8000- heute liegt er nahe bei 7000 Punkten.
    D.h. Hättest du damals einen Indexfonds auf den DAX gekauft, dann wärst du immer noch im Minus. Aktiv gemanagte Aktienfonds der Spitzenklasse, die ebenfalls auf DAXwerte gesetzt hatten, liegen heute im Plus.

    Wichtig ist ebenfalls die Risikostreuung .... setzt du nur auf einen einzigen Index...z.B. den DAX, dann ist das Risiko, bedingt durch die beschränkte Anzahl der im DAX enthaltenen Unternehmen größer, als wenn du z.B. im Euro SToxx 50 investieren würdest oder gar weitere Indices hinzunehmen würdest.

    Gruß Austernschluerfer
    Geändert von Inaktiver User (16.02.2007 um 16:09 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Indexaktien - Welche?

    Nachtrag zu ETFs...

    Indexbezogene ETFs werden häufig auch dazu benutzt, eine sog. Core Satellite - Strategie zu fahren...sprich ... Core ( der Kern ) besteht aus o.g. ETFs und die drum herum kreisenden Satelliten z.B. aus aktiv gemanagten Fonds ( Branchen, Regionen, etc. ) oder Sektor ETFs, um ein Alpha ( Outperfomance gegenüber der zugrunde liegenden Benchmark ) zu erzeugen.

    Da wären wir aber bereits schon bei Portfolioselection und Portfoliotheorie angelangt...grins... das wäre an dieser Stelle wahrscheinlich doch des Guten zuviel.

    Gruß Austernschluerfer
    Geändert von Inaktiver User (16.02.2007 um 16:09 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Indexaktien - Welche?

    Ah, ja... Danke für die Antwort. Bin zwar noch etwas verwirrt, aber den Sinn habe ich, glaube ich, erfasst.
    Wenn man sich aber den DAX auf lange Sicht (seit "Entstehung") mal anschaut, hat er doch aber insgesamt stetig Plus gemacht. Wenn man die Teile also 30 Jahre liegen lässt... sollte man doch damit sicher fahren, oder ist das zu naiv gedacht? (Ausgenommen jetzt der Super GAU, den natürlich niemand voraussagen kann, aber dann sind sicher auch alle anderen Anlagen futsch...)
    Welcher Anlagebetrag würde denn bei EuroStoxx sinnvoll sein, wenn man Anfänger ist, wenig Ahnung hat und gemäßigtes Risiko, soweit das bei Aktien möglich ist, wünscht...? :-)

  8. Inaktiver User

    AW: Indexaktien - Welche?

    Entstanden ist der DAX wie wir ihn kennen, im Jahr 1988, vorher wurde der Dt. Aktien-Index in der Börsenzeitung 4 mal börsentäglich berechnet und mit dem so.g Hardy Index der bis ins Jahr 1959 zurückgeht, verknüpft.

    Gehen wir aber mal von unserem DAX aus, so wie wir ihn heute kennen....sicherlich gings tendenziell seit 1988 bis heute nach oben... unterbrochen von etlichen mittelprächtigen Rückschlägen und schlussendlich vom größten Crash der letzten 100 Jahre in den Jahren 2000 - 2003 von dem er sich ( der DAX ) bis heute noch nicht ganz erholt hat.

    Gleiches wäre, wie bereits in meinem vorherigen Posting schon angesprochen, den entsprechenden Indexfonds die den DAX nachbilden, passiert.

    Ein Anlagehorizont von 30 Jahren ist sicherlich nicht übel..insofern man ihn auch durchhält und nicht - wie viele Anleger, beim leisesten Windhauch kalte Füsse kriegt und ggf. mit Verlust aussteigt und dann wieder mal einsteigt, etc.

    Allerdings gilt es zu bedenken, dass natürlich wie immer die Sache nicht ganz so einfach ist.

    Angenommen der DAX läuft die nächsten 20 Jahre recht gut - also insgesamt gesehen aufwärts - dein Indexfonds steigt entsprechend und ein kleines Vermögen hat sich angesammelt.

    Nun kommt ein Crash der nicht unbedingt vorhersehbar war... der Index bricht ein...vergl. 2000/2003 um sagen wir mal 50 %....dein Indexfonds geht ebenfalls um 50 % in die Knie....hm...........

    Dein Laufzeithorizont beträgt aber nur noch einige Jahre bis zur Rente die du dir eigentlich über dein Investment finanzieren wolltest.... und keiner kann dir sagen wann, wie und in welcher Dimension der DAX, bwz. dein Fonds wieder anziehen wird....

    Was ich damit sagen will...

    lange Zeithorizonte sind natürlich gut für Aktienanlagen - schützen aber nicht zwangsläufig vor Verlusten, schon gar nicht zum Laufzeitende.

    Die Lösung wäre also...langer Anlagehorizont - allerdings mit zwischenzeitlichen Gewinnsicherungsmaßnahmen verknüpft, einer Ablaufstrategie nebst einer Streuung deines Kapitals auf unterschiedliche Assetklassen - das können weitere ETFs sein, können aktiv gemanagte Fonds sein, Anleihen, Cash, Immobilien, etc.

    Zum Thema ...gemäßigtes Risiko ... bei Aktienanlagen... ein recht dehnbarer Begriff.

    Meiner Ansicht nach beinhaltet jede Aktienanlage, ob Einzelaktie, ein Aktienportfolio, Aktienfonds oder EFTs auf Indices immer ein recht hohes Risiko.
    Man kann es zwar einschränken durch den Faktor - Laufzeit und den Faktor Diversifikation und sorgfältige Auswahl - aber man kann es nie ausschalten.

    Daher würde ich immer einem " Anfänger wie du dich nennst " - auch in Anbetracht sonstiger, vielleicht schon vorhandener Anlagen oder Investments, ein risikobegrenztes Gesamtportfolio aus unterschiedlichen Anlagen empfehlen. ( Stichwort Diversifikation )

    Allein auf Euro Stoxx oder DAX oder Dow Jones oder was auch immer größere Summen ( natürlich in Abhängigkeit deiner finanziellen Möglichkeiten ) zu setzen, halte ich nicht für besonders ratsam.

    Aber auch hier gilt wie eigentlich immer.... gut Ding will Weile haben... also erstmal Informationen sammeln...um Rat fragen, sich selbst Gedanken machen - auch die eigene Risikoneigung ernsthaft hinterfragen - und dann erst handeln
    Geändert von Inaktiver User (22.02.2007 um 17:33 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Indexaktien - Welche?

    Zitat Zitat von Kuedl
    Wenn man sich aber den DAX auf lange Sicht (seit "Entstehung") mal anschaut, hat er doch aber insgesamt stetig Plus gemacht. Wenn man die Teile also 30 Jahre liegen lässt... sollte man doch damit sicher fahren, oder ist das zu naiv gedacht? (Ausgenommen jetzt der Super GAU, den natürlich niemand voraussagen kann, aber dann sind sicher auch alle anderen Anlagen futsch...)
    Welcher Anlagebetrag würde denn bei EuroStoxx sinnvoll sein, wenn man Anfänger ist, wenig Ahnung hat und gemäßigtes Risiko, soweit das bei Aktien möglich ist, wünscht...? :-)
    Hallo,

    der DAX steigt schon deswegen, weil die Inflation hier wirksam ist. D. h. ein Teil des Kursanstieges ist einfach Inflation und kein realer Wertzuwachs.

    Trotzdem ist eine solche Anlage über 30 Jahre sinnvoll, weil die neue Steuergesetzgebung diesen Zuwachs durch Inflation besteuert. Kauft man noch 2008 die Papiere und läßt sie 30 Jahre liegen wird keine Steuer fällig.

    Es wird eben immer schwierige für das Alter vorzusorgen während man gleichzeitig dafür Werbung macht.

    Aber es war schon oft sinnvoll, sich nicht an die Vorstellungen einer Regierung zu halten, wenn man als einzelner Erfolg haben wollte.

    Peter

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Indexaktien - Welche?

    Zitat Zitat von Peter9
    Trotzdem ist eine solche Anlage über 30 Jahre sinnvoll, weil die neue Steuergesetzgebung diesen Zuwachs durch Inflation besteuert. Kauft man noch 2008 die Papiere und läßt sie 30 Jahre liegen wird keine Steuer fällig.
    Hallo zusammen, bei einer langfristigen Aktienanlage ohne Verkauf zwischendurch ist der Einstiegskurs extrem wichtig und der ist im langfristigen Vergleich beim DAX z.Z. sehr hoch. Im übrigen war das Steuersparen schon oft ein schlechter Ratgeber bei der Geldanlage.
    Gruss M.M.

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