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  1. Registriert seit
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    Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Hallo,
    aktuell mache ich mir Gedanken über eine weitere private Altersvorsorge. Ich bin 38 Jahre, trete aktuell beruflich aus familiären Gründen kürzer, die empfohlenen gesetzlichen Maßnahmen habe ich bereits umgesetzt (Riester, Betriebliche Altersvorsorge, etc.) . Zur Zeit habe ich finanziell Luft und möchte zusätlich noch privat anlegen um für die Rente gerüstet zu sein.
    Diesbezüglich kam mir der Gedanke in Immobilien anzulegen. Hintergrund: ich bin verheiratet und lebe mit meiner Familie auf dem Land (ehemaliger Bauernhof), aktuell haben auch die Schwiegereltern noch lebenslanges Wohnrecht und das Anwesen gehört meinem Mann. Im Rahmen der Gütergemeinschaft ist aktuell folgende Regel getroffen, dass ich jährlich mit einem höheren Anteil am Anwesen berechtigt werde (hat vor allem erbtechnische Gründe, wegen der Schwigereltern, fall meinem Mann etwas passieren sollte). Nach deren Tod wird das Anwesen auch auf mich überschrieben.
    Vorteile bei Immobilien sehe ich darin, dass ich neben einer finanziellen Anlage auch einen Gegenwert besitze, denn ich im Bedarfsfall ggf. selber nutzen könnte, oder wiederverkaufen kann ( mir ist bewusst, dass Spekulationen in diesem Bereich auch ein gewisses Risiko darstellen). Gleichzeitig hätte ich, sollte je meine Ehe in die Brüche (was hoffentlich nie passiert) gehen eigenes Eigentum und müsste mich nicht in die Abhängigkeit von Mietverhältnissen begeben. Die Anlage soll ja auch langfristig sein und als Altersvorsorge dienen. Sinn ist auch Eigentum als Rentenwert.
    Allerdings sind für mich mehrere Voraussetzungen von Relevanz:
    - ich kenne die Entwicklung der Immobilienpreise auf dem Land (die ist nicht so üppig wie in städtischen Gebieten), eine Anlage sollte ja auch einigermaßen sicher sein und langfristig, deshalb käme nur etwas in städtischen Gebieten in Frage
    - ich werde mit großer Voraussicht diesen Eigentum nicht selber nutzen
    - ich kann keine Verantwortung übernehmen, in dem ich z.B. Eigentum erwerbe und dann vermiete, hier verzichte ich lieber auf höhere Rendite

    Kurz gefragt:
    gibt es im Immobilienbereich Anlagemöglichkeiten, bzw. machen Überlegungen diesbezüglich unter den genannten Aspekten überhaupt Sinn? (vielleicht sehe ich das ja auch etwas naiv).
    Was für konkrete Anlagemöglichkeiten gibt es?


  2. Registriert seit
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Aus meiner Sicht macht das durchaus Sinn, allerdings kommt es auf die Wohnlage an und darauf, dass eine gute Vermietbarkeit über lange Zeit gesichert ist.

    Ich habe selbst noch eine zweite ETW ( die erste, die ich gekauft habe, bewohne ich selbst) als Kapitalanlage und vermietet. Allerdings Großstadt, in Hamburg.
    Eine 2-4 Zimmer Wohnung in Großstädten in guter Lage oder Universitätsstädten wirst Du in D immer gut vermieten können.
    Wenn du mit der Vermietung etc, nichts zu tun haben willst, kannst Du eine Hausverwaltung beauftragen.
    Deren Dienste sind allgemein bezahlbar.
    Was Du aber bedenken musst, ist das die Immobilien dort sehr viel teurer sind als auf dem Land, dafür m.E. leichter vermietbar.
    Dazu brauchst Du natürlich noch eine Summe monatlich als Rücklage für die Hausinstandhaltung.
    Und Du musst überlegen, ob Du etwaige Mietausfälle evtl. kompensieren kannst.


  3. Registriert seit
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Zitat Zitat von wujao Beitrag anzeigen

    Kurz gefragt:
    gibt es im Immobilienbereich Anlagemöglichkeiten, bzw. machen Überlegungen diesbezüglich unter den genannten Aspekten überhaupt Sinn? (vielleicht sehe ich das ja auch etwas naiv).
    Was für konkrete Anlagemöglichkeiten gibt es?
    Kurz geantwortet: Nein, es macht keinen Sinn.

    Und zwar deswegen:

    Zitat Zitat von wujao Beitrag anzeigen
    - ich werde mit großer Voraussicht diesen Eigentum nicht selber nutzen
    - ich kann keine Verantwortung übernehmen, in dem ich z.B. Eigentum erwerbe und dann vermiete, hier verzichte ich lieber auf höhere Rendite
    Willst du gar nicht vermieten? Oder nur nicht selbst? (dann überdenke ich meine Antwort nochmal)
    Es ist dumm sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht

    Gegen das Altern hilft nur jung sterben

  4. Moderation
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Wenn du nicht selber vermieten möchtest, es gibt so Spezialwohnungen (Studenten- und Seniorenappartments), wo man kauft und eine Betreibergesellschaft quasi eine Mietgarantie über einen bestimmten Betrag gibt und sich um alles kümmert. Ich habe aber keine Ahnung, ob das seriös ist.

    Das wäre aber mMn die einzige Art von Lösung, die deine Anforderungen erfüllt. Du kannst (weißt du selber) eine Immobilie nicht verlustfrei leerstehen lassen -- jedenfalls nicht, wenn du vielleicht doch irgendwann mal einziehen möchtest! (Dann würde ich eher zum Seniorenappartment raten )

    Möglichkeiten, die nicht all deine Ansprüche erfüllen:
    - Land kaufen (bringt auch Pflichten mit sich, einziehen ist schlecht, es sei denn, es ist ein geeignetes Freizeitgrundstück)
    - Immobilie kaufen und die Vermietung und so weiter an eine Verwaltungsfirma delegieren (die Verantwortung bleibt aber bei dir, die Kosten auch, dafür kannst du bei Bedarf einziehen.)

    Im Trennungsfall hast du ja auch einen Anteil am Hof der Schwiegereltern -- das allerdings zu Geld zu machen könnte unerfreulich werden.

    Wenn du Geld anlegen willst, aber dich nicht groß darum kümmern kannst oder möchtest, guck dir mal die finanztest "Pantoffel-Portfolios" oder "Geldanlage für Faule" an.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    923

    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Dr. Hielscher, heute Prof. , wenn er noch lebt, hat in seiner Vorlesung immer wieder betont, daß Grundstücke in guter Lage besser sind a ls Aktien. Aber eben in guter Lage und außerdem war das in den sechziger Jahren. Damals sind Grundstück für den "unverschämten Preis" von 20 DM verkauft worden, die heute 800 €/m² wert sind.
    Diese Entwicklung g eht heute so nicht mehr weiter!!

    Die Vermietung ist heute ein hartes Brot. Wenn man kein sehr (!) überdurchschnittliches Einkommen hat, ist die steuerliche Abschreibung bescheiden. Aber Hausverwaltung , Hausmeister etc. schlagen voll durch. Wenn die Hausverwaltung bzw. Eigentümer beschließen, daß irgendwas neu renoviert werden muß, wird es gemacht und von allen Eigentümern bezahlt. Und die Eigentümer finden immer etwas, bzw. es ist immer etwas kaputt.

    Die Eigentümer bestimmen nicht den Handwerker, bzw. der Verwalter verhandelt mit dem Handwerker. Dafür bekommt er an Weihnachten und anderen Anlässen sicher eine kleine Zugabe. Oder es wird sein Objekt besonders günstig renoviert. Wie das eben so ist, wenn andere bestimmen und der Eigentümer nur zu bezahlen braucht.

    Unsere Politiker kennen diese Probleme!

    Verdient man irgendwann mit der Immobilie etwas, geht das voll in die Steuererklärung ein. Die gesetztlich Krankenkasse verlangt s chon vorher so bei 15 % von den Einkünften. Wobei die KK die steuerlichen Abschreibungen nicht anerkennt!! Die wollen mehr Kohle sehen.

    Wenn man dann das Objekt selbst nutzen kann, hat man in den ersten Jahren die Abschreibung steuerlich nutzen können und kann jetzt privat einziehen. Wäre man gleich eingezogen, wären die Erwerbs- und Zinskosten überwiegend private Aufwendungen gewesen.

    Vor dem Einzug sollte man es renovieren und noch etliche Monate leerstehen lassen und immer wieder Anzeigen schalten. Sonst zahlt man die Renovierung aus der privaten Tasche, obwohl sie ja eine Folge der Vermietung sind. Das Argument findet beim FA keine Zustimmung.

    Gute Aktien haben dagegen i. d. Regel eine bessere Wertentwicklung und die Gewinne werden nur mit 30% besteuert. Hausmeister und ähnliches kennen die auch nicht. Die Kontoverwaltung kann man immer noch kostenlos bekommen.

    _Das sollte man sich also überlegen.

    Eine Altenative ist ein ganzes Mietshaus. Dann hat man bei der Auftragsvergabe und der Notwendigkeit die Finger drinn. Aber das wird wohl etwas zu groß sein.
    Geändert von Peter9 (04.10.2016 um 22:42 Uhr)

  6. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn du nicht selber vermieten möchtest, es gibt so Spezialwohnungen (Studenten- und Seniorenappartments), wo man kauft und eine Betreibergesellschaft quasi eine Mietgarantie über einen bestimmten Betrag gibt und sich um alles kümmert. Ich habe aber keine Ahnung, ob das seriös ist.
    In der Regel ist es das nicht, weil diese Betreibergesellschaften einen erheblichen Anteil der Miete kassieren.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  7. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Zitat Zitat von Elixia Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht macht das durchaus Sinn, allerdings kommt es auf die Wohnlage an und darauf, dass eine gute Vermietbarkeit über lange Zeit gesichert ist.
    Das ist absolut richtig. Ich habe mir als "Rente" zwei ETWs im Speckgürtel einer Groß- und Universitätsstadt gekauft. Die Nachfrage ist seit Jahren enorm, ich bekomme eine, auch im Verhältnis zum erhöhten Kaufpreis, ordentliche Miete. Wenn ich einmal verkaufen will/muß werden die Kaufinteressenten Schlange stehen.

    Was die Vermietung angeht, bieten viele Hausverwaltungen auch die Verwaltung des Sondereigentumes an, meistens zu bezahlbaren Gebühren.

    Allerdings sollte man nie vergessen, dass auch ein Investment in "Betongold" nicht ohne Risiko ist. Vollkasko gibt es bei der Geldanlage nicht.

    Gruß

    W.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


  8. Registriert seit
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    ein eigenes HAus/Eigentumswohnung ist immer ein Klumpenrisiko.
    Hast Du schon mal an einen offenen Immobilienfonds gedacht. Den Anteil kannst Du notfalls an der Börse täglich wieder in Euro verwandeln. Und es gibt keinen Ärger mit Mietern, Steuererklärungen etc....


  9. Registriert seit
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Offene Immofonds haben 24 Monate Mindesthaltefrist und 1 Jahr Kündigungsfrist. Der Ertrag ist besser als auf einem klassischen Sparkonto und auch stabil. Nur halt nicht direkt liquide.


    Ich selber habe Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und auch aus Vermietung.

    Seit wann muss ich auf meine Mieteinnahmen Krankenversicherungsbeiträge bezahlen??? Bisher ist noch niemand diesbezüglich auf mich zugekommen.

    Zu den Thema: die Eigentümer entscheiden was renoviert wird.

    Zu allererst werden Renovierungen eh von den gemeinsamen Rücklagen gezahlt.
    Wir haben selber nie nie nie Probleme gehabt mit unseren ETW´s das Entscheidungen getroffen wurden mit denen wir so gar nicht einverstanden waren. Ich bin froh, dass viele ein kaputtes Dach bezahlen müssen, statt ich ganz allein wenn ich zb ein EFH hätte.

  10. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
    Registriert seit
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    AW: Immobilie zur Altersvorsorge nicht zur Eigennutzung

    Zitat Zitat von FrauPfennig Beitrag anzeigen
    Seit wann muss ich auf meine Mieteinnahmen Krankenversicherungsbeiträge bezahlen??? Bisher ist noch niemand diesbezüglich auf mich zugekommen.
    Ehemals freiwillig gesetzlich Krankenversicherte kommen nicht automatisch in die Krankenversicherung der Rentner. Bist Du nicht dort krankenversichert, sind Deine Mieteinnahmen beitragsrelevant. Die Bestimmungen hierzu sind sehr komplex, das solltest Du mit Deiner Krankenkasse klären. Wenn Du privat krankenversichert bist, bist Du aus dem Schneider. Deren Beitrag ist unabhängig von Deinem Einkommen.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

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